Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das Fahrwerk des Flugzeugs sinkt einfach in den Beton ein und das Flugzeug wird so zum Halt gebracht. Bild: nolan-law.com

Notbremse für Flugzeuge

Dieses Bremssystem wird in Zukunft Flugzeuge in Kloten stoppen

Flugzeuge, die am Flughafen Zürich die vergleichsweise kurze Piste 28 überrollen, sollen künftig dank eines speziellen Bremssystems rasch und gefahrlos gestoppt werden.

05.05.14, 11:45 05.05.14, 13:11


Jetzt ist es definitiv: Der Flughafen Zürich erhält ein neues Bremssystem. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat den Bau genehmigt, wie es am Montag mitteilte. Mit dem Bremssystem EMAS (Engineered Materials Arresting System) werden Flugzeuge, die bei einem Startabbruch oder einer Landung die Piste 28 überrollen, in ein Bett aus speziell gefertigten Betonblöcken geleitet. Dieses Bett absorbiert die kinetische Energie und bremst das Flugzeug ab. 

Die Piste 28 wird sowohl für Starts in Richtung Westen wie auch für Landungen aus dem Osten genutzt. Am westlichen Pistenende verfügt sie über eine internationalen Normen entsprechende befestigte Fläche von nur 110 Metern. Bei den anderen Pisten des Flughafens Zürich sind es dagegen 240 Meter. Zur Zeit ist unklar, ob und wann eine Verlängerung der Piste 28 realisiert wird. 

Bremssystem kostet 15 Millionen Franken

Der Zürcher Kantonsrat hatte im vergangenen März den Eintrag für mögliche Pistenausbauten am Flughafen aus dem kantonalen Richtplan gekippt. Das letzte Wort hat allerdings der Bundesrat, der den Richtplan erst noch genehmigen muss. Ob er dies tun wird, zeigt sich in den kommenden Monaten. Um die Sicherheit zu erhöhen, setzt das BAZL nun auf das 15 Millionen Franken teure EMAS-Bremssystem. 

Das BAZL hat dem Flughafen eine Frist bis Ende Oktober 2016 gesetzt, das Bremssystem zu realisieren. Hält sich der Flughafen an diese Vorgabe, beteiligt sich der Bund mit 4,6 Millionen Franken am Bauvorhaben. (whr/sda)

Mehr zum Thema Luftfahrt

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ast1 05.05.2014 13:57
    Highlight Gute Sache! Wurden schon mehrere Katastrophen durch dieses System verhindert
    2 0 Melden

Wie viele Bratwürste entsprechen dem Flug von Lugano nach Zürich? Beweise dich im CO₂-Quiz

8 Mal am Tag fliegt die Swiss zwischen Zürich und Genf hin und her. Grünen-Politikern sind solche Kurzstreckenflüge ein Graus. Gleich mehrere forderten in den letzten Tagen ein Verbot.

Etwa Nationalrätin Aline Trede. «Ich würde ein Inlandflugverbot befürworten», sagte die Politikerin der Grünen gegenüber der «Nordwestschweiz». Noch einen Schritt weiter gehen, will Bálint Csontos, Präsident der Grünen Baselland. Er fordert ein europaweites Verbot von Kurzstreckenflügen. Diese …

Artikel lesen