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Wir Schweizer sind nicht die einzigen, die sich in Sachen Frauenwahlrecht schämen müssen

08.03.18, 08:07 08.03.18, 09:25


Am 7. Februar 1971 hatte die Mehrzahl der Schweizer Männer ein Einsehen: In der Volksabstimmung zur Einführung des eidgenössischen Stimm- und Wahlrechts für Frauen sagten sie mit 65,7 Prozent der Stimmen Ja. Damit erhielten die Frauen in der Schweiz endlich politische Rechte – viel später als in unseren Nachbarländern: 53 Jahre nach Deutschland, 52 Jahre nach Österreich, 27 Jahre nach Frankreich und 26 Jahre nach Italien.

Diese schändliche Verspätung sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass den Frauen – oder bestimmten Gruppen von ihnen – auch anderswo Rechte verwehrt wurden und werden. Samoa zum Beispiel führte das Frauenwahlrecht erst 1990 ein, Saudi-Arabien sogar erst 2011. Hier sind sieben weitere bedenkliche Tatsachen über das Wahlrecht für Frauen

  1. Australien war einer der Staaten, die das Frauenwahlrecht sehr früh einführten: 1902 war es soweit. Allerdings galt dies nicht für Aborigines – egal, ob Frauen oder Männer. Diese Diskriminierung dauerte bis 1962.
  2. Kanada führte 1917 das Wahlrecht für weisse Frauen ein, die in den Streitkräften dienten oder nahe Verwandte von Soldaten waren. 1918 wurde das Wahlrecht erweitert, aber Indigene – Frauen und Männer – durften erst ab 1960 wählen.
  3. In Grossbritannien – wie auch in Irland – konnten Frauen ab 1918 an die Urne gehen; allerdings nur ab dem Alter von 30 Jahren und wenn sie Hausbesitzerinnen oder die Gattin eines Hausbesitzers waren oder wenn ihr Besitz ihnen mindestens fünf Pfund Jahresrente einbrachte oder wenn sie eine britische Universität absolviert hatten. Das uneingeschränkte Wahlrecht wurde 1928 eingeführt.
  4. Belgien verlieh das Frauenwahlrecht 1919 an Witwen und Mütter von im Krieg gefallenen Soldaten oder von Bürgern, die von den Mittelmächten getötet worden waren. Auch Frauen, die während des Krieges vom Feind inhaftiert wurden, erhielten 1919 das Wahlrecht. Ohne Einschränkung wurde das Frauenwahlrecht 1948 eingeführt.
  5. Weisse Südafrikanerinnen dürfen seit 1930 wählen, indischstämmige aber erst seit 1984, schwarze sogar erst seit 1994.
  6. Die Frauen im südlichen Teil Nigerias erhielten das Wahlrecht 1958. Im nördlichen, muslimischen Teil mussten sie bis 1976 warten.
  7. Kuwait führte das Frauenwahlrecht 1985 ein, schaffte es 1999 wieder ab und führte es 2005 erneut ein.

Diese und weitere Informationen zur Einführung des Frauenwahlrechts zeigt eine interessante Infografik, welche zudem die folgende Karte enthält: 

User TravelTrina postete die Karte auf Reddit, wo sie rege kommentiert wird. Nicht zu Unrecht weisen einige User dort darauf hin, dass die Einführung des Frauenwahlrechts nicht gleichbedeutend mit einer funktionierenden Demokratie ist – es gibt und gab stets Staaten, die formal demokratisch waren, in denen Wahlen jedoch reine Fassade blieben. (dhr)

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    Alle Leser-Kommentare
  • na ja 08.03.2018 14:17
    Highlight Schämen müsste man sich, wenn es heute nicht wäre, das Stimmrecht.
    Hut ab, von all den Frauen die während Jahrzehnten darum gekämpft haben! Für mich wäre es unvollstellbar, nicht wählen/abstimmen zu können.
    Was für unsere Generation nun selbstverständlich ist, wird in der nächsten Generationen selbstverständlich sein, wen in Führungspositionen auch Frauen gleich vertreten sein werden. Alkes braucht einfach seine Zeit.
    9 2 Melden
  • Dory..hä? 08.03.2018 13:54
    Highlight Im Kanton Appenzell Innerrhoden wurde das Frauenstimmrecht erst am 27. November 1990 eingeführt... "auf dem Weg der Rechtsprechung durch das oberste Gericht"... unfassbar.
    20 9 Melden
  • Spama Lotto 08.03.2018 13:08
    Highlight Gibts noch eine besser aufgelöste Karte? Ich würd gerne in den Nordosten der Schweiz hineinzoomen und schauen, ob dort ein kleiner Fleck noch hinter Samoa kommt (Zwangseinführung in Appenzell Innerrhoden durchs Bundesgericht 1990, nachdem im gleichen Jahr die Männer der Appenzöller Landsgemeinde noch gemeint haben, dass der richtige Platz für ihre Weiber noch immer in der Küche sei....)
    17 5 Melden
  • Skip Bo 08.03.2018 13:04
    Highlight Mein Vater hat jeweils für das Frauenstimmrecht gestimmt. Nicht mal er muss sich schämen und ich schon gar nicht.
    18 1 Melden
  • Fendant Rüpel 08.03.2018 12:40
    Highlight was noch zu erwähnen ist, Unterbäch führte bereits 1957 als erste Gemeinde der Schweiz das kommunale Wahl- und Stimmrecht für Frauen ein, dies war der Vorreiter für spätere offizielle Einführung des Frauenstimmrechtes.
    10 0 Melden
  • lily.mcbean 08.03.2018 11:52
    Highlight Das Frauenstimmrecht ist passé, aber homosexuelle Paare dürfen immer noch nicht heiraten und beim Blutspenden werden Schwule IMMER NOCH diskriminiert. Das empört mich grad so sehr wie Lohnungleichheit. Wenn die Frauen immer noch den Haushalt ganz allein machen und die Kinder allein betreuen sind sie selber schuld, jede hat ein Maul und kann es auch aufmachen wenn es ihr nicht passt. Die Neo Feministinen wollen nicht kapieren das immer noch sehr viele Frauen diese Rolle erfüllen WOLLEN und das müssen wir Emanzipierten auch akzeptieren können! Es wird niemand mehr gezwungen zuhause zu bleiben.
    10 32 Melden
    • Musikliebhaberin 08.03.2018 13:27
      Highlight Stimme dir betreffend der Rollenverteilung und dem Heiraten von Homosexuellen zu. Aber das mit dem Blutspenden erfüllt durchaus seinen Zweck. Es dürfen auch Personen welche mind. 6 Mte in dem UK zwischen 1980 und 1996 waren nicht spenden aber deswegen ist es doch nicht diskriminierend.
      19 0 Melden
    • lily.mcbean 08.03.2018 14:00
      Highlight Schwule durften bis dieses(oder 2017,habe es vergessen) Jahr überhaupt nicht Blut spenden und jezt auch nur wenn sie mind. seit 6 Mnt keinen Geschlechtsverkehr mehr hatten. Jeder kann sich mit Geschlechtskrankheiten anstecken für das muss man nicht Schwul sein.
      2 15 Melden
    • Raembe 08.03.2018 15:15
      Highlight Darum haste auch die Fragen zu ungeschütztem Sex und den wechselnden Sexualpartnern lilly.
      6 0 Melden
    • Datsyuk 08.03.2018 20:08
      Highlight Was Lily richtigerweise anspricht: Blutspenden werden ja sowieso getestet. Wieso sollen dann Schwule nicht Blut spenden können, wenn danach sowieso ein Prüfung folgt?
      3 4 Melden
    • Raembe 08.03.2018 22:25
      Highlight Da geb ich Euch auch Recht. Finde ich fraglich.
      2 1 Melden
    • Musikliebhaberin 08.03.2018 22:50
      Highlight Sie sind einfach statistisch gesehen ein grosser Risikofaktor. Sind dann viele Proben nicht brauchbar hat das Personal Zeit und Geld verschwendet. Du bezahlst ja nicht direkt für dass du Blutspenden darfst, deswegen versuchen sie die Kosten niedrig zu halten.
      7 0 Melden
  • Naja1 08.03.2018 11:40
    Highlight Ich fuehle mich als Frau (drei Brueder, drei Soehne) gleichberechtigt und niemals im Leben hatte ich das Gefuehl, dass ich als Frau benachteiligt werde. Im Gegenteil!
    26 8 Melden
  • Naja1 08.03.2018 11:27
    Highlight Wir Frauen sind wirklich sehr oft "Drama Queens". Eigentlich geht es nur darum, dass ihr in eurem/mit eurem Leben unzufrieden seid, nimmt es doch mal selbst in die Hand, anstelle etwas von der Gesellschaft zu erwarten. Jede Frau kann, wenn sie will, ihre Position selber behaupten und dafür einstehen. Für mich ist es jedoch logisch, dass ich, wenn ich 5-10 Jahre wegen den Kindern nicht arbeiten kann und auch nicht will, nicht die gleichen Chancen habe wie ein Mann!
    19 13 Melden
  • Roland Strauss 08.03.2018 11:19
    Highlight Das Stimmrecht war früher an die Wehrpflicht gebunden. Nur wer Militärdienst leistete, war auch stimmberechtigt. Die Frauen haben hier wieder ein Privileg ohne Anstrengung erhalten. Man kennt die Masche: Jammern, jammern, jammern, irgendwann kriegt man es umsonst.
    17 46 Melden
    • Spama Lotto 08.03.2018 13:00
      Highlight Zuviel Starship Troopers geschaut?
      https://media.giphy.com/media/WFDXqj12EGlck/giphy.gif

      Hab gegoogelt, weil es mich echt interessierte. Und ja, hier stehen viele interessante Dinge drin, nur nicht das, was Sie hier erzählen:
      https://www.ch.ch/de/wahlen2015/zum-50-mal/wer-durfte-wann-wahlen/

      Und jetzt mal die Frage an Sie, Roland Strauss:
      Warum erzahlen Sie Unwahrheiten und verbreiten Fake-News? Mit Absicht oder einfach aus Unwissenheit? Warum kommt sowas immer aus der gleichen Ecke? Gibts da irgendwo eine Fake-News-Abteilung in Herrliberg?
      18 4 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 08.03.2018 13:31
      1 0 Melden
    • Liselote Meier 08.03.2018 13:54
      Highlight Im modernen Bundesstaat gab es keine Kopplung von Wehrpflicht und Stimmrecht.
      Das gab es vorher, aber noch ganz andere Einschränkungen.

      Nur eine Minderheit verfügte aber das Stimmrecht. In den Städtekantonen musste man ein bestimmtes Vermögen (Zenus) haben und in einer Zunft sein, alle ausserhalb der Stadt hatten kein Stimmrecht. Die Untertanen-Gebiete der Städtekantone natürlich auch nicht.

      In den Landkantonen hatten nur die Männer von bestimmten Orten ein Stimmrecht (Landsgemeinden), der Rest 3/4 des Gebietes waren Untertanen ohne Stimmrecht.

      Napoleon schaffte diesen Unsinn ab
      11 0 Melden
    • Dory..hä? 08.03.2018 14:07
      Highlight Roland Raus! 👉
      17 1 Melden
  • Cool Hand Luke 08.03.2018 11:18
    Highlight Ich hab mich kurz geschämt, krieg ich nun ein Eis?
    13 3 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 08.03.2018 13:31
      Highlight Nein, eine Eisin.
      7 0 Melden
  • Bav 08.03.2018 11:04
    Highlight Bald werden wir uns schämen müssen, die Homoehe Jahrzehnte später eingeführt zu haben.
    45 15 Melden
  • Markus Kappeler 08.03.2018 11:02
    Highlight Wie seht ihr das eigentlich, wenn mehr Frauen als Männer Wahl- und Stimmberechtigt sind, haben dann Männer noch ein Wahl- und Stimmrecht? Sie werden ja durch Frauen überstimmt, d.h. doch nichts anderes, als dass Männer ihr Stimm- und Wahlrecht verloren haben.
    12 64 Melden
    • Knety 08.03.2018 12:28
      Highlight Nein.
      31 3 Melden
  • MeinSenf 08.03.2018 10:52
    Highlight Interessant ist zumindest, dass die Schweiz meines Wissens das einzige Land ist, wo sich auch effektv die Mehrheit der Männer in einer Abstimmung dafür ausgesprochen haben. Ich wage zu behaupten, dass es in anderen westlichen Ländern nicht besser gewesen wäre, wenn das Frauenstimmrecht nicht per Parlamentsbeschluss eingeführt worden wäre.
    37 5 Melden
    • Musikliebhaberin 08.03.2018 13:31
      Highlight Ja, bei früheren Abstimmungen darüber (zuerst kantonale soviel ich weiss) sind sie gescheitert. Auch das Bundesgericht hat 2x eihe Beschwerde abgewiesen, Begründung Gewohnheitsrecht. Man darf aber nicht vergessen dass auch viele Frauen gegen das Frauenstimmrecht waren, da sie ja indirekt über den Mann abstimmen konnten.
      2 0 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 08.03.2018 13:37
      Highlight @MeinSenf

      Siehe auch Appenzell Innerrhoden. Früher waren Menschen einfach noch anders als Frauen.
      4 0 Melden
  • Mampf 08.03.2018 10:38
    Highlight Jetzt wäre interessant zu wissen, ob die Einführung der Frauenstimmrechte von Parlamenten oder in Volksabstimmungen beschlossen wurde.
    Die Schweiz war unter anderem so spät, weil es eine Volksabstimmung war und die Bevölkerung konservativer ist als die Politiker.
    Andere Länder wären wohl noch weit hinter uns, wenn es dort zu einer Volksabstimmung gekommen wäre...
    23 4 Melden
  • majcanon 08.03.2018 10:23
    Highlight Betrachtet man die Jahreszahlen genauer, fällt auf, dass andere Länder das Frauenstimmrecht nach grossen Kriegen eingeführt haben.
    So wollten die Frauen zurecht ihre Stellung innerhalb der Gesellschaft nicht wieder abgeben, nur weil die Männer von den Schlachtfeldern zurückkehrten.
    Glücklicherweise bliebe die Schweiz vor Kriegen verschohnt.
    Solche Zusammenhänge sollte man auch ansprechen, bevor man bloss Jahreszahlen auflistet...
    38 10 Melden
    • Liselote Meier 08.03.2018 10:36
      Highlight Durchaus Richtig, die Schweiz kannst du da aber nicht ausklammern. Sowohl während dem 1. WK (Grenzbesetzung) und während dem 2. WK (Reduit) war genau so eine Mehrheit der Männer eingezogen.
      20 3 Melden
    • majcanon 08.03.2018 12:09
      Highlight Das stimmt, doch ist die Zahl der Gefallenen auf Schweizer Seite - im Vergleich zum Ausland - gegen null.
      4 4 Melden
    • Cerulean 08.03.2018 12:21
      Highlight Natürlich kann man die Schweiz da ausklammern. Eingezogen sein ist mitnichten das gleiche wie im Krieg sein. Man kann das bisschen Landesverteidigung spielen nicht mit den Schlachtfeldern Europas vergleichen. Die Herren waren ja noch im Land.Aus dem Reduit kommt man nicht mit Kriegsschaden und/oder Verstümmelungen zurück, keine Briefe mit "missing in action" oder "fallen" an die Familien der Schweizer Soldaten.
      10 5 Melden
    • Liselote Meier 08.03.2018 12:53
      Highlight @Cerulean; Natürlich ist es nicht das selbe an einer Front zu kämpfen im Gegensatz zu im Reduit sitzen. Das ist aber nicht der springende Punkt bezüglich gesellschaftlicher Stellung der Frau während den Kriegen.

      Eingezogen ist Eigenzogen und die fehlende Arbeitskräfte in Industrie und Landwirtschaft wurden durch Frauen gedeckt.
      8 1 Melden
  • Menel 08.03.2018 10:07
    Highlight Natürlich kann kaum jemand heute was dafür, dass das Frauenstimmrecht erst so spät eingeführt wurde; es erklärt aber, wieso die Schweiz heute noch in vielen Frauen- und Familienfragen weit hinter den anderen Ländern in Europa herhinkt.
    35 32 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 08.03.2018 14:08
      Highlight Die zum Teil unglaublich beschränkten Kommentare unter den metoo Artikeln bestätigen Ihre These.
      5 6 Melden
  • Lowend 08.03.2018 09:53
    Highlight Wenn ich sehe, wie viele Schweizer Männer noch immer Angst vor starken Frauen haben und wie viele von denen ein Frauenbild pflegen, dass jedem Taliban zur Ehre gereichen würde, merke ich erst, was für Schwächlinge doch in diesem Land das Sagen haben.

    Wenn ich aber daran denke, dass meine Mutter schon Ende der 50er Jahre, also weit vor der Einführung des Frauenstimmrechts, Fürsprecherin und zu Beginn der 60er eine der ersten Gerichtsschreiberinnen wurde, bin ich stolz auf sie und glücklich, dass eine derart starke, emanzipierte Frau meine Mutter war!
    42 32 Melden
    • Knety 08.03.2018 13:11
      Highlight Angst vor starken Frauen und genervt sein von Jammerbasen sind zwei Paar Schuhe.
      11 9 Melden
  • andrew1 08.03.2018 09:50
    Highlight Wiso setzen sich den linke für die frauen ein aber wollen gleichzeitig möglichst viele leute aus ländern einwandern lassen in denen die frauen massiv unterdrückt werden und häusliche gewalt häufig vorkommt? Ist das nicht ein massiver zielkonflikt und etwas naiv?
    29 41 Melden
    • Shlomo 08.03.2018 11:58
      Highlight Naja Andrew, dann müsste man ja die ganze SVP auch nicht reinlassen wenn sie aus den Ferien zurück kommt.
      13 8 Melden
    • Enzasa 08.03.2018 12:18
      Highlight Nein.
      Die höchsten Zahlen von Gewalttaten an Frauen kommen aus Südamerika z.b. Mexiko oder Paraguay.
      Dort gehört Häusliche Gewalt zum Alltag.
      Im Irak z.b. Ist die Politik Frauenfeindlich, die Bevölkerung selber gesteht Frauen mehr Rechte zu und diese Frauen hätten ohne politischen Druck viel mehr Freiheiten.

      Außerhalb von Westeuropa sind Frauen überall auf der Welt benachteiligt und Gewalt ausgesetzt
      13 0 Melden
    • rudolf_k 08.03.2018 12:28
      Highlight Weil bei der modernen Linken die Ideologie wichtiger ist als die Realität. Der aktuelle Niedergang der Sozialdemokratie in Europa hängt direkt davon ab, dass man zuerst den Neoliberalismus akzeptiert hat und danach noch unzählige Wirtschaftsmigranten ins Land lässt, die dann natürlich in direkter Konkurrenz zu den Verlierern der Wirtschaftspolitik stehen. Solange das die Linke nicht versteht, solange wird deren Niedergang weiter gehen.
      6 14 Melden
    • Makatitom 08.03.2018 22:05
      Highlight DAS sind die einzig schädlichen Flüchtlinge, die Steuerflüchtlinge
      7 4 Melden
  • Jupiter Jones 08.03.2018 09:43
    Highlight Wenn man es sehr positiv ausdrücken möchte, könnte man auch sagen, dass die Schweiz das einzige Land ist, wo sich die Männer in einer Abstimmung für das Wahlrecht der Frauen ausgesprochen haben.
    41 4 Melden
  • Anded 08.03.2018 09:37
    Highlight Schön, haben die Deutschen das Frauenstimmrecht seit 1918. Seit dann gab es dort ja auch nichts mehr worüber man sich hätte schämen müssen. Ganz im Gegensatz zur Schweiz...
    Im Ernst: Kein Volk sollte sich heute für irgendwelche Gesetze und Bestimmungen aus der Vergangenheit schämen müssen. Wenn schon, sollte man aufgrund der aktuellen Gesetzgebung urteilen ob ein Staat fortschrittlich oder rückständig ist.
    38 9 Melden
    • Olla 08.03.2018 10:51
      Highlight Dann machen wir das doch - und müssen feststellen, in Sachen Gleichberechtigung, Gleichstellung, Familienpolitik, Vertretung in Politik und Wirtschaft von Frauen müssen wir uns definitiv für das Hier und Jetzt schämen.
      19 24 Melden
    • Anded 08.03.2018 11:57
      Highlight @Olla - In diesem Artikel geht es um das Frauenstimmrecht, welches 2018 fast flächendeckend eingeführt ist. Und es wird darauf herumgeritten, wann es nun welcher Staat genau eingeführt hat. Obschon vor 100 Jahren, oder erst vor 50 Jahren.
      Es geht nicht um eine (allfällig berechtigte) Diskussion über Frauenlöhne und Frauenquoten.
      4 2 Melden
    • rudolf_k 08.03.2018 12:29
      Highlight Blödsinn. Ich wage zu behaupten, dass in Sachen Chancengleichheit die Schweiz in der Welt locker in den Top 10 ist.
      6 7 Melden
  • Laut_bis_10 08.03.2018 09:35
    Highlight Ich kann die Karte nicht heranzoomen :(
    (Android). Dabei wollte ich doch sehen, wie die Liechtensteiner dastehen!
    5 0 Melden
  • reich&schön 08.03.2018 09:13
    Highlight Schämen müssen sich höchstens die Frauen selbst, die nach bald 50 Jahren Stimmrecht und trotz Bevölkerungsmehrheit immer noch jammern statt handeln.

    Frauen wählt Frauen!
    28 33 Melden
    • Radesch 08.03.2018 10:52
      Highlight @reich&schön

      Da widerspreche ich dir und zwar voll und ganz.

      Es sollte heissen:

      Frauen/Männer wählt denjenigen/diejenige den/die ihr wählen wollt!

      Geschlechter spielen für mich zumindest politisch gar keine Rolle.
      28 0 Melden
    • reich&schön 09.03.2018 08:17
      Highlight "Geschlechter spielen für mich zumindest politisch gar keine Rolle."

      Dann muss man aber auch nicht über eine Untervertretung von Frauen in der Politik jammern!
      3 1 Melden
  • drüber Nachgedacht 08.03.2018 09:04
    Highlight Wenn man diesen Artikel zum heutigen "Tag der Frau" liest, muss man wohl annehmen, dass die Gleichberechtigung von Frauen Weltweit erreicht ist.

    Wie sonst ist denn nötig, dass kein aktueller Punkt hier aufgegriffen wird, sondern nur in der Geschichten Kiste gewühlt wird, um eine Story zu verfassen.

    15 7 Melden
    • Enzasa 08.03.2018 12:21
      Highlight Nur in Westeuropa können Frauen ihren individuellen Lebensweg leben.
      Vielleicht mit mehr Hindernissen, aber ich bin glücklich hier zu leben.
      4 0 Melden
  • Bruno Wüthrich 08.03.2018 09:01
    Highlight Dass die Schweiz das Stimm- und Wahlrecht erst 1971 einführte, schmeichelt ihr nicht. Doch schämen tue ich mich deswegen nicht, denn obwohl ich mich inzwischen leider zur älteren Generation zählen sollte, war ich selbst damals noch um einiges zu jung, um stimm- und wahlberechtigt zu sein. Die Jüngsten, die 1971 bereits abstimmen durften, sind heute 67 Jahre alt. Zu vermuten ist, dass die damals jüngsten Stimmberechtigten bereits Jahre zuvor zugunsten der Frauen gestimmt hätten, wenn dies möglich gewesen wäre. Die Verhinderer waren eine andere Generation! Dafür schäme ich mich nicht.
    116 9 Melden
  • Mitsch 08.03.2018 08:56
    Highlight Können wir mal davon wegkommen, zu verteufeln was vor Jahrzehnten falsch lief, und anfangen uns darauf zu konzentrieren das Jetzt zu gestalten? Ich bins langsam leid, für die Fehler unserer Väter znd Grossväter geradestehen zu müssen.
    58 14 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 08.03.2018 09:16
      Highlight > Ich bins langsam leid, für die Fehler unserer Väter znd Grossväter geradestehen zu müssen.

      Du musst nicht geradestehen dafür, aber anhören musst du sie dir ständig und das ist gut so.
      16 17 Melden
    • flyme 08.03.2018 09:26
      Highlight Niemand möchte, dass Du für die "Fehler" deiner Vorfahren gerade stehst. Aber ich bin überzeugt, die meisten unserer Vorfahren sind damals davon ausgegangen, dass sie richtig handeln würden. Vermutlich, dass sie viel "besser" wäre als ihre eigenen Vorfahren.
      Diese Erkentniss führt bei mir zu einer gewissen Demut, wenn ich darüber nachdenke, was wir heutzutage für "richtig" halten. Und es stellt sich die Frage, wie zukünftige Generationen über unsere Entscheidungen urteilen werden.
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    • Olla 08.03.2018 10:48
      Highlight Nichts verstanden Mitsch - Lohnungleichheit, Untervertretung in Politik und Wirtschaft, Familienunfreundliche Politik an allen Ecken und Enden. Die Fehler unserer Väter und Grossväter sind noch lange nicht behoben. Wir müssen sie im Hier und Jetzt endlich beheben. Erst wenn wirs besser machen als unsere Vorfahren, können wir vielleicht mit gewissen Episoden abschliessen.
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    • Mitsch 08.03.2018 16:35
      Highlight @Olla

      Jede Frau, die ich in meinem Leben schon eingegstellt habe, hat GENAU gleichviel verdient wie jeder Mann in gleicher Funktion.

      Das sind meine controllables, und in dem Bereich muss ich mir so ein Gepampe nicht anhören. Für alles andere Übernehme ich Keine Verantwortung. Ich bin auch nicht in der Politik, und unter der familienunfreundlichkeit dieses Landes leide ich als Vater genau wie jede Frau.

      Also hört mal auf immer die „Männer“ anzumotzen und investiert eure Zeit in Initiativen die wirklich etwas bringen.
      Zwietracht säen ist absolut kontraproduktiv.
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  • lilie 08.03.2018 08:56
    Highlight Ich war immer amüsiert, wenn ich mit meiner Grossmutter selig (die Beste!) über Emanzipation redete.

    Sie war gegen die Einführung des Frauenstimmrechts gewesen.

    Und wenn ich mir ihre Ehe anschaute, war mir auch klar, warum: Nach aussen war dies eine streng patriarchalische Familie, in der mein Grossvater das Sagen hatte.

    Aber hinter den Kulissen hatte meine Grossmutter die Fäden in der Hand. Das ging etwa nach dem Motto:

    1. Der Mann hat immer recht!

    2. ... ausser die Frau ist dagegen. 😜

    Natürlich ist das nicht mehr zeitgemäss, aber meine Grossmutter fühlte sich nicht ungehört.
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  • MacB 08.03.2018 08:46
    Highlight Ich finde nicht, dass man sich für die Geschichte eines Landes schämen muss. Es war der Zahn der Zeit und die Schweiz war noch nie für überschnelles Handeln bekannt - vielleicht auch ein Puzzlestein des heutigen Erfolgs.

    Natürlich wäre etwas früher schöner gewesen aber dafür muss man sich doch nicht schämen.

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  • FancyFish 08.03.2018 08:43
    Highlight Ich war damals nichteinmal geboren. Ich muss mich für garnichts schämen...
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    • FancyFish 08.03.2018 12:19
      Highlight Was haben die Blitzer für Gründe? Ich sehe nicht ein, was jetzt meine Schuld daran sein sollte
      7 3 Melden
    • HGS 08.03.2018 13:14
      Highlight ... aber mit den Genen, die damals ihr Unwesen trieben, musst Du schon leben. Scham ist zwar nicht nötig, wer sich der Gnade der späten Geburt erfreut, wohl aber kritische Selbstbeobachtung 😉
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  • inmi 08.03.2018 08:34
    Highlight Was ist das für ne Überschrift? Clickbait. Wir müssen uns nicht schämen, niemand muss sich schämen. Erst recht nicht für die Entscheidungen anderer Menschen. In der Schweiz gibts direkte Demokratie, deshalb kam das Frauenstimmrecht etwas später. Hätten das andere Länder, wäre das dort auch etwas später gekommen. Das ist die ganze Story.
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  • derEchteElch 08.03.2018 08:28
    Highlight Ist schon unglaublich, wie sehr ihr immer versucht die Schweiz schlecht zu machen..

    Wo bleibt der Nationalstolz? Seid mal positiver eingestellt. In keinem anderen Land berichten Journalisten immer so negativ wie ihr über das eigene Land..
    52 71 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 08.03.2018 09:21
      Highlight Du findest also naiven Nationalismus wichtiger als Selbstreflektion oder Selbstkritik?
      15 11 Melden
    • Datsyuk 08.03.2018 20:13
      Highlight "Du findest also naiven Nationalismus wichtiger als Selbstreflektion oder Selbstkritik? "

      Absolut die richtige Frage. DerEchteElch wird aber leider wohl nicht antworten.
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  • atomschlaf 08.03.2018 08:17
    Highlight Ich war damals ein Kleinkind.
    Warum genau sollte ich mich schämen? 🤔
    97 103 Melden

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Je verwirrender die Welt scheint, um so stärker wird dem Menschen die Sehnsucht nach einer Ordnung. Nach einer Einordnung. Nach anderen Menschen, die ihm Ideen, Anregung und Halt geben. Die ihm Leuchtturm sein können, in der immer wiederkehrenden, scheinbar schrecklichsten aller Zeiten.

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