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Was Altersflecken schwinden lässt

Altersflecken sind oft harmlos – trotzdem stören sie manche. Am einfachsten ist das Überschminken mit Make-up, andere Methoden gehen unter die Haut. Ein Überblick.

10.08.16, 08:19 10.08.16, 10:21

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Gesicht, Hände, Dekolleté – beinahe täglich ist die Haut der Sonne ausgesetzt. Das hinterlässt auf Dauer Spuren. Flache und hellbraun bis schwarze Pigmente können auf der Haut sichtbar werden: Altersflecken. «Im Allgemeinen sind sie ungefährlich», sagt der Karlsruher Facharzt für Dermatologie, Christian Raulin. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass sie im Laufe der Zeit bösartig werden.

Mit dem Alter baut (auch) die Haut ab.

«Altersflecken sollten daher wie alle anderen Hautveränderungen auch im Rahmen der Hautkrebsvorsorge alle zwei Jahre routinemässig von einem Facharzt untersucht werden», sagt Raulin, der Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) ist.

Alle vier Wochen eine neue Haut

Die Haut verändert sich permanent, und das ein Leben lang. In den unteren Schichten der Körperhülle bilden sich neue Zellen, die nach oben dringen und die älteren Zellen abstossen. Auf diese Weise erneuert sich die Haut etwa alle vier Wochen komplett. «In diesem Prozess können sich mit der Zeit leichte Fehler einschleichen», sagt Raulin.

Eine Ursache hierfür sind schädliche Sonnenstrahlen. Möglich ist auch, dass eine genetisch bedingte Veranlagung zu Altersflecken vorhanden ist. «Wer hellere Haut hat, neigt oft eher dazu als jemand mit dunklerer Haut», erklärt die Apothekerin Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer in Berlin. Auch bei jüngeren Frauen, die die Antibabypille nehmen, können bei zu starker Sonneneinwirkung Pigmentstörungen auftreten.

Altersflecken unterscheiden sich von Muttermalen oder Leberflecken, sie sind optisch eher dezent. Damit gehören sie wie Sommersprossen im Gesicht zu den gutartigen Hautveränderungen. Aus medizinischer Sicht muss man nichts gegen Altersflecken unternehmen – wenn ein Facharzt mit der Entnahme von Gewebeproben ausgeschlossen hat, dass keine Vorstufe von Krebs vorliegt.

Von aussen: Make-up oder Bleichcreme

Werden die Pigmentstörungen von dem Betroffenen als Makel empfunden, kann man versuchen, sie kosmetisch zu überdecken. «Das geht oft mit Camouflage Make-up», sagt Monika Ferdinand vom Bundesverband deutscher Kosmetiker-/innen. Allerdings ist das Überschminken nicht in jedem Fall praktikabel, etwa, wenn die Altersflecken am Handrücken auftreten.

Daneben gibt es noch andere Verfahren. «Helfen kann unter Umständen eine Bleichcreme aus der Apotheke, die aber verschreibungspflichtig ist», sagt Sellerberg. In solchen Cremes sind Substanzen wie Hydrochinon enthalten, die die Flecken aufhellen sollen. Allerdings kann es sein, dass die Haut gereizt reagiert. Dann sollte die Creme unbedingt abgesetzt werden.

Ausser Bleichcreme bewerben Hersteller auch diverse Kosmetika mit der Aussage, Altersflecken reduzieren zu können. Die Werbeversprechen sollten jedoch kritisch hinterfragt werden: «Solche Produkte mussten bei ihrer Zulassung keinen Wirksamkeitsnachweis erbringen», erklärt Sellerberg. Sie helfen also nicht unbedingt.

In die Haut: Peelings und Laserbehandlung

Ebenfalls mit Risiken verbunden sind Peelings, mit denen Altersflecken behandelt werden können. Dabei wird mithilfe von chemischen Präparaten, die etwa Fruchtsäure enthalten, die Haut über dem Fleck abgeschält. Danach wächst eine hellere Hautschicht nach.

Die Behandlung sollte allerdings nur eine auf die Therapie versierte Fachkraft vornehmen. Ansonsten können Narben entstehen. Ein Peeling-Verfahren bieten Hautärzte, aber auch spezialisierte Kosmetikerinnen an. Die Kosten hängen von der Anzahl der Flecken und der Sitzungen ab. 

«Die effektivste Methode, um Altersflecken zu entfernen, ist eine Laserbehandlung bei einem spezialisierten Dermatologen», sagt Raulin. Bei diesem Verfahren zerstören starke Energieimpulse die Pigmente. Da der Laser nur begrenzt unterschiedliche Brauntöne unterscheiden kann, darf die umliegende Haut nicht gebräunt sein.

Durch die Laserbehandlung entzündet sich die Haut, die Stellen können ähnlich brennen wie ein Sonnenbrand. Dabei besteht das Risiko, dass die behandelten Flecken im Anschluss heller sind als die umliegende Fläche. Für die Entfernung von Altersflecken per Laser müssen sich Betroffene auf bis zu drei Sitzungen einstellen. «Pro Sitzung ist je nach Ausprägung der Flecken mit Kosten zwischen 90 und 270 Franken zu rechnen», sagt Raulin.

Eine Garantie, dass nach einer Behandlung die Altersflecken der Vergangenheit angehören, gibt es nicht. «Vorbeugen kann allenfalls ein effektiver Sonnenschutz», sagt Ferdinand. Damit sollte aber schon in der Kindheit begonnen werden.

Von Sabine Meuter, dpa/irb

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    Alle Leser-Kommentare
  • Littlepage 10.08.2016 11:59
    Highlight Altersflecken kann man sich in einer kurzen Sitzung beim Dermatologen mit flüssigem Stickstoff vereisen lassen. Die Stellen werden nach einer Woche dunkler und schälen sich dann weg. Schon oft gemacht, keine grosse Sache.
    9 0 Melden

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