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So geht das! In Frankreich braucht man nun einen Ausweis, wenn man KEIN Organspender ist

03.01.17, 16:37 03.01.17, 16:50

Ein Arzt entnimmt in San Francisco einem Lebendspender eine Niere. Bild: HANDOUT/REUTERS

Es ist so eine Lösung, bei der man sich fragt, warum da nicht schon früher jemand drauf gekommen ist: In Frankreich braucht man seit dem neuen Jahr einen Ausweis, wenn man NICHT will, dass im Todesfall die eigenen Organe entnommen und gespendet werden.

Als das entsprechende Gesetz im Januar die Instanzen passierte, gab es in unserem Nachbarland 19'000 Personen auf den Organspende-Wartelisten, und seit dem Januar gibt es nun 66 Millionen potenzielle Spender – abzüglich von 150'000 Personen, die sich bisher als explizite Nicht-Spender registrieren liessen, berichtet «The Outline».

In Österreich spendet quasi jeder

Die Regel, nach der angenommen wird, jeder Franzose sei mit der Spende einverstanden, müsste theoretisch gar nicht sein: 80 Prozent der Befragten in einer Umfrage waren bereit, ihre Organe mach dem Tod weiterzugeben. Das Problem sind offenbar eher die Hinterbliebenen: Von denen waren nur 40 Prozent mit der Spende einverstanden.

Tatsächlich ist eine derartige Regelung aber keine französische Erfindung: In einem anderen Nachbarland gibt es derartige Gesetze schon länger. In Österreich gelten daher gewaltige 99,98 Prozent der Bevölkerung als Organspender. Die Niederlande haben unlängst ebenfalls ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.

In der Schweiz regelt das erst 2007 in Kraft getretene Transplantationsgesetz die Organspende: Liegt keine ausdrückliche Zustimmung der Verstorbenen vor, können die Angehörigen zustimmen oder ablehnen. Dabei dürften ähnliche Probleme auftreten, wie sie zuvor in Frankreich aufgetreten sind.

Hierzulande standen im Jahr 2015 1384 Personen auf der Organspende-Warteliste, von denen 552 geholfen werden konnte. 65 der wartenden Patienten verstarben noch in jenem Jahr. 

Umfrage

Sollte die Schweiz ähnliche Gesetze erlassen wie Österreich und Frankreich?

  • Abstimmen

1,893 Votes zu: Sollte die Schweiz ähnliche Gesetze erlassen wie Österreich und Frankreich?

  • 77%Ja, das sollte auch bei uns so sein.
  • 4%Ich weiss nicht.
  • 19%Nein, diese Regelungen gehen mir zu weit.

Organspende: die Warteliste in der Schweiz. grafik: swisstranplant

Beileibe nicht alle spenden erst nach dem Tod. grafik: swisstranplant

Bis womöglich auch bei uns die Gesetze geändert werden, kannst du dich hier als Spender registrieren lassen.

(phi)

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143Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Doeme 06.01.2017 11:29
    Highlight Für mich unverständlich wie man gegen dieses Gesetze sein kann. Man kann ja einfach sagen, man wolle seine Organe nicht spenden und dann ist alles ok.
    4 2 Melden
  • Yonko 05.01.2017 09:24
    Highlight Würden Organspender bevorzugt behandelt werden, sollten sie selbst mal eine Transplantation benötigen, würde die Popularität des Organspendens wohl ganz leicht zunehmen ;)
    12 1 Melden
  • Sodiumcat 04.01.2017 15:12
    Highlight Da sich hier anscheinend noch keine Angehörigen gemeldet haben von Organempfängern, tu ich das mal.
    JEDER von euch der gegen Organspende ist würde in der Sekunde seine Meinung ändern, in der er selber auf eins angewiesen wäre. Jeder möchte leben und wer so egoistisch ist und anderen eine Chance auf ein neues Leben verwehren will, der soll selber nichts erhalten dürfen. Es sterben jedes Jahr Menschen, die nichts für ihren Zustand dafür können. Und die meisten informieren sich nicht einmal, bevor sie eine Entscheidung fällen. Informiert euch RICHTIG.

    https://vimeo.com/130429837
    17 11 Melden
    • Lami23 04.01.2017 19:02
      Highlight Auch dieser Meinung.
      6 6 Melden
    • Homes8 04.01.2017 19:22
      Highlight Vieleicht sind die Angehörigen egoistisch, wenn Sie einen Menschen nicht gehen lassen wollen und ein länger gehendes Ende provozieren.
      Nicht jede Seele kann mit Transplantationen umgehen.
      3 10 Melden
    • Sodiumcat 10.01.2017 02:35
      Highlight Homes8: Mein Bruder war 24 als er gehen musste. SUPER egoistisch von mir, ja. Echt extrem egoistisch. ohne Lungentransplantation wäre er 20 geworden und hätte absolut nichts gehabt vom Leben. Welche Seele damit umgehen kann entscheiden die, die sie brauchen. Indem sie sich auf die Liste setzen lassen - oder eben nicht. Dies geschieht freiwillig. NIEMAND wird gezwungen ein Organ anzunehmen. Erst informieren, DANN mitreden, danke.
      8 0 Melden
    • HunterCH 25.01.2017 12:41
      Highlight @Homes8 Was ist das für eine Logik? Wenn ich selber krank bin und ein neues Organ will, um nicht zu sterben, bin ich dann auch egoistisch? Lieber sterben als auf eine Lebensverlängerung zu setzten?

      @Sodiumcat Well said, as usual!
      1 0 Melden
    • Homes8 25.01.2017 17:17
      Highlight Ihr versteht die Worte nicht. Vieleicht versteht Ihr Bilder?
      0 2 Melden
  • Daniel Caduff 04.01.2017 11:59
    Highlight Findet es ausser mir sonst noch jemand bezeichnend, dass genau die Kommentatoren, die Organspenden aus moralischen Gründen ablehnen, regelmässig zu menschenverachtenden Begriffen wie "ausschlachten" oder "verwerten" greifen?

    Ich sehe drei Varianten nach dem Tod:

    1. Begräbnis, verrotten in der Erde.
    2. Kremierung.
    3. Organspende.

    Variante 1 finde ich persönlich nicht sehr prickelnd. Variante 2 gefällt mir besser. Ich mag Feuer. Variante 3 finde ich, hat jedoch etwas sehr tröstliches.

    Im Wissen zu sterben, dass mein Tod bis zu 5 Leben retten kann nimmt dem Tod etwas den Schrecken.
    21 23 Melden
    • Maya Eldorado 26.01.2017 01:04
      Highlight Zuerst will ich klarstellen, dass ich weder ein Organ spenden noch eines bekommen will.

      Ein Organspender ist kein toter Mensch, sondern ein sterbender Mensch. Ein Organ, das nicht mehr beseelt ist, kann nicht mehr zum spenden dienen.

      Ein Mensch der stirbt, lebt ohne den Leib weiter. Spendet er ein Organ, bleibt mit diesem auch ein Teil seiner Seele zurück, in einem fremden Leib....
      1 7 Melden
  • Snoe 04.01.2017 09:09
    Highlight Dafür oder dagegen spielt nicht wirklich eine Rolle! Wichtig ist nur,dass man sich darüber informiert,diskutiert und sich einen Ausweis macht...Geht ganz einfach und tut nicht weh!
    https://www.swisstransplant.org/de/
    27 4 Melden
    • Daniel Caduff 04.01.2017 10:46
      Highlight Und wenn Ihr schon dabei seid:

      Überlegt Euch doch bitte auch eine Blutstammzellen- oder Knochenmarkspende.

      Damit rettet Ihr zu Lebzeiten anderen Menschen das Leben und die Ängste gegenüber Organspenden sind bei Lebendspenden ebenfalls hinfällig.

      http://www.blutspende.ch/de/blutstammzellspende

      http://bit.ly/2j3CmRc



      17 18 Melden
    • Daniel Caduff 04.01.2017 13:09
      Highlight An die Blitzer:

      Ich kann viele der Einwände gegen Organspenden nachvollziehen, auch wenn ich sie nicht teile.

      Bei Lebendspenden von Knochenmark oder Blutstammzellen hinterlasst Ihr mich aber echt ratlos. Da verliere ich als Spender ja absolut nichts.

      Was stört Euch denn daran? Bin ehrlich an Eurer Meinung interessiert.

      11 11 Melden
    • Homes8 04.01.2017 14:29
      Highlight 1. Hast Du schon Knochenmark oder Blutstammzellen gespendet?
      2. oder machst Du Umsatz damit?
      3. oder bist Du erst in der Ausbildung und willst später Dein Geld in der Branche verdienen?
      9 7 Melden
    • Daniel Caduff 04.01.2017 19:23
      Highlight Ich bin registriert als potenzieller Spender, wurde aber bisher nie aufgeboten.
      Verdienen tu ich daran nichts und in der Ausbildung bin ich auch schon lange nicht mehr (ich bin 37).
      3 1 Melden
    • Homes8 04.01.2017 19:28
      Highlight Unten am Ende der Kommentare habe ich einen Film gepostet, der das Thema ganzheitlich beleuchtet.
      0 2 Melden
    • Daniel Caduff 05.01.2017 07:58
      Highlight Du möchtest also lieber Menschen sterben lassen, denen man helfen könnte, weil Du einen knapp 40 Jahre alten Horrorfilm gesehn hast, bei dem es irgendwie "ganzheitlich" um Organspende geht. Den Zusammenhang zu Stammzellen und Knochenmarkt darfst Du selber suchen.

      Lass gut sein. Du hattest jetzt Deine 15-Trollminuten.
      6 2 Melden
    • Homes8 05.01.2017 08:47
      Highlight Nein ich meinte diesen Film hier nicht die in der mitte der Liste. Leider wurde der Kommentar den ich am Ende der Liste plaziert habe bis jetzt nicht aufgeschaltet (schon der zweite im neuen Jahr, schlampig Watson). Und es hatte nichts beleidigendes darin, im Gegensatz zu deiner Trollbemerkung. Werde meine Kommentare in Zukunft zwischenspeichern, bis sie veröffentlicht sind.
      2 4 Melden
    • Daniel Caduff 05.01.2017 11:07
      Highlight Sorry, ich präzisiere:

      Du bist ein post-faktischer Verschwörungstroll.
      https://www.psiram.com/ge/index.php/Quantica

      Was würdet Ihr alle nur ohne Eure grossartigen Youtube-Quellen tun.
      3 2 Melden
    • Homes8 05.01.2017 19:12
      Highlight Die Youtube Quelle brauche ich in der Regel nicht für mich, sondern um jemand trotz nur 600 Zeichen etwas zu erklären.
      Aber was will man schon von Leuten erwarten, weche Andersdenkende als Trolle bezeichnen.

      An watson: Zusammen mit dem Kommentar welchen ich hier um ca. 11'00 Uhr gepostet habe, bei dem es unter anderem um Wilhelm Reich gegangen ist, sind es nun im neuen Jahr schon 3 Kommentare von mir, welche Ihr unterschlagen habt. Ist das jetzt Schlamperei oder Zensur?
      1 3 Melden
  • Stefan Kuster 04.01.2017 05:45
    Highlight Habe selbst eine Niere gespendet. Habe damit einem 7 jährigen Kind die langjährige dyalyse erspaart. Und wisst ihr was. Nicht an einem tag bereue ich es. Ich habe keine verändeeung oder Eindchränkung.
    49 16 Melden
  • Awesomeusername 04.01.2017 03:57
    Highlight Ich verstehe die Aufregung nicht. Es ist doch einfacher das die kleinere Gruppe einen Ausweis bezieht als die Mehrheit. Man setzt sich doch eher mit was Auseinander wenn man es nicht will und sorgt dafür das dies eben nicht geschieht. Man hat ja immer noch die Selbstbestimmung über sich und die "Verschwendung" von guten Organen wird auch reduziert.
    Und ausserdem sind es ja wahrscheinlich wenig Fälle wo dann diese Entscheidung wirklich in Betracht gezogen werden muss/kann.
    23 17 Melden
  • Sapere Aude 04.01.2017 01:40
    Highlight In dieser Diskussion sind wohl auch die Verhältnisse entscheiden. 2015 wären ca 600 Spenden mehr notwendig gewesen, um allen in der Schweiz zu helfen. Auch mit einer Regelung wie in Frankreich würde man nicht automatisch zum Ersatzteillager, schliesslich müssen Spender und Empfänger kompatibel sein. Möglicherweise liesse sich damit 600 Menschenleben im Jahr in der Schweiz retten und wer aus irgendwelchen Gründen seine Organe nicht spenden will, kann sich immer noch regristrieren lassen.
    23 29 Melden
  • Sapere Aude 04.01.2017 01:16
    Highlight Finde ich eine vernünftige Lösung. Wer selbst nach seinem Tod nicht auf seine Organe verzichten möchte, damit diese entweder in der Erde verrotten oder kremiert werden, statt Leben zu retten, darf gerne einen bürokratischen Aufwand in Kauf nehmen um diesen Wunsch zu erfüllen.
    37 41 Melden
  • JasCar 04.01.2017 00:16
    Highlight Und einmal mehr bin ich schockiert über die Kommentare hier! "Ich bin doch kein Ersatzteillager"
    Der Mensch wird echt nur noch egoistischer! Hauptsache mir geht es gut, die anderen sollen gefälligst für sich selbst schauen.
    Flüchtlinge, Kranke, Obdachlose und jetzt auch schon Organempfänger... geht uns alles nix an.
    Traurige Welt!!!
    49 44 Melden
  • pipovic 03.01.2017 23:38
    Highlight Das Problem ist doch, dass sich einfach zu wenig Menschen entscheiden ob sie ihre Organe spenden wollen oder nicht und nach dem Tod die Entscheidung bei den Angehörigen liegt, welche diese Entscheidung ziemlich schnell nach dem Tod treffen müssen. Man kann sich vorstellen, wie schwierig es ist, in so einer Situation im Sinne des Verstorbenen zu entscheiden, wenn dieser seinen Wunsch bezüglich Organspende nie geäussert hat. Ich denke es würde mehr Organspender geben, wenn man die Entscheidung selbst trifft und nicht den Angehörigen diese Entscheidung überlasst. Egal wie - aber entscheide dich!
    36 10 Melden
    • Awesomeusername 04.01.2017 04:05
      Highlight Ich denke genau für die Angehörigen kann die Lösung von Frankreich eine Hilfe sein. Denn wenn der Patient es nicht will ist die Chance, dass er darüber gesprochen hat, höher als wenn er sowieso mit dem Gesetz einverstanden ist.

      10 10 Melden
  • G.Oreb 03.01.2017 23:23
    Highlight Oha. Wo fang ich denn hier an zu kommentieren? Ach, ich geh schlafen. Ich hab ja meinen Ausweis. Wer tot ist, ist tot. Man schenkt jemand anderem ein neues Leben, tun muss man dafür nichts. Kostet nichts, tut nicht weh, kümmern tuts einem auch nicht mehr. Wo liegt das Problem?
    "Ich möchte in würde begraben werden." Ach hört doch auf, eurer Seele gehts gut, der Rest ist nur Abfall. Habt ihr schonmal einen Amputierten gesehen der seinen Fuss verbuddelt? Dachte ich mir.
    50 35 Melden
    • Homes8 04.01.2017 09:29
      Highlight Grad die Kosten würden ein Problem werden. Hat noch niemand zur sprache gebracht. Wenn unbeschränkt Ersatzteile vorhanden sind, wird das Gesundheitssystem exponentiell wachsen. Jeder Empfänger braucht auch teure Medikamente, damit das fremde Gewebe nicht abgestossen wird. Kriegt jeder 80 jährige noch eine, oder mehrere Transplantationen bevor er sterben kann, oder wo ist die Grenze?
      10 21 Melden
  • atomschlaf 03.01.2017 23:05
    Highlight Nein, danke. Ich bin doch kein Ersatzteillager.
    47 86 Melden
    • fcsg 04.01.2017 00:43
      Highlight Diese Einstellung ist natürlich legitim. Würdest du konsequenterweise auch auf ein "Ersatzteil" verzichten, wenn du eines brauchst?
      69 5 Melden
    • Najratatat 04.01.2017 01:42
      Highlight Finde ich toll. Du hast dich damit beschäftigt und deine hinterbliebenen müssen diese entscheidung nicht mehr fällen. Völlig in ordnung, es gibt bestimmt genug potentielle spender.
      13 5 Melden
  • guby 03.01.2017 22:35
    Highlight Wie wäre eine Regelung, dass niemand ein "Ersatzorgan" kriegen kann der nicht schon mindestens eine gewisse Zeit als Organspender/in registriert war? Das wäre für mich die ehrlichste und fairste Lösung.
    60 14 Melden
    • pipovic 03.01.2017 23:48
      Highlight Bei Personen welche aufgrund einer (angeborenen) Krankheit keine Organe spenden können/dürfen und im Verlauf ihres Lebens auf ein Spenderorgan angewiesen sind, müsste man schon die erste Ausnahme machen.
      46 1 Melden
    • guby 04.01.2017 09:04
      Highlight Klar. Ich behaupte auch gar nicht, dass dieser rudimentäre Vorschlag genau so umgesetzt werden kann. Etwas in dieser Art wäre halt in meinen Augen wünschenswert.
      12 2 Melden
  • Angelo C. 03.01.2017 21:53
    Highlight Bleibt zu hoffen, dass ein Jeder stets den Ausweis in jeder seiner Jacken mitträgt, oder dieser nicht mal bei einem Spitaleintritt ganz "zufällig verloren" geht 😉!

    Ich finde diesen Umkehrschluss einen zu grossen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte eines Menschen. Auch gibt es Leute, welche nicht nur aus egoistischen Motiven den menschlichen Körper als Ersatzteillager ablehnen.

    Es ist davon auszugehen, dass solche politischen Vorschläge, sowas wie in Frankreich einem solchen Automatismus zu unterwerfen, dem Volk vorgelegt werden muss und an der Urne mit jedwelcher Garantie abgelehnt würde.
    63 34 Melden
    • guby 03.01.2017 22:33
      Highlight Was gibt es denn deiner Meinung nach für nicht egoistische Gründe seine funktionierenden Organe nach dem Tod nicht weiterzugeben?
      29 29 Melden
    • Peppa Pig 03.01.2017 23:23
      Highlight @guby - Gründe wären die Einnahme von Medikamenten oder die Ablehnung der Methode, mit welcher die Organe entnommen werden.

      Zudem denke ich, dass es vor allem in der Schweiz genügend Personen gibt, die die Frage nach der Organspende schon mittels Ausweis und/oder Patientenverfügung, Testament geklärt haben.
      Daher denke ich, dass es wirksamer wäre, via Medien auf das Thema aufmerksam zu machen & zu sensibilisieren, als gleich mit Gesetzen in eine doch sehr private Angelegenheit einzugreifen.
      45 16 Melden
    • kleiner_Schurke 03.01.2017 23:23
      Highlight Religiöse Menschen z.b. Zeigen Jehovas verweigern sogar eine Bluttransfusion. Die würden also nie spenden.
      36 0 Melden
    • Neruda 03.01.2017 23:39
      Highlight Ich bin doch kein Ersatzteillager für jede und jeden. Wenn jemand meine Organe haben will, soll vorher zuerst gefragt werden. Genau dies geschieht mit der aktuellen Lösung. Was man noch verbessern könnte ist z.B. dass jeder beim Hausarzt angeben muss, ob er spenden will oder nicht. Ein Automatismus finde ich falsch.
      Da heisst es immer, unser Eigentum ist unantastbar, aber wenn es um Organe geht, gehört unser Körper dann plötzlich der Allgemeinheit.
      46 23 Melden
    • Angelo C. 03.01.2017 23:45
      Highlight z.B. religiöse und spirituelle Gründe...

      Auch die schlichte Angst möglichen Missbrauchs der immer mal wieder zurecht thematisiert wurde. Sowie Bedenken einer zu frühen Entnahme der Organe, die als empfindliche Störung des eigenen Sterbeprozesses wahrgenommen würde.

      Und es soll Menschen geben, welche den Machbarkeitswahn und die Degradierung des menschlichen Körpers zum reinen Ersatzteillager, aus anderer ethischer Ansicht als jene der Spender, erachten.

      Und so müssen solche Entscheidungen m.E. an aussagekräftigere Kriterien wie das Mitführen oder vergessen eines Ausweises gebunden sein.
      47 5 Melden
    • guby 04.01.2017 09:13
      Highlight Alle diese Gründe mögen eine gewisse Gültigkeit haben. Jedoch sehe ich auf Anhieb keinen, der nicht egoistisch ist. Ich hake nach weil ich glaube, dass es keinen nicht egoistischen Grund gibt der dagegen sprechen könnte. Und für mich ist es eher unethisch mögliche Hilfe zu unterlassen.
      8 16 Melden
    • Neruda 04.01.2017 14:11
      Highlight Die Ansicht, dass der Körper kein Ersatzteillager ist, finde ich nicht egoistisch. Klar, Egoisten können dies Argument auch für sich in Anspruch nehmen, aber dass ändert nichts daran, dass es ein valider Grund ist.
      Ich erwarte als nicht-Spender aber auch nicht, selber Organe gespendet zu bekommen.
      17 0 Melden
    • Judge Dredd 04.01.2017 15:38
      Highlight Neruda
      03.01.2017 23:39
      "Ich bin doch kein Ersatzteillager für jede und jeden. Wenn jemand meine Organe haben will, soll vorher zuerst gefragt werden. "

      Ähhhhm... das dürfte dann aber schon etwas schwierig werden mit dem fragen. Deshalb muss das ja so früh wie möglich geregelt werden. Ich denke eine Entscheidungspflicht wäre wünschenswert. Ob sich nun jemand dafür oder dagegen entscheidet soll jedem selber überlassen sein.
      1 0 Melden
    • guby 04.01.2017 16:49
      Highlight @Neruda: Ich glaube es kommt drauf an wie die Ansicht zustande kommt. Ist es weil man nichts weitergeben will? Weil es die jeweilige Religion so diktiert? Oder weshalb findest du sollte der Mensch kein Ersatzteillager sein? Ich will nicht suggestiv beleidigen, ich komme nur wirklich in keiner Weise auf eine Argumentation die nicht irgendwo auf Egoismus basiert. Deshalb freue ich mich immer über neue Inputs. Die Validität wird jeweils von der Gesellschaft bestimmt, bisher sind alle diese Gründe valid da diesbezüglich niemand zu irgendwas gezwungen werden kann.
      1 7 Melden
    • Angelo C. 04.01.2017 17:28
      Highlight Neruda :

      Da gebe ich dir völlig recht, eine Verweigerungshaltung lediglich reinem "Egoismus" zuzuschreiben heisst, den Gedanken mit all seinen möglichen Pro und Contras nicht umfassend zuende gedacht zu haben.

      Keinerlei Probleme hätte ich im Übrigen, ein Organ bei Bedarf familienintern zu spenden, dies tot oder lebendig.

      Aber meine Einzelteile diesem nicht gänzlich unumstrittenen Organhandel mit all seinen Unwägbarkeiten anzuvertrauen, kommt für mich nicht in Frage. Was unmissverständlich auch so in meiner Patientenverfügung steht und all meine Angehörigen schon jetzt zureichend wissen...
      10 2 Melden
    • guby 04.01.2017 21:23
      Highlight @Angelo: Dann bitte hilf mir mich mit all den Kontras auseinanderzusetzen indem du mir einige nennst. Bis jetzt sehe ich überall nur "ich will nicht". Niemand sagt konkret weshalb. Das sind keine rationalen Gründe. Wie gesagt, wenn man auf irrationaler Basis entscheidet ist das auch valid. Nur nicht zwingend um meine These des Egoismus anzuzweifeln. Ich persönlich würde ganz gerne glauben, dass die Gesellschaft nicht grundsätzlich egoistisch ist und bin daher für jeden alternativen Denkansatz dankbar.
      3 4 Melden
  • Redly 03.01.2017 21:38
    Highlight Das heisst, ich brauche nun einen Ausweis, um über mich selbst bestimmen zu können!
    Das nenne ich einen klassischen Entzug eines elementaren Menschenrechts.
    55 31 Melden
    • JAR-JAR 03.01.2017 23:05
      Highlight Du bist aber im fraglichen Moment als Toter kein Träger mehr von Rechten
      29 20 Melden
    • Redly 04.01.2017 08:04
      Highlight 1. bin ich dann nicht vollständig tot, sonst würde Organspende nicht funktionieren (die ich gut finde - aber nur freiwillig)
      2. sollte es selbstverständlich, dass ich zu Lebzeiten über mein Körper nach dem Tot entscheiden kann
      20 2 Melden
    • Lino 04.01.2017 14:21
      Highlight JAR-JAR, das ist nicht ganz richtig. Auch Tote haben Rechte...
      Stimme Redly in allen Punkten zu.
      6 0 Melden
  • fcsg 03.01.2017 20:53
    Highlight Ein Schritt in die richtige Richtung. Konsequenterweise müssten Organspender auch bevorzugt werden gegenüber Nichtspendern, falls sie ein Organ benötigen. Dann wäre der Mangel an Organspenden sehr schnell Geschichte.
    43 28 Melden
  • Gelöschter Benutzer 03.01.2017 20:44
    Highlight Mein Körper gehört mir.

    Bis Woche 21 is abtreiben ok und wenn ich nicht spenden will, ist es verwerflich??

    Und warum ist die Quote von Spendern bei den an Spenden Beteiligten so tief? (Ärzte, Intensivpflege, Anästhesie...)

    Es ist ein sehr gutes Marketingkonzept und je weniger Hintergrundwissen man hat um so Spendenwilliger ist man!
    47 27 Melden
    • Scaros_2 03.01.2017 22:01
      Highlight Eine Kollegin von mir ist Operationsassistentin und ganz bewusst nicht Organspender. Ihre Begründung ist, dass sie oft miterleben musste wie Arbeitskollegen abschätzig über einen Verstorbenen geredet haben der Organspender ist oder man mit diesen Menschen fast schon entwürdigend umgeht. Sozusagen Körper aufreisen, Zeug rausschnipseln und einfach rudimentär zunähen resp. gleich ins Krematorium schicken wird ja eh verbrannt wozu also genau und würdevoll arbeiten. Dies bewegte sie dazu zu sagen "nein! Nicht mit meinem Körper".
      31 25 Melden
    • Judge Dredd 03.01.2017 22:42
      Highlight Wenn man sich so entscheidet, sollte man sich auch ganz bewusst und unabhängig der Lage gegen eine Organspende (und somit auch gegen das eigene Leben) entscheiden, wenn man darauf angewiesen ist. Alles andere ist m.M.n. scheinheilig.
      23 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 03.01.2017 20:43
    Highlight Wirklich? Noch keiner bis jetzt?



    😂

    17 0 Melden
    • Luca Brasi 03.01.2017 22:08
      Highlight 😂😂😂Immer wieder ein Hochgenuss. Danke. 👍
      4 0 Melden
  • Quantum 03.01.2017 19:40
    Highlight Sehr schlechte Idee. Was wenn bei einem Unfall der Ausweis verloren geht? Oder man den Ausweis zu Hause vergessen hat? Da ist es besser, wenn nur jene ausgeschlachtet werden, die das wollen.
    50 65 Melden
    • kaderschaufel 03.01.2017 21:15
      Highlight Es ist doch kein Problem, den Ausweis einfach im Portemonnaie zu halten: Dann hat man ihn immer bei sich. Und selbst wenn er das Portemonnaie mal nicht bei sich hat, hat er sicher seine Angehörigen informiert, die wissen, dass der Ausweis im Portemonnaie ist. Und wenn der Unfall so übel ist, dass das Portemonnaie zerstört ist, dann werden wohl auch die Organe nicht mehr zu gebrauchen sein.
      24 22 Melden
    • Homes8 04.01.2017 09:07
      Highlight Vieleicht Strichcode-Tatoo machen, oder doch endlich einen Chip implantieren? (
      3 2 Melden
    • Daniel Caduff 04.01.2017 10:57
      Highlight @Quantum

      Es ist heute in der Schweiz schon so, dass wenn der Wille des potenziellen Spenders nicht eindeutig belegt werden kann, in jedem Falle die Angehörigen entscheiden.

      Wenn Du also nicht eine Patientenverfügung immer auf Dir trägst, oder einen Spenderausweis, auf dem Du die Entnahme sämtlicher Organe untersagst, werden im Falle eines Unfalltodes von Dir Deine Angehörigen entscheiden.

      Selbst bei Spendewilligen ist es so. Wenn ich plötzlich sterbe und meinen Organspenderausweis nicht dabei habe, entscheiden meine Angehörigen. Die können auch Nein sagen.
      2 1 Melden
    • Daniel Caduff 04.01.2017 11:00
      Highlight (Fortsetzung)

      Möglichkeiten, das klar und eindeutig zu machen bei gleichzeitig kleinem Aufwand, gibt es viele.

      Man könnte z.B. jedes Jahr auf der Steuererklärung ankreuzen, ob man Spender sein möchte, oder nicht. Diese Information wird dann zentral in allen Spitälern gespeichert. Ein Ausweis wäre nicht mehr notwendig. Der Entscheid kann jedes Jahr neu überdacht werden.

      Andere Möglichkeit wäre ein Eintrag im Führerschein. Auch dieses Dokument haben die meisten immer bei sich.

      Oder, diese Information direkt auf dem Chip der Krankenkassenkarte hinterlegen.

      Alles kein grosser Aufwand.

      5 0 Melden
  • --Sevi-- 03.01.2017 19:13
    Highlight Finde ich nicht in Ordnung. Nicht jeder möchte nach seinem Tod verwertet werden wie ein Schwein. Ich sehe auch nicht, warum ich nach meinem Tod verwertet werden sollte, nur weil ein Gesetz das so bestimmt. Wollten die meisten Leute spenden hätten sie sich einen Ausweis geholt und müssten nicht dazu "gezwungen" werden.
    56 88 Melden
    • Judge Dredd 03.01.2017 19:47
      Highlight Sie haben den Artikel aber achon gelesen, ja? Wenn man nicht spenden will, muss man auch nicht! Dann kann man sich registrieren als Nichtspender und ist somiet keine Schwein, wie sie so (un)schön sagen, das verwertet wird.
      Ich finde die Lösung gut, den wollen die meisten Leute Spenden, lassen sie sich als Nichtspender registrieren (so einfach geht der Umkehrschluss ;-)).
      54 25 Melden
    • \L/ 03.01.2017 20:03
      Highlight Wenn du vollkommen dagegen bist und deine Organe lieber verrotten lässt, anstatt jemand anderem damit zu helfen, könntest du dir ja den "Nicht-Spender" Ausweis zulegen. Das Gesetz besagt ja nur, dass man sich aktiv dagegen, anstatt aktiv dafür entscheiden musst.
      39 17 Melden
    • Judge Dredd 03.01.2017 20:04
      Highlight *nicht spenden 🙈
      5 2 Melden
    • Quantum 03.01.2017 20:44
      Highlight @Judge Das ist falsch, was wenn ein Toter oder noch nicht ganz toter kein Dokument bei sich hat, weil er es vergessen oder verloren hat? Dann gilt er automatisch als freiwild und der Arzt ist fein raus.

      Wer seine Organe spenden will, soll dafür einen Ausweis beantragen und dann kann er verwertet werden, ansonsten niemals.
      24 27 Melden
    • Scaros_2 03.01.2017 22:02
      Highlight Ich denke bei solch einem System und unserer heutigen IT wäre es möglich ein Generelles Register anzulegen. So was haben wir ja auch bei Autonummern. Kannst digital in gewissen Kantonen einsehen........ausser du hast aktiv dich dagegen gewehrt

      Systeme sind also vorhanden.
      21 1 Melden
    • --Sevi-- 03.01.2017 22:07
      Highlight Ich habe den Artikel sehr wohl gelesen. Aber auch so einen Ausweis beantragen zu müssen finde ich nicht ok. Die meisten jungen Menschen befassen sich nicht sehr stark mit solchen Themen und falls ihnen etwas passiert würden die Organe automatisch entnommen, auch wenn sie das nicht wollen würden.
      20 23 Melden
    • Scaros_2 04.01.2017 00:15
      Highlight Auch hier ist es wie mit dem Gesetz!

      Unwissenheit schützt vor strafe nicht!

      Bloss weil soch die jugend nicht mit dem gesetz befassen schützt es sie nicht automatisch.
      10 6 Melden
    • Awesomeusername 04.01.2017 03:42
      Highlight @sevi: Und eben genau den Jungen nimmt man doch eine Entscheidung ab. Wenn Sie die Transplantation nicht wollen, werden sie sich eher damit auseinander setzten als wenn sie von Grund auf dafür sind. Es ist doch einfacher das z.b. die 15% die keine Transplantation wollen, einen Ausweis holen als die restlichen 85%. Bei den 85% ist die eventuelle "Verlustanzahl" von hilfreichen Organen einfach zu hoch. Mich darf man gerne als Gebrauchtwarenladen nutzen.
      9 6 Melden
  • Herr Hasler 03.01.2017 18:51
    Highlight In der Diskussion dafür und dagegen geht leider oft die dritte Option vergessen: Jeder wird verpflichtet sich zu entscheiden z.B. bei volljährigkeit, beim ID erneuern, bei der Autoprüfung...
    So bleibt die Entscheidungsfreiheit gewahrt, die Spenderquote wäre aber bestimmt wesentlich höher als heute.
    95 5 Melden
    • Stachanowist 03.01.2017 22:26
      Highlight Sehr gut. Salomonisch! Merk ich mir
      12 1 Melden
  • Calvin WatsOff 03.01.2017 18:46
    Highlight Aufgrund einer Allergie darf ich nicht mal Blut spenden, dann werden sie meine Organe wohl auch nicht nehmen, wobei mir das egal wäre. Check das dann noch mit meinem Arzt. Ansonsten find ich, jeder wie er will, es ist der letzt Wille, der ist zu akzeptieren.
    25 0 Melden
  • Tilman Fliegel 03.01.2017 18:27
    Highlight Ich finde das richtig. Nach meinem Tod existiere ich nicht mehr und dann ist mir egal, was mit meinen Überresten passiert.
    78 29 Melden
    • Maett 03.01.2017 20:01
      Highlight @Tilman Fliegel: von Toten werden ja auch keine Organe entnommen, sondern solange man noch lebt, bzw. solange man noch klinisch lebt, sonst wären die Organe wertlos.

      Und genau deswegen will ich nicht spenden. Spitäler verdienen mehr an Transplantationen und Organentnahmen, als an der Rettung eines Lebens.

      Mit so einem Gesetz wie in Frankreich werden systematischem Betrug durch falsche Angabe des Zustandes Tür und Tor geöffnet. Ich möchte nicht im Moment der Hilflosigkeit anderen Menschen ausgeliefert sein, nur weil das ein Gesetz erlaubt.
      41 43 Melden
    • strieler 03.01.2017 21:46
      Highlight maett. irgendwelche quellen für deine aussage? weisst du überhaupt was hirntod bedeutet? wer diesen feststellt? dass dein behandelnder arzt meist keine ahnung hat, ob du spender bist oder nicht?
      21 8 Melden
    • Maett 03.01.2017 23:43
      Highlight @strieler: Hirntot ist nicht klinisch tot (wie ich bereits schrieb)! Und nicht selten wurden Menschen für Hirntot erklärt, die es dann aber doch plötzlich nicht waren. Warum? Die Wissenschaft hat keine Erklärung dafür. Hier ein Fallbeispiel (eines!): http://bit.ly/2hORBB7

      Darüber hinaus ist gerade bei so einer Gesetzgebung ein Missbrauch absolut nicht ausgeschlossen. Spitäler können manipulieren (denn es regnet ja Geld).

      Der Mensch ist nicht und war noch nie grundsätzlich gut. Er ist u.a. gierig. Daraus folgt (für mich), dass ich auf der sicheren Seite bin, wenn ich kein Organspender bin.
      14 11 Melden
    • Tilman Fliegel 04.01.2017 06:08
      Highlight Wenn es mir so schlecht geht, dass ich nichts mehr mitkriege und man mich schon für tot hält, dann kann ich auch sterben. Man ist ja nicht klinisch oder hirntot und erwacht dann wieder zu frischem Leben, sondern höchstwahrscheinlich wäre das eventuelle Leben danach eh nicht mehr wirklich toll.
      5 4 Melden
    • Homes8 04.01.2017 09:15
      Highlight Wenn es keine Rolle spielt, was nach dem Tod mit dem Körper passiert, könnte man diese ja auch an Schweine verfüttern, Gummibärli und Holzleim daraus herstellen. Der nächste Schritt. Besser wie die Luft durch Kremation zu verpesten.
      2 2 Melden
  • stadtzuercher 03.01.2017 18:24
    Highlight Auch in Hollandes Frankreich wird demnächst ein anderer politischer Wind wehen. Solchen Mist will niemand.
    32 104 Melden
    • Fabio74 03.01.2017 21:14
      Highlight Warum glaubst du behaupten zu müssen, dass niemand dies will?
      WAs willst du? Samt den Organen verrotten? Dann tu dies, darf man ja und ist auch kein Problem
      Und ja Hollande wird ersetzt, obs was besseres gibt werden wir sehen?
      19 11 Melden
  • Tomlate 03.01.2017 18:23
    Highlight Meine Organe will eh keiner. Vor allem meine Leber nicht...
    52 1 Melden
    • Charlie Brown 03.01.2017 19:17
      Highlight Vielleicht das anatomische Museum? Ist ja wahrscheinlich schon gut konserviert ;-)
      43 0 Melden
    • Tomlate 03.01.2017 23:14
      Highlight Vor allem wächst die Leber mit ihren Aufgaben ;-)
      8 0 Melden
    • Awesomeusername 04.01.2017 03:43
      Highlight Wo früher meine Leber war, ist heute eine Minibar
      4 1 Melden
  • Daniel Caduff 03.01.2017 18:01
    Highlight Finde ich absolut richtig. Gerne noch mit folgender Ergänzung koppeln: Wer nicht Organspender ist (also einen Widerspruchs-Ausweis trägt) kann auch nicht ein Spenderorgan empfangen.
    68 60 Melden
    • FancyFish 03.01.2017 19:42
      Highlight Das ist nicht mehr nur Staatliche Bevormundung, sondern Bestrafung von Bürgern mit differenzierender Meinung.
      Kann man höchstens in Nordkorea durchsetzen
      39 33 Melden
    • Lami23 03.01.2017 20:26
      Highlight Ja wött au lieber de füfer und s weggli...
      26 9 Melden
    • Tilman Fliegel 04.01.2017 06:09
      Highlight Das ist nicht mehr als richtig.
      1 3 Melden
    • Daniel Caduff 04.01.2017 08:32
      Highlight @Fancy Fish
      Wieso soll das Bevormundung sein? Du darfst frei wählen. Und ein Entscheid kann von Dir jederzeit wieder überdacht werden.
      Sich mit dem Tod zu beschäftigen, ist für manche halt unangenehm. Deswegen delegieren sie den Entscheid zur Organspende an ihre Angehörigen, die dann in einer emotionalen Ausnahmesituation kurz nach dem Tod darüber entscheiden müssen. - Wer sich nicht selber entscheidet, bei dem entscheiden halt andere Personen.
      Die Denkweise von Leuten, die Probleme mit Organspende haben, aber nicht damit selber ein Organ zu empfangen, werde ich aber wohl nie verstehen.

      7 4 Melden
  • JAR-JAR 03.01.2017 17:56
    Highlight Wie wärs mit einer Gebühr, die von der Organspende befreit? Grundsätzlich ist jedermann Spender, wer das nicht will soll stattdessen bezahlen
    16 118 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.01.2017 18:06
      Highlight Genau aus dieser Denke ist diese Idee entstanden.
      Mit Geld soll man sich in Zukunft eben alles kaufen können - lustig dass ausgerechnet ein Sozi das sagen hat in F...
      46 11 Melden
    • helios 03.01.2017 18:07
      Highlight Ich darf nicht mal Blut spenden, geschweige denn Organe, warum soll ich dafür bezahlen?
      40 1 Melden
    • Rendel 03.01.2017 18:07
      Highlight Die Armen werden dann ausgeschlachtet, ob sie wollen oder nicht.
      48 7 Melden
    • Homes8 03.01.2017 18:08
      Highlight und wer länger wie 2Jahre arbeitslos ist wird zwangsverwertet
      64 7 Melden
    • Blutgrätscher 03.01.2017 18:12
      Highlight "Wenn du nicht spenden willst, musst du bezahlen!"

      Da hat jemand das Wort "spenden" nicht ganz verstanden

      😂
      72 0 Melden
    • JAR-JAR 03.01.2017 23:02
      Highlight Da gibts grundsätzlich nichts falsch zu verstehen, Spenden bedeutet grundsätzlich einfach Geben.

      Hier scheint vielmehr ein Missverständniss bezüglich der eigentlichen Entnahme zu herrschen.. keine Angst, niemand nimmt euch Organe weg die ihr noch braucht!
      Es ist ganz einfach irrational, eine Organentnahme nach dem Tod zu verweigern, daher sollte man dafür eine Entschädigung entrichten
      1 15 Melden
    • Rendel 03.01.2017 23:52
      Highlight Spenden bedeutet _freiwillig_ geben. Das andere nennt sich Steuern.
      13 0 Melden
  • Homes8 03.01.2017 17:52
    Highlight Da kommt mir ein Film in Sinn "Fleisch" von 1979.
    Gäste eines Motels werden überfallen und Stück für Stück verkauft
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fleisch_(1979)
    10 10 Melden
    • Homes8 03.01.2017 18:47
      Highlight Dann gibts noch einen Film "Coma" von 1978.
      6 2 Melden
    • Charlie Brown 03.01.2017 19:18
      Highlight Ich sag nur "Delikatessen"
      7 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 03.01.2017 17:38
    Highlight Cool, illegaler Organhandel kann ja zukünftig florieren in Frankreich....
    Gab mal so etwas das nennt man Selbstbestimmungsrecht, Recht am eigenen Körper. Hat man in der Diktatur Hollandes dann offenbar endgültig abgeschafft...
    54 108 Melden
    • peeti 03.01.2017 17:52
      Highlight Diktatur hollande mimimi. Du kannst in F immer noch selbst bestimmen, indem du dir einen ausweis besorgst.
      76 30 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.01.2017 17:54
      Highlight @peeti: Aha und für diejenigen die ihre Organe spenden wollen einen Spendenausweis zu machen das wäre aber zu viel erwartet gewesen.... Logisch, oder?

      Natürlich ist das eine Diktatur mit ihren Notstandsgesetzen die regelmässig verlängert werden ohne Notstand...
      31 73 Melden
    • insomniac 03.01.2017 19:16
      Highlight Liebes Auge.. ich weiss nicht was ich zu dir sagen soll. Wenn du kein Spender sein möchtest, kannst du das ja trotzdem noch so entscheiden. Wo fehlt da die Selbstbestimmung?
      26 12 Melden
    • Charlie Brown 03.01.2017 19:20
      Highlight Wie soll sich ein Schwarzhandel etablieren bei einem Angebotsüberschuss?

      Im VWL am Fensterplatz das Auge nach aussen gerichtet?
      33 6 Melden
    • Judge Dredd 03.01.2017 19:53
      Highlight Der illegale Organhandel wird meiner Meinung nach davon eben nicht provitieren können, weil es viel mer legal erhältliche Organe gibt und die Wartelisten demnach viel kürzer werden.
      30 3 Melden
    • Tilman Fliegel 04.01.2017 06:13
      Highlight Es gibt keinen Angebotsüberschuss. Im Gegenteil, wegen den rückläufigen Zahlen der Verkehrstoten herrscht Organmangel. Wird mit Selbst fahrenden Autos noch "schlimmer"
      3 3 Melden
    • Charlie Brown 04.01.2017 06:29
      Highlight @Tilman: Dieser Effekt mag sein. Das hat aber nix mit dem genannten Gesetz zu tun. Das sind zwei Paar Schuhe.

      Was meinst du was passiert, wenn von den rückläufigen Verkehrstoten nur 20% oder 80% potentielle Spender sind? Wie wirkt sich das auf das effektive Angebot aus?
      3 0 Melden
  • El Schnee 03.01.2017 17:21
    Highlight Finde ich gar keine gut Idee ...
    60 78 Melden
    • jnss 03.01.2017 18:24
      Highlight Wieso findest du das keine gute Idee?
      41 8 Melden
  • JJ17 03.01.2017 16:57
    Highlight Ganz klar nein zur Organspende. Irgendwie müssen wir doch etwas gegen die weltweite Überbevölkerung machen, oder nicht?
    30 101 Melden
    • Raembe 03.01.2017 17:19
      Highlight Da gibts weit wirksameres 😂😂
      50 7 Melden
    • GeneralButtNaked 03.01.2017 17:23
      Highlight Hahaha Dann mach doch du am besten möglichst schnell Platz für die anderen Menschen hier!
      59 9 Melden
    • Hackphresse 03.01.2017 18:00
      Highlight Haha! Über die Überbevölkerung motzen aber selbst den anderen den Sauerstoff wegatmen, das Essen wegessen und den Wohnraum blockieren.
      Ich hoffe du willst/hast keine Kinder ;)

      Paradeiser! 😂
      52 6 Melden
    • Blutgrätscher 03.01.2017 18:19
      Highlight Wenn jeder Mensch, der wegen einer angeblichen Überbevölkerung liebend gerne andere Menschen opfern würde, sich einfach stattdessen umbringt, wäre das Problem bald gelöst.

      Oder ist es jetzt doch nicht mehr so dringend? 😀
      35 3 Melden
  • Cheesus 03.01.2017 16:53
    Highlight An all jene, die in der Abstimmung finden, "diese Regelung gehe ihnen zu weit": Was geht euch genau zu weit?
    52 26 Melden
    • Maragia 03.01.2017 17:10
      Highlight Wenn man den Titel liest, heisst das, dass ich als Schweizer einen Ausweis brauche, wenn ich in Frankreich bin, da ich ja kein Organspendern bin... häää?
      31 10 Melden
    • Rendel 03.01.2017 17:25
      Highlight Plötzlich für etwas, das ich nicht will, einen Ausweis zu brauchen, kommt für mich einem Paradigmawechsel gleich.
      76 8 Melden
    • Gustav.s 03.01.2017 17:27
      Highlight Das Reiche sich vordrängeln, sogar in Deutschland gibt es mehrere dokumentierte Fälle. In der Schweiz schweigen die raffer wohl besser.
      Es wurden schon Organentnahmen abgebrochen weil der Spender noch lebte, wieviele wurden einfach weitergeführt weil es nimand bemerkte (bemerken wollte).
      Man soll also aktiv werden weil man nicht lebend ausgeschlachtet werden will?
      Macht die Sache richtig transparent und wir können darüber reden.
      48 40 Melden
    • Dr. Zoidberg 03.01.2017 17:32
      Highlight ich habs nicht so mit der transplantationsmedizin-ethik (und schon garnicht mit dem geschäftsmodell), die sind mir eher egal. aber der staat hat nach meinem ableben nicht über meine reste zu verfügen.

      ich persönlich möchte nach meinem tod ausgeweidet werden. ich erwarte aber auch nicht, dass andere für mein weiterleben organe spenden.

      bisher war konsens, dass ich aktiv erlauben muss, dass ich als ersatzteillager dienen werde. jetzt muss ich irgendeiner behörde ggü erklären, dass ich das nicht will. als nächstes muss ich das begründen. dann wirds pflicht.
      54 11 Melden
    • Spinoza 03.01.2017 17:34
      Highlight Sollte die Unversehrtheit des eigenen Körpers von einem Widerspruch abhängig sein? Wie wird sichergestellt, dass ein festgehaltener Widerspruch nicht manipuliert wird oder verloren geht?
      Ich finde, es sollte gesetzlich festgelegt sein, dass jeder sich entscheiden muss und die angehörigen bei explizitem Spendewunsch des Verstorbenen eine Spende nicht verhindern können. Ich finde aber eine Verfügungsgewalt über den Körper eines Verstorbenen ausser bei vorliegendem Widerspruch rechtsstaatlich problematisch - auch wenn ich persönlich es absolut unsinnig finde, seine Organe nicht zu spenden.
      32 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 03.01.2017 17:39
      Highlight Sag mal, wer hat eigentlich das Recht über DEINEN Körper zu bestimmen? Andere?
      Really?
      32 12 Melden
    • Sir Affe 03.01.2017 17:43
      Highlight Soweit ich informiert bin darf man nur Organe eines eigenen Staatsbürgers entnehmen, aber sicherlich nicht bei einem Tourist. Der würde wohl zuerst in sein Herkunftsland zurück gebracht.
      33 1 Melden
    • Dr. Zoidberg 03.01.2017 17:45
      Highlight ups, da fehlt ein "nicht":

      ich persönlich möchte nach meinem tod NICHT ausgeweidet werden.

      wie dämlich.
      28 8 Melden
    • Daniel Caduff 03.01.2017 18:06
      Highlight @Gustav

      Hast Du irgend eine nachvollziehbare Quelle für die Behauptung, dass schon Organspenden abgebrochen wurden, weil der Spender noch lebte? Und ich meine jetzt nicht unbedingt Quellen aus dem Mittelalter oder Horrorgeschichten über Organhandel in Kriegsgebieten.

      Oder ist Dir ev der Unterschied zwischen Herz- und Hirntod nicht verständlich?
      33 10 Melden
    • Cheesus 03.01.2017 18:33
      Highlight Vielen Dank für die mehrheitlich nicht gehässigen Antworten. :)
      - Margaria: Ich verweise auf Sir Affe.
      - Rendel: Sind denn Paradigmenwechsel per se schlecht? Ist ein solcher bei einem offensichtlichen Missstand wie hier nicht längst überfällig?
      - Gustav: Die Problematik des Organhandels (und somit, dass sich Reiche Leute weit hinten auf der Warteliste bereichern), würde mit dem neuen Gesetz masisv entschärft.
      - Spinoza: Finde ich eine valide Argumentation.
      - Zoidberg: Man muss seinen Entscheid niemandem begründen. Mit dem Ende des Organmangels ist so eine Entwicklung prakt. ausgeschlossen.
      18 7 Melden
    • Homes8 03.01.2017 18:53
      Highlight Und wenn man der ideale Spender wäre aber noch nicht tod ist?
      8 5 Melden
    • Rendel 03.01.2017 19:13
      Highlight @Cheesus Sie haben mich nicht ganz verstanden. Es geht nicht explizit um die Organspende bei dem Paradigma Wechsel, sondern darum, dass ich für etwas, das ich nicht will, plötzlich einen Ausweis brauche, so grundsätzlich.

      Spenden sollten freiwillig sein.

      Das sind sie nicht mehr wirklich. Man will die Trägheit, vielleicht auch Unsicherheit der Menschen ausnützen und das finde ich nicht in Ordnung.



      28 6 Melden
    • Nick_ 03.01.2017 22:09
      Highlight Stimme @Rendel zu. Man könnte vieles "eventuell sinnvolle" plötzlich vom Staat explizit per Gesetz als Pflicht erklären. Warum nicht eine Pflicht zum Blutspenden, Pflicht für gemeinnützige Arbeiten, Pflicht an NGO's zu spenden? Wäre ja alles eigentlich sinnvoll - nur habe ich keine Lust dann für alles mögliche und unmögliche zur Behörde zu gehen und ihr explizit mitzuteilen, dass ich dies nicht will. Wer spenden will, kann ja schon jetzt dies tun. Spenden als Wort selbst impliziert ja eine freiwilligkeit. So ist es einfach eine Organpflicht.
      16 4 Melden
    • strieler 03.01.2017 22:25
      Highlight @rendel: bezüglich Trägheit ausnutzen - warum sind denn soviele träge, sich ein Spenderausweis zu holen? - meine These - und die wird mE hier in der Kommentarspalte gestützt - zu wenig Information, zu viel Angst (ausschlachten9 - vielleicht auch tatsächlich noch ungenügende Bestimmungen - von dem ist erstens die Diskussion wichtig und ein solches Gesetzt (paradigmenwechsel eingeschlossen) könnte zumindest all den weiteren Punkten Abhilfe schaffen.
      4 5 Melden
    • strieler 03.01.2017 22:27
      Highlight @homes8: ob du, bzw. deine Organe überhaupt als Spender infragekommst, wird erst nach dem der Hirntod festgestellt wurde, relevant.
      4 3 Melden
    • Rendel 03.01.2017 23:29
      Highlight Das mit dem Hirntod ist eben schon ein Problem strieler. Es ist eine medizinische Definition, weil man das festlegen musste und man bei Transplantationen nicht warten kann, bis ein Körper kalt ist. Ob die Definition den definitiven Tod erfasst, wissen wir nicht mit Sicherheit. Es hat mit Weltansichten und Glauben zu tun, darum ist das Thema auch so schwierig zu diskutieren.
      11 1 Melden
    • Homes8 04.01.2017 08:55
      Highlight Ein Empfänger kann nach einer Transplantation selten wieder ein normales Leben führen. In der Regel braucht man nachher für den Rest des Lebens schweineteure Medikamente wie Sandimun, die verhindern, dass das Organ nicht wieder abgestossen wird. Je besser der Ersatz passt, und frischer ist, um so weniger Probleme gibts später. Es gibt Leute mit seltenen Blutgruppen, viel Geld und andere mit weniger. Das ist wie Ersatzteile für VW oder Ferarri. Oft werden Luxusautos geklaut um sie als Ersatzteile zu verkaufen. Im Zeitalter der Datenbanken bei Krankenkassen kriegt man schneller das beste Teil.
      3 2 Melden
    • Dr. Zoidberg 04.01.2017 09:41
      Highlight @cheesus

      erstens: es gibt keinen "organmangel", weil in meiner welt niemand ausser dem jeweiligen urspungsinhaber der organe anspruch auf diese hat. wurd mein leben durch ein spenderorgan verlängert, weil grad eins verfügbar war, ist das für mich sowas wie ein lotteriegewinn, aber nicht die erfüllung eines rechts. andersrum: wenn ich sterbe, weil kein passendes organ da war, ist das halt so. die medizin hat grenzen und das ist auch gut so.

      zweitens: du musst es heute noch nicht begründen. aber jede wette, spätestens wenn die zahl der "verweigerer" steigt, wird die begründung pflicht.
      5 2 Melden
    • Sodiumcat 04.01.2017 14:59
      Highlight Als Angehröige eines mittlrweil verstorbenen Transplantierten und als jemand, die doch einige Transplantierte kennt kann ich es echt nicht fassen, was manche Leute hier glauben. Habt ihr euch mal ERNSTHAFT mit eurem Tod und Organdspende auseinandergesetzt? @Homes8, nein sie sind dann nicht "geheilt", aber sie haben wieder ein Leben, es geht darum, dass sie überhaupt LEBEN dürfen. Weisst du eigentlich, was es bedeutet, seinem Bruder beim langsamen Sterben zuzusehen und dringend auf ein Organ zu warten? Und was es heisst eben diesen Menschen wieder LEBEN zu sehen?
      3 2 Melden
    • Sodiumcat 04.01.2017 15:03
      Highlight (Fortsetzung) Ist dir eigentlich bewusst, dass ein einzelner Mensch nach seinem Tod VIELEN Menschen zu einem Leben verhelfen kann? Diese Menschen haben Angehörige, diejenigen auf der Liste sind zum Teil Kinder, die einfach nur raus aus dem Krankenhaus möchten und ein Leben führen möchten.
      Wieso sich keiner mit Organspende auseinandersetzt? Weils mit dem Tod zu tun hat und die Menschen bekanntlich zu feige sind, sich mit dem unvermeidbaren auseinanderzusetzen.
      NIEMAND, der hirntod war, ist JEMALS wieder aufgestanden und NUR in diesem Zustand werden Organe entnommen. Mein Gott informiert euch!
      2 2 Melden
    • Dr. Zoidberg 04.01.2017 17:27
      Highlight @sodiumcat

      ich hatte schon erwähnt, dass mir die ethik der transplantationsmedizin schnuppe ist. es ist nicht meine aufgabe, dafür zu sorgen, dass deine verwandten weiterleben können. egal, wie alt die sind. und nein, nur weil irgendjemand meine leber gebrauchen kann, bin ich noch lange kein ersatzteillager. und es ist mir auch völlig wurscht, ob ich dann hirntot bin. nope. wird nicht stattfinden.

      wenn du organe spenden willst, dann tu es. niemand wird dich daran hindern, ein paar leute sind dir vielleicht dankbar. aber das ist und bleibt die entscheidung jedes einzelnen.
      6 1 Melden
    • Rendel 04.01.2017 19:02
      Highlight
      Ich weiss natürlich, dass noch kein Hirntoter zurückkam. Ich weiss jedoch nicht, wann der Prozess des Sterbens abgeschlossen ist. Das weiss keiner.

      Mir geht es auch um den Paradigmawechsel, der durchaus dann weitere Kreise ziehen kann.

      Dass sie als Angehöriger den befürworten, kann ich gut verstehen.

      Man kann sich auf ganz vielen Ebenen für das Leben einsetzen.

      Wenn jemand auf einer Ebene nicht möchte, ist das für Betroffene sicher unverständlich. Das muss jedoch jeder für sich selber bestimmen und zwar aktiv und nicht aktiv verhindern müssen.
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    • Sodiumcat 10.01.2017 02:43
      Highlight Dr. Zoidberg: Dann sehen Sie bitte einem Angehörigen beim sterben zu, während dringend ein Organ gesucht wird, das das Leben retten und deutlich verlängern könnte. Niemand wird als Ersatzteillager behandelt, KEIN Arzt möchte das ein Patient stirbt, nur weil er ein perfekter Spender wäre. Und @Rendel: Lustig, dass in meinem Umfeld jetzt ale Organspeder sind, weil sie miterlebt haben, wie mein Bruder mit 24 gehen musste und sie gemerkt haben, was es eigentlich bedeutet jemanden zu verlieren und wie einfach das verhinderbar wäre. Bist du hirntot, bist du tot. Der Prozess des Sterbens? Gidf.de
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    • Dr. Zoidberg 10.01.2017 09:36
      Highlight @sodiumcat

      angehöriger oder nicht, er ist krank, er stirbt womöglich daran. bedauerlich. zu hoffen, dass ein anderer stirbt, damit man an dessen organe kommt, ist nicht meine welt.

      noch mal, es scheint ja schwer verständlich zu sein: deine organe gehören dir. niemand sonst hat anspruch darauf. wenn ich sterbe, weil du deine organe nicht spendest, ist das halt so. es gibt kein recht auf ewiges leben.

      ob der arzt möchte, dass ich sterbe, sei mal dahingestellt. die transplantationsmedizin braucht tote, die beteiligten ärzte verzweifeln sicher nicht, wenn ein passender patient stirbt.
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    • Homes8 10.01.2017 11:27
      Highlight @ sodiumcat
      Ehrliches herzliches Beileid zum Verlust Deines Bruders.
      Ich will nur nochmals auf diesen Film hinweisen. Auch die dazugehörigen Kommentare sind erwähnenswert.
      Wenn man wie ich an eine unsterbliche Seele glaubt. Dann ist der Körper eben erst tot, wenn die Zellen abgestorben und dann leider für eine Transplantation wertlos ist.
      Wenn sich ein totkranker Spender geistig auf die Spende vorbereiten kann, ist das eventuel tragbar, aber bei Unfallopfern, wo die Seele auch den Tod verarbeiten müssen, sehe ich Probleme.
      Bitte Film schauen.
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