Wissen

Belebt den Geist?

Weniger Blut im Hirn wegen Red Bull

27.04.14, 03:17 27.04.14, 09:38
epa03119429 Lindsey Vonn of the USA drinks a Red Bull at the finish line after the second training run for the women's Downhill race of the Alpine Skiing World Cup in Bansko, Bulgaria, 24 February 2012.

Bild: EPA

«Red Bull verleiht Flügel» – mit diesem Spruch wirbt der Hersteller des Energydrinks, der Körper und Geist beleben soll, seit Jahren. Nun kommen Zweifel auf, ob das Getränk die mentalen Fähigkeiten tatsächlich zu steigern vermag. Eine Studie der Universität Freiburg kommt zum Schluss, dass Energydrinks wie Red Bull die Blutversorgung des Gehirns beeinträchtigen.

Die Mediziner stellten in einer Testreihe fest, dass der Genuss einer Dose Red Bull bei ihren 20- bis 31-jährigen Probanden die Fliessgeschwindigkeit des Blutes in der grössten Hirnarterie um zehn Prozent verringerte. In einer noch nicht veröffentlichten Nachfolgestudie der Freiburger Forscher schlossen die Teilnehmer nach einer Dose Red Bull bei Kopfrechnungen jedenfalls nicht besser ab.

«Konsum kann auch Nachteile haben»

«Man muss wissen, dass der Konsum von Energydrinks wie Red Bull auch Nachteile haben kann», sagt der Mediziner und Studienleiter Erik Grasser zur «NZZ am Sonntag». Er räumt aber ein, dass Red Bull nicht gesundheitsgefährdend sei.

Gleichwohl warnen Experten insbesondere vor dem Koffein, das in Red Bull und anderen Energiedrinks enthalten ist. Vor allem bei Jugendlichen und Kindern, welche den Umgang mit Koffein nicht gewohnt sind, kann eine zu grosse Menge dieser Drinks zu einer Koffeinvergiftung führen. 

Red Bull wehrt sich: «Die Studie zeigt keine Effekte, die über jene einer Tasse Kaffee hinausgehen würden.» Und es sei schwer zu verstehen, warum keine Koffein-Kontrollgruppe oder andere Getränke wie Kaffee oder Orangensaft in die Studie einbezogen worden seien.

Bei Jugendlichen stehen die Energydrinks hoch im Kurs. Der Konsum stieg in den letzten Jahren beständig. 60 Prozent aller 15-Jährigen trinken mindestens einmal pro Woche solche Getränke, schreibt die «NZZ am Sonntag». (rey)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • FCS1896 27.04.2014 13:07
    Highlight An diesem ganzen Energy-Drink Zeugs gibts überhaupt nichts positives! Da wundern sich noch manche warum ihre Zähne sich verfärben und kapput gehen wenn sie jeden Tag diese Pfütze trinken...
    2 0 Melden
  • papparazzi 27.04.2014 11:28
    Highlight Red Bull verleiht Flauheit. ut (dp)
    2 0 Melden

7 Fakten zur weiblichen Genitalverstümmelung: Zum Beispiel sind in der Schweiz über 10'000 Mädchen betroffen

Jede Stunde werden weltweit 300 Mädchen beschnitten. Die Verstümmelung ihrer Genitalien geschieht aus Gründen einer patriarchalischen Tradition, die in einigen Ländern immer noch stark verwurzelt ist. Auch in der Schweiz werden Mädchen Opfer des grausamen Rituals. 

Die weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation, FGM) ist – im Gegensatz zur männlichen Beschneidung – eine tiefgreifende Verletzung der körperlichen und seelischen Integrität. Seit 1993 gilt sie offiziell als Menschenrechtsverletzung. Die grausame Prozedur wird in den meisten Fällen kurz vor der Pubertät durchgeführt, manchmal aber auch an Säuglingen oder Erwachsenen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO unterscheidet vier Formen der FGM: 

Weibliche …

Artikel lesen