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Hitler bei seiner Rede am 1. September vor dem Reichstag in Berlin. Von links: Julius Schaub, SS-Führer und Hitlers persönlicher Adjutant, Hans Lammers, Chef der Reichskanzlei, Otto Dietrich, Reichspressechef. Hinter Hitler sitzt Hermann Göring, Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe. Bild: AP NY

heute vor 75 jahren

«Seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen»

Mit dem Überfall der Wehrmacht auf Polen begann vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg. Spiegel Online hat die ersten Stunden anhand von Tagebüchern und Erinnerungen rekonstruiert. 

01.09.14, 13:05

christoph gunkel / spiegel online

Ein Artikel von

Wielun, 4 Uhr 40

Das Geräusch würde Eugeniusz Kolodziejczyk sein Leben lang verfolgen. Das Geräusch von Flugzeugen. Von Kampfbombern über seiner Heimatstadt im Süden Polens.

«Flugzeuge, Papa, Flugzeuge!»

«Flugzeuge, Papa, Flugzeuge!» ruft der 13-Jährige aufgeregt seinem Vater zu, mit dem er zu dieser frühen Stunde auf einen Zug wartet. Dann fallen die ersten Bomben. Häuser zerbersten, ein Krankenhaus geht in Flammen auf. Neben Kolodziejczyk liegt ein Mädchen mit blutverschmiertem Gesicht leblos auf der kalten Strasse. Der Zweite Weltkrieg hat begonnen. Noch am selben Tag werden fast 1,5 Millionen Soldaten die Grenze Polens überschreiten, angeführt von etwa 1500 Panzern.

Danziger Bucht, 4.45 Uhr

Etwa zur selben Zeit (bis heute ist umstritten, ob der Krieg hier oder in Wielun begann) springt Geschützführer Hermann Gerdau aus seiner Hängematte auf der «Schleswig-Holstein». Das Schiff, das offiziell zu einem Freundschaftsbesuch in der Bucht kreuzte, hatte sich zuvor unbemerkt der Halbinsel Westerplatte genähert. Dort befindet sich ein polnisches Munitionslager. Gerdau ist einer der Ersten, der vom Schiff auf die Westerplatte feuert. «Wir waren so nah dran, wir konnten gar nicht vorbeischiessen.»

 «Wir waren so nah dran, wir konnten gar nicht vorbeischiessen.»

Hermann Gerdau, Geschützführer auf der «Schleswig-Holstein»

Warschau, 6 Uhr

Der junge Pianist Wladyslaw Szpilman wird von fernen Explosionen aus dem Schlaf gerissen. Sicher nur wieder eine dieser Militärübungen, beruhigt er sich. Er liest ein Buch, um sich abzulenken. Zwei Stunden später steht seine Mutter in seinem Zimmer – eine Szene, die sich in seine Erinnerung einbrennt: «Sie machte den Mund auf, doch beim ersten Wort versagte ihr die Stimme, so dass sie sich räuspern musste. Erst dann sagte sie hastig und nervös: ‹Steh auf! Krieg … er hat angefangen.›»

«Sie machte den Mund auf, doch beim ersten Wort versagte ihr die Stimme, so dass sie sich räuspern musste. Erst dann sagte sie hastig und nervös: ‹Steh auf! Krieg … er hat angefangen.›»

Wladyslaw Szpilman, polnischer Pianist in Warschau

«Der Pianist»: Wladyslaw Szpilman wurde im gleichnamigen Film von Roman Polanski aus dem Jahr 2002 von Adrian Brody verkörpert. Bild: AP TOBIS

Berlin, 8.15 Uhr

US-Auslandskorrespondent William Shirer macht sich auf den Weg ins Funkhaus, empört über diesen «flagranten, unentschuldbaren» Akt deutscher Aggression. In sein Tagebuch notiert er: «Ein grauer Morgen mit tiefhängenden Wolken. Die Leute waren apathisch, als ich zu meiner ersten Sendung (…) fuhr. Gegenüber vom [Hotel] Adlon bauten die Arbeiter der Frühschicht am neuen IG-Farben-Gebäude weiter, als wäre nichts geschehen. Keiner der Männer kaufte die Extra-Ausgaben, die die Zeitungsjungen ausriefen.»

Breslau, 8.30 Uhr

Der jüdische Handelsvertreter und Schriftsteller Walter Tausk liest einen Runderlass der Polizei, den ihm seine Hausmeisterin zeigt. «Alles fertigmachen für plötzliche Verdunkelung und gegen Flieger-Angriffe», steht da drauf.

Wehrmachtssoldaten reissen am 1. September 1939 einen Schlagbaum an der deutsch-polnischen Grenze ein. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

«Keinerlei Zweifel, dass es losgeht. Das gesamte Jüdische Krankenhaus, bis auf die Gynäkologie, Siechenhaus und Altersheim, ist Knall und Fall evakuiert worden, um dreihundertachtzig Betten freizumachen.»

Walter Tausk, Schriftsteller aus Breslau

Schon vorher hatte Tausk gespürt, dass sich Schlimmes anbahnt. In sein Tagebuch notiert er am 1. September: «Keinerlei Zweifel, dass es losgeht. Das gesamte Jüdische Krankenhaus, bis auf die Gynäkologie, Siechenhaus und Altersheim, ist Knall und Fall evakuiert worden, um dreihundertachtzig Betten freizumachen. Hat man schon in der vergangenen Woche in anderen hiesigen Krankenhäusern rigoros gewirtschaftet, hier machte Gestapo und Militär eine ‹negative Ausnahme›, das heisst: Sie überboten sich in der Unmenschlichkeit. (…) Man evakuierte Frischoperierte, zum Beispiel Blinddärme, die kaum transportfähig waren. Man warf alte Leute, über achtzig, mit Sack und Pack raus und brachte sie bei den Siechen mit unter: alles wahllos durcheinandergemengt, hierzu kamen Irre und Halbirre.»

Warschau, etwa zur selben Zeit

Wladyslaw Szpilman macht sich auf den Weg zum Rundfunk, wo er regelmässig als Pianist auftritt. Er hastet vorbei an den Häuserwänden und Litfasssäulen, die schon voll gepflastert sind mit der Botschaft des polnischen Präsidenten, der seine Landsleute über den Krieg in Kenntnis setzt. Aufmerksam beobachtet Szpilman einen älteren Mann vor einer der Säulen: «Seine Erregung zeigte sich in hochroten Flecken, die ihm Gesicht und Hals überzogen. (…) Er las, schüttelte ungläubig den Kopf und las wieder, wobei er sich den Kneifer tiefer auf die Nase drückte. Etliche Worte las er laut, empört: ‹Sie haben uns überfallen… ohne Vorwarnung…› Er blickte zu den Nachbarn, was die wohl sagen würden, rückte seinen Kneifer zurecht und rief laut: ‹Aber das ist doch unanständig!›»

Deutsche Motorradfahrer bei der Invasion im polnischen Bydgoszcz am 1. September 1939. Bild: AP NY

Kurz danach schrillt eine Sirene durch die Lautsprecher der Stadt, die provisorisch an Laternenpfähle gebunden oder in Fensterläden gestellt worden sind. «Wir rufen Alarm über der Stadt Warschau aus», brüllt der Rundfunksprecher, «Achtung!» Die Strassen leeren sich abrupt. 

«Die Frauen eilten verschreckt zu den Schutzräumen. Die Männer wollten nicht hinunter. Sie standen in den Hauseingängen, fluchten auf die Deutschen, trugen ihren Mut zur Schau und machten ihrem Ärger über die Regierung Luft, dass die Mobilmachung so ungeschickt durchgeführt wurde.»

Wladyslaw Szpilman, polnischer Pianist in Warschau

Szpilman: «Die Frauen eilten verschreckt zu den Schutzräumen. Die Männer wollten nicht hinunter. Sie standen in den Hauseingängen, fluchten auf die Deutschen, trugen ihren Mut zur Schau und machten ihrem Ärger über die Regierung Luft, dass die Mobilmachung so ungeschickt durchgeführt wurde.»

Berlin, 10 Uhr

Auch in Deutschland warten die Menschen auf eine Erklärung, die Hitler für 10 Uhr im Reichstag angekündigt hat. Gebannt versammeln sich Millionen vor den Radiogeräten.

«Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen! Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten!» 

Hitler in seiner Radio-Ansprache zum Kriegsbeginn

Die Rede beginnt mit einer dreisten Lüge. Am Abend des 31. August hatte eine Gruppe SS-Männer, die sich als polnische Aufständische tarnten, den deutschen Sender Gleiwitz besetzt, um Hitler einen Vorwand für den Krieg zu liefern. Zynisch behauptet Hitler nun, Polen habe angegriffen und ruft unter Beifall die später berühmten Sätze: «Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen! Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten!» Die propagandistische Schmierenkomödie wird von vielen geglaubt, die Ansprache kommt an. 

«Irgendwie klang er wenig überzeugend, und es gab auch viel weniger Hochrufe im Reichstag als bei früheren, weniger wichtigen Gelegenheiten.»

US-Auslandskorrespondent William Shirer

Hitlers Rede vor dem Reichstag am 1. September 1939

quelle: Youtube/BoWmAn XxL

Sanitätsoffizier Wilhelm Mauss notiert in sein Tagebuch: «Ich erspare es mir, im Einzelnen hier auf die Rede einzugehen. Sie wird, wie ich glaube, einst historische Bedeutung erlangen und der Ansprache Friedrich des Grossen an seine Generale gleichzustellen sein.»

Radiokorrespondent Shirer überträgt live in die USA. Er hat einen anderen Eindruck von Hitler: «Irgendwie klang er wenig überzeugend, und es gab auch viel weniger Hochrufe im Reichstag als bei früheren, weniger wichtigen Gelegenheiten.»

«Lustig flatterten nun die Fahnen ‹Schwarz-weiss-rot› und die ‹Hakenkreuzfahne› im Morgenwind des 1. September 1939.»

Werner Mork, damals 18, aus Bremen

Bremen, 10 Uhr

Auch der 18-jährige Werner Mork hört in seiner Firma die Rede. Er ist empört, dass seine Kollegen anschliessend nicht in Jubel ausbrechen. Hätte man nicht wenigstens gemeinsam die Nationalhymne singen können? Kurzerhand beschloss er, eigenmächtig ein Zeichen zu setzen, für das er sich nach dem Krieg als überzeugter Pazifist schämen würde: «Ich ging auf den Boden, wo sich die beiden Fahnenstangen befanden, an denen die Nationalfahnen befestigt waren und schob diese mit eigener Kraft aus den Bodenluken heraus, und lustig flatterten nun die Fahnen ‹Schwarz-weiss-rot› und die ‹Hakenkreuzfahne› im Morgenwind des 1. September 1939 herunter auf die Katharinenstrasse in Bremen.»

Frankfurt, 10.20 Uhr

Die Schriftstellerin Emilie Braach empfindet eine «grauenhafte Unruhe». Nach den Gesetzen der Nazis ist sie jüdischer Mischling ersten Grades. Ihr Mann, ein Redakteur, ist zur Arbeit in Oppenheim, die Geschwister in den USA und Bolivien, die Tochter nach London geflohen. Braach bleibt nichts, als ihre Angst in Briefen auszudrücken, die sie aber nicht abzuschicken wagt: «Ich habe gerade die Nachrichten gehört. Es wurde unter anderem gesagt, dass das ‹Abhören ausländischer Sender von jetzt an verboten ist›. Ob das in anderen Ländern auch so ist? Ich kann es mir nicht vorstellen. Aber solche Gedanken darf man nicht laut aussprechen. Das allein würde genügen, um einen spurlos verschwinden zu lassen. Überhaupt muss man sich beim Reden mit anderen Leuten sehr in Acht nehmen.»

Warschau, 1. September 1939: Eiligst werden Schützengräben ausgehoben. Stunden später fliegt die Deutsche Luftwaffe die ersten Angriffe auf die polnische Hauptstadt. Bild: AP NY

Danzig, nachmittags

Es ist Krieg, doch Heinz-Günther Wensurski macht sich auf den Weg zum Angeln. Am Heveliusplatz feuert die deutsche Artillerie auf das Postamt, das seit den frühen Morgenstunden von rund 50 polnischen Beamten hartnäckig verteidigt wird. Wensurski wird von einem Granatsplitter am Kopf getroffen und schwer verletzt, wie er nach dem Krieg der «Bild» erzählt.

«Die Leute sassen artig auf ihren Plätzen, horchten in die Stille hinaus und spekulierten in flüsternden Gesprächen, was es wohl mit diesem Alarm auf sich habe.» 

Inge Deutschkron, Schriftstellerin

Berlin, 19 Uhr

Die Hauptstadt erlebt ihren ersten Fliegeralarm. Die Jüdin Inge Deutschkron fragt sich, ob die NS-Regierung ihn nur fingiert hat, um die Menschen in Angst vor dem Feind zu einen. Sie erinnert sie sich an die Minuten im Schutzraum: «Die Leute sassen artig auf ihren Plätzen, horchten in die Stille hinaus und spekulierten in flüsternden Gesprächen, was es wohl mit diesem Alarm auf sich habe. Draussen war es unheimlich still. Der Luftschutzwart in seiner neuen grauen Uniform kontrollierte anhand seiner Liste, wer von den Hausbewohnern anwesend war und tat sich wichtig (…). Uns Juden wies er eine Ecke im Keller an, in der wir schweigend sassen und unsere ‹arischen› Hausgenossen nicht anzusehen wagten. Als er nach etwa 30 Minuten völliger Stille Entwarnung gab, warteten wir ‹respektvoll›, bis die ‹Arier› den Keller verlassen hatten.»

Auch Sanitätsoffizier Mauss flüchtet in einen Schutzraum, beeindruckt, wie schnell sich die Strassen leerten. Danach notiert er: «Die Stimmung ist allgemein ernst, doch zuversichtlich, das Vertrauen zum Führer lässt jeden die Gewissheit haben, dass wir siegen werden.»

«Die Stimmung ist allgemein ernst, doch zuversichtlich, das Vertrauen zum Führer lässt jeden die Gewissheit haben, dass wir siegen werden.»

Danzig, 19 Uhr

Das Postamt ist völlig zerschossen. In den Stunden zuvor war ein Loch in die Fassade gesprengt, Benzin in den Keller gepumpt und entzündet worden. Nun ergeben sich die überlebenden Verteidiger. Die ersten beiden werden trotz mitgebrachter weisser Flagge sofort erschossen, die übrigen in den nächsten Tagen hingerichtet.

Einnahme des Postgebäudes in Danzig

Berlin, am Abend

Alle Fenster der Hauptstadt sind mit Pappe abgeklebt. Zum ersten Mal ist die Metropole wegen der angeordneten Verdunkelung in Finsternis getaucht. Die spätere Schriftstellerin Deutschkron blickt zurück: «Gesetzestreue Bürger brüllten Drohungen zu allen jenen hinauf, aus deren Fenster ein Lichtstrahl drang. Hunderte von Berlinern machten sich auf, um Berlin ohne die bekannten Leuchtreklamen zu sehen – etwa das regelmässig aufflammende Sarotti-Mohrchen und den ins Glas perlenden Deinhard-Sekt. Was für ein Bild! An jenem Abend war es noch Sensation. Der Mond und die Sterne beherrschten die nächtliche Szene. Die Gedächtniskirche, das hässliche Wahrzeichen des Berliner Westens aus jenen Tagen, wirkte fast schön; das Mondlicht stilisierte es zur Silhouette.»

KZ Sachsenhausen, 22 Uhr

Rudolf Höss, Adjutant des Lagerführers Sachsenhausen und späterer Kommandant von Auschwitz, führt die erste Exekution des Krieges durch. Am Morgen hatte Theodor Eicke, Inspektor der Konzentrationslager, eine stramme Rede gehalten und unbeugsames Vorgehen gegen die Häftlinge gefordert. Jetzt trifft es einen Kommunisten, der sich offenbar geweigert hatte, an einem Fliegerunterstand mitzuarbeiten.

«Ich führte ihn hin. Ruhig stellte er sich bereit. Ich trat zurück und gab den Feuerbefehl – er sank in sich zusammen und ich gab ihm den Fangschuss.»

Rudolf Höss, Adjutant des Lagerführers Sachsenhausen

Höss schildert nach dem Krieg, wie er in einer Sandgrube einen Pfahl eingraben liess, an den sich der Verurteilte stellen musste: «Ich führte ihn hin. Ruhig stellte er sich bereit. Ich trat zurück und gab den Feuerbefehl – er sank in sich zusammen und ich gab ihm den Fangschuss.»

Berlin, 2. September, 1.30 Uhr

Reporter Shirer hat seine letzte Radiosendung beendet und taumelt durch die pechschwarze Stadt. Als er nach langer Zeit endlich ein einsames Taxi sieht, drängelt sich ein anderer Passant vor. Shirer notiert: «Schliesslich teilten wir uns den Wagen, er betrunken, der Fahrer gleichfalls, und beide die Dunkelheit und den Krieg verfluchend.»

Dieser Krieg war zu diesem Zeitpunkt nicht einmal einen Tag alt. Erst 2073 lange Tage später würde Europa wieder zur Ruhe kommen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • sewi 02.09.2014 07:59
    Highlight Damals wurde Polen von Seiten Englands und Frankreichs garantiert, man würde die territoriale Integrität des Landes schützen. Den dt. Forderungen bzgl Minderheitenschutz und Zugang zu Danzig nur keinen Finger breit nachgeben...... wie lief das doch gleich in der Ukraine?
    1 3 Melden
  • Sa Scha 01.09.2014 20:30
    Highlight Habe irgendwie das Gefühl, dass alles wiederholt sich......?!
    6 1 Melden
    • Cheese 02.09.2014 00:50
      Highlight Das hat gar nie aufgehört. Wir leben nur soweit weg davon, dass es für sehr viele Leute hier einfach gar nicht existiert... So ist es auch einfach, Fremdenhass wieder aufleben zu lassen.
      3 1 Melden

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