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Die Reichweiten der 1962 bereits auf Kuba stationierten und dafür vorgesehenen sowjetischen Raketen. Die USA waren nicht gewillt, diese Bedrohung zu tolerieren.  Karte: Wikimedia

In diesen 7 Momenten stand die Welt vor dem Dritten Weltkrieg

14.04.18, 06:57 15.04.18, 11:08


«Mögest du in interessanten Zeiten leben», so lautet angeblich eine chinesische Verwünschung. Unsere Zeiten sind «interessant» wie lange nicht mehr – jedenfalls, wenn wir an den aktuellen Stand der Weltpolitik denken. Noch nie war die Gefahr so gross, dass es im schon seit 2011 andauernden syrischen Bürgerkrieg zu einer direkten militärischen Konfrontation der Grossmächte kommt. US-Präsident Trump tweetete, die Beziehungen der USA zu Russland seien schlechter denn je, den Kalten Krieg inbegriffen.

Ob die Lage derzeit tatsächlich so brandgefährlich ist wie beispielsweise während der Kuba-Krise 1962, als ein Atomkrieg nur mit Glück verhindert werden konnte, darf man mit Fug bezweifeln. Ohnehin kam es vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion zu einer Reihe von brenzligen Situationen politischer oder technischer Natur, in denen aus dem Kalten Krieg ein heisser hätte werden können.

Hier sind die wichtigsten sieben: 

Atompoker in der Karibik (1962)

Nie stand die Welt näher am nuklearen Abgrund als in den 13 Tagen der Kuba-Krise im Oktober 1962. Die Sowjetunion hatte – in Reaktion auf die Stationierung amerikanischer Atomraketen in der Türkei – damit begonnen, nuklear bestückte Mittelstreckenraketen auf Kuba zu installieren. Als amerikanische Aufklärungsflugzeuge dies entdeckten, verhängte US-Präsident John F. Kennedy eine Seeblockade und verlangte den Abzug der Raketen. Sein Gegenspieler Nikita Chruschtschow akzeptierte dies nicht; sowjetische Schiffe mit atomarer Fracht hielten weiter Kurs auf die Karibikinsel und näherten sich dem Blockadering. 

Aufklärungsbilder vom Aufbau der sowjetischen Raketenstellungen auf Kuba.  Bild: AP Department of Defense

Erst in geheimen Verhandlungen konnte der nukleare Showdown in letzter Minute verhindert werden. Die Amerikaner sicherten zu, keine Invasion Kubas mehr zu unternehmen und garantierten den späteren Abbau ihrer Raketen in der Türkei. Darauf gab Chruschtschow nach und zog seine Atomraketen von Fidel Castros Insel ab. 

Zuvor kam es aber in der Krise selbst zu einer Krise: Am 27. Oktober, dem schwarzen Samstag, zwang ein US-Zerstörer ein sowjetisches Begleit-U-Boot mit Übungswasserbomben zum Auftauchen. Dessen Kommandant, der den Funkkontakt mit Moskau verloren hatte, wollte ein nukleares Torpedo auf das US-Schiff abfeuern, da er davon ausging, der Krieg habe bereits begonnen. Für den Abschuss war jedoch das Einverständnis von weiteren zwei verantwortlichen Offizieren notwendig. Einer von ihnen, Wassili Alexandrowitsch Archipow, verweigerte die Zustimmung ohne einen Befehl aus Moskau und rettete damit die Menschheit vor einer atomaren Apokalypse. 

Zum Auftauchen gezwungen: Das sowjetische U-Boot B-59. Bild: Wikimedia

Die Menschheit benötigte an diesem Tag aber noch mehr Glück: Sowjetische Soldaten schossen ohne Rücksprache mit Moskau ein U2-Spionageflugzeug über Kuba ab, der Pilot kam dabei ums Leben. Nicht genug damit: Ein weiterer U2-Aufklärer kam über Alaska vom Kurs ab und drang versehentlich in den sowjetischen Luftraum ein. Dieser Pilot hatte mehr Glück; obwohl ihm der Treibstoff ausging, konnte er seine Maschine im Gleitflug in den amerikanischen Luftraum zurückbringen. 

Fehlalarm im Frühwarnsystem (1983)

Stanislaw Petrow muss der Schreck in die Glieder gefahren sein, am 26. September 1983, kurz nach Mitternacht. Plötzlich heulte die Sirene auf und der Computer meldete amerikanische Atomraketen im Anflug. War das nun der befürchtete nukleare Ernstfall? Der Oberstleutnant in der Kommandozentrale der sowjetischen Luftraumüberwachung stand vor einem Dilemma: Den Angriff melden – und damit den Atomkrieg vielleicht erst auslösen. Oder von einem Fehlalarm ausgehen – und damit den USA eventuell einen vernichtenden Schlag gegen das sowjetische Vergeltungspotenzial ermöglichen.

2013 erhielt Petrow den Dresden-Preis in Anerkennung seiner Verdienste. Bild: EPA/DPA

Petrow, der sich sagte, dass die Amerikaner mit mehr als nur ein paar Raketen angreifen würden, entschied sich für den Fehlalarm – und er hatte recht. Die vermeintlichen amerikanischen Atomraketen waren in Wahrheit von Wolken reflektierte Sonnenstrahlen gewesen. Das sowjetische Frühwarnsystem hatte sie irrtümlich als Raketenstarts interpretiert. Petrow musste seine Entscheidung in einer angespannten Zeit treffen: Kurz zuvor hatte ein sowjetischer Abfangjäger ein verirrtes koreanisches Passagierflugzeug abgeschossen.

1983 waren die Beziehungen zwischen den beiden Supermächten ohnehin so schlecht wie nie zuvor seit der Kuba-Krise: US-Präsident Ronald Reagan hatte die Sowjetunion zum «Reich des Bösen» ernannt und zudem den Aufbau eines Abwehrschirms gegen Interkontinentalraketen (SDI) angekündigt. Im April waren während der Flottenübung FleetEx '83 im Pazifik wiederholt US-Aufklärer in den sowjetischen Luftraum eingedrungen. Überdies stand im November das grossangelegte Nato-Manöver Able Archer bevor, das sowjetische Falken als versteckte Angriffsvorbereitung deuten konnten. 

Petrows Geschichte wurde 2015 in «The Man Who Saved The World» verfilmt.  Video: YouTube/Movieclips Indie

Showdown am Checkpoint Charlie (1961)

Edwin Allan Lightner und seine Frau wollten am 22. Oktober 1961 in Ost-Berlin eine Theater-Aufführung besuchen. Der Chef der US-Mission in Berlin trug Zivil, aber sass in einem Fahrzeug mit Kennzeichen der Besatzungsmächte. Trotzdem wurde er am Checkpoint Charlie von DDR-Grenzern gestoppt, die seine Papiere kontrollieren wollten. Dazu hatten sie gemäss Viermächtestatus kein Recht, denn Lightner genoss als Vertreter der Alliierten Bewegungsfreiheit in der ganzen Stadt. Der Amerikaner liess daher US-Militärpolizei kommen, die den Grenzübertritt erzwang

Sowjetische Panzer am Checkpoint Charlie. Bild: EPA DPA

Der Konflikt eskalierte innert Kürze. Nachdem DDR-Grenzer weitere westliche Alliierte zu kontrollieren versucht hatten, liessen die Amerikaner am 27. Oktober auf ihrer Seite des Grenzübergangs Panzer auffahren. Nun reagierten die Sowjets: Auch auf ihrer Seite der Grenze fuhren Panzer auf. Die scharf geladenen Geschützrohre aufeinander gerichtet, standen sich nun mitten in Berlin 30 amerikanische und sowjetische Kampfpanzer gegenüber. Jede falsche Bewegung, jedes Missverständnis konnte nun zur Katastrophe führen. 

Hinter den Kulissen liefen die diplomatischen Kanäle heiss. Erst nach einem Telefongespräch zwischen US-Präsident Kennedy und Kreml-Chef Chruschtschow kam es zu einem Kompromiss: Am 28. Oktober setzte der erste Sowjet-Panzer einige Meter zurück, danach der erste amerikanische – bis schliesslich alle Tanks wieder abgezogen waren. 

Konfrontation der amerikanischen (unten) und sowjetischen Panzer an der Berliner Zonengrenze. Bild: AP

Radarstationen im  Sonnensturm (1967)

Am 23. Mai 1967 herrschte in den Korridoren des Pentagon Alarmstimmung: Alle drei Frühwarn-Radarstationen des Ballistic Missile Early Warning System (BMEWS) waren zugleich ausgefallen. Die US-Militärs gingen davon aus, dass eine gezielte sowjetische Störaktion dahintersteckte, die womöglich einen Atomangriff kaschieren sollte. 

BMWES-Station in Thule, Grönland. Bild: afspc.af.mil

Das North American Aerospace Defense Command (NORAD) alarmierte die Crews der gerade in der Luft befindlichen strategischen Bomber und liess weitere Langstreckenbomber mit Atomwaffen auf die Startbahnen rollen. Doch bevor die Maschinen starteten, gelang es den Wissenschaftlern des amerikanischen Air Weather Service (AWS), den Generälen klar zu machen, dass nicht die Sowjets, sondern ein ungewöhnlich heftiger Sonnensturm hinter dem Radarausfall steckte. 

Hätten die USA ihre Bomberflotte abheben lassen, wären die Folgen möglicherweise desaströs gewesen: Die Sowjets hätten die anfliegenden Bomber mit hoher Wahrscheinlichkeit als aggressiven Akt interpretiert und entsprechend gehandelt. Zudem hätte man wegen des Sonnensturms die einmal gestarteten Maschinen kaum mehr erreichen und zurückrufen können. 

«Es bringt nichts, hysterisch zu werden»: Szene aus Stanley Kubricks Klassiker «Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb» («Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben»).  Video: YouTube/Movieclips

Krieg in Korea (1950-53)

Auch auf der anderen Seite der Erdkugel entstand nach dem Zweiten Weltkrieg eine Systemgrenze, die ein Land in zwei feindliche Staaten teilte: Nord- und Südkorea. Im Juni 1950 griff der kommunistische Norden den Süden an; bis zum September eroberten seine Streitkräfte fast ganz Südkorea. Uno-Truppen – in der grossen Mehrzahl Amerikaner – konnten darauf das Blatt wenden und die Nordkoreaner bis zum November ihrerseits bis fast an die chinesische Grenze zurückwerfen. Nun intervenierte die Volksrepublik China auf Seiten der bedrängten nordkoreanischen Truppen – chinesische Verbände drückten die Front erneut nach Süden. Im Januar 1951 eroberten sie Seoul. 

Auch mit konventionellen Bomben richtete die US-Luftwaffe in Korea immense Zerstörungen an.  Bild: AP/US Air Force

Angesichts der chinesischen Dampfwalze forderte der oberkommandierende US-General Douglas MacArthur den Einsatz von nuklearen Waffen. 34 Atombomben sollten über chinesischen Städten abgeworfen werden. Zu dieser Zeit bestand noch, trotz des sowjetischen Atombombentests 1949, ein faktisches amerikanisches Atombomben-Monopol. Einzig die USA, die zu Beginn des Korea-Krieges nahezu 300 Atombomben vorrätig hatten, waren in der Lage, eine solche Bombe über eine weite Distanz ins Ziel zu tragen. US-Präsident Truman lehnte MacArthurs Ansinnen jedoch ab und entliess stattdessen den populären General. 

General MacArthur (M.) im September 1950.  Bild: AP U.S. DEPARTMENT OF DEFENSE

Echte Panne, simulierter Angriff (1979)

Am Morgen des 9. November 1979 rapportierte General William Odom dem Sicherheitsberater des US-Präsidenten Jimmy Carter einen massiven sowjetischen Angriff: Rund 250 Atomraketen befanden sich im Anflug auf Raketensilos, Bomberbasen und Kommandozentralen in den USA. Und nicht genug damit – kurz danach blinkten auf den Bildschirmen der nordamerikanischen Luftabwehr (North American Aerospace Defense, NORAD) noch weit mehr Punkte: Nun waren bereits über 2000 sowjetische Raketen in der Luft.  

Eingang zum Cheyenne Mountain Complex im US-Staat Colorado. Hier befand sich bis 2006 das NORAD.  Bild: AP DENVER POST

Das amerikanische Luftabwehrsystem und die Crews der Raketensilos wurden sofort in Alarmzustand versetzt, Bomberbesatzungen eilten zu ihren Flugzeugen, mindestens zehn Abfangjäger starteten. Doch Vorbereitungen für einen sofortigen amerikanischen Vergeltungsschlag – für den nur wenige Minuten Zeit blieben – konnten gerade noch abgewendet werden. Zu stark waren die Zweifel, dass die Sowjets jetzt tatsächlich einen Atomkrieg entfesseln würden – schliesslich waren die Zeiten relativ entspannt. Die sowjetische Invasion in Afghanistan, die das ändern sollte, begann erst am 25. Dezember. 

Wichtiger noch war aber, dass andere Teile des Frühwarnsystems – Radarstationen und Satellitenüberwachung – die Meldungen aus dem NORAD-Kontrollraum nicht bestätigten. Und tatsächlich stellte sich dann heraus, dass es sich bei dem sowjetischen Angriff in Wahrheit um Phantomdaten einer Simulation gehandelt hatte. Ein Techniker hatte versehentlich ein Programm ins Computersystem eingespeist, das einen solchen sowjetischen Atomschlag realistisch simulieren sollte. 

Im Film «WarGames» (1983) dringt ein Hacker in den NORAD-Computer ein.    Video: YouTube/Video Detective

Krise am Suezkanal (1956)

Nachdem der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser im Juli 1956 den Suezkanal verstaatlicht hatte, griffen Grossbritannien, Frankreich und Israel gemeinsam Ägypten an, um die Kontrolle der Kolonialmächte über den Kanal zurückzugewinnen und Nasser zu entmachten. Am 29. Oktober schlugen ihre Streitkräfte zu; während israelische Truppen den Sinai eroberten, landeten britische und französische Fallschirmjäger am Kanal. Militärisch war die Aktion ein Erfolg – die ägyptischen Truppen wurden geschlagen.

Britische Panzer in Port Said am Suezkanal.  Bild: AP

Politisch aber entpuppte sich die Invasion als Desaster: Entgegen den Erwartungen der Kolonialmächte erhielten sie von den zuvor nicht informierten USA keine Rückendeckung. Im Gegenteil wandten die Amerikaner starken Druck an, um die Invasoren zum Rückzug zu bewegen. Die Sowjetunion, an die sich Nasser zunehmend angelehnt hatte, drohte Frankreich und Grossbritannien am 5. November selbst mit der Anwendung von vernichtender Gewalt. Der sowjetische Machthaber Chruschtschow sprach sogar davon, die westlichen Hauptstädte mit Atomwaffen zu zerstören. Der diplomatische Druck aus Washington brachte die Invasoren schliesslich dazu, ihre Truppen abzuziehen, worauf auch die Sowjetunion ihre Drohungen zurückzog.

Kreml-Chef Chruschtschow (Aufnahme von 1960).  Bild: AP NY

Während der Krise erhielt die nordamerikanische Luftabwehr NORAD mehrere Meldungen, die auf einen sowjetischen Angriff hindeuteten: unerwartete Manöver der Schwarzmeerflotte, sowjetische Kampfjets im syrischen Luftraum, unidentifizierte Flugzeuge über der Türkei und ein abgeschossener britischer Bomber. Alle aber erwiesen sich entweder als falsch, fehlinterpretiert oder aufgebauscht.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mira Bond 14.04.2018 23:26
    Highlight So mag ich Watson! Schon fast wie früher.
    Vielen Dank
    27 0 Melden
  • ponebone 14.04.2018 17:25
    Highlight Im Gegensatz zu heute, wo dieser Begriff schon beinahe inflationär bei allen möglichen zutreffenden (und nicht zutreffenden) Handlungen/Ereignisse verwendet wird, kann man bei diesem Offizier Petrow wirklich davon sprechen, dass dieser Eier bewiesen hat. Diese Geschichte war mir bisher nicht bekannt, aber ich ziehe den Hut vor ihm. 🎩
    26 1 Melden
  • Geo1 14.04.2018 15:52
    Highlight Danken wir U-Boot-Offizier Archipow für sein besonnenes Handeln während der Kubakrise. Laut Wikipedia lieferte dieses Ereignis übrigens die Vorlage für Tony Scotts „Crimson Tide“.
    21 1 Melden
  • The Origin Gra 14.04.2018 11:49
    Highlight Dann lag WarGame im Grunde gar nicht falsch? 😱
    13 6 Melden
  • Harry Schlender 14.04.2018 11:23
    Highlight toller Artikel und spannend zu lesen! gerne mehr davon 🤓
    65 4 Melden
  • Nominator 14.04.2018 11:02
    Highlight In den Vorhersagen zum Dritten Weltkrieg wird erwähnt, dass dieser völlig überraschend ausbricht, zu einer Zeit wo niemand daran denkt. Also sollten wir Angst haben wenn es uns gut geht.

    Etwas das mir mündlich überliefert wurde und weitgehend unbekannt ist:
    Das U2-Spionageflugzeug wurde damals von einem Studenten der ETH enworfen, und von den Amerikanern abgekupfert. Der Student hiess Friedrich Widmer (†1994) und war Flugzeugmechaniker in der FFA Altenrhein bevor er an der ETH Maschineningenieur studierte.
    5 20 Melden
    • coronado71 14.04.2018 14:03
      Highlight Kann es sein, dass du das evtl. verwechselst mit dem Flügel der FFA P-16, der später als Basis für den Learjet-1 verwendet wurde?
      Abgesehen davon dürften zu dem Zeitpunkt wohl überall Ingenieure auf das ungefähr gleiche aerodynamische Design gekommen sein, wenn sie die Spezifikationen des US-Verteidigungsministeriums gekannt hätten, die letztendlich zur U-2 führten.
      12 0 Melden
    • Nominator 14.04.2018 17:38
      Highlight @coronado71 Nein, der P-16 wurde erst später entwickelt. Das sind zwei ganz verschiedene Dinge. Als erstmals Bilder der U2 auftauchten, habe F. Widmer erklärt, das Flugzeug sehe genauso aus wie eine Arbeit, die er an der ETH gemacht habe. Das dürfte noch vor Kriegsbeginn gewesen sein. Vor ein paar Jahren hat jemand versucht, an der ETH diese Arbeiten zu finden, um die Aussage zu überrüfen. Leider hat die ETH nicht reagiert auf Anfragen.
      3 6 Melden
  • Luca Brasi 14.04.2018 10:16
    Highlight Stehen wir denn heute wieder einmal vor dem 3. Weltkrieg?

    #panic
    #finallywwiii
    #getyourshelterready
    8 29 Melden
  • Lord_Mort 14.04.2018 09:18
    Highlight Es ist schon beängstigend immer wieder zu lesen, wie fahrlässig hier mit den Leben tausender von Menschen gespielt wird. Geschichte sollte eigentlich dazu animieren, nicht dieselben Fehler zweimal zu machen. Stattdessen sind wir immer noch keinen Schritt weiter und wählen Menschen in Machtpositionen, die eigentlich in Behandlung gehörten. Aber kurzfristiges Denken scheint ja nie aus der Mode zu kommen. Deswegen werden wohl auch in Zukunft immer wieder solche Tyrannen und Brandstifter unser Leben gefährden.
    75 5 Melden
  • selfrabia 14.04.2018 09:07
    Highlight Lieber Dani Huber, danke für diesen interessanten Artikel, in dem Sie die Krisen differenziert, kurz und knackig auf den Punkt gebracht haben.
    110 2 Melden
  • degu03 14.04.2018 07:30
    Highlight Fällt das nur mir auf oder war in praktisch jedem Fall die USA involviert?
    19 30 Melden
    • Fabio74 14.04.2018 14:25
      Highlight In praktisch beiden Weltkriegen haben die USA mit dafür gesorgt, dass der Krieg ein Ende fand.
      Im Anschluss gabs den Kalten Krieg mit den StellvertreterKriegen UdSSR gegen USA.
      Insofern hiesse deine Frage korrekt: Waren in jedem Fall die USA und die UdSSR involviert? Ja
      37 4 Melden
    • Scotman 14.04.2018 15:41
      Highlight Natürlich waren die USA involviert. Schließlich gabs bis jetzt nicht so viele Nationen die einen 3. Weltkrieg auslösen hätten können.
      12 5 Melden
    • Sapere Aude 15.04.2018 18:00
      Highlight Taebneged - Russlands Liste sieht nicht besser aus.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Milit%C3%A4roperationen_Russlands_und_der_Sowjetunion
      1 1 Melden
  • Uitam 14.04.2018 07:18
    Highlight Zum Glück gibt (gab) es doch noch einige kompetente Menschen. z.B Stanislaw Petrow
    21 4 Melden

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

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