Wissen

Klimaforscher Fankhauser, wie ist es, wenn ein Klimaskeptiker die US-Umweltbehörde leitet?

Der Schweizer Forscher Sam Fankhauser spricht im Interview über das 2-Grad-Ziel und Scott Pruitt, den Klimaskeptiker an der Spitze der US-Umweltbehörde.

03.11.17, 06:54 03.11.17, 10:47

Fabian Hock und Antonio Fumagalli / Nordwestschweiz

Herr Fankhauser, was dürfen wir von der Klimakonferenz erwarten?
Sam Fankhauser: Die Konferenz in Bonn ist eine Art Zwischenveranstaltung. Paris vor zwei Jahren war ein wirklich grosser Wurf. Die nächste grosse Konferenz folgt dann nächstes Jahr, mit einer Bestandsaufnahme der kollektiven Bemühungen, das heisst, was tatsächlich umgesetzt wurde. Dazwischen geht es ums Kleingedruckte. Spannend wird sein, wie die Stimmung mit den USA sein wird, die ja aus dem Pariser Abkommen austreten wollen.

Die Idee hinter Paris ist, dass sich die Länder Selbstverpflichtungen auferlegen. Funktioniert das?
Beim Kyoto-Abkommen, dem Vorgänger von Paris, wollte man den Ländern sagen, was sie machen müssen. Das hat nicht funktioniert. Der Ansatz von Paris dagegen ist «von unten nach oben». Die einzelnen Länder bestimmen selbst, was sie beitragen möchten. Punkto Emissionen ist es zu früh für eine Einschätzung. Im letzten Jahr hatten wir eine höhere CO2-Konzentration in der Atmosphäre als im Jahr zuvor, die Emissionen werden immer noch mehr statt weniger.

Sam Fankhauser zur Erreichung des 2-Grad-Ziels: «Es ist noch möglich, aber wahrscheinlich brauchen wir ein wenig Hilfe vom Klimasystem.» (Archivbild) Bild: Getty Images AsiaPac

Wann dreht sich das?
Mitte der 2020er-Jahre sollten die Emissionen abnehmen. China spielt eine wichtige Rolle. Spätestens 2030 wird China den Höhepunkt bei den Emissionen erreicht haben. Danach wird es weniger. Und wenn die Chinesen das sagen, machen sie es eher früher als später, denn sie versprechen nur Sachen, die sie halten können.

Sam Fankhauser (52) ist im Bernbiet aufgewachsen und studierte an der Uni Bern. Heute ist er Direktor des Grantham Research Institute und Professor an der London School of Economics.  Bild: zvg

Die Welt hat sich verpflichtet, die Erderwärmung auf zwei Grad zu beschränken. Hand aufs Herz: Können wir dieses Ziel erreichen?
Es ist noch möglich, aber wahrscheinlich brauchen wir ein wenig Hilfe vom Klimasystem. Wenn man die Klimamodelle anschaut, gibt es einen Parameter, bei dem wir Glück haben müssen.

Welcher ist das?
Die Klimasensitivität. Dabei wird gemessen, wie hoch der Temperaturanstieg bei einer Verdopplung der CO2-Konzentration wäre. Die Bandbreite liegt hier zwischen 1.5 und 4.5 Grad.

Warum ist das so ungenau?
Man weiss, wie der Kohlenstoff in der Atmosphäre reagiert. Was danach passiert, wissen wir aber nicht genau. Zum Beispiel, was mit den Wolken passiert. Hier verstehen wir vieles noch nicht. Wenn es 1.5 Grad sind, schaffen wir das 2-Grad-Ziel.

Und wenn es 4.5 Grad werden?
Dann können wir aufhören.

Was bräuchte es, um das Bewusstsein für den Klimawandel zu schärfen? Mehr Felsstürze und Hitzesommer?
Wahrscheinlich schon. Was aber unterschätzt wird: Die Gletscher sind sehr anfällig. Es gibt Wissenschafter, die sagen, für die Gletscher sei es bereits zu spät – ab der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts gehen sie verloren. Das wäre nicht nur ein geologisches Problem und eines für die Wasserkraft: In der Schule musste ich noch die Gletscher auswendig lernen – das ist eine Frage des Selbstverständnisses, das definiert uns.

In den USA findet derzeit eine Umdeutung des Klimawandels statt. Er sei nicht menschengemacht.
Die Positionen, die dort teilweise vertreten werden, sind naturwissenschaftlich absolut nicht haltbar. Glaubt man der Naturwissenschaft, ist es sonnenklar: es gibt einen menschengemachten Einfluss.

Die USA haben den Austritt aus dem Pariser Klimavertrag beschlossen. Wie schwer wiegt das?
Man musste Sorge haben, dass nun das ganze Kartenhaus zusammenbricht – aber bisher ist es das nicht. Die anderen Länder haben gesagt: Wir machen das trotzdem. US-Bundesstaaten haben gesagt: Wir bleiben drin («we are still in»). Vier Jahre ohne die USA, das überleben wir.

Bild: EPA/EPA

Wie ist es für Sie als Klimaforscher, dass die amerikanische Umweltbehörde derzeit von Scott Pruitt, einem Klimaskeptiker, geleitet wird?
Es ist, als liesse man den Fuchs den Hühnerstall bewachen. Meine Kollegen, die in der Behörde gearbeitet haben, sind enorm frustriert. Es wird lange dauern, bis die Kapazitäten, die dort abgebaut werden, wieder aufgebaut sind.

USA, Indien, China – auf die Grossen kommt es an. Was kann die Schweiz überhaupt zum Klimaschutz beitragen?
Es müssen alle mitmachen, schon aus Solidarität. Europa und die Schweiz sind bislang mit gutem Beispiel vorangegangen, das ist sehr wichtig. Das war auch für das Pariser Abkommen wichtig.

Sie sind Uni-Professor. Welche Note würden Sie der Schweiz für ihre Klimaschutz-Anstrengungen geben?
Irgendwo um die fünf herum.

Umfrage

Macht die Schweiz genug gegen den Klimawandel?

292 Votes zu: Macht die Schweiz genug gegen den Klimawandel?

  • 18%Ja
  • 81%Nein

Das wäre ziemlich gut.
Wenn man die Schweiz mit anderen Ländern vergleicht, steht sie nicht schlecht da. Wenn man aber die Rahmenbedingungen vergleicht, sieht es anders aus: Die Schweiz hat keine Schwerindustrie und eine saubere Energieversorgung. Deshalb muss man sagen: Die Schweiz sollte viel weiter sein, als sie heute ist. Über die letzten 10 Jahre haben viele Länder ihre Kraftwerkparks aufgeräumt und die Kohle aussortiert. Transport, Heizungen, Landwirtschaft, da hätte die Schweiz in diesen 10 Jahren mehr tun können. Wir sind jetzt da, wo andere Länder auch sind. Wir hatten aber bessere Startbedingungen.

Wer macht es besser als die Schweiz?
Beim Verkehr: Norwegen. Was die politischen Institutionen angeht, die sich um den Klimaschutz kümmern: England. Bei der Finanzregulierung: Frankreich. Dort werden Banken aufgefordert aufzuführen, wie hoch die Klimarisiken ihrer Investitionen sind. Und die beste CO2-Steuer hat die kanadische Provinz British Columbia. (aargauerzeitung.ch)

Darum verlieren die Korallen ihre Farben und sterben

40s

Darum verlieren die Korallen ihre Farben und sterben

Video: srf

Mehr Klimawandel

Mehr Tropennächte, weniger Schnee – Schweiz reagiert besonders empfindlich auf Klimawandel

Forscher wollen Anpassung des Menschen an extremes Klima ergründen

Meeresplankton reagiert gemäss ETH-Forschern auf Turbulenzen

Klimawandel verändert Geschlechtsmerkmal bei Vögeln

Wo bleibt das Sauwetter? Die Schweiz erlebt den trockensten Winter seit 40 Jahren

Australischer Sommer stellte über 200 neue Rekorde auf

20 Vorher-nachher-Bilder, die zeigen, wie krass wir unsere Welt verändert haben

Neuer US-Umweltchef zweifelt menschlichen Einfluss bei Klimawandel an

Viele Korallen am Great Barrier Reef bereits tot

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
46
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • blaubar 03.11.2017 12:57
    Highlight Der Mensch will die Klimaerwärmung global auf zwei Grad begrenzen. Warum will er nicht grad die Sonne ein wenig abkühlen, oder den Uranus um 1 Mio Kilometer verschieben?

    „Man weiss, wie der Kohlenstoff in der Atmosphäre reagiert. Was danach passiert, wissen wir aber nicht genau.“
    Und in der Athmosphäre passiert eben erstaunlich wenig!
    Alles weitere ist Spekulation, Modelle, die wenig aussagen und letztlich unberechenbar sind, nachweislich!
    Der Klimawandel ist m.M. nicht in 1. Linie anthropogen.
    Trotzdem: Nachhaltig leben ohne Erdöl verbrennen! Meine Meinung.
    18 13 Melden
    • Juliet Bravo 03.11.2017 18:18
      Highlight Bist du auch Klimaforscher, oder was macht deine Meinung glaubwürdiger als wissenschaftliche Argumente, die auf Daten beruhen und nicht bloss eine Meinung sind?
      13 13 Melden
    • blaubar 03.11.2017 19:12
      Highlight Dass ich genau diese Daten gesichtet habe und eigens Thomas Stocker vom IPCC kontaktiert hatte. Auch er gab zu, dass er mich nicht ohne weiteres überzeugen könne. Es handelt sich um Computermodelle, die nur eine begrenzte Anzahl Parameter berücksichtigen kann. Um das nicht als Beweis durchgehen zu lassen, muss man kein Fachmann sein. Zudem habe ich die Materie um CO2/Treibhauseffekt lange studiert, was mich eben gerade skeptisch gemacht hat. Mich vermag das bisherige Material einfach nicht ausreichend zu überzeugen, das ist das Problem. Ich wäre offen dafür, wirklich!
      15 5 Melden
    • flv 04.11.2017 17:53
      Highlight Vielleicht das?
      7 1 Melden
    • blaubar 05.11.2017 00:57
      Highlight flv: zB., Ja. Genau! Die Co2-Kurve hinkt eben der Temperaturkurve nach. Nicht umgekehrt! Das sieht man in dieser Auflösung nicht. Eine saftige Lüge, die auch schon bei Al Gore aufflog. Mach die Kurve grösser, und nimm nicht bloss 1000 Jahre, dann siehst du, was ich meine.
      6 2 Melden
    • 4kant 05.11.2017 11:41
      Highlight @flv
      Die Kurve muss gefälscht sein. Die Mittelalterliche Warmphase um das 1000 fehlt. Damals war es mind. 1 °C wärmer als heute, und nicht 0.4 °C kühler als heute. Du zitierst Fake News.
      7 1 Melden
  • 4kant 03.11.2017 08:37
    Highlight Mir ist es recht, wenn das Klima wärmer wird.
    Vor 2000 Jahren waren die Alpen eisfrei, weil es wärmer war, als es heute ist. Die Menschheit florierte damals und verursachte diese Warmperiode ganz bestimmt nicht selbst. Vor 1000 Jahren war es auch jahrhundertelang wärmer als heute. In dieser Zeit wuchsen in der Schweiz Pflanzen, die heute nur noch im Mittelmeeraum wachsen.
    Es gibt Klima, auf und ab, aber keine Katastrophe.
    Schliesslich machen wir jedes Jahr eine Klimaerwärmung um 20 °C und mehr durch, einfach nur mit dem Wechsel der Jahreszeiten. Da gibt es gar kein ein Problem.
    162 100 Melden
    • Töubii 03.11.2017 09:18
      Highlight Haaahaha, mal schauen obs dir noch gefällt wenn uns das Wasser ausgeht. Sorry, sehr unüberlegter Kommentar.
      27 43 Melden
    • ands 03.11.2017 10:09
      Highlight Und was genau haben diese lokalen Schwankungen vor langer Zeit jetzt mit der globalen Durchschnittstemperatur zu tun?
      21 33 Melden
    • pun 03.11.2017 10:43
      Highlight Diejenigen, die solche Aussagen wie 4kant machen und diejenigen, die dann beim Klimaflüchtlingsstrom weil mehrere Länder unbewohnbar wurden, nach Zäunen an der Grenze rufen, sind dieselben, oder?
      39 38 Melden
    • paedhaed 03.11.2017 10:51
      Highlight Die Jahreszeiten sind keine Klimaveränderungen. Klima bezieht sich auf alle meteorologischen Vorgänge in einen Zeitraum vom 30 Jahren. Zu ihrem eigentlichen Argument, dass es früher auch schon mal wärmer war: Ja war es, ja für die Schweiz hätte eine Erwärmung keine katastrophalen Auswirkungen (ausser geologischer Instabilität in den Bergen). Allerdings ändert sich das Klima in allen Weltregionen. Steigende Meeresspiegel und zunehmende Naturkatastrophen bedrohen Millionen von Menschen. Das würde ich dann schon als katastrophal bezeichnen.
      27 37 Melden
    • Rabbi Jussuf 03.11.2017 11:06
      Highlight Dein Text entpuppt sich als fertiger Unsinn, am letzten Satz, wenn du von einer Klimaerwärmung durch die Jahreszeiten sprichst.
      Mach dich erst mal schlau, was Klima heisst, dann können wir weiter sehen.

      Und dann bekommt so einer, der keine Ahnung hat noch 100 herzen - von Leuten, die noch weniger Ahnung haben.
      29 48 Melden
    • 4kant 03.11.2017 13:40
      Highlight Die Meeresspiegel steigen bereits seit Jahrtausenden kont. an, weil wir seit Jahrtsd. in einer abklingenden Eiszeit stecken. Das hat nichts mit dem Menschen zu tun.
      Höhere Temperaturen bringen exorbitante Vorteile: Mehr Regen, mehr Vegetation, d.h. Nahrung für Mensch und Tier. Sibirien, Grönland, Nordkanada, die Arktis werden zu endlosen Agrarflächen erblühen, zahlreiche Wüsten werden wieder grün werden.
      Es war schon 14 °C wärmer. Damals entstanden die Säugetiere. Sie prosperierten prächtig, weil dank viel Wärme und viel CO2 viel mehr Vegetation wuchs als heute.
      Wärmer ist besser.
      26 15 Melden
    • ands 03.11.2017 16:05
      Highlight Der Meeresspiegel steigt nicht kontinuierlich. Der Anstieg stieg von 2cm im 18. Jhd. auf 19cm im 20. Jhd.
      Dass sich die Natur einem wechselnden Klima anpassen kann, ist unbestritten. Die Frage ist, ob sie das auch so schnell schafft.
      10 18 Melden
    • 4kant 03.11.2017 16:29
      Highlight @ands
      Du meinst wirklich Deine Betrachtung von zwei Jahrhunderten innerhalb einer Entwicklung während mehr als 10 Tausend Jahre sei irgendwie relevant?

      Synonyme von "kontinuierlich" nach Duden:
      stetig, ununterbrochen, lückenlos zusammenhängend.
      Das Wort "kontiniuierlich" heisst nicht automatisch "mit konstanter Steigung", bzw. mit "konstantem Wachstum". Ein "kontinuierlicher Anstieg" meint folglich sehr wohl einen Anstieg mit schwankendem, aber positivem Wachstum. Es heisst bloss, dass es im Wesentlichen immer rauf ging und nie runter.
      25 4 Melden
    • paedhaed 03.11.2017 17:18
      Highlight 4kant, was Sie schreiben ist nicht gänzlich falsch, aber Sie ziehen die komplett falschen Schlüsse daraus. Wüsten werden nicht einfach zu grünen Oasen durch die Erwärmung, sondern das Gegenteil ist der Fall. Viel Ackerfläche und vorallem Orte an denen Menschen wohnen werden zerstört. Rapid stigender Meeresspiegel gepaart mit häufigeren Wetterextremen bedrohen wie bereits gesagt Millionen von Menschen. Man kann diese nicht einfach umsiedeln und schon gar nicht in wenigen Jahrzehnten! Kurz: Wir zerstören schneller nutzbare Fläche, als das neue durch die Erwärmung "nachkommt".
      10 20 Melden
    • Rabbi Jussuf 03.11.2017 17:42
      Highlight 4kant
      Deine Texte werden nicht weniger Unsinn, da nützen auch mehr Worte nichts.

      natürlich überlebt die Natur das - aber auch uns.
      Mit Menschen ist dann bald fertig auf diesem Planeten, wenn die Klimaerwärmung so schnell steigt.
      Mehr CO2 heisst nicht, dass es mehr Vegetation gibt. Für viele Pflanzen ist ab einem gewissen Level Schluss mit lustig.

      Aber ich seh schon, du trollst einfach gerne in der Gegend herum.
      8 19 Melden
    • 4kant 03.11.2017 18:04
      Highlight @paedhaed: In der Wüste Gobi beträgt die Jahresmitteltemp. 2.8 °C, während sie im Urwald von Borneo 28 °C beträgt. Eine Wüste entsteht durch die Absenz von Wasser, nicht durch hohe Temperaturen. Wenn die Erde wärmer wird, dann wird mehr Wasser von den Ozeanen verdunsten und es wird überall mehr regnen und grüner werden. Ackerland wird nicht zerstört werden, sondern fruchtbarer.
      Die Meeresspiegel werden nicht rapide steigen. Selbst wenn sie unmögliche 10 m in 100 Jahren steigen würden, wäre das für die Menschheit kein Problem. Damit lebt sie seit Jahrtausenden, wie auch mit Wetterextremen.
      18 7 Melden
    • paedhaed 03.11.2017 19:07
      Highlight Sie wollen hier ernsthaft behaupten, dass es durch die globale Erwärmung zu besser verteiltem, regelmässigerem Niederschlag kommt? Nach Ihrer Theorie müsste es in allen warmen Regionen der Erde konstant Regnen? Können Sie Quellen nennen? Und 10 Meter in 100 Jahren wären sehr wohl ein Riesenproblem! Nehmen wir die Stadt New York: Sie wollen 8 Millionen Menschen in 100 Jahren umsideln? Dann wäre da noch LA, Miami, Boston, London, Rio, Mumbai, Shanghai und unglaublich viele mehr, die auch umgesidelt werden müssten? Mit solchen Umsiedlungen leben wir seit Jahrtausenden?
      7 16 Melden
    • 4kant 03.11.2017 21:11
      Highlight @Paedhaed:
      Niemand muss Umziehen. Man kann Dämme bauen und die Stadt aufstocken, siehe Niederlande oder Venedig. Und wenn schon: 8 Millionen in Hundert Jahren, sind 80 Tausend pro Jahr. Handgelenk mal Pi etwa soviele wie in den letzten Jahren in die Schweiz eingewandert sind. Und wie gesagt, 10 m in 100 Jahren sind eine unmögliche Übertreibung. Das wird gegen 1000 Jahre dauern für 10 m. Das ist überhaupt kein Problem.
      19 4 Melden
    • 4kant 03.11.2017 21:29
      Highlight @Jussuf
      Eine Erderwärmung ist kein Weltuntergang, sondern eine Riesenchance für den Menschen. Jede Änderung bringt Vorteile, warum nicht die Erderwärmung? Liefere Argumente!
      Die optimale Photosynthese wird erreicht bei C02-Konzentrationen ab 1000 - 2000 ppm. Wobei Konzentrationen über 2000 ppm noch lange nicht nachteilig sind. Derzeit sind es 400 ppm. Am besten würden den C3-Pflanzen profitieren, dazu gehören die Bäume.
      Der Mensch wird mit extrem viel schnelleren und stärkeren Temperaturschwankungen fertig als die IPPC-Rechenspiele vorgaukeln, ganz offensichtlich, überall, seit 10000 J.
      20 3 Melden
    • ands 03.11.2017 22:11
      Highlight Einige Jahrhunderte sind nunmal der Zeitraum, in dem der Mensch die Erwärmung beeinflusst. Vorher war die Änderung des Anstiegs jedenfalls nicht so gross.
      Ich wusste gar nicht, dass die Menschheit vor 10'000
      Jahren vom industriellen Ackerbau mit Monokulturen abhängig war. Oder "verhebt" der Vergleich vielleicht doch nicht so gut?
      Und die Dämme gegen die Fluten des Atlantik und Pazifik sind aus meiner Sicht fromme Träumereien.
      3 11 Melden
    • 4kant 03.11.2017 23:17
      Highlight @ands
      Der Mensch beeinflusst das Klima nicht. Die Vostok-Eiskernbohrungen beweisen, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre nicht ursächlich sein kann für Erderwärmungen, oder Erdabkühlungen.
      Und nein, es gab zuvor schon viele Male noch viel extremere Temperaturanstiege.
      Ob der Mensch von der Jagd oder vom Ackerbau, mit oder ohne Monokultur, lebt spielt in dieser Diskussion keine Rolle, denn wärmeres Klima bedeutet erwiesenermassen so oder so mehr Nahrung.
      Viele Küstenregionen an den Ozeanen sind und waren nur dank Dämmen und Schutzbauten besiedelbar. Das ist längst Tatsache.
      11 4 Melden
    • rodolofo 04.11.2017 07:29
      Highlight Mir ist es natürlich auch recht, wenn wir hier in der Schweiz ein "Balkan-Klima" bekommen!
      Aber als meine Ferien in der Toscana verbrachte, haben mir da Leute geklagt, dass es bei ihnen seit 8 Monaten nicht mehr geregnet habe!
      Ein Imker aus Portugal berichtete mir schon vor Jahren, dass der Schnee in den Pyrenäen immer mehr ausbleibe. Das fehlende Wasser im Boden führe dazu, dass die Frühlingsblüte ausbleibe.
      So konnte er nur noch sehr wenig Honig ernten.
      Aber auch bei uns in Mitteleuropa könnte es langfristig ein böses Erwachen geben, dann nämlich, wenn der Golf-Strom abstellte...
      5 10 Melden
    • rodolofo 04.11.2017 07:38
      Highlight @ Rabbi Jussuf
      Bei diesem Thema kämpfen wir für die gleiche Sache.
      Freut mich, Deine Sturheit und Dein profundes Wissen auf "unserer" Seite zu wissen!
      Leute, wie 4kant versuchen, die Interessen der Profiteure am heutigen Krankheitszustand des Planeten zu schützen, indem sie damit argumentieren, dass wir eh alle einmal sterben werden.
      Wozu sich überhaupt die Mühe machen, morgens aufzustehen, wenn Dir draussen ein Blumentopf auf den Kopf fallen könnte?
      Weil sich die Mühe lohnt!
      Wenn wir mehr Sorge tragen zu unserem Blauen Wunder-Planeten, dann haben wir auch mehr Freude am Leben!
      5 11 Melden
    • dan2016 04.11.2017 11:11
      Highlight Sogar zwischen Tag und Nacht ändert sich das Klima, da brauchen ich und 4Kant weder Wissenschaft noch linkslinke Medien
      6 5 Melden
    • 4kant 04.11.2017 11:50
      Highlight @rodolofo
      Man kann immer den Teufel an die Wand malen. Man kann in allem den Aberglauben pflegen und sich in allem die Ursache für ein Übel einbilden (Stichwort Hexen). Das ist einfach nur dumm. Es gab schon immer Trocken- oder Dürreperioden unabh. von der Erderwärmung. Regen ist möglich zwischen 0 - 100 °C! Z. B. wurden in Kalifornien zyklisch wiederkehrende Dürren nachgewiesen, die es seit vielen Jahrhunderten gibt.
      Und dass Du mir schliesslich noch unterstellst Teil einer Verschwörung zu sein, beweist wie wahnhaft Du an Deiner Einbildung klebst, statt Dich den Fakten zu stellen.
      12 4 Melden
    • rodolofo 04.11.2017 14:19
      Highlight @ dan2016
      Na toll! jetzt sind die bösen Medien also schon Links-Links, bzw. abgrundtief böse...
      Dann ist für Dich ja alles klar.
      So brauchen wir gar nicht mehr weiter zu diskutieren.
      @ 4kant
      Natürlich hat es solche Klimaveränderungen inkl.Katastrophen schon immer gegeben!
      Und immer sind dabei auch Hochkulturen verschwunden und Lebewesen wurden ausgerottet...
      Das Problem der gegenwärtigen Erwärmung besteht darin, dass der CO2-Ausstoss sie so stark beschleunigt, dass die Ökologie sich nicht schön langsam darauf einstellen kann, worauf ganze Ökosysteme zu kollabieren drohen!
      ...
      5 10 Melden
    • rodolofo 04.11.2017 14:25
      Highlight ...
      Wenn Dir solche kollabierende Ökosysteme und damit auch Gesellschaften nichts ausmachen, dann bist Du anscheinend ziemlich hart im nehmen!
      Ich möchte Dich aber dann wieder sehen, wenn wirklich die ersten Klima-Flüchtlinge aus Bangladesh, oder aus der Sahel-Zone in Chiasso an der Grenze stehen und um Einlass bitten in die von mediterraner Wärme verwöhnte Schweiz!
      Dann werden Leute wie Du sagen:
      "Diese Leute sind selber schuld!
      Hätten halt in einem anderen Land zur Welt kommen sollen! Das ist doch völlig normal, dass die Einen gut leben, während die Anderen krepieren!"
      5 12 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.11.2017 15:02
      Highlight dan
      einfach nur dumm!
      4 10 Melden
    • dan2016 04.11.2017 20:27
      Highlight @rodolfo, sorry, werde es das nächste Mal noch deutlicher machen was ich von den Kenntnissen 4Kants halte
      1 8 Melden
    • 4kant 04.11.2017 23:15
      Highlight @Jussuf
      Die Behauptung der CO2-, bzw. der Temperaturanstieg würden schneller von Statten gehen, als die Anpassung der Menschheit und der Ökosysteme an die neuen Umweltbedingungen ist ganz offensichtlich und nachweislich falsch. Es gab schon wesentliche schnellere und heftigere globale, klimatische Umwälzungen, die überhaupt nicht fatal waren.
      Die Angst vor einer Klimaerwärmung ist absolut irrational. Eine Klimaerwärmung bringt überwältigend viele Vorteile.
      Ich fürchte daher den Klimawandel nicht. Warmphasen waren immer besser für alles Leben der Erde.
      12 6 Melden
    • rodolofo 05.11.2017 12:20
      Highlight @ 4kant
      Noch einmal:
      Nicht die Klimaveränderungen an sich werden heute zum Problem, sondern das Tempo, mit der sich diese Veränderungen abspielen!
      Grundsätzlich haben Klimaveränderungen die Menschheit in ihrer langen Evolution sogar WEITER GEBRACHT!
      Ohne Klima-Veränderungen wären unsere Ur-ur-ur-... usw.- ur-Vorfahren nämlich in Afrika geblieben, bzw. erst viel später auf die anderen Kontinente ausgewandert.
      Ausserdem zwingt der verschärfte Klimawandel die Länder und Volksgruppen, sich zusammenzuraufen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen!
      Erster Ansatz: Der Klima-Vertrag von Paris.
      2 7 Melden
    • karl_e 05.11.2017 15:56
      Highlight Ist mir sehr neu, dass die Alpen vor 2000 Jahren eisfrei waren... Ausserdem ist sind die jährlichen "Klimaerwärmungen", die sog. Jahreszeiten, dem Jahresgang des Wetters geschuldet. Wetter und Klima sind nicht dasselbe, was du wissen solltest, wenn du dich als Klimatologen aufspielst.
      2 5 Melden
    • 4kant 05.11.2017 17:58
      Highlight @rodolofo
      Schau Dich doch um! Die ganze Erde verkraftet saisonale Temperaturschwankungen um bis zu 50 °C, ganz ohne Schaden zu nehmen. Die saisonalen Temperaturschwankungen sind ein Klimawandel im Superzeitraffer und null Problem. Der Klimawandel ist keine Katastrophe, sondern einfach nur harmloser Alltag. Die Katastrophe ist, dass die Menschheit in ihrer grenzenlosen Dummheit soviel Energie, Geld und Zeit für die vielen wirkungslosen Versuche verschwendet, um das Unaufhaltbare aufhalten zu wollen.
      Es ist Wahnsinn, das Klima steuern zu wollen. Die unkontrollierbare Sonne macht unser Klima.
      6 2 Melden
    • 4kant 05.11.2017 18:27
      Highlight karl_e:

      http://www.wetter-alpen.eu/historische-entwicklung.html

      http://tinyurl.com/yctghwp4

      Die Alpen waren 400 v. Chr. und 1200 n. Chr. eisfrei. Die Alpen waren zyklisch alle 800 bis 1000 Jahre eisfrei und werden es wahrsch. um 2100 wieder sein.
      Das Klima ist der Durchschnitt vom Wetter. Es gibt den Konsens, das Klima als Durchschnitt über 30 Jahre zu definieren. In diesen Mittelwert fliessen die Wetterdaten aus willkürlich ausgewählten Messtationen, die mit willkürlich extrapolierten Werten, für Erdgebiete ohne Messtationen, ergänzt werden.
      Dieses "Klima" ist eine fiktive Grösse.
      7 2 Melden
    • rodolofo 06.11.2017 07:02
      Highlight @ 4kant
      Gestern habe ich aus dem Fernsehen mitbekommen, dass in Bangladesh bereits 1/3 der Landwirtschafts-Flächen von der Erhöhung des Meeresspiegels und damit auch von der Versalzung des Grundwassers bis weit hinein ins Landes-Innere betroffen seien!
      Was das für diese sehr dicht besiedelte Region bedeutet, können wir uns nicht mal in unseren schlimmsten Alpträumen ausmalen!
      Ausgerechnet jetzt drängen auch noch Hunderttausende Muslimische Flüchtlinge aus Burma herein, die dort von einem Völkermord fliehen!
      Und in Syrien mussten 70% der Bauern wegen einer nie dagelegenen Dürre aufgeben.
      3 6 Melden
  • kleiner_Schurke 03.11.2017 08:21
    Highlight Wir machen ja mit, beim Klimaschutz und müssen für ein Plastiksäckli im Coop 5Rp. bezahlen. Die Resultat lassen sich sehen, 80% (in Worten Achtzig) weniger Säckli werden verbraucht. Wie kann Sam Fankhauser dann sagen wir müssten viel weiter sein als wir sind? Das sollen uns die USA, Indien und China erst mal nachmachen. Schon aus Gründen der Solidarität!
    104 74 Melden
    • sheimers 03.11.2017 09:16
      Highlight Das Säckli bring nicht viel, da braucht schon der Bus, mit dem man die Einkäufe nach Hause bringt, mehr Öl als die Produktion von diesem Säckli. Beim Säckli geht es mehr um die Ordnung, dass es nicht in der Gegend rumliegt und irgendwann ins Meer gespült wird.
      16 7 Melden
    • 4kant 03.11.2017 09:16
      Highlight Die Schweiz beherbergt rund ein Promille der Weltbevölkerung. Ganz egal, wie sehr sich die Schweiz in Sachen CO2-Emissionsreduktion auch anstrengt, es wird niemals einen messbaren Einfluss auf das Klima haben.
      29 19 Melden
    • phreko 03.11.2017 11:17
      Highlight Wow, wegen den Säckli? In anderen Ländern sind die schon verboten. Wer ist nun weiter?

      14 9 Melden
    • kleiner_Schurke 03.11.2017 14:47
      Highlight Genau 4kant. Leider kann ein Grossteil der Menschen schlicht nicht mit solchen Zahlen und Relationen umgehen. Darum fährt auch jeder dieser Säcklisparer mit dem Auto in den Supermarkt in der nächsten Stadt und vergisst, dass die Kiwi, das Rindfleisch per Flugzeug aus Argentinien eingeflogen werden und in einem Supermarkt verkauft werden der voll von Kühlaggregaten ist, die happig Strom fressen. Würden die Leute, wie früher saisonal und lokal Einkaufen, dann wäre das extrem viel ökologischer, und ja damals hatten wir einen Einkaufskorb. Die Frage nach dem Säkli kam also gar nie auf.
      16 6 Melden
    • rodolofo 04.11.2017 07:43
      Highlight @ kleiner_Schurke
      Ich mag Deinen Rabenschwarzen Humor.
      Aber manchmal überschreitest Du die Grenzen des "Schlechten Geschmacks" und gleitest ab in den Zynismus.
      (Passiert mir in letzter Zeit auch immer öfter...)
      1 5 Melden
    • 4kant 04.11.2017 11:31
      Highlight @rodolofo
      Keiner_Schurke zeigt Dir die realen Verhältnisse und Du hälst sie für Zynismus. Eine sehr schräge Wahrnehmung.
      Das Raschelsäckli ist so ziemlich die kleinste Umweltsünde in einem Supermarkt. Vermutlich hat Dein obiger Kommentar hier bereits mehr Energie verbraucht und mehr Umwelt verschmutzt als so ein Raschelsäckli.
      2 2 Melden
  • maljian 03.11.2017 07:21
    Highlight "Und wenn es 4.5 Grad werden?
    Dann können wir aufhören."
    Was ist das für eine blöde Aussage. Klar wäre 4.5 Scheisse, aber dann einfach zu sagen, dann können wir aufhören? Da muss man doch dann erst recht weiter machen, auch wenn man das angestrebte Ziel in dem Jahr dann nicht erreicht.

    Ich finde das Interview gut, aber diese Aussage hast mich ein wenig geärgert.
    43 76 Melden
    • Rabbi Jussuf 03.11.2017 08:49
      Highlight Wenn es 4.5 Grad wären, dann sind alle Bemühungen umsonst. Dann kannst du machen, was du willst, es nützt nichts.
      73 35 Melden

Verschwörungstheorie? «Jeder mit einer anderen Analyse wird mit Spinnern, Pädophilen und Antisemiten in eine Ecke gestellt»

Ein neuer Dokumentarfilm (siehe Video unten) beleuchtet am Beispiel des umstrittenen Schweizer Historikers Daniele Ganser, welch erbitterte Auseinandersetzungen bei Wikipedia-Artikeln zu kontroversen Themen oder Personen im Hintergrund ablaufen. Gansers Spezialgebiet ist verdeckte Kriegsführung und er erforscht in diesem Zusammenhang auch Verschwörungstheorien zu den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001. Seine Versuche, den Wikipedia-Artikel zu seiner eigenen Person abzuändern, …

Artikel lesen