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Überlebende des Taifuns Haiyan auf den Philippinen Bild: Reuters

Naturkatastrophen

Die zehn gefährlichsten Städte der Welt 

Der Rückversicherer Swiss Re hat die zehn Metropolen ermittelt, in denen die meisten Menschen durch Naturkatastrophen gefährdet sind. Riskant lebt demnach vor allem die Bevölkerung in Asien - und in einer US-amerikanischen Stadt.

26.03.14, 23:23 27.03.14, 08:10

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Stürme, Überschwemmungen und Erdbeben – die Natur hält viele Gefahren für die Menschen bereit. Mit Hilfe einer Schadenstatistik hat der Rückversicherer Swiss Re die zehn Städte ausfindig gemacht, in denen die meisten Menschen durch Naturkatastrophen bedroht sind. Ganz oben auf der Rangliste: Megacitys in Asien.

Die Statistiker der Versicherung untersuchten die 616 grössten Metropolen und Metropolregionen der Erde. Alle Städte und Regionen zusammen beherbergten 1,7 Milliarden Menschen, etwa 25 Prozent der Weltbevölkerung, heisst es in dem Bericht. Der Grossteil der untersuchten Städte liegt mit 334 in Asien oder Ozeanien. Aus Europa wurden 90 Metropolen einbezogen, aus Nordamerika 83, aus Afrika 60 und aus Südamerika 49.

Grundlage für die Berechnung waren Versicherungsdaten aus den jeweiligen Regionen zu Schäden an Gebäuden, Verletzungen oder Evakuierungen durch Erdbeben, Hurrikans, Zyklone, Sturmfluten, Hochwasser und Tsunamis. Auch Todesfälle bezogen die Statistiker ein. Das Ergebnis: Am meisten Menschen sind in den Regionen um Tokio, Manila, Hongkong, um die japanischen Städte Osaka und Kobe sowie Jakarta durch Naturkatastrophen bedroht.

Studie hat auch Schwächen

Eine Schwäche der Untersuchung: Wo viele Menschen leben – vor allem in asiatischen Megacitys –, sind potentiell auch viele Menschen durch Naturkatastrophen gefährdet. Das Ergebnis kommt daher wenig überraschend.

Katastrophen verursachten 101 Milliarden Schaden

Insgesamt verursachten Katastrophen 2013 umgerechnet 101 Milliarden Euro wirtschaftliche Schäden. Auch das haben die Statistiker der Rückversicherung ausgerechnet. Damit verlief 2013 relativ glimpflich: Der Wert liege sowohl unter den für 2012 berechneten 196 Milliarden Dollar als auch unter dem inflationsbereinigten Zehnjahresdurchschnitt von 190 Milliarden Dollar, teilte der Konzern mit.

Die schlimmste Naturkatastrophe 2013 war der Untersuchung zufolge der Taifun «Haiyan» auf den Philippinen. Als schlimmstes von Menschen verursachtes Unglück stufte die Swiss-Re-Studie den Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch ein, bei dem mehr als 1100 Menschen starben. Insgesamt verloren im vergangenen Jahr rund 26.000 Menschen ihr Leben durch Unglücke und Katastrophen.

Klimawandel «als zusätzlicher Schadenverursacher»

Am teuersten für die Versicherungsbranche war laut Swiss Re das Sommerhochwasser in Mitteleuropa. Insgesamt hätten die Überschwemmungen sechs Milliarden Dollar Schaden verursacht, davon seien vier Milliarden Euro versichert gewesen. Zweitteuerstes Ereignis waren demnach die heftigen Hagelfälle in Deutschland und an einigen Orten in Frankreich im Juli mit Forderungen von 3,8 Milliarden Dollar an die Versicherer. Insgesamt waren von den 140 Milliarden Dollar Gesamtschäden weltweit geschätzte 45 Milliarden Dollar durch Versicherungen abgedeckt.

Für die Zukunft erwartet Swiss Re wachsende Schäden durch Katastrophen. Hintergrund seien die Wirtschaftsentwicklung, das Bevölkerungswachstum und die zunehmende Urbanisierung. Eine immer wichtigere Rolle werde wahrscheinlich der Klimawandel «als zusätzlicher Schadenverursacher» spielen.

(jme/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Donald 27.03.2014 09:00
    Highlight Sind wir schon im Sommerloch?
    1 0 Melden

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