Wissen

Rentier-Idylle in Salla, Lappland, im Norden Finnlands. Bild: EPA

Wer hätte das gedacht: Aus diesem Land kommen – pro Kopf – die meisten «IS»-Kämpfer

13.12.16, 10:34 13.12.16, 19:31

Die Terrormiliz «IS» ist unter Druck, seine Hochburgen Rakka und Mossul in Syrien und im Irak sind von Regierungstruppen umzingelt. Dies ist offenbar auch den kampfbereiten jungen Männern nicht entgangen, die früher zu Tausenden in die Region reisten, um sich den Terroristen anzuschliessen. Der Strom an der türkisch-syrischen Grenze ist zu einem Rinnsal einiger Dutzender Kämpfer pro Monat versiegt. Mehr noch: Angesichts der zahlreichen Rückzugsgefechte erwägen wohl einige in umgekehrter Richtung die Rückkehr in ihre Herkunftsländer.

Und so stellt sich einmal mehr die Frage: Woher kamen die meisten? Und wohin kehren sie nun vielleicht zurück? Die folgende Grafik zeigt die üblichen Verdächtigen an der Spitze:

Anzahl IS-Kämpfer pro Land

grafik: watson daten: soufan group 2015

Diese Zahlen waren und sind von begrenzter Aussagekraft, weil eine wichtige Bezugsgrösse fehlt: Ihr prozentualer Anteil am Herkunftsland. Das funktioniert für Länder wie Tunesien, die Türkei und Saudiarabien, in denen praktisch die gesamte Bevölkerung dem Islam zugehörig ist. Für andere Länder wie die Schweiz muss der Pro-Kopf-Wert noch mit dem jeweiligen Muslimanteil abgeglichen werden. 

Und plötzlich führen ganz andere Länder die Grafik an:

Anteil IS-Kämpfer pro Land, Kopf und Muslimanteil

Werte auf der X-Achse wurden zur besseren Darstellung und Vergleichbarkeit mit 10000000 multipliziert. grafik: watson daten: soufan group 2015

Wie kommen diese Länder dorthin? Wirklich überzeugende Antworten hat bislang niemand gefunden. Aber ein paar Thesen existieren:

Belgien, Tunesien, Frankreich

Der Laizismus französischer Ausprägung, diese besonders radikale Trennung zwischen Staat und Kirche, soll ihrerseits die Radikalisierung begünstigen, glauben zwei Experten des US-Thinktanks Brookings Institution. Dies würde erklären, warum so viele Dschihadisten aus französisch-sprachigen Ländern stammen.

Finnland, Portugal, Schweden

Die US-Forschungsstelle National Bureau of Economic Research (NBER) glaubt, je isolierter muslimische Einwanderer in westlichen Gastländern leben, desto anfälliger seien sie auf Radikalisierung:

«Je homogener das Gastland, desto mehr Schwierigkeiten haben Einwanderer wie Muslime aus dem Nahen Osten bei der Integration.»

Efraim Benmelech, Esteban F. Klor nber

Trinidad und Tobago

In Trinidad und Tobago beträgt der Muslimanteil um die fünf Prozent, vergleichbar mit der Schweiz, bei einer Bevölkerung von 1.3 Millionen. Der islamistische Extremismus hat eine Vorgeschichte in dem karibischen Inselstaat: 1990 versuchte die Organisation Jamaat al Muslimeen einen Staatsstreich und hielt den Premierminister und andere Regierungsmitglieder während sechs Tagen als Geiseln fest, bevor sie sich ergaben.

Ausgangssperre in Port of Spain, Hauptstadt von Trinidad und Tobago, während des versuchten Staatsstreichs muslimischer Extremisten (30.07.1990). Bild: AP

Malediven

Auf den Malediven, dem Westen vor allem als exotische Feriendestination bekannt, ist der sunnitische Islam Staatsreligion. Jeder Bürger muss ihr angehören. Fernab von den Luxus-Resorts, vor allem in der Hauptstadt Malé, gärt der Extremismus.

Malé, Hauptstadt der Malediven. bild: Shahee Ilyas/wikimedia

Und die Schweiz?

Aus der Schweiz stammen in absoluten Zahlen mehr Dschihadisten (57) als aus Trinidad und Tobago (50). Pro-Kopf und -Muslimanteil hingegen tendiert das Phänomen hierzulande gegen Null. Gut die Hälfte der Muslime stammt aus dem Balkan, wo die Religion moderat praktiziert wird.

Wie westliche Frauen für den «IS» Frauen aus dem Westen ködern

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
61
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
61Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Oxymora 14.12.2016 11:46
    Highlight Wer hätte das gedacht:

    Selbst absolute Zahlen sind je nach Land verschieden.

    Beispiel Südafrika:

    Gemäss Grafik auf Watson 1 IS-Kämpfer
    (inzwischen -2; da 3 angeblich in Syrien getötet.)

    Gemäss diversen Südafrikanischen Medien bis 140 IS-Kämpfer.

    4 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.12.2016 15:54
    Highlight Mehr Bildung! rofl! Und ja, Finnen grenzen wohl aus ... und die Bildung dort ist schlecht ... und einfach unzufrieden ... und whataboutismus-weissderGeiernochwas
    10 25 Melden
  • JasCar 13.12.2016 15:53
    Highlight Also wie Portugal mit 12(!!!) IS-Kämpfern bei der 2. Liste auf Platz 2 kommt, kann ich mir eigentlich nur damit erklären, dass hier die Religionszugehörigkeit keine Wichtigkeit hat. Ich musste mich hier in den letzten Monaten durch viel Bürokratie kämpfen, ich musste viele Formulare auf verschiedensten Ämtern ausfüllen. Aber meine Religion wollte bisher noch niemand wissen.
    Kann es sein, dass genau deshalb die Rechnung nicht funktioniert? Weil hier niemand so genau weiss, wieviele Muslime überhaupt hier leben?
    Grüessli aus dem erfrischend unrassistischen und sonnigen Portugal.
    15 2 Melden
  • droelfmalbumst 13.12.2016 15:30
    Highlight In Portugal sind Muslime def. nicht isoliert.

    Die Muslime die dort leben sind praktisch alle aus ehemaligen Kolonien aus Afrika. Die Mehrheit davon lebt in der Hauptstadt Lissabon. Ein Muslim aus der Türkei z.B. hat ja kein Anreiz nach Portugal auszuwandern. Beruflich ist er ja nicht sonderlich besser unterwegs. Da sind Länder wie Frankreich, Schweiz, Deutschland etc. wesentlich attraktiver...

    Zudem wurde jeder IS Kämpfer befragt woher er kommt oder wie kommt man auf diese Zahlen? Hat man gezählt wieviele Personen sich ein Ticket nach Syrien gekauft haben?

    Nutzlose Statistik :)

    16 5 Melden
  • IDon'tHaveAName 13.12.2016 14:11
    Highlight Ich habe mal eine kleine Arbeit über die IS-Känpfer aus Europa geschrieben und dabei einige Grafiken erstellt:

    https://drive.google.com/folderview?id=0B_7NmqnfFXjROVZYZUtEV1dGdjQ

    Diese drei Hypothesen habe ich erstellt:

    - Je mehr Muslime in einem Land leben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Menschen der IS anschliessen.

    - Je höher die Arbeitslosenquote bei den 15-24jährigen ist, desto höher ist der relative Anteil an IS-Anhänger.

    - Je höher der Wohlstand eines Landes ist (gemessen am BIP), desto höher ist der relative Anteil der Zurückkehrenden aus dem Kriegsgebiet.
    21 3 Melden
    • K3tsch 13.12.2016 15:03
      Highlight Interessante Statistiken. Hast du die ganze Arbeit irgendwo, wo man es einsehen kann?
      7 0 Melden
    • Kian 13.12.2016 16:04
      Highlight Und was ergab die Überprüfung der Hypothesen?
      5 1 Melden
    • IDon'tHaveAName 13.12.2016 17:28
      Highlight Die Arbeit habe ich leider nicht im Drive gespeichert, sondern am PC und dieser ist gerade dummerweise in der Reparatur.

      Die Überprüfung der Hypothesen ergab, dass alle drei falsifiziert werden mussten, da es zu wenige korrelierende Staaten gab. Die Schlussfolgerung, die ich gezogen habe, ist, dass es wohl viele andere Faktoren gibt, die eone wichtigere Rolle spielen. Nichtsdestotrotz gab es viele Punkte wie z.b Finnland, die sehr überraschend sind.
      10 1 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 13.12.2016 14:02
    Highlight Insofern stimme ich dir zu, Kian:

    "Diese Zahlen sind von begrenzter Aussagekraft, weil eine Bezugsgrösse fehlt: Ihr prozentualer Anteil am Herkunftsland."

    Aber dann kommt die ideologische Keule:

    "muss der Pro-Kopf-Wert noch mit dem jeweiligen Muslimanteil abgeglichen werden"

    Da wirds schwierig. Wer hat was an diesen Grafiken gearbeitet, mit welcher Gesinnung? Wer ist Soufangroup? Wie so oft müssen Watson-Leser selber recherchieren. ;/

    Datenquelle: http://soufangroup.com/wp-content/uploads/2015/12/TSG_ForeignFightersUpdate_FINAL3.pdf

    Kian: Woher stammen deine Zahlen zum Muslimanteil?
    11 2 Melden
  • inmi 13.12.2016 13:48
    Highlight Fast so, als ob Bildung und Sozialstaat nicht präventiv gegen Islamismus helfen würden...
    15 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 13.12.2016 14:32
      Highlight Solange Schule nur zur Wissensvermittlung gebraucht wird, wundert das nicht. Mit Bildung hat das wenig zu tun. Bildung wäre die Erziehung zum selbständig kritischen Denken. Gibt es das irgendwo?
      Sozialstaat? Ist doch ein alter Hut, dass genau der den Extremismus fördert.
      15 3 Melden
  • Chewbacca 13.12.2016 13:22
    Highlight Was genau wollt ihr jetzt mit Grafik 2 aussagen? Den pro Kopf Anteil an IS-Kämpfer pro Muslim in einem Land? Und inwiefern soll das dass die Vergleichbarkeit erleichtern, wenn man es mit 10000000 multipliziert?
    39 0 Melden
  • demokrit 13.12.2016 12:59
    Highlight "Gut die Hälfte der Muslime stammt aus dem Balkan, wo die Religion moderat praktiziert wird."

    Danke für den Lacher.
    31 17 Melden
    • Snaggy 13.12.2016 13:49
      Highlight was stimmt daran nicht? in albanien und moldawien werden durchschnittlich die moderatesten konfessionen des islams praktiziert
      18 5 Melden
    • demokrit 13.12.2016 14:11
      Highlight http://www.nzz.ch/international/extremisten-fordern-die-muslime-des-balkans-heraus-1.18381943
      3 1 Melden
    • Dä Brändon 13.12.2016 14:43
      Highlight Das war mal, Bosnien, Kosovo und Albanien radikalisieren sich immer mehr.
      13 2 Melden
  • Triumvir 13.12.2016 12:52
    Highlight Ehrlich gesagt, wundert mich das jetzt nicht wirklich. Ich war im Sommer in Helsinki und musste leider feststellen: die Hauptstadt ist trostlos und das Bier grottenschlecht, die Menschen kalt und abweisend und das Wetter war auch mies...
    16 34 Melden
    • Pana 13.12.2016 13:59
      Highlight Hmm.
      32 1 Melden
    • x4253 13.12.2016 21:10
      Highlight PERKELE! Da musst du aber was Missverstanden haben.
      9 0 Melden
  • Einstein56 13.12.2016 12:09
    Highlight So viel zum Thema Integration und Vorbild wegen Pisa für uns.
    24 12 Melden
    • R&B 13.12.2016 13:15
      Highlight whataboutism
      17 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.12.2016 15:51
      Highlight @R&B: Cheese zum Wine?
      1 3 Melden
    • R&B 14.12.2016 00:50
      Highlight @Stipps: Need for a Group Hug?
      2 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.12.2016 12:07
    Highlight Soviel zu der Wirkung von "Integration" mittels Bildung rsp. Verteilung (vgl. Ausländeranteil Finnlad). Dough!
    34 48 Melden
    • Mädi24 13.12.2016 12:55
      Highlight Teig?
      34 5 Melden
    • Snaggy 13.12.2016 13:50
      Highlight oh, stipps beglückt uns wieder...
      19 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 13.12.2016 15:51
      Highlight @Mädi24: Mailänderli pls
      5 3 Melden
  • Matrixx 13.12.2016 12:06
    Highlight Anzahl Kämpfer pro Kopf? Ich dachte, jeder Kämpfer sollte mind. einen Kopf haben...
    54 1 Melden
    • andrew1 13.12.2016 12:39
      Highlight Naja oft sind die aktionen etwas kopflos...
      43 0 Melden
    • Imfall 13.12.2016 12:44
      Highlight warst du nicht in der rs? da bekommt man immer zwei kämpfer pro kopf
      18 1 Melden
    • Matrixx 13.12.2016 13:57
      Highlight @Andrew: Mit Kopf mein ich das physische Vorhandensein des Körperteils, keinesfalls die gesunde Funktion des selbigen.

      @Imfall: Nein, war ich nicht. Sie wollten mich nicht, weil ich meinen eigenen Kopf (der funktionale Teil, nicht der physische) bereits mitgebracht hatte.
      7 7 Melden
  • Karl Müller 13.12.2016 12:06
    Highlight Wie kann das sein, dass aus dem 10-Mio-Land Tunesien 6000 IS-Kämpfer stammen, aber aus den beiden anderen Maghreb-Staaten Algerien und Marokko, mit zusammen 73 Mio EW, kein einziger?
    38 0 Melden
    • Kian 13.12.2016 13:31
      Highlight Algerien ist drauf mit 170 Kämpfern, Marokko wird von Soufan mit 1200 beziffert (fehlte auf der Grafik in der ersten Version, ist korrigiert). Gemessen an der muslimischen Bevölkerung tatsächlich beide nicht mit Tunesien vergleichbar. Eine mögliche Erklärung wäre, dass die marokkanischen Behörden ihre Grenzen (nach aussen) besser kontrollieren und Dschihadisten an der Ausreise hindern.
      6 7 Melden
    • Karl Müller 13.12.2016 15:36
      Highlight Danke für den Nachtrag, Algerien hatte ich wohl übersehen.

      Die Zahlen bleiben aber seltsam. Deine Erklärung finde ich unwahrscheinlich. Sowohl in Marokko als auch in Algerien existieren grössere bewaffnete Gruppierungen, islamistische wie anderweitig Kriminelle, die der Staat nicht unter Kontrolle hat und die grenzüberschreitend operieren. Ich glaube nicht, dass in solchen Staaten potentielle Dschihadisten wirksam an der Ausreise gehindert werden können.
      1 1 Melden
    • Kian 13.12.2016 15:47
      Highlight Es ist wirklich nur eine Mutmassung, die aber auf der Tatsache beruht, dass der Repressionsapparat Algeriens und Marokkos weit besser funktioniert als in Tunesien (Arabischer Frühling).
      5 0 Melden
  • Theor 13.12.2016 12:04
    Highlight Es wäre erschreckend, wenn wir von diesen angeblichen 57 Personen auch nur Einen zurück in unser Land liessen würden.
    50 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.12.2016 11:53
    Highlight Welchen Muslimanteil hat denn die Schweiz
    12 1 Melden
  • K3tsch 13.12.2016 11:04
    Highlight Wie wurde diese Statistik ermittelt? Hat man sämtlich IS-Anhängern einen Fragebogen gegeben, bei dem sie die Herkunft angeben mussten?

    110 11 Melden
  • Imfall 13.12.2016 11:01
    Highlight von wo bekommt diese soufan group so genaue zahlen...? ich habe da so meine zweifel
    34 4 Melden
  • i forget to drink 13.12.2016 10:59
    Highlight Wer hätte das gedacht: Aus dieser Zeitung kommen - pro Artikel - am meisten "Clickbait"-Titel!
    74 10 Melden
  • tinu32 13.12.2016 10:55
    Highlight Leider fehlt der zweiten Grafik die Skala...
    10 1 Melden
    • Kian 13.12.2016 11:17
      Highlight Du hast recht, hier fehlt eine Erklärung. Die Anzahl Dschihadisten pro Kopf und Muslimanteil ergibt in jedem Land einen Wert mit zehn Nullen vor dem Komma. Aus Darstellungs- und Vergleichszwecken zwecken wurde deshalb jeder Wert mit 10000000 multipliziert. Der so errechnete absolute Wert ist wenig aussagekräftig, es geht einzig um den Vergleich mit den anderen Ländern.
      9 16 Melden
    • Dschungelpartei 13.12.2016 11:22
      Highlight Dann schreibt man als Einheit 10^-7 %!
      25 3 Melden
    • tinu32 13.12.2016 12:46
      Highlight Ich verstehe noch nicht ganz. Es wird die absolute Anzahl Dschihadisten dividiert durch die Gesamtbevölkerung des jeweiligen Landes sowie durch den prozentualen Muslimanteil?
      Das ergibt für Finnland einen Wert von 0.00175 (70 Dschihadisten, 5.4M Einwohner, 0.74% Islam, Quellen oben bzw. Wikipedia). Also z.B. 17 Dschihadisten pro 10000 Muslime. Richtig?
      2 0 Melden
    • Kian 13.12.2016 13:20
      Highlight @tinu32: Korrekt. Gemäss aktuellen Erkenntnissen soll der Muslimanteil in Finnland bei einem Prozent liegen. Aber sonst genau so errechnet.
      2 0 Melden
    • adi 13.12.2016 13:25
      Highlight @Kian: Effektiv zeigt die Grafik also einfach den Anteil der Muslime eines Landes welche beim IS sind?
      3 0 Melden
    • Kian 13.12.2016 13:35
      Highlight @adi: Genau. Im Prinzip ging es einfach darum, die beiden Grafiken nebeneinander zu stellen und so die Unterschiede zwischen absoluten Werten und relativem Anteil sichtbar zu machen.
      4 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 13.12.2016 15:35
      Highlight Kian: Die Unterschiede wären noch noch besser ersichtlich, wenn du deine zweite Grafik mit den tatsächlich Pro-Kopf-Anteilen (religionsunabhängig) zB. in Blau hinter- oder unterlegen würdest, so dass auch die ideologische Einfärbung (Muslimanteil) deiner zweiten Grafik deutlicher erkennbar wäre.

      Ausserdem: Die Daten deiner zweiten Grafik scheinen nur zum kleinen Teil wirklich von Soufan Group zu stammen. Der ideologische Teil betr. Muslimanteil fand ich bei Soufan Group nicht. Wie wär's mit einer vollständigen Quellenangabe (evtl. auch mit Link)?
      0 0 Melden
    • Kian 13.12.2016 15:50
      Highlight @Lorent Patron: Ich verstehe nicht ganz, was an der zweiten Grafik ideologisch sein soll. Die erste enthält Schätzungen, wieviele IS-Kämpfer aus einem bestimmten Land stammen. Die zweite setzt diesen Wert in Beziehung zu zwei demografischen Grössen, d.h. Gesamtbevölkerung und Muslimanteil. Diese beiden Werte sind aus verschiedenen Quellen verfügbar und beruhen in der Regel auf mehr oder weniger aktuellen Volkszählungen bzw. Schätzungen der UNO.
      0 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 13.12.2016 16:05
      Highlight Kian, bitte sei etwas konkreter.

      1. Aus welchen Quellen hast du die Zahlen genommen zur Geamtbevölkerung und deren Muslimanteil? Was meinst du konkret mit "verschiedenen Quellen, die in der Regel auf mehr oder weniger aktuellen Volkszählungen bzw. Schätzungen der UNO") beruhen"?

      2. Warum ergänzt du deine zweite Grafik nicht einfach noch mit der Grafik Dschihadisten-Pro-Kopf, unabhängig des Muslimanteils?

      Wie weit deine zweite Grafik ideologisch gefärbt ist, lässt sich ohne klare Quellenangabe (Schätzungen?) und Quervergleich zur ideologiefreien Pro-Kopf-Statistik nicht beurteilen.
      1 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 13.12.2016 16:12
      Highlight Kian: Müsste es dann bei der Quellenangabe zu deiner zweiten Grafik nicht korrekt lauten:

      "daten: soufan group 2015 und verschiedene in der Regel auf mehr oder weniger aktuellen Volkszählungen beruhenden Schätzungen der UNO"

      Soufan Group könne auch betupft sein, wenn ihr derartige Zahlen, bzw Schätzungen angedichtet werden.
      1 0 Melden
  • sintho 13.12.2016 10:53
    Highlight Bei der zweiten Grafik wäre vielleicht eine X-Achsen Beschriftung hilfreich um zu erkennen, warum Finnland nicht auf der ersten Grafik ist?
    15 3 Melden
    • Kian 13.12.2016 11:20
      Highlight Auch Finnland ist in der ersten Grafik (70 Dschihadisten).
      10 3 Melden
    • sintho 13.12.2016 12:46
      Highlight Tatsächlich, danke.
      Danke auch für die Beschriftung. Finde es immer noch schwer die zweite Grafik zu verstehen.. "Anzahl Dschihadisten pro Kopf" Damit meint man vermutlich pro Einwohner ;-)?
      4 0 Melden
  • Dschungelpartei 13.12.2016 10:45
    Highlight Bei der zweiten Grafik fehlt die Beschriftung der x-Achse.

    Ein kleines Detail, das die Aussagekraft dieses Artikels auf das Niveau der SVP-Propaganda fallen lässt. Schade.
    28 15 Melden

Horror-Szenario «Slaughterbots»: So drastisch warnen Forscher vor autonomen Kampfrobotern

Schwärme von autonomen Mini-Drohnen gegen Soldaten – wird so der Krieg der Zukunft aussehen? In Genf hat diese Woche ein UN-Gremium über ein Verbot von «tödlichen autonomen Waffensystemen». Aktivisten warnen mit einem schockierenden Science-Fiction-Clip vor tödlichen Kampfrobotern.

Tödliche autonome Waffensysteme sind seit einigen Jahren immer wieder ein Thema. Mehrfach haben Experten für künstliche Intelligenz und Forscher wie Astrophysiker Stephen Hawking oder Apple-Co-Gründer Steve Wozniak schon Kritik geäussert (auch die GsoA).

Die Kritiker fordern von den Vereinten Nationen schon länger ein Verbot solcher Kampfroboter. Darüber hat diese Woche an der fünftägigen UN-Abrüstungskonferenz in Genf ein Gremium von Experten und Landesvertretern …

Artikel lesen