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Wenigstens weiss man es gleich. Bild: watson

Gott, bitte lass es nicht gelb sein! Drei Schuljungs erfinden ein Leucht-Kondom, das dir sofort deine Geschlechts-Krankheit verrät 

25.06.15, 15:20 26.06.15, 08:45


Sexuell übertragbare Krankheiten verheimlichen – das könnte bald der Vergangenheit angehören. Eine Gruppe Jugendlicher hat ein «smartes» Kondom entwickelt, das beim Kontakt mit Geschlechtskrankheiten die Farbe wechselt. Dafür haben sie bei den TeenTech Awards in London in der Kategorie Gesundheit abgeräumt.

Das Kondom namens S.T.EYE gibt es bisher nur in der Theorie, und die funktioniert so: Mit besonderen Molekülen auf der Oberfläche des Kondoms sollen bestimmte Bakterien oder Viren, die Geschlechtskrankheiten auslösen, erkannt und visuell angezeigt werden. Der Wissenschaftler Dr. Ward Cates bestätigt gegenüber CNN, dass das Konzept durchaus realistisch ist.

So könnte das Wunderkondom aussehen.

Das Kondom würde bei Kontakt mit Chlamydien gelb schimmern, während humane Papilloviren (HPV), die einer der Hauptauslöser für Gebärmutterhalskrebs sind, einen violetten Farbton auslösen würde. Bei Syphilis würde es blau aufleuchten.

Kondomhersteller sind interessiert

Die drei Teenager Muaz Nawaz, Daanyaal Ali und Chirag Shah von der Isaac Newton Academy wollten etwas gegen die allgemein hohen Infektionsraten von Geschlechtskrankheiten unternehmen. «Den Leuten ist es oft peinlich, in die Klinik zu gehen», sagt der 14-jährige Ali zu CNN. «So könnten sie ihre Privatsphäre wahren und erste Schritte unternehmen.»

Für die Idee erhielten die Gewinner ein Preisgeld von umgerechnet 1500 Schweizer Franken. Obwohl S.T.EYE noch im Konzept-Stadium ist, sind die drei Jungen von einem Kondomhersteller angegangen worden, der glaubt, ihre Idee in die Realität umsetzen zu können.

Gemäss Bundesamt für Gesundheit haben sich in der Schweiz weniger Menschen mit Tripper, Syphilis und dem HI-Virus angesteckt – dafür haben die Infektionen mit Chlamydien um 12 Prozent zugenommen. Weltweit stecken sich täglich eine Million Menschen mit einer sexuell übertragbaren Krankheit an, wie Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zeigen. (rey)

So sehen sie aus, die blutjungen Erfinder. YouTube/nollygrio

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nosgar 25.06.2015 17:39
    Highlight http://www.bildblog.de/66285/ich-machs-mit-heisser-luft/
    17 2 Melden
    • Brettspiel 25.06.2015 18:32
      Highlight danke für die Aufklärung, hab mir gleich gedacht, dass da was nicht stimmt! Die Journis sollten sich mal wieder an der Nase nehmen!
      9 2 Melden
    • Nico Rharennon 25.06.2015 18:40
      Highlight #Neuland ist und bleibt gefährlich :'-)
      7 1 Melden
    • Nico Rharennon 25.06.2015 18:42
      Highlight 😊😂😇
      9 1 Melden
    • Roman Rey 26.06.2015 00:12
      Highlight Wer von euch hat den ganzen Artikel hier gelesen?

      Wo genau habe ich geschrieben, dass sich das Kondom nicht im Konzept-Stadium befindet?

      Natürlich ist es noch ein weiter Weg zur Marktfähigkeit. Aber ein Wissenschaftler schätzt es als realistisch ein und ein Kondomhersteller ist offenbar auch interessiert.

      Steht hier alles.

      19 5 Melden
    • Nosgar 26.06.2015 07:31
      Highlight @Roman Ich. "Eine Gruppe Jugendlicher hat ein «smartes» Kondom entwickelt, das beim Kontakt mit Geschlechtskrankheiten die Farbe wechselt."
      4 1 Melden
    • Roman Rey 26.06.2015 10:57
      Highlight Okay, ich habe "entwickelt" geschrieben. Aber mir daraus einen Strick zu basteln ist etwas spitzfindig, nicht?

      Oder ist im Verlaufe der Lektüre der Eindruck entstanden, das Kondom sei fixfertig und man könne es bald irgendwo kaufen?
      5 3 Melden
    • Nico Rharennon 26.06.2015 11:23
      Highlight Kommt vielleicht darauf an was du für einen Background hast.
      Mir als Techniker sticht sowas sofort ins Auge weil ich halt täglich mit der Thematik zu tun habe...
      Vielleicht veranschaulicht das englische "research and development" es besser...
      Research = einer macht sich Gedanken wie sich ein Produkt entwickeln könnte und was da für Parameter mitspielen etc. Am Ende hat er ein Konzept zu Papier gebracht. (also ungefähr das was die Jungs gemacht haben)
      Development = einer nimmt das oben genannte Konzept und schaut wie er das entwickeln kann, so dass alle Parameter erfüllt werden und es auch noch produzierbar ist. Erst wenn er alle Parameter erfüllt hat und eine Gegenstelle (üblicherweise eine Produktion oder Ähnliches) das Produkt abgenommen hat (hierbei wird natürlich vor allem auf die "Produzierbarkeit" geachtet) ist der Prozess beendet und das Gerät entwickelt.
      Da aber offenbar bereits vor 10 Jahren ein vergleichbares Patent angemeldet wurde, sieht es für mich so aus als gäbe es in der ganzen Kette ein Problem sonst wären die Dinger wohl schon auf dem Markt.
      Niemand will dich in die Pfanne hauen oder dir einen Strick drehen... im restlichen Artikel hast du ja auch alles korrekt geschrieben. Das hat wohl wirklich nur mit dem beruflichen Background zu tun :-)
      3 1 Melden
    • Nosgar 26.06.2015 11:36
      Highlight Im Artikel von Bildblog steht ja eben gerade, dass in vielen Überschriften und Teasern der Eindruck erweckt werde, das sei schon entwickelt. Hier steht das dann gar noch im ersten Abschnitt. Viele Leute lesen dann ohnehin nicht weiter. Und ich bin mir nicht sicher, ob es spitzfindig ist, einen Journalisten darauf aufmerksam zu machen, dass ein Satz schlicht nicht den Tatsachen entspricht.
      2 0 Melden
    • Roman Rey 28.06.2015 17:16
      Highlight @Nico: Danke für die Ausführungen, du hast natürlich recht. Mein Job ist es halt, die Sachen etwas vereinfacht darzustellen, und manchmal leidet da die Genauigkeit etwas darunter.

      Wie gesagt, ich finde, es gibt schlimmere Beispiele als dieses hier – aber einige von euch sehen das anders (#Lügenpresse!). Ich wollte euch nicht in die Irre führen.
      1 1 Melden

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