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Bevor du nächstes Mal im Fluss baden gehst, schau dir dieses Viech an

09.09.15, 18:56 10.09.15, 13:43


Jüngst erreichte uns die frohe Kunde aus England, dass nach Jahrhunderten Beinahe-Ausrottung der Neunauge wieder einen Comeback feiert. Die Bestände seien sich wieder am erholen. Ach wie schön! Schaut ihn euch doch mal an:

Umso erfreulicher ist diese News, da der Neunauge zu den ältesten Wirbeltieren der Welt gehört. Ein lebendes Fossil ist das, das schon vor 500 Millionen Jahren (vor den Dinosauriern, imfall) in den Gewässern der Erde herumschwamm. In der Schweiz ist der Fisch übrigens ebenfalls heimisch und ...

... WUAAAAAAAHHH????

pacific lamprey http://blogs.oregonstate.edu/odfwnfi/2014/01/02/pacific-lamprey-press/

Bild: oregonstate.edu

Jap. In der Schweiz schwimmen solche Dinger auch herum. Behalt das mal im Kopf, wenn du das nächste Mal im Bikini ins Wasser steigst.

TO GO WITH STORY TITLED LAMPREY LOVE--A lamprey, attached to a piece of glass, exposes its teeth at the Lake Huron Biological Station on Hammond Bay, Mich., in this May l997 file photo. Disrupting the lamprey's mating call may be the key to limiting its numbers in the Great Lakes, where the eel-like parasite sucks the life out of sport fish, scientists say.  (AP Photo/The Bay City Times, Wes Stafford, File)

Bild: AP

«Ihre Beutetiere sind Fische, an denen sie sich festsaugen, Blut trinken und Fleischstücke herausraspeln.» (Wikipedia)

Herausraspeln.

HERAUSRASPELN.

So sieht es aus, wenn sich kleinere Exemplare dieser Gattung an einem Saibling guttun:

Und so fühlt es sich beim Menschen an:

Dabei wären Neunaugen leckere Speisefische. Seit der Antike kennt man Gerichte mit sogenannten «Lampreten». Die grösste Spezies der Gattung, das Meerneunauge, ist mit Aal vergleichbar, im Geschmack aber «fleischiger» als das Fleisch der meisten Fische.

In Frankreich, Galicien und Portugal stehen Lampreten noch heute auf traditionellen Speisekarten.

Ein klassisches Lampretengericht ist Lamproie à la Bordelaise, bei dem die Stücke in einer Sauce aus Bordeaux, dem eigenen Blut, rohem Schinken, Porree, Zwiebeln und Knoblauch gedünstet werden ... aber eben:

A freshly released a Pacific Lamprey suctions onto the smooth glass of an underwater camera dome, demonstrating its ability to easily rest between swimming bursts in swift currents. This fish is one of hundreds that have been released into Snake River tributaries in Nez Perce lands over the last decade.

Bild: viralnova

Augen offen, beim nächsten Flussbad!

(obi)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • StealthPanda 11.09.2015 01:43
    Highlight Dann doch lieber Staubsauger. :P u know what i mean bro.
    1 0 Melden
  • Walrider 10.09.2015 12:30
    Highlight Wenigstens kann man sie essen.
    5 0 Melden
    • Sark 10.09.2015 13:27
      Highlight Und wenn sie das Maul nicht aufmachen, sind sie gar nicht sooo wüst. Gibt ja auch solche Menschen.
      8 0 Melden
  • Sark 10.09.2015 09:28
    Highlight Im Ernst jetzt.. Warum tut ihr das? Ich kann nie mehr Reuss-Schwimmen.
    15 2 Melden
  • tüfu 09.09.2015 20:50
    Highlight Grusig!
    14 1 Melden

Wann ist es okay geworden, sein Wort nicht mehr zu halten?

«Ich komm dann später. Vielleicht.»

Letztens auf Instagram hab ich sie wieder gesehen: die grafisch einwandfreie Aufforderung, freitagabends doch einfach zuhause zu bleiben nach einer anstrengenden Woche. «Selfcare first» lautet die ungeschriebene Regel des Instaversums.

Hauptsache, man tut sich selbst etwas Gutes, während man ein Klatschheft im Schaumbad liest. Hinter mir die Schaum, äh, Sinnflut! Und was die anderen wollen: auch egal.  

So sehr ich diese Einstellung auch begrüsse – langsam hat sie spürbar negative …

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