Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Gesundheit

Forscher finden bisher wichtigstes Gen für Fettleibigkeit

12.03.14, 23:33

Dünne Maus im Vergleich zu einer fettleibigen Artgenossin. Bild: EPA

Forscher haben das bislang wichtigste Gen für Fettleibigkeit ausfindig gemacht: Mäuse ohne dieses Gen hatten fast ein Drittel weniger Gewicht als Nager mit dem Gen, berichten Wissenschaftler in einer am heute im Fachmagazin «Nature» veröffentlichten Studie.

Nach Angaben von Forschungsleiter Marcelo Nobrega von der US-Universität von Chicago deuten die Ergebnisse der Untersuchung «stark» darauf hin, dass das Gen «IRX3 die Körpermasse kontrolliert und den Körperaufbau reguliert». Das Gen IRX3 kommt in ähnlicher Form auch beim Menschen vor.

In früheren Studien war ein Gen namens FTO als der Hauptschuldige für Adipositas, also Fettleibigkeit, genannt worden. Doch Genveränderungen hatten die Funktionsweise von FTO nicht beeinträchtigt.

Nun fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Mutationen - statt FTO zu beeinflussen - beim Gen IRX3 eine Reaktion hervorriefen. Es kam zu einer Überproduktion eines Proteins im Gehirn, wodurch möglicherweise eine Hirnregion beeinflusst wurde, die für Stoffwechsel und Appetit zuständig ist.

Mäuse, bei denen das IRX3-Gen deaktiviert war, wogen rund 30 Prozent weniger als ihre Artgenossen bei gleicher Nahrung und Bewegung. Als nächstes wollen die Forscher herausfinden, welche Zellfunktionen das Gen verändert. Die Erkenntnisse könnten einen Ansatz für Medikamente gegen Fettleibigkeit bieten.

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO verdoppelte sich die Zahl fettleibiger Menschen weltweit zwischen 1980 und 2008 beinahe. Mehr als ein Drittel aller Erwachsenen - rund 1,4 Milliarden - galten 2008 als übergewichtig, eine halbe Milliarde als fettleibig. (tvr/sda)



Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Schweizer Firma startet mit Natur-Hightech für Tesla und Co. durch

Wer sagt denn, dass Hightech aus Plastik und Metall sein muss? Das Start-Up Bcomp in Freiburg setzt auf Flachs – und schafft's damit sogar ins Weltall.

Flachs ist eine uralte Kulturpflanze – und seine Fasern sind das perfekte Material für Hightech-Produkte: Dies stellt die Westschweizer Firma Bcomp unter Beweis.

Sehr wahrscheinlich heben in Zukunft Raketen aus Naturfasern in den Weltraum ab. Das innovative Start-up kooperiert seit einiger Zeit mit der European Space Agency (ESA).

Noch wird geforscht, doch auf dem Heimatplaneten Erde ist die technologische Revolution durch den umweltfreundlichen «Verbundwerkstoff» bereits voll in Gang.

Jüngstes …

Artikel lesen