Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das Jahr 2016 brach etliche Klimarekorde

11.08.17, 11:44


Sea ice melts on the Franklin Strait along the Northwest Passage in the Canadian Arctic Archipelago, Saturday, July 22, 2017. Because of climate change, more sea ice is being lost each summer than is being replenished in winters. Less sea ice coverage also means that less sunlight will be reflected off the surface of the ocean in a process known as the albedo effect. The oceans will absorb more heat, further fueling global warming. (AP Photo/David Goldman)

Das Eis ist auf dem Rückzug. Bild: AP/AP

Laut der US-Klimabehörde war 2016 weltweit gesehen das dritte heisseste Jahr in Folge und damit das wärmste seit Messbeginn vor 137 Jahren. Zudem hatte es den höchsten Meeresspiegel und den schnellsten Zuwachs an Kohlendioxid (CO2).

Im weltweiten Durchschnitt lag die CO2-Konzentration bei 402.9 Teilchen pro Million Teilchen (ppm) - und damit erstmals im Schnitt eines Jahres über der Marke von 400.

Das Plus von 3.5 ppm im Vergleich zum Jahr 2015 sei ein Rekordwert seit Beginn dieser Aufzeichnungen vor 58 Jahren, berichtet die NOAA in ihrem am Donnerstag (Ortszeit) in Washington veröffentlichten, rund 300 Seiten langen Jahresbericht. Zudem war die CO2-Konzentration damit erneut so hoch wie seit 800'000 Jahren nicht, was aus Eisbohrkernen hervorgeht.

Dies und andere Faktoren sowie eine starke Ausprägung des Wetterphänomens El Niño, durch das sich der Pazifik erwärmt, hätten zu den Rekorden beigetragen. «Die Erd- und Wassertemperaturen, der Meeresspiegel und die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre haben dabei die erst im Jahr zuvor aufgestellten Rekorde gebrochen», fasst die NOAA zusammen.

Viele Dürren

Es habe viele Wetterextreme gegeben - insbesondere Dürren. Jeden Monat gab es laut NOAA auf mindestens zwölf Prozent der Landoberfläche schwere Dürren. Das sei ebenfalls ein Rekord. Besonders hart getroffen habe es den Nordosten von Brasilien, Westbolivien und Peru, aber auch Westkanada.

Die grössten Klimasünder

Die Oberflächentemperatur der Ozeane war die höchste je gemessene - sie lag 0.36 bis 0.41 Grad höher als im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 und übertraf damit den Rekordwert von 2015.

Die jährliche maximale Ausdehnung des arktischen Meereises im März war die kleinste seit Beginn der Satellitenmessungen vor 37 Jahren. Das Jahresminimum, das gewöhnlich im September erreicht wird, war das zweitkleinste je gemessene. Nur 2007 erreichte die Fläche einen kleineren Wert.

Die Zahl von 93 benannten tropischen Wirbelstürmen lag laut NOAA über dem Mittelwert für die Jahre 1981 bis 2010 mit 82 dieser Stürme, sei aber kein Rekordwert.

In Europa war 2016 das drittwärmste Jahr seit Messbeginn und lag knapp hinter 2014 und 2015, so dass die drei Jahre zusammen die wärmsten drei jemals gemessenen waren.

In den jährlichen Klimaberichten der US-Behörde werden monatliche Wetterdaten zusammengefasst. An dem 27. Bericht arbeiteten 450 Wissenschaftler aus 60 Ländern mit. (sda/dpa)

Klimaerwärmung

Eine Hitzwelle überrollt gerade die Arktis – und das hat die Kältepeitsche damit zu tun

Das Geschäft mit der Katastrophe – wie der Klimawandel instrumentalisiert wird

Der Meeresspiegel steigt schneller als gedacht – 2100 liegt er 65 Zentimeter höher

Liebe Allergiker, ihr müsst jetzt stark sein: Die Pollensaison hat bereits begonnen

«Friederike» wütet in Europa + Acht Tote + Holländer werden von Wind mitgerissen

Klimaforscher Fankhauser, wie ist es, wenn ein Klimaskeptiker die US-Umweltbehörde leitet?

Schweizer Gletscher haben im Sommer 2017 drastisch an Eis verloren

«Irma» und Florida – eine Katastrophe mit Ansage

Klima-Kämpfer Al Gore ist zurück – und könnte helfen, Trumps Aufstieg zu verstehen

Das Jahr 2016 brach etliche Klimarekorde

Klimaanlage ohne Strom: ETH-Forscher entwickelt Kühlvorhang

Ein gigantischer Eisberg – so gross wie das Wallis – ist in der Antarktis abgebrochen

«Erneuerbare» sind schon 2020 die billigste Form der Energieerzeugung

Stephen Hawking warnt vor Trump: «Auf der Erde könnten bald 250 Grad herrschen»

Klima-Abkommen: Wer bei uns den Trump macht

«Internationale Schande»: Weltweites Entsetzen über Trumps Entscheid zum Pariser Abkommen

«Zum Schutz der US-Bürger» – Trump kündigt Pariser Klima-Abkommen

Die Macht der Natur: Das waren die 5 tödlichsten Wetterkatastrophen der Geschichte

Mitteleuropa und das Geheimnis des roten Sonnenflecks

Trump-Regierung verschiebt Entscheidung über Pariser Klima-Abkommen

Der wahre Grund für die «Klimapause»: ETH-Forscher heizen Klimaskeptikern ein

Mehr Tropennächte, weniger Schnee – Schweiz reagiert besonders empfindlich auf Klimawandel

Wo bleibt das Sauwetter? Die Schweiz erlebt den trockensten Winter seit 40 Jahren

20 Vorher-nachher-Bilder, die zeigen, wie krass wir unsere Welt verändert haben

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Diese Grafik zeigt, dass das Erreichen der Klimaziele bereits fast unmöglich ist

Heute veröffentlichte der Weltklimarat (IPCC) in Incheon, Südkorea, den IPCC-Sonderbericht SR1.5. Um das angestrebte Ziel, eine Erderwärmung von «nur» 1.5 Grad im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung, zu erreichen, braucht es einschneidende Massnahmen:

Der CO2-Ausstoss stagnierte nach einer Phase des enormen Anstiegs zwischen 2013 und 2016 auf hohem Niveau. Jüngste Zahlen zeigen, dass 2017 dieser Trend durchbrochen wurde und der CO2-Austoss wieder anstieg. Vor allem China und Indien …

Artikel lesen