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The head of an adult male Cuvier's beaked whale is pictured as it surfaces in this undated handout photo obtained by Reuters on March 26, 2014. Scientists said on Wednesday they tracked these medium-sized whales off the coast of California using satellite-linked tags as the creatures dove down nearly 1.9 miles (2,992 meters) and spent two hours and 17 minutes underwater before resurfacing. those figures represent both the deepest and the longest dives ever documented for any marine mammal. REUTERS/Erin A. Falcone/Cascadia Research/Handout via Reuters (UNITED STATES - Tags: SCIENCE TECHNOLOGY ANIMALS) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO SALES. NO ARCHIVES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS

Cuvier-Schnabelwal (Archivbild): Der neue Rekordhalter erreicht Meerestiefen von rund 3000 Metern – und kann dabei länger als zwei Stunden unter Wasser bleiben. Bild: Reuters

Fast drei Kilometer tief

Wal stellt Tauchrekord auf

Tintenfische sind ihre Leibspeise – um sie zu fangen, tauchen Cuvier-Schnabelwale tief und lange. Messungen haben jetzt gezeigt: Die Art verdrängt den bisherigen Tauchrekordhalter, den Südlichen See-Elefanten, vom Spitzenplatz im Tierreich.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Wer besondere kulinarische Vorlieben hat, der muss sich manchmal auch ein bisschen anstrengen. Im Fall der Cuvier-Schnabelwale heisst das: Die bis zu drei Tonnen schweren Tiere müssen sich auf der Suche nach ihrer Beute auch in den Tiefen der Ozeane umschauen. Bei der Jagd nach Tintenfischen tauchen sie dabei beinahe drei Kilometer tief. 

Forscher um Gregory Schorr vom Cascadia Research Collective in Olympia (US-Bundesstaat Washington) berichten im Fachmagazin «PLoS One», dass die Wale teilweise eine Tiefe von 2992 Metern erreichen. Der längste registrierte Tauchgang habe 140 Minuten gedauert. Damit schlägt der Cuvier-Schnabelwal den bisherigen Rekordhalter unter den Säugern, den Südlichen See-Elefanten. Von ihm war eine Tauchtiefe von 2388 Metern und eine Tauchdauer von 120 Minuten bekannt. 

Besonders erstaunlich sei die kurze Auftauchzeit der Schnabelwale zwischen den einzelnen Tauchgängen, schreiben die Forscher. Im Schnitt verbrachten die Wale demnach weniger als zwei Minuten an der Wasseroberfläche, bei besonders tiefen Tauchgängen etwas mehr. See-Elefanten und Pottwale legen lange Erholungspausen zwischen einzelnen Tauchgängen ein. 

Ausflug ins militärische Übungsgebiet

Die Wissenschaftler hatten die Daten von acht Cuvier-Schnabelwalen bei mehr als 6000 Tauchgängen vor der Küste Kaliforniens erfasst. Diese hatten sie zuvor mit einem Sender versehen. Die gemessenen Werte überträfen die bisher bekannte Tauchtiefe und -dauer um fast das Doppelte. 

Die rund sieben Meter langen Wale ernähren sich hauptsächlich von Tintenfischen, die oft in grossen Wassertiefen leben. Von Walfängern droht ihnen im Prinzip wenig Gefahr, allerdings enden sie immer wieder als Beifang in den Netzen von Fischern

Schorr und seine Kollegen weisen darauf hin, dass das Tauchverhalten in der vorliegenden Studie vom Menschen beeinflusst sein könnte: Die beobachteten Tiere hielten sich zumindest zeitweise in einem militärischen Übungsgebiet vor der kalifornischen Küste auf. Und Cuvier-Schnabelwale reagieren besonders sensibel auf Störungen durch militärischen Sonareinsatz. Zwei Drittel aller in Folge von Lärm durch Militärtechnik gestrandeten Wale gehören dieser Art an. 

Eine frühere Studie hatte bereits gezeigt, dass Cuvier-Schnabelwale nach einer Lärmstörung ausserdem ungewöhnlich lange tauchen und nur langsam wieder an die Wasseroberfläche steigen. In dem beobachteten Fall hatten die Tiere sogar zeitweilig auf ihr Echolot verzichtet, sie suchten also länger als sonst nicht nach Nahrung. Eine andere Forschungsarbeit hatte allerdings auch die umgekehrte Variante ins Spiel gebracht: Die Tiere könnten durch Sonar zum zu schnellen Auftauchen gebracht werden – und deswegen sterben. (chs/dpa)



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