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epa04999025 Refugees wait to be further processed at emergency shelters and registration camps before further transport to Austria, in Rigonice, Slovenia, 27 October 2015. Slovenia has become the latest country to come under pressure from Europe's migration crisis. More than 680,000 migrants and refugees have arrived on the continent by sea this year, the biggest population movement it has experienced since World War II.  EPA/MAJA HITIJ

In der interaktiven Grafik sind sie kleine, weisse Punkte. Im richtigen Leben sind es Frauen, Kinder und Männer.
Bild: EPA/DPA

Diese beeindruckende animierte Grafik zeigt den Flüchtlingsstrom nach Europa – und von wo die Flüchtlinge in die Schweiz kommen



Hunderttausende drängen nach Europa. Sie kommen aus den Krisenstaaten Afrikas und des Nahen und Mittleren Ostens; sie fliehen vor Krieg, Not und einem Leben ohne Perspektiven. Die Flüchtlingskrise, das zeigt schon der Begriff, bringt die betroffenen europäischen Staaten an ihre Belastungsgrenze und bedroht zunehmend den Zusammenhalt in der EU.

Diese eindrückliche animierte Grafik, die auf Daten des UNO-Flüchtlingskommissariats UNHCR beruht, zeigt im Überblick und im Detail, woher die Menschen kommen und wohin sie gehen. Seit Anfang 2012 ist der Strom stark angeschwollen – zugleich hat er sich vom zentralen Mittelmeer immer mehr nach Osten auf die Balkanroute verlagert.

Nur ein kleiner Teil kommt nach Europa

Trotz der grossen Probleme, die mit der Massen-Migration nach Europa verbunden sind, darf nicht vergessen werden, dass es der bei weitem grösste Teil der Flüchtlinge gar nicht erst bis nach Europa schafft. Auch das zeigt die Grafik: Die nach UNO-Schätzungen rund eine halbe Million syrischen Flüchtlinge, die zwischen April 2011 und September 2015 in Europa Asyl suchten, hätten dicht aneinander gedrängt auf 8 Fussballfeldern Platz.

Im Gegensatz dazu würden die vier Millionen syrischen Flüchtlinge, die in den umliegenden Ländern und Nordafrika zum grössten Teil in grenznahen Lagern Zuflucht fanden, nicht weniger als 59 Fussballfelder füllen. (dhr)

Flüchtlinge im Oktober 2015: Die lange Flucht auf dem Wasser, zu Fuss, mit dem Zug

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    Alle Leser-Kommentare
  • Luca Andrea 30.10.2015 00:45
    Highlight Highlight Korrelation von Natokriegen und Flüchtlingsströmen.
    http://www.siper.ch/de/frieden/infografiken/
    • Daniel Huber 30.10.2015 08:33
      Highlight Highlight Da steckt Daniele Ganser drin. Meines Erachtens ein antiamerikanischer Ideologe.
  • E7#9 28.10.2015 19:35
    Highlight Highlight Für mich war auf dieser Grafik nicht ersichtlich, dass die meisten Flüchtlinge nicht nach Europa kommen. Habe ich was falsches gesehen...? Eine grüne Landkarte mit weissen Punkten die sich allesamt in verschiedenen europäischen Städten zu einer Säule auftürmen?
    • Daniel Huber 29.10.2015 00:18
      Highlight Highlight Die Karte zeigt das tatsächlich nicht, aber dafür die Illustration mit den Fussballfeldern etwas weiter unten. Sie zeigt das Verhältnis am Beispiel der Flüchtlinge aus Syrien.
  • Wilhelm Dingo 28.10.2015 16:08
    Highlight Highlight Super Grafiken, danke. Leider ist wieder einmal ein Bild mit Kind im Bericht. Das bildet die Realität einfach nicht korrekt ab.
    • stiberium 28.10.2015 17:15
      Highlight Highlight Ich zähl 13 Erwachsene und 1 Kind. Kommt bestimmt etwa hin oder?
    • Wilhelm Dingo 28.10.2015 17:28
      Highlight Highlight @all: Zuagroasta: z.B. Statistiken aus DE und Beobachtung an der Grenze Ventimiglia oder auf der Werdinsel.
      @Rhabarber: Ich glaube Du hast meine Kritik nicht verstanden.
      @stilberium: Ich glaube Du weisst schon was ich meine. Zuerst wird das Kind wahrgenommen, das ist gewollt so und verzerrt die Tatsache, dass zum grössten Teil junge Männer kommen.
    • Wilhelm Dingo 29.10.2015 07:02
      Highlight Highlight @Zuagroasta: Ja, ich habe mit ihnen geredet, am Strand von Nizza, sie wollen einfach Geld verdienen in Europa. Ich will darauf hinaus, dass durch die falsche Verwendung von Bildern ein falsches Bild erzeugt wird. Ein Bild von verfolgten Kindern und Frauen. Es sind aber hauptsächlich junge, nicht verfolgte, unqualifizierte Männer welche hier ein Einkommen suchen. Das Asylgesetz gewährt nur den ersteren Schutz. Für die Arbeitsmigranten benötigen wir eigene Regeln welche steuert wer kommen soll.

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

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