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epa02682281 A handout picture taken 10 April and released on 11 April 2011 by Tokyo Electric Power Co (TEPCO) shows the reactor building of Unit 1-2 at Fukushima Daiichi Nuclear Power Station in Fukushima prefecture, northeastern Japan. The president of the Tokyo Electric Power Co (TEPCO), operator of Japan's damaged nuclear power station in Fukushima prefecture, was to visit the prefectural government 11 April 2011 as he and his company face criticism about their handling of the crisis at the plant, a news report said.  EPA/TEPCO/HO  EDITORIAL USE ONLY / NO SALES

Die letzte grosse AKW-Havarie ereignete sich vor gut fünf Jahren: der zerstörte Reaktor in Fukushima Daiichi am 10. April 2011.  Bild: EPA/TEPCO/HANDOUT

Forscher untersuchen die Möglichkeit eines neuen Atom-GAUs – das Resultat ist nicht sehr beruhigend

03.10.16, 08:21 03.10.16, 08:49


Die Atomenergie geniesst nicht gerade einen hervorragenden Ruf. Schuld daran sind nicht nur allfällige unterschwellige Assoziationen mit der Atombombe oder die nach wie vor ungelösten Probleme der Abfallentsorgung. Nachhaltig beschädigt wurde das Vertrauen in die Atomkraft vor allem durch zwei katastrophale Unfälle: Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011). 

Die Antwort auf die Frage, ob Atomenergie überhaupt noch eine Zukunft hat, hängt auch davon ab, wie wahrscheinlich eine weitere Katastrophe dieses Kalibers ist. Wissenschaftler aus Grossbritannien und der Schweiz haben sich mit dieser Frage beschäftigt. Ihr Fazit: Wir unterschätzen die Gefahren der Atomenergie nach wie vor.

216 Störfälle analysiert

Didier Sornette und Spencer Wheatley von der ETH Zürich sowie Benjamin Sovacool von der University of Sussex führten die bislang umfangreichste statistische Analyse von Atomunfällen durch. Sie werteten Rapporte, Studien, Zeitungsartikel und weitere öffentlich zugängliche Dokumente zu nicht weniger als 216 nuklearen Störfällen aus. Ihre Ergebnisse erschienen diesen Sommer in zwei Studien in den Fachzeitschriften Energy Research & Social Science und Risk Analysis

Fukushima – Bilder aus der verbotenen Zone

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Desaster im Tschernobyl- oder Fukushima-Format ein- bis zweimal pro Jahrhundert ereignet, veranschlagen sie auf über 50 Prozent – das heisst, es ist wahrscheinlicher, dass ein solches Ereignis eintritt, als dass es nicht eintritt. 

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich innerhalb von zehn bis 20 Jahren eine Kernschmelze der Art ereignet, wie sie 1979 im amerikanischen AKW Three Mile Island geschah, liegt gemäss der Analyse ebenfalls höher als 50 Prozent. 

A unique photo of the 4th destroyed reactor of the Chernobyl nuclear power plant made by the plant's photographer Anatoliy Rasskazov in the first hours after the deadly April 26 1986 explosion. A highly radioactive vapor trail seen coming from the heart of the destroyed reactor. He died in 2010 of Chernoby-related cancer. (AP Photo/Anatoliy Rasskazov)

Die rauchende Reaktorruine von Block 4 in Tschernobyl, kurz nach dem verheerenden Unfall vom 26. April 1986.  Bild: AP Chernobyl Museum

Diese eher düstere Analyse ist umso bedenklicher, als darin die Massnahmen, die die Atomindustrie nach den bisherigen Havarien ergriffen hat, bereits berücksichtigt sind. Diese Massnahmen hätten zweifellos einen positiven Effekt gehabt und Risiken vermindert, räumen die Wissenschaftler ein.

«Der nächste Atomunfall könnte viel früher geschehen oder schlimmer sein, als der Öffentlichkeit bewusst ist.»

Benjamin Sovacool, University of Sussex

Veralteter Reaktor-Park

Doch das Risiko eines verheerenden Unglücks sei nach wie vor hoch: Um es zu minimieren, müssten am gegenwärtig betriebenen Reaktor-Park, der überwiegend aus Anlagen der zweiten Technik-Generation bestehe, tiefgreifende Änderungen vorgenommen werden, stellt Wheatley fest. 

Die schwersten Atom-Unfälle der letzten 25 Jahre

«Unsere Ergebnisse sind ernüchternd», sagt Sovacool. «Sie deuten darauf hin, dass die von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) angewandte Standard-Methodik problematisch ist – vor allem, wenn es um die Folgen von extremen Vorfällen geht. Der nächste Atomunfall könnte viel früher geschehen oder schlimmer sein, als der Öffentlichkeit bewusst ist.»

Tschernobyl 20 Jahre danach – Shane Thoms gespenstige Foto-Kunst

«Fehlerhafte und beklagenswert unvollständige» öffentliche Daten der Atomindustrie führen laut der Studie zu einem übertrieben selbstsicheren Umgang mit dem Risiko. Die Forscher verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass sie dreimal so viele Daten ausgewertet hätten, wie die Atomindustrie selber publik gemacht habe. Dies liege vermutlich an der Doppelrolle der IAEA, die den Atomsektor zugleich reguliere und propagiere. 

425 Milliarden Dollar – nur für Tschernobyl und Fukushima

In ihrer Analyse der bisherigen Störfälle nahmen die Wissenschaftler auch eine Einschätzung der Kosten vor, die dadurch verursacht wurden. Demzufolge beliefen sich die Kosten für die Havarien in Tschernobyl und Fukushima zusammen auf 425 Milliarden US-Dollar – fünfmal mehr als die Kosten aller anderen Störfälle zusammengenommen. 

Die 15 teuersten Störfälle in AKWs

Trotz der ernüchternden Ergebnisse lehnen die Forscher die Atomenergie nicht grundsätzlich ab. Didier Sornette bemerkt dazu: «Unsere Studie scheint die Atomindustrie zu verdammen, doch andere Überlegungen und ihr Verbesserungspotenzial könnten die Atomenergie in Zukunft attraktiv machen.» 

Umfrage

Hat die Atomenergie noch eine Zukunft?

  • Abstimmen

1,918 Votes zu: Hat die Atomenergie noch eine Zukunft?

  • 64%Nein, diese Technologie ist zu gefährlich.
  • 16%Nur, wenn strengere Sicherheitsmassnahmen ergriffen werden.
  • 15%Ja, als Antwort auf die Klimaerwärmung ohnehin.
  • 5%Das kann ich nicht beurteilen.

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39
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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ohniznachtisbett 04.10.2016 13:07
    Highlight Seien wir ehrlich, jede Energieform hat Chancen/Vorteile und Risiken/Nachteile. Die allseits so hochgelobte Wasserkraft ist gerade auf dem Balkan im Begriff, die letzte intakte Flusslandschaft Europas kaputt zu machen. Ob sich Solar-Panels je rechnen (Energie zur Produktion vs. produzierte Energie) ist fraglich. Atomenergie ist problematisch. Nur, es wäre der grösste Fehler jetzt komplett darauf zu verzichten, da zu viel know-how verloren ginge, was die Gefahren massiv erhöhen würde.
    0 10 Melden
  • Evan 04.10.2016 05:11
    Highlight *Laangweilig* Die haben sicher vergessen in ihrer Studie zu berücksichtigen dass so etwas in der Schweiz NIE passieren könnte. Hier ist die Atomenergie so sicher, unsere Chance davon betroffen zu sein ist ist gleich Null, und das selber mit den ältesten Anlagen weltweit.
    10 7 Melden
  • SwissGTO 03.10.2016 16:05
    Highlight Die frage ist falsch gestellt. Man fragt ja auch nicht "hat das Auto noch Zukunft"? Der Benzinmotor wird garantiert in den nächsten 50 Jahren ersetzt. Autos gibt es aber natürlich trotzdem mit anderer Technologie. Genau so wird es hoffentlich auch mit den AKW's sein.
    13 3 Melden
  • mortiferus 03.10.2016 13:43
    Highlight Kommt noch dazu der Abbau der Anlagen. Das kann länger gehen als sie im Betrieb war und kostet unendlich viel. Natürlich bezahlt das dann der Steuerzahler extra, mit Boni für die Chefs der Abbaufirmen, die ebenfalls zur Atomindustrie gehören. Erst machen sie die Sauerei und verdienen übermässig, danach lassen sie Aufräumen und verdienen übermässig. Grundsätzlich finde ich sind wir einfach ein paar Milliarden zu viel auf diesem Planeten, kein Platz, zu viel Müll, zu viel Verbrauch. Luft verseucht, Meer verseucht, Erde verseucht. Ernähren können wir uns ja schon lange nicht mehr ohne Technik.
    17 7 Melden
  • rolf.iller 03.10.2016 12:42
    Highlight Kernenergie ist total sicher, was hiermit bewiesen ist:
    12 0 Melden
    • rolf.iller 03.10.2016 13:01
      Highlight Highlite bei 04:36: Aus Neutronentechnischen Gründen unmögich...
      7 0 Melden
    • Jürg Müller 03.10.2016 17:05
      Highlight tztztz das Märchen von der Explosion! Das hätten sie mal den Menschen in Tschernobyl zeigen sollen.
      3 0 Melden
    • rolf.iller 03.10.2016 20:56
      Highlight Traurig ist, der Mann hat recht, ein KKW explodiert nicht wie eine Atombombe, kann es auch nicht. Im Fall von Tschernobyl wäre vielleicht eine Atombombenartige Explosion die bessere alternative gewesen. Damit wäre dann der Grossteil des spaltbaren Materials verbrannt. So konnte sich aber das ganze radioaktive Zeugs sich wunderbar grossflächig verteilen.
      8 2 Melden
  • Karl Müller 03.10.2016 12:07
    Highlight Kleiner Einwand zur Begrifflichkeit: Es geht hier nicht um einen GAU, sondern um einen Super-GAU.

    Ein GAU ist der "grösste anzunehmende Unfall", den Konstrukteure beim Bau eines AKWs berücksichtigen müssen, damit das Werk sicherheitstechnisch standhalten kann. Ein Unfall, der diese Kriterien übersteigt, nennt man darum "Super-GAU".
    14 2 Melden
    • Jürg Müller 03.10.2016 17:08
      Highlight Den Super-GAU gibt es streng genommen nicht. Super-Grösster-Anzunemender-Unfall ? Mir reicht der grösste.
      5 6 Melden
    • Karl Müller 03.10.2016 18:06
      Highlight Das ist ein häufiges Missverständnis. Aber "der grösste anzunehmende" ist eben nicht "der grösste".
      8 1 Melden
    • Polybertarian 04.10.2016 11:20
      Highlight Also "Super-GAU" hat gar keine technische Bedeutung und wir nicht in der Literatur nicht benutzt, man sagt "Auslegungsüberschreitender Störfall" (Eng. "Beyond Design Basis Accident", Franz. "Accident hors dimensionnement")
      1 0 Melden
  • leu84 03.10.2016 11:58
    Highlight Eine gute Alternative zu den heutigen AKW's sind die seit langem, von der Nuklarindustrie bewusst vergessene, bekannte Technik der Flüssigsalzreaktoren. Das einzige Land, welches seit Jahrzehnten aktiv an diese Technik forscht ist China. Die haben den Vorteil, dass die Nuklearindustrie da nicht reinreden kann. Ich habe vor vielen Jahren gelesen, dass man damit auch verbrauchte Brennstäbe von unseren AKWs benutzen kann. Da hat die Schweiz und der Westen, eine gute Technik verpasst, trotz sehr guten Hochschulen.
    9 2 Melden
  • Bowell 03.10.2016 11:14
    Highlight Dementsprechend muss massiv mehr Geld in die Weiterentwicklung und Sicherheit von Reaktoren investiert werden. Der überhastete Atomausstieg der Schweiz und anderen Ländern mit viel know-how, wie z.Bsp. Deutschland, wird langfristig zu einem Fachkräftemangel in der Nukleartechnik führen. Wer baut dann unsere Kraftwerke zurück und produziert unseren Strom, wenn alle Kernphysiker pensioniert sind?
    21 47 Melden
  • Hoodoo 03.10.2016 10:46
    Highlight Ich finde es beschämend für die Menschheit, dass eine Technologie nun seit über 60 Jahren angewendet wird, bei der das Abfallproblem NICHT gelöst ist. Meines Wissens gibt es weltweit keine einzige Langzeit-Lagerstätte!
    China, Russland, Japan und andere sind am Bau vieler neuer Kernkraftwerke. Energieverbrauch auf Pump! Künftige Generationen haben dann den Dreck und dürfen die Probleme lösen...
    Für mich ein krasses Beispiel, wie unsinnig es ist, alles kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen unter zu ordnen.
    74 4 Melden
    • dääd 04.10.2016 08:05
      Highlight @Hoodoo: Ja, man muss nicht besonders "grün" sein, um zu erkennen, dass Atomenergie jetzt schon eine Sackgasse und eine riesige Hypothek für unsere Kinder, Kindeskinder sowie deren Ur-Urenkel etc. ist. - Ich bin mittlerweile so weit: Es braucht einfach nochmals eine Katastrophe, damit die Gefahren wieder im Mainstream bewusst werden und grossflächig ausgestiegen wird.
      5 0 Melden
    • Polybertarian 04.10.2016 11:25
      Highlight Wenn Ihren *gesamten* (nicht nur Elektrizität) Lebens-Energieverbrauch bei heutigen zahlen (Geburt 2015, Lebenserwartung > 80 Jahre, heutige Technologie) aus Kernenergie kommen würde, würde das einen Würfel von ca. 17x17x17cm "Abfall" (Abgebrannter Brennstoff) erzeugen. Der Teil davon, der Brennstoff ist, enthält noch > 95% seines Energiepotenzials...
      0 4 Melden
  • pamayer 03.10.2016 10:22
    Highlight Die akws werden in der Schweiz regelmäßig schöngeredet, irgendwann wieder eine kleine randnotiz, dass eines wegen einem bagatelkstörfall abgeschaltet wurde und nun schon lange wieder am netz sei.
    und permanent wird von Fachleuten darauf hingewiesen, welche technische Mängel verschlampt wurden und wie schlecht es um die atomruine betznau stehe - aber das hat keine folgen. Es wird weiter gewerkelt, gebastelt und verdient.

    Hoffe sehr, dass uns der atomstrom nicht einmal SEHR teuer zu stehen kommt.

    hat jemand bei sich platz, noch etwas atommüll aufzunehmen??
    Immer noch ungelöst!!!
    53 6 Melden
    • Ton 03.10.2016 13:02
      Highlight Als Aargauer nehme ich das mit einem strahlenden Lächeln zur Kenntnis. :D

      Just kidding... ;) Auch ich hoffe, dass wir nie eine Sperrzone in der kleinen Schweiz haben werden...
      16 0 Melden
    • pamayer 03.10.2016 14:43
      Highlight Deshalb sind die Aargauer so gut drauf ☺
      5 0 Melden
  • Slant 03.10.2016 09:21
    Highlight Das wäre doch etwas!
    10 1 Melden
  • El Burro 03.10.2016 09:11
    Highlight Typisch! Geld verdienen bis zum abwinken, Augen verschliessen beim Risiko und wenn es Knallt soll der Staat mit Steuergelder aufräumen! Das Beste: Verkauft wird es als saubere günstige Energie...
    53 2 Melden
  • ast1 03.10.2016 09:00
    Highlight Zur Umfrage: Ich denke, Atomenergie hat eine gewisse Zukunft – vorausgesetzt die dazu nötige Innovation findet statt. Neue Reaktortypen, wie zum Beispiel Flüssigsalzreaktoren, könnten mit stark verbesserter Sicherheit und der Beseitigung der Müllproblematik vielversprechend sein.

    Wenn es allerdings genug Fortschritte in der Fusionstechnik gibt, wird diese wahrscheinlich die bisherige Fissionsenergie relativ bald ersetzen.
    50 17 Melden
    • R&B 03.10.2016 10:15
      Highlight @ast1: Kann sein, aber die Atom-Lobby hat zu oft gelogen und gemauschelt, als dass man ihr noch vertrauen kann. Es würde mich nicht überraschen, wenn die zukunftsträchtigen Atomenergien auch nicht besser sind.
      29 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 03.10.2016 10:30
      Highlight Flüssigsalzreaktoren beseitigen nicht das Müllproblem. Allenfalls verringern sie es. Mengenmässig fällt weniger Abfall an, vorallem erheblich weniger von den gefährlichsten Abfälle.

      Trotzdem entstehen auch bei Flüssigsalzreaktoren nukleare Abfallprodukte. Das Müllproblem ist das gleiche. Aber bisher konnte dieses Problem nicht gelöst werden, obwohl die ganze Welt seit Jahrzehnten daran forscht.
      26 2 Melden
    • _kokolorix 03.10.2016 10:31
      Highlight Äh, Beseitigung der Müllproblematik? Arbeitet man daran nicht seit 50 Jahren Ergebnislos?
      19 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hopp Langnou!!! 03.10.2016 08:58
    Highlight Wie viele studien und fast- bis ganzunfälle braucht es noch, bis die Menschen endlich begreiffen, wie gefährlich AKWs sind und was man mit ihnen machen sollte?
    77 20 Melden
    • EvilBetty 03.10.2016 10:03
      Highlight Was schlägst du vor, wie wir all den benötigten Strom sonst produzieren?
      17 24 Melden
    • walsi 03.10.2016 11:18
      Highlight @EvilBetty: Die Antworten sind eigentlich bekannt, aber nicht beliebt. Man könnte die Wasserkraft weiter ausbauen, will man aber nicht wegen der Landschaft. Wenn man den Verbrauch stark senken könnte, würde es folglich weniger Kraftwerke benötigen. Das würde aber bedeuten, dass die Leute auf gewisse Dinge verzichten oder sich zumindest einschränken müssten.
      18 6 Melden
    • _kokolorix 03.10.2016 13:01
      Highlight Wie wäre es mit einem Verbot von Standby Funktionen?
      6 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Widmer 03.10.2016 08:41
    Highlight Leider ist im Bericht nur sehr rudimentär beschrieben, mit welcher Methode gerechnet würde. Jedenfalls kann man aufgrund von Zeitungsartikeln, die zum Teil fehlerhaft sind, kaum die Wahrscheinlicjkeit eines Atomunfall berechnen. Ich frage mich, ob die Arbeit wissenschaftlich genug war.
    25 64 Melden
    • Nevermind 03.10.2016 09:40
      Highlight Rein statistisch gesehen kannst du alle 30 Jahre mit einem GAU rechnen.
      1954 erstes ziviles Kernkraftwerk
      1986 Tschernobyl
      2011 Fukushima
      (2035 Leibstadt? 😉)

      Dazwischen kommen noch die grösseren und kleineren Störfälle.
      21 5 Melden
    • R&B 03.10.2016 10:12
      Highlight @Widmer: als ob diese Analyse auf Zeitungsartikeln beruht. Ich finde, dass Ihr Kommentar unseriös ist.
      13 8 Melden
    • weisse Giraffe 03.10.2016 10:16
      Highlight Sowohl die Medienmitteilung als auch die beiden wissenschaftlichen Artikel sind im Text verlinkt - wenn Sie es genauer wissen wollen, können sie dort nachlesen.
      21 1 Melden
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