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Nur 14 Prozent aller PET-Flaschen werden weltweit wiederverwendet. Bild: EPA/EPA FILE

Forscher entdecken Bakterien, die PET-Flaschen fressen

Milliarden Plastikflaschen vermüllen die Erde – und jeden Tag kommen Millionen hinzu. Forscher haben nun ein Bakterium entdeckt, das mit PET-Flaschen kurzen Prozess macht. 

17.04.18, 13:44


Es sind erschreckende Zahlen. Acht Millionen Tonnen Plastikmüll landen pro Jahr in den Ozeanen. Längst gelten PET-Flaschen als eines der grössten Umweltprobleme weltweit.

Experten glauben, dass im Jahr 2050 gewichtsmässig so viel Plastik wie Fische im Meer schwimmen wird. 

Per Zufall sind englische und amerikanische Forscher auf Bakterien gestossen, die den Plastik-Wahn endlich eindämmen könnten. In einer japanischen Recyclinganlage haben die Wissenschaftler das Bakterium «Ideonella sakaiensis 201-F6» entdeckt, das PET-Flaschen regelrecht «auffrisst». 

Forscher sind überrascht

Eine unglaubliche Entdeckung! Denn Plastikflaschen brauchen normalerweise hunderte Jahre, bis sie natürlich abgebaut sind.  «PET-Flaschen wurden erst vor 50 Jahren erfunden. Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Bakterien entwickelt haben», erklärt ein Forscher. 

Laut der Universität von Portsmouth könnten die Bakterien den Recycling-Prozess «revolutionieren» – der Abfallberg würde sich so einfach innert Tagen von selbst auflösen.  

(amü)

Die Schweiz benötigt täglich 67 Tonnen Papier für Pappbecher

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • karl_e 17.04.2018 18:15
    Highlight Wenn die Bakterien auch auf andere Kunststofffe Appetit bekommen - dann wird's lustig.
    6 0 Melden
  • sebi25 17.04.2018 15:33
    Highlight *Ideonella sakaiensis wurde im März 2016 (vor 2 Jahren) endteckt.
    Nichtsdestotrotz ist dieses Bakterium für unsere Abfallberge sehr wichtig
    15 0 Melden
  • lilie 17.04.2018 15:15
    Highlight Eine tolle Nachricht!

    Trotzdem muss man bedenken, dass sich das Problem nicht einfach in Luft auflöst. Bei dem Abbauprozess werden Stoffwechselprodukte anfallen, welche in den Massen, die zu bewältigen sind, wiederum zum Problem werden können.

    Der Aufforderung, weniger Müll zu produzieren, können wir damit nicht entkommen.
    24 0 Melden
  • AnnaFänger 17.04.2018 15:15
    Highlight 😅 Ich hoffe sie testen die Bakterien auf den Einfluss auf die Umwelt. Oder Sie lassen die Bakterien in einem Bunker auf nicht wiederverwertbaren Plastik los.
    9 0 Melden
  • aglio e olio 17.04.2018 15:14
    Highlight Habs gefunden.

    "Am Ende blieben Terephthalsäure und Glykol übrig, so die Forscher. Beide Substanzen seien nicht giftig für die Umwelt...
    ... Könnte man die Terephthalsäure gezielt gewinnen, könnte sie als Ausgangsubstanz für neue Kunststoffe dienen - und damit Plastikvarianten, die ohne Erdöl als Rohmaterial auskommen, günstiger machen..."
    11 0 Melden
  • biszumbitterenende 17.04.2018 15:10
    Highlight Wurde nicht genau dieses Bakterium schon 2016 entdeckt? Nämlich von Shosuke Yoshida, der am Kyoto Institute of Technology forschte?
    18 0 Melden
  • aglio e olio 17.04.2018 15:09
    Highlight Interessant zu wissen wäre, zu was das PET wird. Was scheiden die Bakterien aus?
    7 0 Melden
  • giandalf the grey 17.04.2018 15:06
    Highlight Okay, Google ist mein Freund. Das Bakterium wurde offenbar schon 2016 entdeckt und scheided wohl CO2 und Wasser aus.
    Irgendwie bezweifle ich, dass uns das hilft... Nicht nur ist in den letzten zwei Jahren offensichtlich nichts passiert, ich glaube auch dass es nicht ungefährlich ist einfach riesen Mengen an Bakterien freizusetzen. Dass aus dem PET dann einfach CO2 wird, mal aussen vorgelassen.
    9 0 Melden
  • Hessmex 17.04.2018 15:05
    Highlight Und wie lange wird es nachher dauern bis wir die Bakterien wieder los sind?
    6 0 Melden
  • giandalf the grey 17.04.2018 15:00
    Highlight Und was steht am Ende der Gleichung? Was machen die Bakterien aus dem PET? CO2? Wäre nur mittel toll... Und wie gut es ist die ganzen Meere voll dieser Bakterien zu haben bringt uns auch nicht zwangsläufig weiter...
    7 0 Melden
  • tryeen 17.04.2018 14:20
    Highlight Irgendwie habe ich gerade ein Déjà-vu. Habe ich das nicht schon vor Jahren irgendwo gelesen? Tatsächlich, das Bakterium wurde 2016 entdeckt. Was hat sich denn seither verändert, dass dies wieder eine Schlagzeile wert ist?
    8 0 Melden
  • Cake9x 17.04.2018 13:59
    Highlight Wurde dies nicht bereits 2016 entdeckt? Die Zeit welche die Bakterien benötigen um eine PET Flasche zu verdauen ist übrigens nicht gerade gering
    6 0 Melden
  • HerrKnill 17.04.2018 13:57
    Highlight Bleibt zu hoffen, dass diese Bakterien halten können, was die Wissenschaft von ihnen erwartet - nicht so wie bei den plastikfressenden Raupen vor einem Jahr.
    2 0 Melden

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