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Am Erntedank-Umzug 1948 in Lembeck beteiligten sich auch Vertriebene und Flüchtlinge

Vertriebene am Erntedank-Umzug in Lembeck (NRW): Die mühelose und erfolgreiche Integration der deutschen Vertriebenen ist ein Mythos.
Bild: PD

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.



Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus Syrien – es sind deutsche Vertriebene, Flüchtlinge aus den Ostgebieten. «Blutschande» ist für den Bauern-Funktionär, «wenn ein Bauernsohn eine norddeutsche Blondine heiratet.»

Vertreibung aus Schlesien

Heimatlos: Vertreibung von Deutschen aus Schlesien.
Bild: PD

Die aktuelle Flüchtlingskrise erinnert an jene andere Fluchtwelle am Ende des Zweiten Weltkrieges, als Deutschland Millionen von Vertriebenen aufnehmen musste. Doch damals war die Belastung für die Bevölkerung ungleich höher als heute. Und anders als im oft verklärenden Rückblick – etwa wenn in Schulbüchern von der «erfolgreichen Integration» die Rede ist – war der Empfang für die Neuankömmlinge nicht gerade herzlich. 

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Erste Station in einem neuen Leben: Im Auffanglager Friedland fanden ab 1945 viele Vertriebene aus dem Osten eine Unterkunft.
Bild: PD

Die Vertriebenen zahlten die Zeche

Grösser sollte Deutschland werden, dafür hatten die Nazis einen Weltkrieg angezettelt. 1945 war der Krieg verloren – und Deutschland kleiner als je zuvor. Die Zeche zahlten die 12 bis 14 Millionen Deutschen, die aus ihrer Heimat in Mittel- und Osteuropa vertrieben wurden. Sie flohen in der Endphase des Krieges vor der Roten Armee oder wurden nach Kriegsende von den neuen Machthabern verjagt. Hunderttausende kamen um. Die Überlebenden strömten in ein hungerndes, zerbombtes Land, in dem niemand auf sie wartete. 

Deutsche Vertriebene und Flüchtlinge

Karte: LeMo

Vertreibung aus den Ostgebieten

Auf der Potsdamer Konferenz 1945 besiegelten die Siegermächte die Abtrennung der deutschen Gebiete östlich von Oder und Neisse. Die deutschen Einwohner dieses über 110'000 km2 grossen Gebiets sollten auf «humane Art» ausgesiedelt werden. In Wahrheit wurden jene, die nicht schon geflohen waren, gewaltsam vertrieben.
Ebenfalls vertrieben wurden über 3 Millionen Sudetendeutsche aus der Tschechoslowakei und hunderttausende Deutschstämmige aus Mittel- und Osteuropa und dem Balkan. Insgesamt belief sich die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen auf bis zu 14 Millionen. Etwa 10 Millionen flohen in die westlichen Besatzungszonen, der Rest gelangte in die sowjetische Zone. 

Die meisten grösseren und viele kleinere Städte lagen in Trümmern. Die Wohnungsnot war unbeschreiblich und die Wirtschaft lag am Boden. In den städtischen Zentren und in den stark zerbombten Industrieregionen – besonders im Ruhrgebiet – war die Versorgung zusammengebrochen. Für diese Gebiete wurden zunächst Zuzugssperren verhängt. Die Vertriebenen wurden daher vorwiegend in ländlichen Regionen einquartiert, wo die Versorgungslage besser war. 

Zuwachs durch Zwangsmigration

Aber auch dort sorgte die Zwangsmigration für Unmut und Probleme. Zum einen war der Zustrom enorm: Einige Regionen wie Mecklenburg verdoppelten ihre Einwohnerzahl. Im heutigen Schleswig-Holstein, wo vor dem Krieg 1,59 Millionen Menschen gelebt hatten, stieg die Bevölkerung 1946 auf 2,65 Millionen. Bayern nahm bis 1950 rund 1,8 Millionen Menschen auf – ein Zuwachs von 30 Prozent.

Zum andern strömten nun grosse Gruppen von Menschen, die oft eine andere Konfession und einen fremden Dialekt mitbrachten, in vormals konfessionell einheitliche Gebiete – Oberbayern zum Beispiel oder die Lüneburger Heide. Dort waren viele Dörfer vom Krieg nahezu unberührt geblieben. Die Ankunft der Vertriebenen beendete dieses Idyll. «Die Leute, die am meisten verloren haben, sind jetzt in den engsten Kontakt gekommen mit den Bauern, die am wenigsten verloren haben», stellte ein amerikanischer Beobachter 1946 fest.

Vertriebenen-Familie

Fremd im eigenen Land: Vertriebene Familie.

ADN-ZB/dpd
Westdeutschland 1948:
Mit Frau, Kind und Kegel zieht dieser Mann über die Strassen Nordwestdeutschlands. Ein paar Töne aus der Ziehharmonika locken die Mitleidigen herbei, die sich zu einer Spende bereitfinden.
1931-48

Strassenmusikant aus Not: Vertriebene Familie 1948 in Nordwestdeutschland.  
Bild: Bundesarchiv, Bild 183-W0911-501

«Bis heute noch Hassgefühle»

Die Zwangsgemeinschaften mit ungeliebten Untermietern und die Lebensmittelknappheit sorgten für Zündstoff. Die Reaktion der Einheimischen fiel entsprechend harsch aus. Fischbachers eingangs erwähnte Wutrede ist nur ein Beispiel unter vielen; ein anderer bayrischer Lokalpolitiker rief sogar nach Pogromen. Gängige Bezeichnungen für die Flüchtlinge waren «Flüchtlingsschweine», «Pollacken», «Rucksackdeutsche» oder «40kg-Zigeuner». In Schwaben kursierte ein «Gebet», das die Flüchtlinge als «Gesindel» titulierte:

«Herrgott im Himmel, sieh unsere Not,
wir Bauern haben kein Fett und Brot.
Flüchtlinge fressen sich dick und fett
und stehlen uns unser letztes Bett.
Wir verhungern und leiden grosse Pein,
Herrgott schick das Gesindel heim.»

In Schleswig-Holstein, wo viele Ostpreussen Zuflucht gefunden hatten, hiess es auf Plattdeutsch, aber nicht minder grob:

«In de Nordsee mit dat Schiet!»

Und ein Winzer im Rheingau musste eine Busse zahlen, weil er gesagt hatte:

«Ihr Flüchtlinge gehört alle nach Auschwitz in den Kasten!»

Image

Flüchtlingsausweis: Viele Vertriebene wurden in ländlichen Regionen in Niedersachsen, Bayern oder Schleswig-Holstein einquartiert.
Bild: PD

Entsprechend ungute Erinnerungen an diese Zeit hatten daher viele Flüchtlinge. Die aus Pommern geflüchtete Gisela Bertl gab zu Protokoll:

«Ich habe sehr schlechte Erinnerungen an unsere erste Familie, bei der wir eingewiesen waren. Es gab einen abschätzenden Blick und kein freundliches Wort: ‹Na ja – wir müssen euch ja aufnehmen.› Sie besassen einen Bauernhof, hatten also keine Not zu leiden. Auf die Idee, mir als Kind einen Becher Milch abzugeben [...], kamen sie nicht. Es tat weh, wenn wir an dem vollgedeckten Tisch vorbeigehen mussten. Ich habe bis heute noch Hassgefühle in mir, wenn ich daran denke, wie diese Familie mich und meine Mutter behandelt hat.»

Androhung von Waffengewalt

Oft nahmen die Einheimischen die Zwangsuntermieter nur unter Androhung von Waffengewalt auf. Ohne den Zwang durch die Besatzungsmächte wäre die Aufnahme von so vielen Menschen im darniederliegenden Restdeutschland nicht möglich gewesen. Gleichwohl kam es zu Turbulenzen; der Historiker Andreas Kossert spricht gar von bürgerkriegsähnlichen Zuständen.

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Der Historiker Andreas Kossert über die Integration der Vertriebenen in Restdeutschland.
YouTube/Ostpreußischer Rundfunk

Die Besatzungsmächte hätten deshalb die Vertreibungen im Osten zeitweise ausgesetzt, um die Lage in den Aufnahmegebieten nicht noch weiter anzuheizen, sagt Kossert, der mit «Kalte Heimat: Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945» ein Standardwerk zum Thema vorgelegt hat. 

Die Neuankömmlinge, die bei Vertreibung oft Schikanen und Gewalttätigkeiten erlebt hatten, erfuhren in der neuen Heimat als Deutsche zweiter Klasse Ausgrenzung und Ablehnung. Meistens war mit ihrer Flucht ein sozialer Abstieg verbunden: In der Regel hatten sie nur das Nötigste mitnehmen können. Erst 1952 wurden mit dem Lastenausgleichsgesetz die durch den Krieg und die Vertreibung entstandenen Verluste auf alle Bevölkerungskreise verteilt. 

Vertriebene Matratzenlager

Nur das Nötigste dabei: Matratzenlager für Vertriebene in einer Turnhalle in der Amerikanischen Besatzungszone. 
Bild: PD

Ohne Vertriebene kein Wirtschaftswunder

Ohne die Millionen von Neubürgern, die fast alle ganz von vorn anfangen mussten, wäre allerdings das Wirtschaftswunder nicht möglich gewesen, stellt Kossert fest. Die Vertriebenen bildeten ein Heer von oft gut ausgebildeten und motivierten Arbeitskräften. Sie waren aber auch sonst ein wichtiger Motor der Modernisierung Deutschlands: Ihre Ankunft bewirkte die stärksten sozialen und konfessionellen Veränderungen in Deutschland seit dem Dreissigjährigen Krieg.

Die Neubürger mit ihrem fremden Zungenschlag, ihren anderen Traditionen und Gewerben weichten die zuvor weitgehend einheitlichen Verhältnisse auf. Die Konfrontation der unterschiedlichen Konfessionen löste einen Säkularisierungsschub aus. Erst aus diesem mannigfachen Zusammenprall entstand die neue deutsche Nachkriegsidentität – auf lange Sicht war die Integration der Vertriebenen also doch ein Erfolg.  

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Doku: «Fremde Heimat (Teil 1) - Das Schicksal der Vertriebenen nach 1945».
YouTube/DokuJunkie

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Doku: «Fremde Heimat (Teil 2) - Das Schicksal der Vertriebenen nach 1945».
YouTube/DokuJunkie

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34
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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Herbert Anneler 18.09.2017 10:47
    Highlight Highlight Beeindruckende Illustration, aus welchem Sumpf des Hasses und Neides die AfD und unsere MEIer schöpfen. Danke!
    38 30 Melden
  • Alfons Gschwind 02.03.2016 21:25
    Highlight Highlight Sehr spannender Artikel über ein Thema welches mir bisher nahezu unbekannt war. Merci!
    87 3 Melden
  • Hue 02.03.2016 02:37
    Highlight Highlight Korrektur zu Potsdam:

    Die Konferenz von Potsdam versuchte die "Wilde Vertreibung" zu unterbinden und eben eine "geordnete und humane" Ausweisung der unerwünschten Deutschen zu erreichen. Dass die Polnische, die Tschechoslowakische, auch die Ungarische und die Jugoslawischen Regierung schon bevor diese offiziell von den Alliierten anerkannt waren diese "Sauereien" getan haben war der Grund für die Beschlüsse von Potsdam. Wäre das nicht passiert, dann wäre es noch schlimmer für viele "Deutsche" gewesen. Unabhängig was zuvor an Unrecht war, dass die Vertreibung auch Unrecht war!
    29 1 Melden
  • S. Wolf 01.03.2016 17:55
    Highlight Highlight Gratulation zu diesem guten Artikel.

    Nur eins liegt mir auf der Seele.
    Die Oder/Neiße-Grenze der östlichen Gebiete sollten laut Beschluss auf der Potsdamer Konferenz erst auf einer Friedenskonferenz festgelegt werden: "Die Häupter der drei Regierungen bekräftigen ihre Auffassung, dass die endgültige Festlegung der Westgrenze Polens bis zu der Friedenskonferenz zurückgestellt werden soll."
    Potsdamer Protokoll, Artikel IX b.

    Bis heute kämpft die Deutsch-Polnische Gesellschaft dafür, dass die Grenze völkerrechtlich verbindlich wird http://www.polen-news.de/puw/puw8013.html
    User Image
    12 4 Melden
  • Bruno Bucher 01.03.2016 10:37
    Highlight Highlight Was auf der Karte fehlt ist der Flüchtlingsstrom Richtung Schweiz. Darunter zahlreich aus der Schweiz vertriebene Wirtschaftsflüchtlinge die kurz vor und nach der Kapitulation zurück in die alte Und verschonte Heimat wollten und hier nicht willkommen waren. Wäre auch eine Aufarbeitung wert.
    37 8 Melden
    • Thinkdeeper 27.01.2017 19:03
      Highlight Highlight Richtig..und einige deren Nachkommen brachten NAZI denken in die Schweiz, welches Sie aktiv verbreiten und Ängste schüren.
      Hätten wir bereits früher Inländervorrang und eine MEI gehabt wäre es wahrscheindlich nicht anders sondern schlimmer geworden. Beides richtet sich gegen sozial Schwächere und nicht gegen Blocher und Konsorten.
      14 20 Melden
  • runner 01.03.2016 07:44
    Highlight Highlight Ich denke dass die Angst vor ANDEREN genetisch geprägt ist und wir deshalb seit 5 Millionen Jahren überlebt haben, weil wir ANDEREN gegenüber vorsichtig eingestellt waren. Das selffullfilling prophecy - selbst bestätigendes Vorurteil - ist ebenfalls bekannt. Das Sexualverhalten junger Männer auch .. also: Alles nicht neu, erklärbar und verständlich. Aber es kommt auch darauf an, was jeder "Vertriebene" aus seinem Leben macht: Soziale Hängematte oder aktiv und fleissig. Ich hatte Nachbarn, die 3 x vertrieben wurden - wundervolle Menschen und sozial vollkommen akzeptiert.
    36 40 Melden
    • Thinkdeeper 27.01.2017 19:24
      Highlight Highlight Entschuldige, wenn ich es adressiere.
      Die Aussage entlarvt eine populistisch, diskriminierende und undifferenzierende Grundhaltung.
      Wer aktiv, fleissig und willig ist, bereit ist sich ein- und unterzuordnen, sich zu versklaven und zu prostituieren ist Willkommen. Wer nicht, weil krank, schwach oder andere soziale Werte hat dem wird "soziale Hängematte" vorgeworfen. Sie werden systematisch vom gemeinsamen wirtschaflichem Erfolg ausgeschlossen und als schuldige dargestellt. Vor nicht allzu langer Zeit gabe es noch die Ideologie " Arbeit macht frei" und schwächere Mitmenschen landeten dort.
      55 24 Melden
  • Luke Ferdinand Niederer 29.02.2016 16:47
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen interessanten Artikel.

    Als Deutscher des Jahrgangs 1959 bin ich immer wieder erstaunt, wie viele Menschen, vor allem jüngere, keine Ahnung von diesem Teil der deutschen/europäischen Geschichte haben. Am ehesten findet man noch gewissen Grundkenntnisse bei Personen, deren Familie selbst vertrieben wurde/flüchten musste.

    Und wenn jemand Bescheid weiß, dann wird oft der Eindruck erweckt, dass Alles ganz problemlos ablief. Was, wie es ja auch in diesem Artikel deutlich wird, keineswegs der Fall war.

    Daher noch einmal: Vielen Dank für diese Zeilen!
    130 5 Melden
    • maljian 29.02.2016 22:00
      Highlight Highlight Ich muss feststellen:
      Ich bin Jahrgang '87 und habe meine Schulzeit in Deutschland verbracht. Kein einziges Mal während dieser Zeit ist das Thema aufgekommen :(

      Sehr schade eigentlich.
      Dafür wird man Jahr für Jahr mit dem 2. WK überschüttet, was natürlich auch seine Richtigkeit hat, aber es gibt halt auch noch andere Themen.

      Ich hoffe zum Beispiel auch, dass irgendwann in der Schule auch mal die DDR Zeit aufgearbeitet wird, oder halt auch das Thema des Artikels.

      Einseitiger Unterricht bringt verdruss. Irgendwann hat man genug davon und schaltet als Schüler einfach ab.
      86 3 Melden
    • runner 01.03.2016 07:34
      Highlight Highlight Ich empfehle das DDR Museum in Berlin
      32 1 Melden
  • Baccara - Team Nicole 29.02.2016 12:43
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel!
    Dennoch denke ich, gibt es viele Unterschiede zu heute: die vertriebenen Deutschen haben akzeptiert, was sie bekommen haben. Trotz anderer Kultur und zum grossen Teil auch anderer Sprache.
    Viele heutige Flüchtlinge kommen hierher und verlangen erst mal - Unterkunft in der Zivilschutzanlage reicht nicht aus, mit Frauen wird nicht geredet, weil die Kultur bzw. der Glauben dies verbietet, etcpp. Eine gewisse Dankbarkeit, dass man nun in Sicherheit ist, fehlt vielenorts!
    71 89 Melden
    • Duweisches 01.03.2016 12:34
      Highlight Highlight Die Beispiele, die du aufzählst, sind vor allem von den Medien hochgeschaukelte Einzelfälle...
      Ich will nicht abstreiten, dass so etwas vorkommt, aber deswegen jetzt gleich auf alle Flüchtlinge zu schiessen, ist genau so kontraproduktiv wie die "heile Welt"-Einstellung!
      93 32 Melden
    • Baccara - Team Nicole 01.03.2016 13:05
      Highlight Highlight nein, diese Beispiele stammen leider aus meiner persönlichen Erfahrung..Und ganz sicher schiesse ich nicht auf alle Flüchtlinge.
      41 50 Melden
  • glüngi 29.02.2016 11:10
    Highlight Highlight Die NPD nimmt heute Wörter wie «verlogener Judenstaat» in den Mund. Der Mensch hat nicht gelernt und es ist nur eine Frage der Zeit bis sich die Geschichte wiederholt. Man soll nicht wegschauen, viele hier sagen mir (auch bei den DSI Diskussionen) «Lass die halt reden».

    Ich kann nur sagen NEIN!

    Solche aussagen muss und darf keine Bühne gegeben werden.
    Meinungsfreiheit und Hetze sind nicht das selbe!
    86 13 Melden
    • Thinkdeeper 27.01.2017 19:35
      Highlight Highlight Vollkommen Richtig. Arisches Denken ist ein NO GO.

      Vielleicht braucht die welt es erneut um zu lernen.

      Meine Befürchtung für die Zukunft
      01.09.2019
      "Heute morgen haben mexikanische Truppen die Grenze überschritten und das Feuer eröffnet. Seit 05.00 schiesst die Army auf meinen Befehl zurück und marschiert in Mexiko ein"
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  • Seebär 29.02.2016 07:28
    Highlight Highlight Mein Vater ist von Weißrussland nach Mariental (Lüneburger Heide) mit 10 Geschwister, in einem Planwagen geflüchtet. Die Flucht hat ein Jahr gedauert und hat ihn geprägt. Als er 18 wurde ist er nochmals geflüchtet und zwar vor dem Militärdienst und hat sich in die Schweiz ein neues Leben aufgebaut. Fremdenhass hat ihn fast das halbe Leben begleitet, in der Schweiz war er halt immer der " schwob".
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    • Thinkdeeper 27.01.2017 20:06
      Highlight Highlight Meine Eltern wurden in die Schweiz geholt und waren immer die Tschinngen. Mein Vater hat seelisch sehr darunter gelitten, nur als billige Ressource gebraucht und für Andersartigkeit ausgegrenzt zu werde. Er kam trotz hilfsbereitschaft nie auf einen grünen Zweig und Mutter musste hart arbeiten und sparsam sein, damit es reichte. In unserem Zuhause galten wir als Tschinnggen und bei den Verwandten als glückliche Reichen Schweizer. Das gleiche galt für uns Kinder.
      Trinken um psychische Krankheit und Entbehrung zu vergessen war eine, Rückkehr und Einsamkeit die andere Folge.
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  • dracului 29.02.2016 06:30
    Highlight Highlight Super Artikel, Danke! Ich lese gerne historische Artikel mit Zeitbezug. Wir vergessen so schnell.
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  • NWO Schwanzus Longus 27.02.2016 22:49
    Highlight Highlight Der Unterschied besteht ganz klar in der Kultur der Menschen die kommen. Die die heute kommen sind Muslime und Deutschland hat schon Probleme mit denen die schon seit Jahrzehnten da sind. Ausserdem lassen sich diese Migranten die heute kommen schwer sozialisieren in die Gesellschaft wie man es an Beispielen überall in Europa sieht. Sie haben Vorstellungen die ganz anders sind als die der Deutschen. Das man meint es scheitert weil die allermeisten sie nicht Willkommen heissen ist falsch. Die nach dem Krieg sind Deutsche und mussten sich nicht gross ändern.
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    • DerTaran 28.02.2016 10:44
      Highlight Highlight Als die italienischen Gastarbeiter mit Familien nach Nordeuropa gekommen sind, wurden die einheimischen, jungen Männer davor gewarnt, sich mit ihren Töchtern einzulassen. Die südländischen Machos standen im Ruf, jedem Verehrer ihrer Töchter und Schwestern mit dem Messer zuzusetzen.
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    • Mietzekatze 11.07.2016 16:32
      Highlight Highlight Erst wurden Schweizer bezahlt um die CH zu verlassen. Dann kamen die bösen Tschinggen, Spanier, Portugiesen.. Heute integriert. Dann die bösen bösen Jugos... Heute integriert. Dann die noch böseren Tamilen.. Schau an, auch integriert. Danach die gefährlichen Afrikaner.. Heute fast alle gut integriert.. Was denkst du wird mit den Syriern/Afghanen/Eritreern passieren? Wetten in 10 Jahren sind sie integriert? Unsere Kinder werden diese nicht mehr als Ausländer sehen.. Genau so wie bereits meine Generation die Italos/Spanier/Portugiesen nicht als Ausländer wahr nahm.. Sondern als Klassegspändli..
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  • joséklopp 27.02.2016 22:29
    Highlight Highlight Als Enkel von Grosseltern, die aus Schlesien und Danzig vertrieben wurden, freut es mich ein solcher Bericht sehr, Herr Huber! Gerade auch dass sie Bezug auf Kosserts 'Kalte Heimat' nehmen.
    Zwei Anmerkungen, warum die Vertriebenen so aufgenommen wurden: Psychoanalytisch waren die Vertrieben der lebende, unvermeidbare Beweis und damit die stetige Erinnerung an den verlorenen Krieg. Dazu kommt eine in der Ns-Ideologie verhafteter Rassismus gegenüber Menschen aus dem Osten. So ersetzten Vertriebene auf Höfen häufig nahtlos die polnischen Zwangsarbeiter, das manifestierte das Bild des 'Polacken'.
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    • Daniel Huber 27.02.2016 23:55
      Highlight Highlight Vielen Dank!
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  • Pointer 27.02.2016 22:22
    Highlight Highlight Wir können halt einfach nicht mit Menschen, ausser mit uns selbst.
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  • niklausb 27.02.2016 21:49
    Highlight Highlight Dazu passend
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  • Triple 27.02.2016 20:02
    Highlight Highlight Und der Platypus weiss ja ganz genau Bescheid!!
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    • Sapere Aude 27.02.2016 20:35
      Highlight Highlight Wir wissen doch alle selbst immer alle am besten Bescheid, oder nicht?
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    • Kookaburra 27.02.2016 23:39
      Highlight Highlight Der Platypus mag Ungerechtigkeit und BS-Verbreitung nicht. Er reklamiert diese Rechte für sich alleine.
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  • Calvin Watsn 27.02.2016 18:34
    Highlight Highlight Was für ein eindrücklicher Bericht. Lernen wir Menschen den nichts aus der Geschichte? Wut und Traurigkeit überkommen mich.
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    • Calvin Watsn 27.02.2016 23:18
      Highlight Highlight @Rhabarber : ??? komme nicht mit. klär mich auf. da fehlen eh Beiträge.
      15 0 Melden
    • FrancoL 27.02.2016 23:45
      Highlight Highlight Ein guter Teil der Menschen ist auf sich selbst bezogen, da wirken über Jahrhunderte die gleichen Mechanismen zB die Angst.
      Die Geschichte spielt da eine sekundäre Rolle.
      Es sind immer die Gefühle die bei vielen zuerst reagieren. Wenn der Mensch einmal in den Fängen von gut bewirtschafteten Gefühlen ist geht die Geschichte im wahrsten Sinne das Wortes baden.
      Nur der kleinere Teil der Menschheit ist bereit von der Geschichte Notiz zu nehmen und der noch kleinere Teil ist dann bereit aus der Geschichte zu lernen.
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    • FrancoL 27.02.2016 23:50
      Highlight Highlight Nehmen Sie als Beispiel der Aufstieg eines Arbeiters zum Unternehmer. In vielen Fällen wird er seine Geschichte vergessen, er wird sogar in vielen Fällen herrischer als seine früheren Arbeitgeber, er wird in vielen Fällen eher ein ungerechter Arbeitgeber und wird schneller bereit sein seine Arbeiter auszunützen.
      Das ist nicht bei jedem Aufstieg der Fall aber bei erschreckend vielen Fällen. Und da würde ja die Geschichte maximal 1-2 Jahrzehnte zurück liegen, also noch frisch aufliegen, bereit zum erkannt werden.
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