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Tierversuch Rhesusaffe

Hirnforschung am Tier: Rhesusaffe in einem Primatenstuhl. Das Bild stammt aus einem TV-Beitrag über ein Forschungsinstitut in Bremen. 
Bild: Screenshot Youtube

Tierversuche an Rhesusaffen: «Die Bewilligung ist rechtswidrig»

13.12.15, 17:15 15.12.15, 07:41


Tierschützer sind in Rage: Der Zürcher Regierungsrat will Tierversuche mit Rhesusaffen zulassen. Er hat einen Rekurs von drei Mitgliedern der Tierversuchskommission abgewiesen, die einen geplanten Versuch am Institut für Neuroinformatik (INI) der ETH und der Universität Zürich verhindern wollen. 

Der Neurowissenschaftler Valerio Mante will an den Rhesusaffen Gehirnprozesse erforschen – es geht um Entscheidungsvorgänge, die vom präfrontalen Cortex im Gehirn gesteuert werden. Der Regierungsrat ist der Ansicht, die erwarteten Erkenntnisse seien für die psychiatrische Forschung von erheblicher Bedeutung. 

watson sprach mit Vanessa Gerritsen von der «Stiftung Tier im Recht». Die Juristin sitzt als Tierschutzvertreterin in der Tierversuchskommission. 

Sie bezeichnen den Entscheid des Regierungsrates als «gesetzeswidrig». Warum?
Vanessa Gerritsen:
Die Tierschutzgesetzgebung fordert für jede Belastung von Tieren und insbesondere bei Tierversuchen eine eingehende Güterabwägung. Der Nutzen, der aus dem Tierversuch hervorgeht, muss die Belastung des Tieres nicht nur auf-, sondern klar überwiegen. Vorliegend steht eine Belastung der höchstmöglichen Kategorie einem Erkenntnisgewinn gegenüber, der weit von einer Anwendung für einen Patienten entfernt ist.

Was heisst das genau?
Untersucht werden Hirnfunktionen aus einem bestimmten Hirnareal. Aus dem Versuch ergeben sich mathematische Datensätze. Sie erweitern – bestenfalls – das Grundlagenwissen über das Gehirn. Zu bedenken ist übrigens, dass nicht das menschliche, sondern das Makakengehirn untersucht wird. Ein neuer oder verbesserter Ansatz für eine Therapie ist in keiner Weise Gegenstand des Versuchs.

«Die Frage ist, ob wir dieses Wissen um jeden Preis haben müssen, um Patienten helfen zu können.»

Aber Grundlagenwissen ist doch ebenfalls wichtig.
Erkenntnisse sind natürlich immer geeignet, irgendwann einen Nutzen daraus zu ziehen, eine konkrete Verbindung besteht aber nicht. Im konkreten Fall kann der Nutzen des Tierversuchs mangels Anwendung die Belastung nicht überwiegen, weshalb er nicht bewilligungsfähig ist. Die dennoch erteilte Bewilligung ist damit rechtswidrig.

Der Uni-Prorektor Medizin und Naturwissenschaften, Professor Hock, sieht keine Alternative zu diesen Versuchen. Sehen Sie denn eine? 
Zum konkreten Versuchsziel, nämlich der Generierung mathematischer Datensätze und Ableitungen aus dem Gehirn von Rhesusaffen, bestehen vermutlich keine schonenderen Alternativen. Ob die Fragestellungen auf andere Weise beantwortet werden können, kann ich nicht beurteilen. Die Frage ist, ob wir dieses Wissen um jeden Preis haben müssen, um Patienten helfen zu können.

Müssen wir?
Lassen Sie mich kurz ausholen: Zum einen besteht Hirnforschung keineswegs ausschliesslich aus Tierversuchen, vielmehr setzt sich der medizinische Fortschritt aus einer ganzen Reihe verschiedenster Quellen und Daten zusammen. Tierversuche können dabei eine Rolle spielen, sind aber keineswegs allein dafür verantwortlich oder in diesem Prozess zwingend nötig.

Zum andern geht es hier nicht darum, Tierversuche zu verbieten. Belastung und Nutzen müssen aber, wie oben dargelegt, zueinander in Beziehung gesetzt werden. Das ist nicht nur rechtliche Pflicht, sondern allgemeiner Konsens. Umfragen zeigen eindeutig, dass die Bevölkerung bereit ist, Tierversuche zu unterstützen, wenn sie unbedingt notwendig sind, wobei das Leiden der Tiere auf ein Minimum zu reduzieren ist. Je schwerer das Tierleid, umso weniger akzeptieren die Menschen einen Versuch und umso dringender und notwendiger muss der Nutzen daraus sein.

Und im vorliegenden Fall?
Für einen derart simplen Erkenntnisgewinn, wie er hier zu erwarten ist, dürften demnach wohl Tierversuche gemacht werden, jedoch mit weitaus geringerem Schweregrad. Wenn die stundenlange Kopffixierung und der Entzug von lebenswichtigem Wasser wegfallen – und das ist durchaus denkbar, daran wird ebenfalls geforscht –, sind solche Versuche rechtlich voraussichtlich bewilligungsfähig.

Hier handelt es sich um einen Versuch des Schweregrads drei. Was bedeutet das?
Das zuständige Bundesamt hat 1995 einen Belastungskatalog erarbeitet, in dem festgelegt ist, welche Versuchsanordnung in welchen Schweregrad fällt. Die Bandbreite reicht von Schweregrad 0 = keine Belastung bis Schweregrad 3 = schwere bis sehr schwere oder mittelgradige, mittel- bis langfristige Belastung (schwere Schmerzen, andauerndes Leiden oder schwere Schäden, schwere und andauernde Angst oder erhebliche und andauernde Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens). Die Tierversuchskommission hat den aktuellen Versuch im Schweregrad 3 eingestuft.

«Gewisse Dinge sind aus ethischer Sicht schlicht inakzeptabel.»

Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Primatenstuhl sagt Professor Mante, die Rhesusaffen würden freiwillig mitmachen. Hätten sie Angst oder wären sie ge­stresst, wären solche Versuche gar nicht möglich. 
Die Rhesusaffen werden trainiert, damit sie sich nicht zur Wehr setzen. Es wäre tatsächlich nicht möglich, sie einfach in den Primatenstuhl zu setzen und mit den Aufgaben loszulegen. Sie wären in Panik und könnten sich nicht auf die Aufgabe konzentrieren. Von Freiwilligkeit kann dennoch keine Rede sein: Hier geht es nicht um Gewalt oder Angst, vielmehr werden die Affen genötigt, an den Versuchen teilzunehmen.

Rhesusaffe mit Titanimplantat und Ableitkammer

Die Rhesusaffen tragen implantierte Elektroden. Der Kopf wird fixiert, während sie im Primatenstuhl sitzen und Aufgaben lösen. 
Bild: Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik

Wie denn?
Vorgängig wird ihnen (lebensnotwendiges) Wasser entzogen. Sie sind dauerdurstig und wissen mit der Zeit, dass sie während der Arbeit im Primatenstuhl, d.h. am Kopf fixiert, für das korrekte Lösen von Aufgaben mit jeweils einigen Tropfen Wasser oder Saft belohnt werden. Würde allein schon die Menge der Flüssigkeit erhöht, die ihnen täglich gewährt wird, damit sie einsatzfähig bleiben, wären sie nicht mehr zur Mitarbeit gewillt. Das Wort «freiwillig» ist hier also definitiv fehl am Platz.

Ist es denn nicht besser, die Versuche dort durchzuführen, wo die Regeln streng sind, also in der Schweiz?
Wenn es den Forschern am Herzen liegt, ihren Versuchstieren die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, dann steht ihnen dies auch in China oder in den USA frei. Dazu muss man die Versuche nicht in der Schweiz durchführen. Im Übrigen betonen die Forschenden immer wieder, wie wichtig eine gute Behandlung für die Forschung selbst ist, weil ansonsten die Ergebnisse negativ beeinflusst werden und wissenschaftlich unbrauchbar sind. Stimmt dieses Argument, dann sind die Verantwortlichen in der Pflicht, den höchstmöglichen Standard auch in anderen Ländern einzuhalten – allein schon der Datenqualität wegen.

Mit der ständigen Drohung, eine üble Sache in ein anderes Land zu verlagern, wo es noch übler zugeht, kann nichts erreicht werden. Gewisse Dinge sind aus ethischer Sicht schlicht inakzeptabel.

Können Sie sich eine Situation vorstellen, in der Sie Tierversuche befürworten, weil menschliches Leben davon abhängt? 
Jeder einzelne Tierversuch ist auf seine Bewilligungsfähigkeit hin zu prüfen. Überwiegt der Nutzen das Tierleid, ist der Versuch zu bewilligen. In der Tierversuchspraxis werden gegen hundert Prozent aller Gesuche bewilligt. Dies, obschon bei Weitem nicht jeder Tierversuch rechtlich tatsächlich bewilligungsfähig ist. Der aktuelle Primatenversuch ist ein sehr anschauliches Beispiel hierfür. Die Tierschutzvertreter in der Tierversuchskommission haben allein in diesem Fall einen Rekurs eingelegt. Es handelt sich also um eine sehr wohlüberlegte Aktion in einem Fall, der schlicht stossend ist.

Weil Tierversuche allein praktisch nie zu einem direkten Erfolg beim Menschen führen, kann ich mir keinen Versuch vorstellen, von dem menschliches Leben direkt abhängt. Nach dem Gesetz ist aber völlig klar, dass Tierversuche dann zu bewilligen sind, wenn entweder der Nutzen für den Menschen so gross ist, dass er selbst mittelgradiges oder schweres Leiden der Versuchstiere überwiegt, oder wenn der Versuch von der Belastung her nicht so schwerwiegend ist, dass selbst ein nicht so gewichtiger Nutzen als überwiegend erachtet wird. Es geht also immer um das Verhältnis.

Tausende von Parkinson-Patienten können dank Gehirn-Implantaten, die ihre Schüttellähmung unterdrücken, besser leben. Diese Implantate hätten ohne Tierversuche nicht entwickelt werden können. Wie argumentieren Sie mit einem solchen Patienten?
Die Argumentation der Forschenden hinsichtlich des Erfolgs bei Parkinson-Patienten ist masslos übertrieben. Die Behandlung hilft einerseits nur einem Teil der von Parkinson betroffenen Patienten, zum andern sind damit teilweise erhebliche Nebenwirkungen verbunden. Dennoch darf in vielen Fällen tatsächlich von einer Erleichterung gesprochen werden. Die Behandlungsmethode ist allerdings keineswegs allein Tierversuchen zu verdanken. Der aktuell in Frage stehende Versuch hat damit ohnehin nichts zu tun. Die Lebensqualität von Parkinson-Patienten bleibt davon unberührt.

Vanessa Gerritsen

Die 35-jährige Juristin ist stellvertretende Geschäftsleiterin der Stiftung Tier im Recht. Seit Juli 2009 hat sie als als Tierschutzvertreterin Einsitz in der Zürcher Tierversuchskommission.

Mich erinnert ein Teil der Anti-Tierversuchspropaganda an Anti-Abtreibungs-Kampagnen, die mit Bildern von zerfetzten Föten vorgehen. Sie nicht?
Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Volksabstimmungen in den 90er Jahren zum Thema Tierversuche und an die dortige Propaganda der Pharmaindustrie: hochemotionale Bilder von behinderten Kindern, denen durch ein Tierversuchsverbot angeblich nicht mehr geholfen werden könnte. Die Art der Kampagnen ist wohl eine persönliche Geschmacksfrage und hat nichts mit dem Tierschutz an sich zu tun.

Wie bereits erwähnt geht es vorliegend auch überhaupt nicht um ein Tierversuchsverbot. Die beiden Anliegen, einen klar rechtswidrigen Versuch zu unterbinden und ein allgemeines Tierversuchsverbot zu erreichen, sind klar voneinander zu trennen. 

Gewisse Tierversuchsgegner bezeichnen Wissenschaftler, die solche Versuche durchführen, als Verbrecher, Folterer oder sogar Mörder. Wie stehen Sie zu solchen Äusserungen? 
Es gibt zahlreiche Studien, die einen Zusammenhang zwischen Tierquälerei und Gewaltverbrechen an Menschen aufzeigen. Dabei steht allerdings sadistisch begründete Gewalt an Tieren im Vordergrund. Routinemässige Rohheit z. B. in Schlachthöfen ist allerdings auch zunehmend ein Thema psychologischer Untersuchungen. Persönlich sehe ich keinerlei Zusammenhang zwischen Menschen, die Tierversuche ausüben und Gewalttaten. Im Gegenteil, bei vielen besteht die gute Absicht, anderen zu helfen. Ausschlaggebend für das Durchführen von Tierversuchen sind jedoch zumeist Wirtschafts- oder Karrierevorteile. 

Was halten Sie von der «Basler Deklaration», in der sich Forscher zur Einhaltung von ethischen Prinzipien bei Tierversuchen verpflichten?
Die Basler Deklaration verlangt nicht mehr als das gesetzliche Minimum. Sie dient eher der Imagepflege denn einem besseren Schutz von Tieren. Nichtsdestotrotz kann es nicht schaden, wenn branchenintern über den ethischen Standard diskutiert wird. Insofern sehe ich einen gewissen Nutzen darin, sich gegenseitig an den rechtlich garantierten ethischen Mindestrahmen zu erinnern.

Wo ziehen Sie die Grenze – welche Organismen dürfen zu Forschungszwecken verwendet werden, welche nicht?
Das ist eine sehr persönliche Entscheidung. Rechtlich gesehen dürfen «evolutiv höherstehende» Tiere erst dann verwendet werden, wenn «niedrigerstehende» für das Erreichen eines Versuchsziels nicht geeignet sind.

Stehen Tiere und Menschen auf derselben Stufe?
Auch das ist eine sehr persönliche Entscheidung. Rechtlich gesehen sind Menschen Rechtssubjekte, die über zahlreiche Rechte und Pflichten verfügen. Tiere indessen sind «nur» Rechtsobjekte, über sie darf in gewissem Mass verfügt werden. Das Recht anerkennt aber schützenswerte Interessen, die berücksichtigt werden müssen. Mensch und Tier kommen beiden eine Würde zu, über die – mit den Worten des Bundesgerichts – in gewisser Hinsicht in gleicher Weise reflektiert werden muss. Tiere stehen demnach nicht auf derselben Stufe, sind aber als eigenständige Lebewesen mit eigenen Interessen zu achten. 

Ein Text und Filmaufnahmen zu Versuchen mit Rhesusaffen, beschrieben aus der Sicht des Forschungsinstituts, sind auf der Website des «Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik» zu finden. 
>>> Ablauf der Tierversuche​

Umfrage

Was hältst du von den Versuchen mit Rhesusaffen?

  • Abstimmen

1,339 Votes zu: Was hältst du von den Versuchen mit Rhesusaffen?

  • 6%Ich finde das in Ordnung. Ob Affe oder Maus, das spielt mir keine Rolle.
  • 16%Lieber hier als in China, wo 95 % der Tier-Versuche durchgeführt werden. In Zürich werden die Tiere wenigstens ein bisschen respektiert.
  • 6%Eigentlich finde ich das nicht okay. Wenn ich von den Ergebnissen jedoch profitieren kann, dann nehme ich das halt hin.
  • 0%Ich finde es wichtig, dass Versuche mit Menschenaffen nicht zugelassen sind. Mit Rhesusaffen kann man das schon machen.
  • 2%Versuche mit Mäusen machen mir nichts aus. Aber mit Affen, das geht gar nicht.
  • 68%Wir Menschen sind doch das Allerletzte! Was massen wir uns eigentlich an? Tierversuche aller Art sind zu stoppen!

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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50
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    Alle Leser-Kommentare
  • misterknister 14.12.2015 16:11
    Highlight Das ich gegen Tierversuche bin, habe ich im vorigen Post erwähnt. Übertragbar auf den Menschen sind sie zum großen Teil sowieso nicht. Deswegen bin ich aber kein Menschenfeind. Darum meine Frgae: Warum muss ich entweder für Tierversuche stimmen oder Zitat: Wir Menschen sind doch das Allerletzte! Was massen wir uns eigentlich an? Tierversuche aller Art sind zu stoppen!
    Warum muss ich gleich beleidigend werden? Man kann doch auch gegen Tierversuche sein, weil sie nicht bringen und ethisch nicht vertretbar sind. Hört sich das zu vernünftig an????
    6 1 Melden
    • guby 14.12.2015 17:48
      Highlight Mit welchen Qualifikationen tust du alle Tierversuche als sinnlos ab? Ich würde eine differenzierte Erklärung begrüssen. Denn dann hat man auch eine Diskussionsgrundlage.
      4 3 Melden
    • guby 14.12.2015 17:48
      Highlight Ups entschuldige, ich habe deinen anderen Beitrag nicht gesehen.
      2 1 Melden
  • misterknister 14.12.2015 16:07
    Highlight Die Versuche, die für etablierte Medikamente durchgeführt wurden, hätte man auch am Menschen durchführen können. Wird aber nicht gemacht. Beim Menschen kostet es mehr Geld. Das Tier kann nichts verlangen. Heute gibt es natürlich alternative Methoden mit Zellkulturen oder Computersimulationen, aber das wird finanziell nicht so gefördert wie die Tierversuche. Hirnforschung am Tier ist reine Grundlagenforschung, mehr nicht. Also frei nach dem Motto, wie funktioniert das eigentlich. Ich kann mich nicht erinnern, dass ein Mercedes gebremst wird, um zu erforschen, wie weit der Bremsweg beim BMW ist.
    7 4 Melden
    • Bowell 14.12.2015 21:13
      Highlight Zellkulturen sind schon längst ein fundamentaler Bestandteil der preklinischen Medikamentenentwicklung und Computersimulationen sind (noch) zu unzuverlässig für irgendwelche Voraussagen, aber am besten gefällt mir dein Autovergleich...weil ein Lebewesen, ja so ziemlich ähnlich komplex wie ein Mercedes oder BMW ist, nicht. Wenns ja so einfach ist, warum bist du nicht in der Forschung tätig?
      3 1 Melden
    • misterknister 14.12.2015 23:28
      Highlight Hallo,

      ganz einfach, weil ich einen anderen Beruf gewählt habe und erst später erkannt und erfahren habe wie unmöglich, respektlos und brutal ohne jede Scham mit unseren Mitlebewesen umgegangen wird. Da die Texte hier begrenzt sind habe ich den Vergleich mit den Autos gewählt. Ich wollte damit nur sagen, dass wenn ich wissen will, wie das Gehirn eines Menschen funktioniert, es wohl wenig sinnvoll ist, den armen Affen oder sonst einem Lebewesen den Kopf aufzusägen. Dann schau ich mir das Gehirn eines Menschen an.

      Vielen Dank für die neg. Bewertungen. Nur die Erklärungen fehlen. Typisch.
      4 1 Melden
    • misterknister 14.12.2015 23:32
      Highlight Übrigens wurde es hier gut auf den Punkt gebracht:

      Laanmi 13.12.2015 22:20
      Wenn Tiere wie wir sind, sind Tierversuche moralisch nicht vertretbar. Wenn Tiere nicht wie wir sind, sind Tierversuche unnütz.

      Besten Dank.
      8 2 Melden
  • Patrick Felder 14.12.2015 14:12
    Highlight Da ist es Frau Gerritsen doch schuppdiwupp entfallen zu erwähnen, dass bei den geplanten Makaken-Versuchen der Primatenstuhl gar nicht zum Einsatz kommt. Aber Hauptsache, man hat ihn noch einmal erwähnt, um der Gegenpartei die bedingungslose Grausamkeit zu unterstellen. Das ist schlicht und ergreifend Manipulation des Lesers.

    Der Artikel ist weder sachlich noch inhaltlich korrekt. Es wurde schlicht einer Tierschützerin die Möglichkeit zum Rundumschlag geboten, ohne dass sie sich ernsthafter Kritik behaupten muss.
    11 6 Melden
    • Bowell 14.12.2015 15:44
      Highlight Da gibts nichts mehr hinzuzufügen, dito!
      6 5 Melden
  • Skeagle 13.12.2015 23:02
    Highlight Der einzige Grund, dass bei Tierversuchen Menschenaffen eine sonderbehandlung bekommen ist, weil wir uns durch unsere Ähnlichkeit mit ihnen emotional stärker verbunden fühlen, was zum Beispiel bei einer Ratte weniger der Fall ist. Objektiv betrachtet dürften wir diese Unterscheidung nicht machen, sonst würden wir die Lebewesen nach unserer Ähnlichkeit bewerten. Z. B. Affe = hohe Ähnlichkeit darum mit mehr Respekt zu behandeln als Ratte/Schlange etc. Es bedarf einem Lebewesen aber keiner ausgeprägten Intelligenz um Unbehagen, Schmerz und Leid zu spüren.
    17 1 Melden
  • Laanmi 13.12.2015 22:20
    Highlight Wenn Tiere wie wir sind, sind Tierversuche moralisch nicht vertretbar. Wenn Tiere nicht wie wir sind, sind Tierversuche unnütz.
    41 14 Melden
    • Datsyuk * 13.12.2015 22:46
      Highlight Danke.
      9 5 Melden
  • John Smith 13.12.2015 20:02
    Highlight Über 60% der User hier wollen Tierversucher ALLER ART stoppen? An welchen Menschen soll man dann neue Medikamente testen? An Gefängnissinsassen, Soldaten oder Menschen aus der dritten Welt?
    32 24 Melden
    • Datsyuk * 13.12.2015 21:46
      Highlight An niemandem! Das ist einfach krank. Beispielsweise werden mittels Verfahren in Tieren Syptome herbeigeführt, die Krankheiten von Menschen ähneln. Dies deswegen, weil viele Erkrankungen des Menschen bei Tieren nicht vorkommen.
      15 24 Melden
    • Statler 15.12.2015 12:27
      Highlight @John: Was denkst Du denn, an wem die Medikamente letztlich getestet werden? Es sind als letzte Instanz immer menschliche «Versuchskaninchen».
      2 1 Melden
  • shills-anonymous 13.12.2015 19:42
    Highlight affen sind uns ähnlich - lass uns versuchen.
    affen sind nicht wie wir - wir dürfen das.
    da hat wohl jemand eine schwerwiegende störung der moral!
    24 18 Melden
    • guby 13.12.2015 20:40
      Highlight Gewisse Affenarten haben ähnliche kognitive Fähigkeiten wie ein Kleinkind. Die Geschichte ist doch ein klein wenig komplexer als von dir dargestellt. Das heisst nicht, dass ich alle Versuche bedingungslos gutheisse. Aber man sollte sich doch etwas fundiertere Gedanken machen, finde ich.
      21 7 Melden
    • shills-anonymous 13.12.2015 23:08
      Highlight ja schon klar. ich habe mir keine fundierten gedanken gemacht ;-) ok und du findest nicht alle aber manche versuche halt doch gut.
      ist ja nur ein aff. ähnlich wie ein kleinkind aber eben. nur ein tier. ein tier halt. gut zum essen. gut zum forschen. wenn man einen affen als haustier hätte und es gut hat mit ihm, dann ist man verrückt und gehört behandelt... denn das ist nicht ok. ne schon klar, keine fundation.
      tiere fühlen und träumen. tiere wissen und bemerken. tiere nehmen wahr. dir e schöni woche.
      10 12 Melden
    • guby 14.12.2015 09:51
      Highlight Ich sage lediglich, dass ich deine Meinung als etwas gar schwarz-weiss empfinde. Es ist einfach dagegen oder dafür zu sein. Schwieriger ist, eine differenzierte Meinung unter Einbezug aller Seiten zu bilden. Wenn eine reelle Chance besteht, dass abertausende Menschen eine Besserung der Lebensqualität erfahren sehe ich persönlich die Opferung von einigen Mäusen als notwendiges Übel. Aber damit befasst sich die zuständige Ethikkomission wohl kompetenter als du oder ich. ;)
      Merci glichfalls!
      6 4 Melden
    • Datsyuk * 14.12.2015 11:58
      Highlight Wenn man mit den kognitiven Fähigkeiten argumentiert, kann man auch fordern, dass mit kognitiv beeinträchtigten Menschen (geistig behinderten Menschen) Versuche gemacht werden können. Versuche an kognitiv beeinträchtigten Menschen befürwortet hier sicher niemand, was richtig ist! Tierversuche hingegen schon, auch mit der Argumentation der tiefen kognitiven Fähigkeiten.
      4 2 Melden
    • shills-anonymous 14.12.2015 17:23
      Highlight @guby
      Danke :-) het guet agfange.
      Das finde ich das schöne an Ethik: du und ich können genau so kompetent sein wie eine Komission. Einzig ein offenes Herz (und damit ist jetzt nicht das pumpende gemeint) ist wohl notwendig.
      Vielleicht kann so mancher Aff die Situation besser einschätzen als wir. Oder auch so manches Kind. Wer weiss das schon...
      War selbst mal Betroffener von Burnout/Depressionen. Doch heute bin ich dankbar dass ich auch mal zu beissen hatte im Leben. Das ist wohl individuell. Gemeinsam ist uns jedoch, dass wir bei psychischen beschwerden vor allem uns selbst begegnen müssten.
      1 1 Melden
  • Saftladen 13.12.2015 19:27
    Highlight Der Beitrag gefällt mir sehr gut - die Antworten sind sehr durchdacht und differenziert. Was mich allerdings stört, ist die Umfrage. Die Antwortsmöglichkeiten sind - wohl unabsichtlich - manipulativ gewählt. Entweder man ist ein Befürworter von Tierversuchen aus welchen Gründen auch immer... Oder man muss sich für die Antwort "Die Menschheit ist das allerletzte!!!" entscheiden. Wieso muss immer alles schwarz / weiss sein? Ich bin Tierversuchen gegenüber sehr kritisch eingestellt. Aber bedeutet das jetzt, dass ich automatisch ein militanter Tierschützer sein muss...?
    42 2 Melden
  • The Host 13.12.2015 18:19
    Highlight Frau Gerritsen wirkt sehr kompetent und professionell.
    30 11 Melden
    • Patrick Felder 14.12.2015 11:01
      Highlight Frau Gerritsen würde die Vorlesung "Ethik für Naturwissenschaften" der UZH nicht schaden. Dann könnte sie auch zwischen Ethik und Moral unterscheiden und hätte gleich noch eine Einführung in den theoretischen Ablauf bei der Auswahl von Versuchskriterien und dem Umgang mit den betroffenen Tieren.
      Frau Gerritsen ist Juristin, dass heisst, sie hat gelernt Gesetze so auszulegen und zu vertreten, dass sie zu ihren Gunsten sprechen. Und damit täuscht sie erfohreich über den Umstand hinweg, dass sie weder von Ethik, Moral noch Neurowissenschaften auch nur den leisesten Schimmer hat.
      4 6 Melden
  • AnCam 13.12.2015 18:03
    Highlight Brauchen wir die Erkenntnisse aus dieser Forschung? Echt jetzt...
    Ich nicht! Ich bin 50 Jahre alt. Ich mag das Leben, aber es soll, zumindest für mich, bitte schön endlich bleiben. Alles was es dazu braucht wurde bereits erforscht. Genug ist genug.
    19 51 Melden
    • exeswiss 13.12.2015 21:37
      Highlight ich, ich , ich, ich das universum dreht sich nicht nur um dich...
      28 8 Melden
    • 1337pavian 14.12.2015 09:19
      Highlight Das Leben soll aber wirklich endlich bleiben, da bringen deine Anime-Ad-hominem-Kindereien auch nichts, exe.
      4 7 Melden
  • guby 13.12.2015 17:33
    Highlight Grundsätzlich gefällt mir ihre Haltung. Als Juristin lehnt sie sich in meinen Augen jedoch etwas gar weit aus dem Fenster wenn sie Forschungsergebnisse nach deren "Impact" beurteilt. Ohne Grundlagenforschung ist nämlich niemals eine anwendungsnähere Hypothese zu erwarten.
    46 11 Melden
  • NikolaiZH 13.12.2015 17:28
    Highlight Jaja und x-tausend menschen und xxx-tausend angehörige erwarten von diesen versuchen chancen auf ein würdiges leben... die immer lauter werdenden tierschützer müssen sich zuerst fragen, ob sie auch dagegen wären, wenn ihr kind nur mit hilfe dieser versuchen eine überlebenschance hätte!
    31 37 Melden
    • Ms. Pond 13.12.2015 17:49
      Highlight Als chronisch kranke Person sage ich ganz klar ja. Ich bin nicht der Meinung, dass meine Gesundheit wichtiger, als das Leben anderer ist. Was gibt mir das Recht zu verlangen, dass wegen mir fühlende Wesen leiden müssen? Wir Menschen müssen akzeptieren, dass es Krankheit und Tod gibt. Das gehört zum Leben dazu.
      48 9 Melden
    • thedarkproject 13.12.2015 19:13
      Highlight @sassenach: Weil das Leben, und die von dir so geliebte Natur so funktioniert. Fressen und gefressen werden. Und wir sind nunmal die dominante Spezies.
      10 24 Melden
    • Datsyuk * 13.12.2015 21:06
      Highlight Warum nur immer sollen wir unsere Überlegenheit zum Nachteil von Tieren einsetzen?
      14 4 Melden
    • MarGo 14.12.2015 09:29
      Highlight @thedarkproject: als dominante Spezies haben wir in erster Linie Verantwortung gegenüber jedem Leben! Wenn die Menschheit nicht zu mehr fähig ist, als "fressen und gefressen werden", dann siehts ganz böse aus - für jedes Leben auf diesem Planeten...
      8 3 Melden

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