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Was ist der Unterschied zwischen Israel-Kritik und Antisemitismus? Gibt es einen?

Wer sich mit dem Nahostkonflikt beschäftigt, wird immer und immer wieder auf diese Frage stossen: Wo hört (legitime) Kritik am Staat Israel auf und wo fängt Antisemtismus an? Ein Abgrenzungsversuch.

08.05.16, 11:44 21.08.16, 20:53


Online-Debatten über den Nahostkonflikt (und Russland, anderes Thema) laufen nach einem Skript ab. Darin taucht weder ganz am Anfang noch ganz am Schluss, aber todsicher irgendwo dazwischen das A-Wort auf:

«Ich persönlich finde es einfach schwierig, dass man nichts gegen den Staat Israel sagen kann, ohne als Antisemit dazustehen.»

Kommentar von User Alias quelle: watson

Ist Israel-Kritik gleichzusetzen mit Antisemitismus? Wenn nicht, was ist der Unterschied? In diesen Fragen liegt beträchtliche Brisanz: Gemäss Kommentaren wie dem obigen werden Israel-Kritiker trotz legitimer Argumente mit der Antisemitismus-Keule mundtot gemacht. Auf der anderen Seite warnen jüdische Organisationen wie die Anti-Defamation-League unablässig vor dem «Neuen Antisemitismus», der sich im Mantel der Israel-Kritik tarne, statt mit den alten Stereotypen wie Brunnenvergiftung und Ritualmord zu operieren.

Wer hat Recht? Das Problem beginnt bereits bei der Definition der beiden Begriffe. Antisemitismus beschreibt rassistisch motivierte Vorurteile gegenüber Juden. Schlaumeier werfen an dieser Stelle gerne ein, dass Juden, die Araber hassen, auch Antisemiten seien, weil die Araber ebenfalls zu den Semiten gehören. Der Einwand ist weder hilfreich noch korrekt, denn die Begriffsgeschichte des Antisemitismus handelt ausschliesslich vom Judenhass. Was nicht bedeutet, dass es in Israel (und anderswo, zum Beispiel im Iran) keinen antiarabischen Rassismus gibt. 

Antisemitismus scheint zudem bis zu einem erschreckenden Grad Ansichtssache: Als die Jungsozialisten im Abstimmungskampf zur Spekulations-Initiative eine Karikatur mit antisemitischen Stereotypen auf Facebook verbreiteten, zeigten sich viele Leser über diese Einordnung empört. Selbst die Entschuldigung der JUSO, die unmissverständlich von «antisemitischen Codes und Stereotypen» sprach, sowie die Einschätzung mehrerer Experten vermochte sie nicht zu überzeugen. Dies ist umso erstaunlicher, als es sich in besagter Karikatur nicht um neuen, sondern klassischen Antisemitismus handelt. 

Der berühmte 3D-Test

Auch beim Begriff «Israel-Kritik» ist Vorsicht geboten. Zunächst müsste klar sein, gegen wen oder was sich die Kritik richtet: An die aktuelle Regierung Israels? Eine frühere Regierung? Eine bestimmte Person? Eine bestimmte Partei? Die Ultra-Orthodoxen? Die Siedler? Die Justiz? Die Armee? Die Gesellschaft? Wer diese Frage nicht beantworten kann oder will, sondern Israel in seiner Gesamtheit verurteilt, der ist vielleicht wirklich ein Antisemit.

Ist die Kritik qualifiziert – zum Beispiel wenn sie sich gegen einen Beschluss der israelischen Regierung richtet, die Siedlungen in der Westbank zu erweitern – bietet sich der sogenannte 3D-Test an, um sie auf versteckten Antisemitismus zu überprüfen: 

Gemäss Natan Sharansky, dem Vorsitzenden der Jewish Agency und Erfinder des 3D-Tests, ist Kritik an Israel antisemitisch, wenn sie eines oder mehrere der drei Ds erfüllt.

Beispiele für die Dämonisierung Israels im Sinne Sharanskys finden sich schnell. Man nehme die untenstehende Zeichnung des bekannten brasilianischen Karikaturisten Carlos Latuff über den Ship-to-Gaza-Zwischenfall 2010. Darin wird Israel als Krake dargestellt und der Davidstern in der Fahne durch ein Hakenkreuz ersetzt. 

bild: carlos latuff (2010)

Auch Delegitimierung ist einfach zu erkennen. Sie äussert sich in Ansichten, wonach die Juden nach so langer Zeit im Exil keinen Anspruch mehr auf ihre historische Heimat erheben können. Oder dass die UNO 1947 nicht berechtigt gewesen sei, Palästina zwischen Juden und Arabern aufzuteilen. Oder dass der Talmud die Rückkehr der Juden nach Israel verbiete, solange der Messias auf sich warten lässt. In die Kategorie Delegitimierung fällt folgender, zwei Jahre alter Facebook-Post einer britischen Abgeordneten, der kürzlich ihren Rauswurf aus der Arbeiterpartei zur Folge hatte.

screenshot: facebook via ibtimes.co.uk

Dämonisierung und Delegitimierung sind praktikable Kategorien und Sharansky legt plausibel dar, warum diese möglicherweise auf eine antisemitische Motivation schliessen lassen. Die relevanteste, weil am häufigsten zitierte Kategorie Doppelmoral hingegen ist in mehrfacher Hinsicht problematisch.

Israel legt sich die Latte selbst hoch

Zunächst ist ein Doppelmoral-Test in der Praxis schwierig, denn niemand führt Buch, welches Land wie oft kritisiert wird. Gegenüber Medien (auch watson) wird derselbe Vorwurf erhoben, sie würden immer Israel kritisieren, aber nie die Hamas oder die Palästinenserbehörde – obwohl entsprechende Archiv-Suchen mit sehr überschaubarem Aufwand das Gegenteil beweisen.

Sollte Israel öfter kritisiert werden als die Palästinenser, dann gibt es dafür eine plausiblere Erklärung als Antisemitismus. Dabei spielen zwei zentrale Vorstellungen eine Rolle:

«Die israelische Armee ist die moralischste der Welt.»

Benjamin Netanjahu, israelischer Premierminister (28.09.2014)
quelle: «jerusalem post»

Israeli Prime Minister Netanyahu attends the weekly cabinet meeting in Jerusalem in this February 28, 2016 file photo. To match Special Report ISRAEL-MILITARY/RELIGION REUTERS/Ronen Zvulun/Files

Bild: RONEN ZVULUN/REUTERS

«Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten.»

Naftali Bennett, israelischer Bildungsminister (28.10.2014) quelle: facebook

Israeli Economy Minister Naftali Bennett arrives to attend the weekly cabinet meeting in Jerusalem, Sunday, April 6, 2014. Speaking at a weekly Cabinet meeting Sunday, Israel’s Prime Minister Benjamin Netanyahu said the Palestinians have lots to lose by taking unilateral steps and will be answered in kind by Israel. Last week, the Palestinians renewed their push for membership in United Nations agencies. (AP Photo/Gali Tibbon, Pool)

Bild: AP/AFP POOL

Beide Aussagen werden innerhalb und ausserhalb Israels (auch in der Schweiz) wie ein Mantra wiederholt. Was ist absehbarer, als dass Medien und Menschenrechtsorganisationen das Verhalten der israelischen Regierung und Armee immer wieder daran messen? Dabei ist unerheblich, dass es neben Israel durchaus andere Demokratien im Nahen Osten gibt (Tunesien, Türkei, Libanon) und dass Moral und Krieg beziehungsweise Moral und Besatzung grundsätzlich schlecht zusammenpassen.

Videos von israelischen Soldaten, die ein fragwürdiges Verhalten an den Tag legen, bekommen eine zusätzliche Dimension, wenn sie mit dem Anspruch der «moralischsten Armee der Welt» abgeglichen werden. Mit dem Demokratie-Verständnis des Premierministers der «einzigen Demokratie im Nahen Osten» scheint es nicht weit her, wenn er am Wahltag vor seinen arabischen Mitbürgern warnt, die «in Scharen» an die Urne gehen. Und keine Demokratie kann auf Dauer Besatzungsregime sein.

Wer mit Superlativen operiert, provoziert Kritiker, diese mit Gegenbeispielen immer und immer wieder zu attackieren. Eine kleine Analogie aus der Schweiz – freilich ohne den ernsten Hintergrund des Nahostkonflikts: Wie oft wurde Ueli Maurer sein berühmtes Diktum der «besten Armee der Welt» um die Ohren gehauen? Im Rausch seiner Wahl in den Bundesrat lieferte er diese Steilvorlage, die Armeekritiker und politische Gegner immer wieder mit Hochgenuss aufnahmen. Wäre er im VBS geblieben, er müsste es sich bis heute anhören.

Welche hehren Ansprüche formulieren Hamas und die Palästinenserbehörde an sich selbst? Keine, die einem beim Bekanntwerden neuer Verfehlungen in den Sinn kämen. Korruption in Ramallah und Unterdrückung in Gaza erstaunen niemanden (mehr), weder hüben noch drüben. Das macht die Verfehlungen nicht weniger schlimm. Aber es «fehlt» die perzipierte Diskrepanz zwischen Selbstbild und Realität wie im Fall Israels. Dies so hinzunehmen, mag desillusioniert und vielleicht sogar zynisch anmuten. Aber es hat nichts mit Antisemitismus zu tun.

Fazit: Es gibt Antisemitismus und es gibt Israel-Kritik. Manche Israel-Kritik überschreitet die Grenze zum Antisemitismus. Aber nicht jede. Wer sich an der Debatte um den Nahostkonflikt konstruktiv beteiligen will, tut gut daran, die beiden klar auseinander zu halten. Für Nicht-Antisemiten sollte das ohne weiteres machbar sein. Eine Hilfestellung bietet der 3D-Test von Natan Sharansky, bei dessen Kategorie Doppelmoral allerdings Vorsicht geboten ist. Böse Zungen behaupten, das zweite D sei in Wirklichkeit ein W für Whataboutism.

Der Frage, warum einige Antisemitismus sehen, wo ihn andere nicht sehen, geht auch der preisgekrönte Dokumentarfilm «Defamation» des israelischen Filmemachers Yoav Shamir nach:

«Defamation» (2009)

YouTube/Hamilton Rudberry

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • the_Brain 10.05.2016 22:27
    Highlight Ich sehe gerade, da ging ein Teil meines Textes verloren... Sinngemäss: Vor der Gründung Israels gab es keine Israels und Palästinenser, sondern nur Juden und Araber, die im britischen Mandatsgebiet lebten. Nach der Gründung Israels gab es Israelis und (immer noch: nur) Araber. Israels Staatsgebiet konnte durch den Unabhängigkeitskrieg vergrössert werden, der Rest des ehemaligen Mandatsgebietes war arabisch kontrolliert, darunter die Westbank (Jordanien) und der heutige Gazastreifen (Ägypten).
    3 0 Melden
  • the_Brain 10.05.2016 22:22
    Highlight Der langen Rede kurzer Sinn: Israel macht in der heutigen Zeit grausam viele Fehler, die Palästinenser sind allerdings keinen Deut besser. Der Unterschied zwischen den beiden Parteien liegt allerdings darin, dass die eine Partei lediglich versucht, sein Territorium zu halten, die andere Partei jedoch das Endziel verfolgt, die Gegenseite "ins Meer zu treiben".

    Und zum Abschluss noch eine kurze Definition des Antisemiten: Ein Antisemit ist, wer Juden für Taten verurteilt, die er Nichtjuden problemlos "durchlässt", eben weil sie Juden sind
    10 0 Melden
  • the_Brain 10.05.2016 22:21
    Highlight Die Palästinenser leiden ohne Zweifel sehr unter der heutigen Situation, und ich glaube gerne, dass der Grossteil von ihnen einfach nur in Frieden leben möchte. Ich weiss aber auch, dass dieser Grossteil gleichzeitig extrem antisemitisch ist (auf Stürmerniveau). Entsprechend ist die palästinensische Politik. Wer dies verleugnet oder negiert, bzw. sogar den Israelis die Schuld für den arabischen Antisemitismus gibt, ist und handelt ebenfalls antisemitisch, denn das ist eines der zentralen Merkmale des Antisemitismus: dass die Juden selbst schuld sind am Hass gegen sie.
    6 1 Melden
    • Raider 11.05.2016 10:36
      Highlight Demnach können die Juden also tun was sie wollen, man darf es nicht kritisieren, die Israelis darf man aber kritisieren wegen dem was sie tun?
      Wenn mich jemand schlecht behandelt, unterdrückt und angreift, ist es mir doch egal, ab er Jude, Christ oder Moslem oder Israeli, Amerikaner oder Türke ist. Ich würde ihn wegen seiner Taten hassen.
      8 0 Melden
    • the_Brain 11.05.2016 21:11
      Highlight Sie haben nicht verstanden... Selbstverständlich darf man Juden kritisieren. Aber nur für ihre Taten, und nicht dafür, dass sie Juden sind. Anders gesagt: Man kritisiert den Juden als den Mensch, der er ist, und nicht als den Juden, der er ist. Nochmals anders gesagt: X ist Jude und ist Schwarzfahrer: "Herr X, schwarzfahren ist nicht okay!" ist erlaubt, "Sie Jude, schwarzfahren ist nicht erlaubt, von ihnen habe ich aber auch nichts anderes erwartet" hingegen ist nicht erlaubt, da antisemitisch, da nicht die Tat kritisiert wird, sondern implizit die Tatsache, dass X Jude ist. Kapiert?
      4 0 Melden
    • Alexander P. 12.05.2016 16:41
      Highlight Der Hass der Araber gegen die Israelis ist nicht reiner Antisemitismus. Ja, Antisemitismus mischt da auch mit, allerdings verschlimmert Israel die Situation mit der Unterdrückung, den Siedlungsbauten und den teilweise völlig übertriebenen militärischen Reaktionen, unter denen viele Unschuldige zu leiden haben.
      5 0 Melden
  • the_Brain 10.05.2016 22:19
    Highlight Ich bedauere es zutiefst, dass Israel seine demokratischen Werte immer mehr einer zynischen, zeitweise brutalen Politik opfert. Allerdings sollte man bedenken, dass es kein Wunder ist, dass Israels Bürger bereit sind, die demokratische Struktur ihres Staats kaputtgehen zu lassen, solange man dafür "den Feind" im Griff hat. Ein Feind, der seit mehr als 60 Jahren versucht, Israel und die darin lebenden Juden (denn als solche sehen die Hamas und die Hizbollah etc. die Israelis) zu vernichten.

    3 0 Melden
  • the_Brain 10.05.2016 22:19
    Highlight Grundsätzlich wurden in den letzten Jahrzehnten von beiden Seiten Verbrechen begangen. Es ist ja auch ein kriegerischer Konflikt.

    Leider sind die meisten Menschen offenbar nicht fähig, die ganze Sache objektiv zu betrachten. Und erst dann wird aus der Israelkritik u.U. Antisemitismus. Israelis sind nicht stärker verpflichtet als andere, "gute Menschen zu sein" (weil die Juden es ja besser wissen sollten). Sie dürfen genau so friedlich, kriegerisch, sanft, gewalttätig etc. sein, wie es dem Menschen nun mal leider im Blut liegt.

    .
    3 0 Melden
  • the_Brain 10.05.2016 22:17
    Highlight
    Hier sollte die Kritik aber auch schon zu Ende sein. Sätze wie "Die Juden sollten es besser wissen", den "armen Palästinensern wurde von den Juden/Israelis damals das Land gestohlen etc." sind antisemitiscDer Rest des Landes war nun nicht palästinensisch, sondern immer noch arabisch, und zwar unter der Herrschaft verschiedener arabischer Herrscher/Länder. Z.B. war die Westbank jordanisch (bis zum 6-Tagekrieg 1967). Ab diesem Zeitpunkt begann man, von Palästinensern zu sprechen.

    1 0 Melden
  • the_Brain 10.05.2016 22:15
    Highlight Natürlich kann man Israel kritisieren, ohne dabei antisemitisch zu sein oder antisemitische Aussagen zu machen. Bspw. ist es durchaus nicht antisemitisch, Israel vorzuwerfen, Israel verhalte sich nicht so, wie sich eine Demokratie verhalten sollte, innen- wie aussenpolitisch.
    3 0 Melden
  • koks 09.05.2016 20:49
    Highlight ein artikel aus der nzz: israelische gewissensprüfung.
    mit der rechtsstaatlichkeit scheints die mehrheit der israelischen bevölkerung, politik und elite nicht so ernst zu nehmen.
    http://www.nzz.ch/international/nahost-und-afrika/azaria-hebron-ld.22593#kommentare
    4 1 Melden
  • befelino 09.05.2016 18:26
    Highlight hier eine pädagogische handreichung der amadeo antonio stiftung zum thema: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/handreichung_antisemitismus_internet.pdf
    1 0 Melden
  • Donald Draper 09.05.2016 17:47
    Highlight Einige Kommentare machen es sich gar sehr einfach, die Geschichte so darzustellen, als dass 1947 die UNO sich mit notabene Zweidrittelmehrheit über das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser hinweg gesetzt hat. Nimmt man diesen einen Aspekt, ist die Legitimation klar fraglich. Eine Differenzierung fehlt und eine Pauschalisierung findet statt. Gerade die Vorgeschichte unter der britischen Besatzung sollte auch hier miteinbezogen werden. Dann nämlich sieht eine Zweistaatenlösung 1947 gar nicht mehr so illegitim aus.
    6 2 Melden
  • Raider 09.05.2016 16:35
    Highlight Ach ja: Und falls das jetzt antisemitisch war - Sorry, hab das dann wohl falsch verstanden. Ich hab nix gegen die Israelis und schon gar nix gegen Juden. Muss man ja wohl leider immer nochmal extra erwähnen.
    2 0 Melden
  • Raider 09.05.2016 16:33
    Highlight Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Israel ist doch ein absolut unfehlbarer Staat, der keinem etwas zu Leide tun will, jedem freundlich gegenüber ist, Rücksicht auf andere Staaten nimmt, sich an alle Konventionen hält, nie jammert, gegen Gewalt und eigentlich unfehlbar ist.
    Wie kann es da zu Kritik kommen ?
    (räusper ...)
    14 4 Melden
  • Metalhat 09.05.2016 16:17
    Highlight Eine Verständnisfrage die meiner Meinung nach weder im Artikel noch in den Kommentaren abschliessend geklärt wurde:
    Ist jede Kritik am Staat Israel, vor allem an seiner Legitimation, anti-semitisch?

    Der 3D-Test würde nämlich dies vorschreiben. Wenn ich Kritik am Staat Israel erhebe die sich darauf bezieht das Israel den Siedlungsbau mit dem AT begründet, welches auch als Legitimation für den ganzen Staat herhalten muss, ist diese also antisemitisch weil ich die Begründung nicht unterstützen kann?

    Macht dies nicht schlussendlich den Begriff Antisemitismus zum Schlagargument gegen jede Kritik?
    8 1 Melden
    • Kian 09.05.2016 16:33
      Highlight Israel begründet den Siedlungsbau nicht mit dem Alten Testament. Sicher gibt es Siedler und einige religiös gesinnte Abgeordnete, die das so sehen. Aber für den politischen Mainstream stehen Sicherheitsfragen im Vordergrund. Wenn irgendwann eine Zweistaatenlösung kommt, was alles andere als sicher ist, dann hat Israel mit den Siedlungen Tatsachen am Boden geschaffen, die bei der Grenzziehung berücksichtigt werden müssen.
      6 6 Melden
  • Bynaus 09.05.2016 15:45
    Highlight Der "3D"-Test ist doch einfach unbrauchbar, und zwar in dem Sinn, dass er viele "Antisemiten" finden wird, die gar keine sind (und darüber hinaus auch viele Juden, die der Politik des Staates Israel kritisch gegenüberstehen). Sicher, "echte" Antisemiten würden beim Test hängen bleiben, aber eben auch viele andere. Man kann ihn ja mal auf irgend einen anderen Staat (sagen wir, die USA) anwenden und schauen, ob man damit rassistisch motivierte Kritik von nicht-rassistisch motivierter Kritik unterscheiden kann...
    9 2 Melden
  • mclarens 09.05.2016 07:32
    Highlight Tschuldigung, aber dieser Artikel ist etwas quarkig... Im Titel spricht er zwar von einem Unterschied, schlussendlich wird Israelkritik im Artikel aber als Skala angesehen, die ab einem gewissen Punkt in Antisemitismus wechselt. Die Kritik an einem Staat und die Auseinandersetzung mit einer Religion sollte doch auseinandergehalten werden - gerade weil Israel ja nicht seine politischen Entscheide mit dem Judentum begründet.
    9 4 Melden
  • Emperor 09.05.2016 01:21
    Highlight Also gilt es als Antisemitismus, wenn man bezweifelt, dass Leute auf ihre "historische Heimat" in der die meisten seit tausenden von Jahren nicht mehr wohnen Anspruch erheben... interessant, wollen wir in dem Fall mal die Europäischen Völkerwanderungen anschauen, evtl. gibts da im Osten noch ein bisschen Land, welches in dem Fall wohl uns gehören sollte... Israel existiert nun, egal wie es entstanden ist, auch Deutschland oder die Schweiz sind nicht aus Friede, Freude und EIerkuchen entstanden, damit müssen wir leben aus und fertig und damit müssen wir eine Lösung finden.
    13 3 Melden
  • smoe 09.05.2016 01:00
    Highlight Wenn ich die USA mit den Nazis vergleiche, sie kritisiere aber Russland, China, etc. nicht und fordere, dass sie sofort das von ihnen okkupierte Land an die indigene Bevölkerung zurückgeben, was bin ich dann?

    Ich verstehe nicht, warum wir einen speziellen Begriff (Antisemitismus) und dazugehörigen Test für eine einzelne Bevölkerungsgruppe brauchen. Wir sollten Argumente, Kritik anhand deren Gültigkeit und Schlüssigkeit beurteilen – nicht nach irgendwelchen willkürlichen Tests.
    36 5 Melden
  • thompson 09.05.2016 00:12
    Highlight Geht mal mit einer Kippa (jüdischer Kopfbedeckung für Männer) durch Malmö einem Pariservorort oder durch Brüssel...
    Dann seit ihr sehr froh, um den Staat Israel, das einzige Land, welches euch gerade wegen der jüdischen Herkunft Asyl bietet. Und nur so am Rande... Israel hat nicht zuerst angegriffen
    13 53 Melden
    • Emperor 09.05.2016 01:23
      Highlight Stimmt, wenn an deinem Wohnort plötzlich ein Land entsteht, ohne das du oder irgend eine per Abstimmung bestimmte Mehrheit der Einwohner dies wollten gilt wohl völkerrechtlich nicht als Angriff...
      42 12 Melden
  • Alexander P. 08.05.2016 23:50
    Highlight Ich finde das letzte D problematisch. War die Gründung Israels denn über jeden Zweifel erhaben? Ich halte viel vom Selbstbestimmungsrecht der Völker. Und wären auf dem Gebiet des späreren Israel sämtliche Einwohner befragt worden, wäre es kaum zu einer Zustimmung gekommen. Ich finde, es hätte einen jüdischen Staat geben sollen, jedoch einen kleineren. Nun sind jedoch Tatsachen geschaffen worden und viele Israelis leben seit Geburt im Lande. Eine Revidierung des Entscheids ist unrealistisch und wäre ein Unrecht an der heutigen Bevölkerung. Eine Zweistaatenlösung jedoch wäre realistisch.
    14 6 Melden
    • Emperor 09.05.2016 01:24
      Highlight Meine Rede, die wenigsten Länder sind aus fairen Abstimmungen entstanden, wenn hätte man es damals verhindern müssen, heute existieren sie und man muss damit Leben.
      7 1 Melden
  • bfm 08.05.2016 22:30
    Highlight Es gibt, neben Uelis unbeabsichtigtem Running Gag, weitere und sehr viel ernsthaftere Analogien zur Schweiz. Vor wenigen Jahren war jeder, der Kritik an der Armee äusserte - und sei sie auch durchaus konstruktiv - ein Landesverräter. Für einen nicht unerheblichen Teil der rechten Wählerschaft ist jeder, der nicht das Parteiprogramm der SVP auf seiner Brust eintätowiert hat, noch heute ein Landesverräter, welcher eigentlich kein Stimm- und Wahlrecht wahrnehmen dürfte (Zitat aus einem Kommentar in 20min!) sondern inhaftiert werden sollte. Kurz: Wer CH kritisiert ist ein Anti-Eidgenoss!
    15 8 Melden
    • stan1993 11.05.2016 10:01
      Highlight eieiei.

      Das Schubladen stecken der Leute nimmt ja langsam bedrohliche Züge an, war doch vor 70 Jahren beim Nachbar auch so.

      Alle in die gleiche Schublade!
      Woher beziehen Sie Ihre Behauptungen?
      Hoffe nicht aus dem Alu Hut!
      0 0 Melden
  • gecko25 08.05.2016 22:23
    Highlight was soll diese Frage ? es gibt ja glücklicherweise auch noch einige israelitische Bürger, welche die derzeitige politische Führung scharf kritisieren. Diese sind ja wohl auch keine Antisemiten. Den "rechtschaffenden" Medien wird zudem empfohlen, lieber über solche Kräfte zu berichten und dadurch zu unterstützen, als blöde Fragen in den Raum zu stellen.
    11 4 Melden
  • Sunking_Randy_XIV. 08.05.2016 21:20
    Highlight Eigentlich lehne ich das Existenzrecht Israels ab, ABER nur, weil ich grundsätzlich jedes Existenzrecht eines Staates ablehne. Ich bin kein Freund irgendeines Nationalstaates, verurteile also israelischen Nationalismus genauso wie deutschen, schweizerischen, palästinenischen usw. Die betroffene Ethnie oder Religion ist mir jedoch so was von egal. Ich verurteile jegliche Scharfmacher auf beiden Seiten, ob sie jetzt Schaked, Meshal, Bennett oder Jibril heissen, ob sie im Namen eines Buches oder der Dahiyeh-Doktrin morden. Nun, nach dieser 3D-Definition wäre ich nun trotzdem ein Antisemit..
    28 20 Melden
    • wonderwhy 08.05.2016 21:36
      Highlight Grundsätzlich jedes Staates Existenzrecht ablehnen? Klingt für mich ganz schön scharf.
      11 3 Melden
    • Sunking_Randy_XIV. 08.05.2016 22:09
      Highlight @wonderwhy - Sorry, sollte es überhaupt nicht. Aber gerade wir in Europa (und eigentlich überall sonst auch) haben doch erlebt, wie blinder Nationalismus tötet, Zivilisationen zerstört, kurz: riesiges Leid verursacht. Ich lehne lediglich das Konzept des Nationalstaats ab, befürworte aber natürlich die Prinzipen des Rechtsstaats, der Demokratie etc.
      10 3 Melden
    • Emperor 09.05.2016 01:26
      Highlight Die Ablehnung von Nationalismus ist die logische Konsequenz aus unserer Geschichte!
      13 2 Melden
    • Sunking_Randy_XIV. 09.05.2016 03:10
      Highlight @ Hitz - Vollkommen weltfremd? Mag sein, aber ist die jetzige Situation im Nahen Osten etwa besser? Gefühlt jeden zweiten Sommer einen neuen Gazakrieg, Bürgerkrieg in Syrien und Irak, Staatsterror in der Türkei. Ist dies etwa der Zustand, den man akzeptieren sollte?

      @ Emperor - Danke für die Zusammenfassung, wollte eigentlich nichts weiter als genau das ausdrücken ;)
      4 1 Melden
  • Bongalicius 08.05.2016 21:02
    Highlight Die ganze Diskussion über die Finesse der Ausdrücke "Israel-Kritik" und "Antisemitismus" erscheint mir absurd in Anbetracht dass dieser Konflikt schon mehrere tausend Jahre anhält und man noch im 21. Jahrhundert nach dem Schema "Auge um Auge, Zahn um Zahn" kämpft.
    27 4 Melden
  • wonderwhy 08.05.2016 20:12
    Highlight @kian das mit dem Zusammenhang zwischen Europa und Israel kann ich nach voll ziehen. Das mit dem Leid scheint mir tatsächlich jedoch etwas ungerechtfertigt, gemessen am Leid in der restlichen Welt und dem Verhältnis der Aufmerksamkeit. Seien wir doch mal ehrlich, jeder ach so kleine Zwischenfall findet Erwähnung und wird nicht selten ausgeschlachtet.
    10 4 Melden
    • Kian 08.05.2016 20:49
      Highlight Unser Anteil an Leid bemisst sich meines Erachtens, wie sehr wir uns davon betroffen fühlen. Was uns wieder zur historischen Verbindung zwischen Israel und Europa führt.
      8 6 Melden
    • wonderwhy 08.05.2016 21:17
      Highlight @kian als erstes Hochachtung dafür, dass Du auf meine und andere Fragen antwortest. Danke! Eine historische Verbindung liegt klar auf der Hand. Doch gibt es doch aktuell viel direktere Verbindungen zu Konflikten, sei es wirtschaftliche oder kulturelle, die nicht annähernd solche Betroffenheit auslösen. Gegen Kritik und Berichterstattung ist nichts einzuwenden und das uns direkt betreffende und geografisch nahe Themen einen Schwerpunkt erhalten ist klar. Mir erschliesst jedoch die Rechtfertigung und der Zusammenhang in dieser überproportionalen Weise beim Thema Nahostkonflikt nicht.
      11 1 Melden
    • Emperor 09.05.2016 01:28
      Highlight Es ist relativ einfach, wenn eine hohe
      Betroffenheit da ist, dan ist auch ein starker Zusammenhang da, wenn nicht dan nicht, dies kann sich ständig ändern und hat viele Einflüsse. Bei Israel ist er nun halt sehr stark.
      2 0 Melden
  • wonderwhy 08.05.2016 19:49
    Highlight Kann mir mal jemand erklären, warum das Interesse an diesen Konflikt nach zig Jahren immer noch so gross ist? Wieso wird dem soviel Relevanz gegeben?
    17 11 Melden
    • ZHighlander 08.05.2016 20:00
      Highlight Pro Palästinensische Propaganda gepaart mit viel Antisemitismus. Läuft.
      18 57 Melden
    • Kian 08.05.2016 20:03
      Highlight Es könnte auch daran liegen, dass er immer noch so viel Leid verursacht. Und dass die Geschichte des Staates Israel untrennbar mit jener Europas verbunden ist. Im Guten und vor allem im Schlechten.
      30 8 Melden
  • Maon 08.05.2016 19:34
    Highlight Ich finde die Gründung Israels war nicht legitim, doch heute gibt es den Staat schon genug lange, dass er legitim ist. Und nein ich bin nicht Antisemit sondern Antitheist.
    34 13 Melden
  • teufelchen7 08.05.2016 19:20
    Highlight wie sagt man denn das, was israelis mit den palästineser machen? ich verurteile völkermorde zutiefst, für mich sind aber alle opfer (egal welcher religion) schlimm! auch ein opfer muss kritik vertragen können, sonst ist keine sachliche diskussion mehr möglich.
    35 15 Melden
    • Kian 08.05.2016 19:44
      Highlight Es ist schlimm, aber gewiss kein Völkermord.
      27 30 Melden
    • ZHighlander 08.05.2016 20:02
      Highlight Zahlen sagen einiges aus.
      21 19 Melden
    • teufelchen7 08.05.2016 20:25
      Highlight nein, wollte den israelis keinen völkermord unterstellen. ist blöd geschrieben von mir. nebst semitismus haben wir andere verbrechen an völker, welche keinen spezialbegriff bekommen haben. dabei ist es genau gleich hässlich! das meinte ich.
      21 6 Melden
    • Emperor 09.05.2016 01:34
      Highlight @ZHHighlander stimmt waren bis heute nur ca 15000, nicht der Rede Wert.
      6 2 Melden
  • Isaacs 08.05.2016 19:05
    Highlight Kritik an der israelischen Politik ist sicherlich nicht schlimm. Allerdings geben viele ihren Unmut über die israelische Regierung auf sehr populistische Art und Weise wieder und haben sich mit der Geschichte und der Komplexität des Nahostkonfliktes leider nur sehr wenig befasst. Meistens basieren ihre Informationen auf "Palestinian-Loss-Of-Land"-Bilder und simplen Free-Palestine-Parolen, die sie irgendwo (z. B. auf Facebook) aufgeschnappt haben.
    Wen interessiert, was einfache Palästinenser oder Israelis auf der Strasse denken, soll doch mal in diese Videoreihe schauen.

    15 0 Melden
    • Isaacs 08.05.2016 21:36
      Highlight BDS halte ich für sehr problematisch. Diese Menschen im Video sprechen mit Worten wie Gaza = "world largest concentration camp" genau in dieser Sprache, die ich oben kritisiert habe. Ich finde es sehr schade, dass viele hier in Europa Israel nur mit Krieg und Ungerechtigkeit verbinden. Koexistenz existiert an vielen Stellen im Land und selbst in einigen Siedlungen. Nur hört man davon in den Nachrichten nie etwas. Wer sich mit dem Land fest beschäftigt sollte die Geschichte umfassend lesen und Israel sowie die Palästinensergebiete mal auf eigene Faust (und ohne Vorurteile) besuchen gehen.
      10 6 Melden
    • nrzh 08.05.2016 22:12
      Highlight Interessantes Video... Noch interessanter wäre wenn man Araber fragen würde ob die Reaktion ähnlich wäre?
      Vlt sollten wir Newton oder Einstein fragen :)
      3 0 Melden
  • Dewar 08.05.2016 18:59
    Highlight Ein früherer Kommentar von mir hatte ja die Ehre, hier zitiert zu werden. Ich finde es toll, dass dem Thema ein ganzer Artikel gewidmet wird. In weiten Teilen stimme ich auch mit der Meinung des Autors überin. Wo ich aber leer schlucken muss, ist beim Punkt der Delegitimierung. Laut Artikel bin ich antisemitisch, wenn ich infrage stelle, ob es gerechtfertigt sei, aufgrund einer religiösen Schrift Anspruch auf ein Land zu erheben, und aus diesem Anspruch heraus die dort ansässigen Menschen zu vertreiben und/oder zu diskriminieren. Das finde ich eine problematische Definition von Antisemitismus.
    47 7 Melden
    • Kian 08.05.2016 19:48
      Highlight Wie bereits ein anderer Kommentarschreiber feststellt: Israel ist eine Realität, die Palästinenser ebenfalls. Beide werden dort bleiben. Mögen sie eine Lösung finden.
      25 4 Melden
    • Dewar 08.05.2016 20:13
      Highlight Kian: Ja natürlich. Wir sind uns wohl einig, dass bei der Staatengründung und danach sehr viel schief gelaufen ist. Die "Schuld" kann man eh niemandem zuweisen. Die Realität ist nunmal jetzt wie sie ist, also ziemlich "messy". Sicherlich ist es kein Problem, das in watsons Kommentarspalte gelöst wird. Trotzdem bleibe ich dabei: Man soll z.B. die Übertragung religiöser Ansichten in die Politik der realen Welt kritisieren (differenziert und faktenbasiert) dürfen, ohne, dass einem Rassismus, Antisemitismus oder Hetze vorgeworfen wird. Ist meine persönliche Meinung.
      27 1 Melden
    • Dewar 09.05.2016 08:21
      Highlight Nun, alte Schriften ist immer noch nicht gleich religiöse Schriften. Die Legitimation bezieht sich im Falle Israels ja nicht nur auf historische Gegebenheiten, sondern wird dadurch untermauert, dass Abrahams Nachkommen "das gelobte Land" durch Gott auf ewig versprochen worden sein soll. Und sowas ist m.M.n. einfach Bullshit als Begründung für irgendwas... Wie Kian schon sagte, ist Israel heute eine Realität und Gründe zu suchen, warum der Staat nicht existieren sollte nicht zielführend. Aber die (Siedlungs)politik mit (teilweise) religiös begründeten Ansprüchen zu rechtfertigen geht gar nicht.
      8 0 Melden
  • desdemona 08.05.2016 18:44
    Highlight Bemerkenswerter Artikel! Leider wird die Israel-Debatte - wie hier in den Kommentaren - rege dazu instrumentalisiert, antisemitische Einstellungen zu äussern, die in anderen Kommunikationskontexten öffentlich sanktioniert würden. Umgekehrt wird die Rassismus-Keule bedient, um jegliche Form von Kritik zu delegitimieren.
    Kritik ist immer differenzierend, Antisemitismus pauschalisierend.
    Wer in differenzierter Weise und damit in verhältnismässiger Art (also abseits von dämonisierenden oder delegitimierenden Strategien) argumentiert, ist auch über den Antisemitismus Verdacht erhaben.
    20 18 Melden
  • philip_meint 08.05.2016 18:31
    Highlight Persönlich gehe ich mit der Verfasser und auch diesem "3D-Konzept" einig.

    Ich finde es durchaus verständlich, wenn Israelis und auch Juden in der Diaspora Kritik an Israel als antisemitisch werten.
    Schon alleine darum, weil Israel der einzige jüdische Staat ist und seine Geschichte vom Holocaust geprägt war.

    Differenzierungen sind wichtig. Es scheint aber so, als nähme man diese nur in Anspruch, wenn's einem selber betrifft. Moralische Ansprüche ohne Würde? - Wie soll das gehen? Und zur Würde gehört's nun mal, sich mit Respekt mit etwas auseianderzusetzen.
    6 10 Melden
  • David B22. 08.05.2016 17:30
    Highlight Rassismus?! Ich finde es ehrlich gesagt schlimm, dass für juden(israel) feindlicher Radsismus ein eigenes Wort erfunden wurde... kann mir da jemand den Grund nennen?
    Leider gab e auch noch andere Völkermorde auf dieser Welt. Also kann ja das auch nicht der Grund sein.
    19 25 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 08.05.2016 17:43
      Highlight Diesen Begriff gab es bereits vor dem Holocaust.
      Siehe ansonsten: https://de.wikipedia.org/wiki/Judenfeindlichkeit#Der_Begriff_Antisemitismus
      10 2 Melden
    • Kian 08.05.2016 18:03
      Highlight Weil sich der Judenhass durch 2000 Jahre Menschheitgeschichte zieht.
      43 8 Melden
    • ostpol76 08.05.2016 23:51
      Highlight @Kian
      Wenn alle gegen einem sind, sollte man den Fehler auch mal bei sich selber suchen.
      7 12 Melden
    • Nicholas Fliess (1) 09.05.2016 00:19
      Highlight Also sind die Juden am Antisemitismus schuld? Eine reichlich antisemitische Argumentation...
      6 2 Melden
    • Petrarca 09.05.2016 00:42
      Highlight ostpol76: Dieses Argument wird sonderlich von Antisemiten ins Feld geführt. Ich empfehle ein Sachbuch zum Thema Judenfeindschaft, da wird dann ganz schnell klar, weshalb ständig "alle" gegen die Juden waren...
      8 1 Melden
  • malu 64 08.05.2016 16:14
    Highlight Israelis behandeln Araber als Menschen zweiter Klasse.. Nach
    Lust und Laune lassen sie die Palästinenser zu ihren Arbeitsplätzen. Blockieren internationale Hilfszahlungen,
    an die Autonomiebehörden um sie
    zu Zugeständnisse zu zwingen.
    Auf steinewerfende Jugendliche
    wird mit scharfer Munition geschossen. Es gibt noch viele andere Einschränkungen und Schikanen mit denen sich die
    Leute auf der anderen Seite
    der Mauer tagtäglich herumschlagen müssen.


    86 36 Melden
    • Charlie Brown 08.05.2016 17:25
      Highlight @malu: Das wären dann zwei von drei D. Du bist nun Antisemit.

      Ernsthaft: Ich unterschreibe deine Aussage, vielleicht mit der kleinen Einschränkung dass ich "gewisse" oder "einige" voranstellen würde. Nur um klar zu machen, was du sicher auch sussagen willst; nämlich nicht "alle".

      @kian: Ich lass mich nicht in die Antisemitenecke stellen. Ich sehe einfach nicht ein, warum bei Israelkritik die als 3D verpackte Goldwaage verlangt wird, während ich diese Forderung sonst nirgends höre. Das ist einseitig und erfüllt in sich das zweite D gegenüber dem Rest der Welt.
      59 10 Melden
    • Petrarca 09.05.2016 00:49
      Highlight Charlie Brown: Stell Dir mal vor, in Deiner Schulklasse hat es 23 Schweizerinnen und Schweizer und eine Ausländerin. Nun werden bei einem Test 9 SchülerInnen beim Abschreiben erwischt. Darunter die Ausländerin. Während alle erwischten Schweizer Schülerinnen und Schüler mit einem Mahnfinger davon kommen, wird die Ausländerin für drei Tage von der Schule verwiesen. Das wäre dann wohl ganz offensichtlich Rassismus. Wer nun Israel für dasselbe Vergehen vehementer kritisiert als andere Staaten urteilt mit ungleichem Mass und muss sich dann auch das Wörtchen Rassist oder Antisemit gefallen lassen.
      4 3 Melden
    • Charlie Brown 09.05.2016 05:40
      Highlight @Petrararca: Ich bin nicht doof, ich verstehe sehr wohl was Ungleichbehandlung bedeutet und bin auch strikt dagegen.

      Mein Statement geht in eine andere Richtung; Warum fordert man diese Gleichbehandlung nur respektive explizit im Zusammenhang mit Israel mit dem 3D Test? Warum nicht in jedem Fall, bei jeder Nation, Religion, Ethnie?

      Darum gehts, um nichts anderes.
      5 1 Melden
    • Charlie Brown 09.05.2016 06:19
      Highlight Ich versuche das anhand deines Beispiels noch ein wenig auszuführen:

      Die Forderung lautet darauf angewendet: Wenn ein jüdischer Schüler beim Abschreiben erwischt wird, sind die daraus resultierenden Reaktionen/Sanktionen dem 3D-Test zu unterziehen.

      Ja warum denn das? Warum nicht die Forderung, alle fair zu behandeln?
      2 1 Melden
    • Petrarca 09.05.2016 09:39
      Highlight Der 3D-Test ist das Resultat der dauernden Ungleichbehandlung in einem spezifischen Thema. Es hindert niemanden daran, andere nicht ebenfalls gleich zu behandeln oder für andere sensible Themen ähnliche Kontrollmechanismen zu erarbeiten (die es teilweise durchaus bereits gibt!). In Bezug auf das Bsp: Wenn das jüdische Kind regelmässig, ja systematisch diskriminiert wird, braucht es Mechanismen, um dieses spezifische Problem anzugehen. Andere Formen der Diskriminierung werden damit weder gutgeheissen noch hierarchisch untergeordnet.
      4 2 Melden
    • Charlie Brown 09.05.2016 10:25
      Highlight @Petrarca: "Wenn das jüdische Kind regelmässig, ja systematisch diskriminiert wird, braucht es Mechanismen, um dieses spezifische Problem anzugehen."

      Ja. Da gebe ich dir Recht. Und das ganze gilt für jede Gruppe im gleichen Mass. Darauf will ich hinaus.

      Ich bin gegenüber Israel nicht kritischer oder negativer eingestellt als gegenüber anderen Nationen. Ich bin gleich kritisch eingestellt. Bei Israel fühle ich mich aber genötigt, mich dafür rechtfertigen zu müssen.
      2 0 Melden
    • Petrarca 09.05.2016 11:17
      Highlight Charlie Brown: Der Artikel von Kian hat eigentlich ganz klar deutlich gemacht, ab wann Kritik an Israel eben nicht nur blosse Kritik ist (und so gibt es auch Kriterien, die Rassismus gegenüber Schwarzen erkennbar machen etc etc). Wenn Du die erwähnten Punkte nicht erfüllst, brauchst Du Dich auch für nichts zu rechtfertigen. Wozu auch? Das Problem ist also nicht, dass es einen spezifischen Ausdruck bzw. spezifische Lösung für ein spezifisches Problem gibt. Das "Problem" ist viel eher, dass Du Dich zu etwas genötigt fühlst, wozu Dich tatsächlich aber niemand nötigt.
      2 1 Melden
    • Petrarca 09.05.2016 11:29
      Highlight Oder anders gefragt: Wenn Du die Kriterien, wie sie von Kian im Artikel erwähnt werden, nicht erfüllst, weshalb fühlst Du Dich dann also angesprochen?
      2 1 Melden
    • Charlie Brown 09.05.2016 11:39
      Highlight @Petrarca: Ich fühle mich nicht angesprochen von den Kriterien. Meine Meinung zu Israel und was ich davon verlauten lasse hält wohl dem 3D Test stand.

      Ich störe mich einzig daran, dass hier eine andere Messlatte zur Anwendung kommt als bei Kritik an anderen Staaten oder Menschengruppen.
      2 0 Melden
    • Petrarca 09.05.2016 11:49
      Highlight Charlie Brown: Ich verstehe Dein Problem ganz ehrlich nicht. Hier kommt eben KEINE andere Messlatte zur Anwendung, sondern dieser 3D-Test (der ja nur ein Vorschlag ist!) soll eben dazu dienen, dass bei Israel die GLEICHE Messlatte zur Anwendung kommt. Damit sollen nicht andere Staaten oder Gruppen benachteiligt oder anders behandelt werden, sondern dafür gesorgt werden, dass Israel genau gleich behandelt wird, wie alle anderen auch. Solche Kriterien/Systeme (quasi 3D Tests) gibt es, so als Beispiel, auch zur Bekämpfung von Rassismus in den USA. Ziel ist immer die Gleichbehandlung.
      0 1 Melden
    • Charlie Brown 09.05.2016 12:22
      Highlight @Petrarca: Ich glaube schon zu verstehen, was du meinst. Natürlich soll der Effekt des Tests sein, Ungleichbehandlung zu verhindern. An und für sich finde ich das gut. So weit sind wir auf der selben Linie.

      Nochmal: Die Ungleichheit besteht darin, dass dies bei Israelkritik zum Thema gemacht wird, bei Kritik an anderen Staaten jedoch nicht. Das ist alles.
      2 0 Melden
    • Petrarca 09.05.2016 13:05
      Highlight Das liegt daran, dass Kritik an Israel oft dazu missbraucht wird, antisemitische Stereotypen in politischer Kritik zu tarnen. Das funktioniert nur mit Israel, nicht aber z.B. mit Frankreich. Das ist also keine Ungleichheit, sondern eine spezifische Sache, die sich aus dem Kontext ergibt. Genau so wie es z.B. Kriterien dazu gibt, wie man Kritik an afrikanischen Staaten ausüben sollte, ohne in (post-)kolonialistische Rhetorik (und Stereotypen) zu verfallen. Deswegen werden afrikanische Staaten doch nicht ungleich behandelt. Es wird versucht, ein für afrik. Staaten spezifisches Problem anzugehen.
      0 0 Melden
  • aschgyyge 08.05.2016 16:06
    Highlight Das orthodoxe Judentum verurteilte mit Ausnahme der 1902 gegründeten nationalreligiösen Misrachi die Schaffung eines jüdischen Staates als G"tteslästerung und Bruch der Tora. Nur G"tt könne die Juden aus der Diaspora befreien, worauf sie bis zur Ankunft des messiahs zu warten haben.

    alles CHUZPE

    baruch haschem shabbat shalom
    39 11 Melden
    • Kian 08.05.2016 20:07
      Highlight Na und? Was kümmerten Herzl und die anderen Zionisten die Religion? Der Zionismus ist primär ein politisches, kein religiöses Projekt.
      13 7 Melden
    • aschgyyge 08.05.2016 23:49
      Highlight ja der theo hatte es sicher schön im drei könige!
      3 2 Melden
  • Luca Brasi 08.05.2016 15:33
    Highlight Im Prinzip kann man sich diese Frage bei allen "Anti-Bewegungen" stellen. Wann ist man Anti-Amerikaner, wann USA-Kritiker? Wann ein Russenhasser oder einfach Russlandkritiker?, etc.
    34 1 Melden
  • simonline 08.05.2016 15:28
    Highlight Ich wäre froh, wenn ich Arschlöcher einfach als Arschlöcher bezeichnen dürfte, ohne dass es dann heisst, dass ich jemanden ein Arschloch finde, weil er Jude, behindert, schwarz, schlitzäugig, schwul, weiblich oder männlich ist. Denn glaubt mir, ich finde Leute amigs einfach Arschlöcher, weil sie Arschlöcher sind und es ist mir scheissegal, obs dann schwule, jüdische oder was weiss ich für Arschlöcher sind. Was die Leute in Israel abziehen ist Arschlochmäsig und wenn das die Appenzeller machen würden wärs genauso Arschlochmässig.
    102 15 Melden
    • Charlie Brown 08.05.2016 17:31
      Highlight


      Nichts beizufügen...
      4 4 Melden
    • toobitz 08.05.2016 21:30
      Highlight "Die Leute in Israel". Aha. Wenn ich also nach deiner Logik als Israeli deinen Beitrag lesen würde könnte ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich es arschlochmässig finde, wie undifferenziert die Leute in der Schweiz sind. Korrekt?
      7 11 Melden
    • simonline 08.05.2016 23:07
      Highlight Mann toobitz bist du ein Tüpflischisser. Jedes Wort auf die kack Goldwaage. Du kannst von mir aus gerne wen auch immer arschlochmässig finden. Mir als logisch denkendem Menschen ist klar, dass man nicht immer alle meint nur, nur weil man nicht sagt, dass man nicht alle meint. Klugscheiss Fail von dir.
      10 4 Melden
    • toobitz 09.05.2016 00:54
      Highlight Zu deinen Fähigkeiten mag manches gehören, inklusive einer sprachlichen Analfixiertheit, Logisches Denken dagegen sicher nicht. Wenn du pauschalisiert und anschliessend diejenigen beleidigst, die dich deswegen kritisieren, so zeugt das nicht gerade von "Denken" jeglicher Art. Mich würde viel eher interessieren, vielleicht mit etwas weniger Fäkalsprache, welche Leute in Israel du meinst die was genau abziehen.
      3 11 Melden
  • pamayer 08.05.2016 15:26
    Highlight Nur weildie juden den schrecklichen holocaust erlebt hatten, heisst das nicht, dass sie moralisch immer auf der 'guten' seite stehen.
    78 19 Melden
  • pamayer 08.05.2016 15:24
    Highlight Gegen begründete kritik darf nicht einzuwenden sein. Sonst ist man auf dem pausenplatz, wo zurechtgewiesene migranten arschkalt kontern, die zurechtweisung sei rassistisch begründet.
    Tatsache ist, dass der Staat israel eine sehr rechtsgerichtete, für die palestinenser katastrophale politik betreibt und niemand sagt ein wort, man will ja nicht antisemit sein.
    Remember: geri müller, selfie affäre
    Die Empfängerin seiner selfies wurde vom israelitischen bund unterstützt.
    Weil geri Müller als parlamentarier in palestina war und die israelische politik kritisierte.
    52 13 Melden
  • The Destiny // Team Telegram 08.05.2016 15:03
    Highlight "dass es neben Israel durchaus andere Demokratien im Nahen Osten gibt (Tunesien, Türkei, Libanon)"

    Bitte die Türkei aus dieser Lieste streichen !
    46 8 Melden
  • alessandro 08.05.2016 14:53
    Highlight wie ist denn ein abfangen eines hilfsgütertransport in actionreichster militärmanier und dem schlussendlichen zwingen zur umkehr zu beurteilen? streubomben in dichtest besiedelte gebiete? abbrennen der einzigen lebensgrundlage, der olivenbaumfelder? die ganzen bulldozergeschichten und der anschliessenden siedlerei? armes land das komplett abgeriegelt von der aussenwelt ist, vs. eine der grössten armeen der welt, dazu noch unterstützt von den usa...
    wer da keine kritik äussert ist ein menschenverachter. aber laut israel singer hätte die schweiz deutschland damals militärisch angreifen sollen.
    47 17 Melden
  • Mäthu Gab 08.05.2016 14:36
    Highlight Es ist schlimm das man keine Kritik ausüben darf. Ist es doch bekannt dass auch dort mich alles mit rechten Dingen zu geht. Schon allein der Landraub der Siedler. FAS mit dem Segen der Regierung. Sobald man das Land kritisiert wird man als Antisemit beschuldigt. Hier wird Religion und Politik miteinander verbunden. Kein Wunder das der Groll gegenpber diesem Land gross ist.
    36 14 Melden
  • Beobachter24 08.05.2016 14:03
    Highlight Ohne jetzt auf die Geschichte Israels eingehen zu wollen - auch wenn es das wert wäre:
    Für mich persönlich taugt der 3D-Test nix, ist mir viel(!) zu schwammig.

    Persönlich unterschiede ich in:
    - Die Regierung Israels - die sich nicht wundern darf, wenn sie heftig kritisiert wird (und beinahe identisch dazu der Staat Israel)
    - Israelis (Menschen mit israelischem Pass; dazu gehören auch nicht jüdische Israelis, die diskriminiert werden)
    - Juden (weltweit); für mich primär an die Religion gebunden; Juden als Ethnie halte ich für einen Topos, auch wenn die Religion u.a. am „Blut“ festgemacht wird
    49 8 Melden
  • Angelo C. 08.05.2016 13:48
    Highlight Kein schlechter Artikel, die drei ersten Sätze des Fazits Kians haben zumindest ihre Richtigkeit...

    Antisemitisch versucht zu werden, könnte man noch am Ehesten durch das menschenrechtswidrige Verhalten der israelischen Orthodoxen und Siedlern im Westjordanland. Auch ihr krudes Verhältnis zum Staat Israel ist ein Widerspruch in sich.

    Um kompetent darüber urteilen zu können, muss man die politische Situation in Israel vertiefter kennen, was ich als Goi, der immerhin mehrere Jahre mit einer Tzabar (Sabra) verheiratet war, immer mal wieder versuche, ohne zu einem schlüssigen Ende zu gelangen.
    33 16 Melden
  • insomniac 08.05.2016 13:36
    Highlight Es gibt genug orthodoxe Juden, die gegen den Staat Israel sind. Sind die jetzt auch Antisemiten?
    61 16 Melden
    • Beobachter24 08.05.2016 14:33
      Highlight Nein. Das sind Über-Semiten (um mal einen Begriff zu erfinden).
      Deren Ideen sind dann tatsächlich teilweise faschistoid (in meinen Augen).

      Die orthodoxen Juden in Israel haben noch mehr Privilegien als die "normalen" Juden, die bereits viel mehr Rechte haben als die nichtjüdischen Israelis.
      19 1 Melden
    • Kian 08.05.2016 20:15
      Highlight Das ist eine Minderheit. Aber die Frage, die du aufwirfst, ist interessant und wird in naher Zukunft separat abgehandelt? Sind Juden, die antisemitische Dinge (gemäss 3D-Test) sagen, Antisemiten?
      5 0 Melden
    • Petrarca 09.05.2016 01:04
      Highlight Gemeint sind hier wohl hauptsächlich Ultaorthodoxe bei denen es zahlreiche unterschiedliche Strömungen gibt und genau so unterschiedliche Auffassungen dazu, weshalb gewisse Teile dieser Strömungen davon den Staat Israel nicht anerkennen. Es besteht allerdings ein Unterschied darin, ob man die Existenz eines jüdischen Staates per se nicht anerkennt oder aber die Form der Entstehung aus religiösen (=jüdischen) Motiven ablehnt... Mit solchen Bsp. bzw. Fragen wird doch nur versucht der Begriff Antisemitismus ad absurdum zu führen, um ihn somit als vermeintlich überflüssig erscheinen zu lassen.
      1 3 Melden
  • Nailana 08.05.2016 13:34
    Highlight Kritik an Israels Politik schmälert in keinster Weise die Gräueltaten welche den Juden angetan wurden! Auch ist Kritik keine Infragestellung des Existenzrechtes. Im Gegenteil, ich finde dass gerade die Kritik zeigt dass der Staat für voll genommen wird und auf gleicher Stufe mit anderen Ländern steht, welche alle nicht über jeden Zweifel erhaben sind. Es sollte im Interesse aller Länder sein menschenwürdige Lebensumstände für ALLE Bewohner zu schaffen, egal welche Vorgeschichte das Land hat. Ist dies nicht der Fall so sollte es auch erlaubt sein, das Land dementsprechend zu kritisieren.
    60 4 Melden
  • Alnothur 08.05.2016 13:32
    Highlight Das TL;DR ist also, dass jede wirkliche Kritik an Israel Antisemitismus ist. Gut zu wissen.
    Auch gut zu wissen, dass also Einstein ein Antisemit war.
    20 38 Melden
    • Stachanowist 08.05.2016 13:57
      Highlight Artikel nicht gelesen?
      29 9 Melden
    • Beobachter24 08.05.2016 14:51
      Highlight Naja ... so ganz ganz falsch ist das Resumée nicht, das zwar so nicht die Meinung des Authors wiederspiegelt, ... aber zumindest die 3D-Regel zielt je nach Auslegung in eben diese Richtung.
      14 7 Melden
    • goschi 08.05.2016 14:59
      Highlight nein ist es nicht, aber es beweist welches Geistes Kind Sie sind dziltener.
      14 16 Melden
    • Alnothur 08.05.2016 19:56
      Highlight Schönes Gefühl, mich hier öffentlich als Antisemit beschimpft zu wissen.
      9 5 Melden
    • goschi 08.05.2016 20:27
      Highlight wer hat das denn geschrieben?
      3 7 Melden
    • Alnothur 08.05.2016 20:51
      Highlight "aber es beweist welches Geistes Kind Sie sind dziltener."
      5 4 Melden
    • goschi 08.05.2016 23:17
      Highlight Ja, und wo steht da, dass sie antisemitisch sind?

      Sie sind ein Nutzer von dumpfem Whataboutism und Strohmannargumenten, denn das machen sie offensichtlich, aber das von ihnen behauptete, steht da nichtmal ansatzweise.
      Aber wenn Sie sich den Schuh anziehen wollen, ok, gut zu wissen.
      6 6 Melden
    • Alnothur 09.05.2016 00:01
      Highlight Sie dürfen mir an dieser Stelle auch gerne zeigen, wo in diesem Thread ich "whataboutism" benutzt habe, das wäre mir bis jetzt nicht aufgefallen, ebensowenig Strohmannargumente.

      Was Israel anstellt, wäre jedem Staat mittlerweile mit Krieg und Embargos vergolten worden, aber es ist halt Israel, die dürfen sich alles erlauben, und haben die USA im Rücken. Und ja, laut diesem Artikel stehe ich mit dieser Aussage als Antisemit da. Naja, sei's drum.
      7 4 Melden
    • goschi 09.05.2016 00:32
      Highlight Und doch noch in die Falle getappt, also doch...
      3 5 Melden
    • Alnothur 09.05.2016 01:06
      Highlight Nun, ich sehe schon, Argumente haben Sie tatsächlich keine, sonst würden die längst hier stehen... Aber etwas anderes habe ich ehrlich gesagt auch gar nicht erwartet.
      6 3 Melden
    • Petrarca 09.05.2016 01:09
      Highlight "Was Israel anstellt, wäre jedem Staat mittlerweile mit Krieg und Embargos vergolten worden, aber es ist halt Israel, die dürfen sich alles erlauben, und haben die USA im Rücken." Und weshalb gibt's keine/kaum UNO-Resolutionen zu Syrien, China, Russland, Philippinen, Kongo usw usf? Oder: Wann wurde denn dem Libanon der Krieg erklärt? Da geht's den Palästinensern wesentlich schlechter als in der Westbank...
      5 1 Melden
  • Go-away 08.05.2016 12:38
    Highlight Also meiner Meinung nach, sollte man den Staat (!) Israel genau so für seine Menschenrechtsverletzungen kritisieren wie man es beispielsweise auch mit Russland und China macht. Israel besitzt genau so viel Legitimation als Staat wie Palästina, dies wird aber von vielen Medien und Staaten verkannt und ignoriert. Was im Gaza-Streifen abläuft ist schrecklich und mich wundert es, dass da niemand eingreift.
    106 25 Melden
    • niklausb 08.05.2016 13:00
      Highlight Das ist nicht atraktiv da einzugreiffen die haben ja ausser olivenöl nichts.
      68 4 Melden
    • alessandro 08.05.2016 14:40
      Highlight ja und zudem sind es mehrheitlich muslime. da gäbe es dann auch keine besonders grosse zustimmung im christlichen heimatland.
      16 4 Melden
    • DerTaran 08.05.2016 15:04
      Highlight Ich behaupte jetzt mal, dass Israel mindesten so oft für Menschenrechtsverletzungen kritisiert wird wie Russland und China, obwohl sie viel kleiner sind. Ich teile die Meinung von Herrn Ramezani, dass das auch am Anspruch Israels liegt, aber nicht nur.
      Uebrigens, da Israel eine Demokratie ist und unter Pressebeobachtung steht, wäre ein Palistinenserstaat einfach zu erreichen: Durch gewaltfreien Protest, wie Gandi in Indien, wäre der Israelische Wiederstand innert weniger Jahre gebrochen. Das wäre allerdings auch das Ende der Radikalen, die deshalb die Gewalt immer wieder von neuem schüren.
      12 12 Melden
    • ZHighlander 08.05.2016 15:11
      Highlight 75 % der Resolutionen, die im UNO Menschenrechtsrat gefasst werden sind gegen Israel. Somit mehr als für die ganze restliche Welt. Kein Wunder bei dieser Zusammensetzung.
      20 11 Melden
    • TheMan 08.05.2016 16:07
      Highlight Menschenrechtsverletzung fibts nicht nur Seitens Israel dort. Auch von Palästina. Bitte dies nicht Verschweigen. Leider bringt Watson (wie alle anderen Newspaper) die Systematischen Juden und Christenverfolgung nicht als News. Die belaufen sich auf 200 Millionen Flüchtende Menschen. Doch Angst um Islamophobie ist es, warum es nie einen Bericht darüber gibt.
      19 16 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 08.05.2016 16:10
      Highlight @ZHighlander, und 99% werden mit einem Veto der USA blockiert.... die Vetos sind so eine Sache für sich, Fluch und Segen.
      11 6 Melden
    • Kian 08.05.2016 20:19
      Highlight @TheMan: Ich muss dir wohl dankbar sein, dass du gleich mehrere von mir erwähnte Punkte in der Praxis bestätigst.
      2 4 Melden
  • Groovy 08.05.2016 12:23
    Highlight Ich wünschte mir, dass der 3D Test auch bei Kritik von jüdischer Seite zur Anwendung kommt. Ansonsten machen die obigen Aussagen für mich einen zuviel auf political correctnes.
    89 15 Melden
  • sauronswiss 08.05.2016 12:22
    Highlight Ich bin grundsätzlich misstrauisch, wenn politische Istitutionen (Verbände, Lobbys etc.)
    sich Deutungshoheit anschicken.

    Es geht nie in erster Linie um Religion oder einen historischen Anspruch (der hätte Russland in der Ukraine ja auch).

    Es ist Macht und die korrumpiert.
    immer.

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    • manhunt 08.05.2016 13:29
      Highlight russland hat überhaupt keinen historischen anspruch in der ukraine. bitte geschichte lesen.
      16 26 Melden
    • Beobachter24 08.05.2016 14:01
      Highlight Die Wiege der Russischen Kultur ist in Kiew. Bitte Geschichte lesen. ts ts ts ...
      31 8 Melden
    • sauronswiss 08.05.2016 14:59
      Highlight soll heissen:
      Historische Ansprüche geltend machen um Menschen zu vertreiben, erschiessen oder im Bomben-und Trümmerhagel verrecken zu lassen ist ziemlich absurd.
      12 3 Melden
  • naherrawan 08.05.2016 12:18
    Highlight Meiner Meinung nach darf man Israel ohne Weiteres kritisieren. Man muss einen Staat als Staat betrachten und nicht als Religionsstaat. Kritisiert man Saudi-Arabien, heisst das nicht, dass man gleich Muslime kritisiert, obwohl über 90% der Einwohner Muslime sind.
    Viele Juden sind auch gegen "ihren" Staat Israel, weil sie wissen, die jüdischen Soldaten töten unzählige Palestinenser. Sie geben ihren "Mitbewohnern" das zurück was ihnen im 2. Weltkrieg angetan wurde. Ich rede hier aber nicht über Judem, sonder Zinonisten. Diese haben mit dem eigentlichem Judentum nichts mehr am Hut.
    69 18 Melden
    • rasca 08.05.2016 13:45
      Highlight Kommt ja auch niemand auf die Idee USA-Kritik als Christenhass zu bezeichnen, trotz "In god we trust" auf dem Geld & mandatory Gottesfurcht als öffentliche Person
      12 5 Melden
    • Chrigi-B 08.05.2016 14:13
      Highlight Naja über 50% zeigt ja bei den Wahlen jeweils ihr wahres Gesicht. Frieden? Fehlanzeige. Vertreibung und Unterdrückung? juhui
      10 4 Melden
  • Matthias Studer 08.05.2016 12:14
    Highlight Also, wenn Israel (der Staat) Palästinenser umsiedeln, hinter einen Zaun, dann erinnert mich das an die Ghettos in der Nazizeit, als Juden dorthin gebracht wurden.
    Warum spreche ich jetzt nicht über Nordkorea? Ganz einfach, Israel ist das Thema. Wenn im Artikel etwas über Nordkorea stehen würde, wäre dass das Thema.
    Ich hasse keine Juden. Ich befürworte die Siedlungspolitik von Israel nicht.
    Auch werfe ich vor, dass der Vertrag, zwei Länder für zwei Völker nicht eingehalten wurde.
    Die Presse und Politik läßt sich immer wieder erpressen mit Antisemitismus.
    99 22 Melden
    • Mehmed 08.05.2016 12:45
      Highlight Finde auch, dass man über Israel sprechen darf, ohne gleich immer Nordkorea auch zu erwähnen. Man spricht bspw auch über die Schweiz in Sachen Steuerhinterziehung, ohne immer die USA mitzuerwähnen.
      51 7 Melden
    • Beobachter24 08.05.2016 14:52
      Highlight Sehr treffend, Matthias
      6 4 Melden
    • DerTaran 08.05.2016 15:11
      Highlight Die Nazis haben die Juden systematisch und industriell getötete, dass ist ein riesiger Unterschied und somit ist Ihre Aussage klar antisemitisch.
      Der Nazivergleich passt eigentlich nie, weil das was die Nazis gemacht haben aller Vorstellung spottet.
      14 23 Melden
    • ZHighlander 08.05.2016 15:27
      Highlight Hinter einen Zaum umsiedelt? Chronologisches Kudelmudel! Als 1947/48 die Araber die Zweistaatenlösung ablehnten und mit ihren Armeen das junge Israel angriffen verliessen die Araber aus unterschiedlichen Gründen ihre Häuser. Eine gingen weil benachbarte Länder die ethnische Säuberung in Aussicht stellten. Im Allgemeinen gehen Menschen wenn Ungemach kommt. Die wenigsten wurden vertrieben. Mauern wurden erst gebaut, als in der 2. Intifada Selbstmordattentate grassierten. 2006 wurde der Gazastreifen geräumt und die Hamas gewählt. Die Zaunanlage wurde nötig.
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    • Matthias Studer 08.05.2016 17:15
      Highlight @DerTaran, geschichtlich sehe ich das in mehreren Schritten. Umsiedeln in Ghettos und später in Konzentrationslager. Ob der Massenmord von Anfang an geplant war, lässt sich so weit mir bekannt ist, nicht nachweisen.
      Und wie ich geschrieben habe, ich habe den Eindruck. Das sie subjektiv.
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    • Kian 08.05.2016 19:23
      Highlight @ZHighlander: Das ist grobe Geschichtsklitterung. Einige wurden vertrieben, andere gingen "freiwillig" (weil sie sich vor einer Vertreibung fürchteten). Lies mal die Geschichte von Lydda und Ramle.
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    • _kokolorix 08.05.2016 20:16
      Highlight @ZHighlander
      Was für eine verzerrte Wahrnehmung!
      Man stelle sich vor, nach dem Krieg hätten die Siegermächte beschlossen die halbe Deutschschweiz zur neuen Heimat der vertriebenen Juden zu machen. Die hier Lebenden wären aufgefordert worden ohne Entschädigung auf die andere Seite zu zügeln, wer reklamiert wird kurzerhand erschossen...
      Was den Juden im dritten Reich widerfuhr war entsetzlich, die Allierten Siegermächte trifft eine grosse Mitschuld weil sie die Demütigung Deutschlands nach dem 1. WK durchgesetzt haben. Und die Enteignung der Palästinenser hat die Schuld noch vergrössert
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  • JayJay1992 08.05.2016 12:13
    Highlight Ist logisch das Netanjahu sagen muss es sei die moralischste Armee der Welt. Den er muss uns davon überzeugen, weil wir hier ein Bild des "Bösen Israel" haben. Keine Armee nutzt Technologien und Strategien wie die IDF es tut um unschuldige Zivilisten zu schonen!!! Aber wenn man natürlich nur das negative sieht und gebetsmühlenartig in jedem Artikel die hohe Opferzahl der Palis zu lesen kriegt. Ist logisch das man irgendwann ein Anti Israel bild hat. Desweiteren wären wir ohne Israel nichts!
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    • Mehmed 08.05.2016 12:46
      Highlight Dieser rechtsnationalistische Typ der von Moral und Demokratie faselt, ist nachher genau der, der sich Kritik verbittet. Leicht durchschaubar.
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    • DerTaran 08.05.2016 15:18
      Highlight Schon mal daran gedacht, wer von den hohen palestinesischen Opferzahlen am meisten profitiert? Ganz sicher nicht Israel sondern die radikalen Palestinenserorganisationen, die z.B. junge Menschen dazu motiviert Passanten mit Messern anzugreifen um dann erschossen zu werden (ich bin überzeugt, dass es nur darum geht Märtyrer zu schaffen).
      Mit dieser Gewalt rechtfertigen Israelische Politiker ihre Militäraktionen, wenn sie wegfallen würden, würde es mittelfristig Frieden geben in der Region. Den Radikalen kann aber nicht daran gelegen sein, sie würden ihre Machtbasis verlieren .
      12 5 Melden
  • goschi 08.05.2016 12:07
    Highlight Guter Kommentar Herr Ramezani.

    Bei der Doppelmoral stimme ich ihnen grundsätzlich zu, dass man an den eigenen Ansprüchen härter gemessen werden darf, allerdings muss man aufpassen, dass man dadurch eben nicht in den von Ihnen am Schluss genannten Whataboutismus verfällt.
    Doppelmoral darf nicht verwendet werden, aber sie ist eben schwer abzugrenzen, es ist eine kaum definierbare Gratwanderung.
    22 3 Melden
  • Pius C. Bünzli 08.05.2016 12:03
    Highlight Logisch gibt es einen unterschied zwischen anti Zionismus und anti Semitismus..sind ja auch 2 unterschiedliche wörter..
    21 10 Melden
    • Kian 08.05.2016 17:54
      Highlight Klingt ja fast so, als wäre es verwerflich, Zionist zu sein. D für Delegitimierung?
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    • Kian 08.05.2016 20:39
      Highlight @Benot: Wer den Zionismus ablehnt, lehnt den Staat Israel ab und erfüllt somit das D für Delegitimierung. Antisemitismus hat sich im übrigen noch nie bloss auf die Religion beschränkt.
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