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Salvelinus profundus

Salvelinus profundus.

Dieser Fisch war ausgestorben und ist jetzt überraschend im Bodensee wieder aufgetaucht

06.09.16, 10:04 06.09.16, 10:17


Forschende der EAWAG haben einen Totgeglaubten wiederentdeckt: Im Rahmen einer grossen Untersuchung der Fischvielfalt in alpennahen Seen stiessen sie im Bodensee auf mehrere Exemplare des Tiefwassersaiblings, der 2008 von der Naturschutzunion IUCN für ausgestorben erklärt worden war.

Es klingt nach einer Mammutaufgabe: 50'000 Fische haben Forschende der Wasserforschungsanstalt EAWAG in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern taxonomisch bestimmt und mehr als 70 Fischarten zugeordnet. Mit dem «Projet Lac» erfassten sie von 2010 bis 2015 systematisch die Fischvielfalt in 17 Schweizer Seen, sowie in mehreren norditalienischen und französischen Gewässern.

Unter den Fischarten war eine, mit der sie nicht gerechnet hatten: Der Tiefwassersaibling Salvelinus profundus galt seit 2008 als ausgestorben. Im Bodensee stiessen die Forschenden jedoch auf mehrere Exemplare. Wie gross der Bestand ist, ist allerdings noch unklar, schrieb die Eawag in einer Mitteilung vom Dienstag.

Wenig Leben in der Tiefe

Der Tiefwassersaibling lebt in Tiefen um 80 Meter und ernährt sich von Strudelwürmern, Kleinkrebsen und Muscheln. Damit stellt er eine der wenigen Arten dar, die noch in grosser Tiefe vorkommen. Ein weiterer Befund des «Projet Lac» war nämlich, dass im grössten Teil der Seen die Tiefwasserfischarten verloren gegangen sind. Im 197 Meter tiefen Zuger See gebe es unterhalb von 30 Metern kaum noch Fische, so die Mitteilung.

Die Tiefwasserfischarten wie Felchen und Saiblinge kommen nur in einzelnen Seen vor wo sie im Laufe der Evolution durch Anpassung an die extremen Lebensräume entstanden sind. Nährstoffreiche Seen bieten ihnen aber aufgrund des Sauerstoffmangels keine Lebensgrundlage im tiefen Wasser, hiess es im Tagungsband zum Infotag des Wasserforschungsinstituts vom Dienstag, an dem EAWAG-Forscher Ole Seehausen die Ergebnisse des «Projet Lac» vorstellte.

An dem Projekt waren neben der EAWAG auch das Bundesamt für Umwelt, die Universität und das Naturhistorische Museum Bern beteiligt. In letzterem wurde im Rahmen des Projekts eine Sammlung aus konservierten Fischen aus allen Seen angelegt, in die mehr als 7000 der untersuchten Exemplare aufgenommen wurden. (whr/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sämuu 07.09.2016 19:45
    Highlight Und wie manso schön sagt... Und wenn sie nicht gestorben sind so leben sie noch heute😀😂😂😂
    3 0 Melden
  • danmaster333 07.09.2016 14:33
    Highlight -2 Fische xD
    2 0 Melden
  • Olf 06.09.2016 20:43
    Highlight Friteuse oder Grill?
    7 1 Melden
    • Sämuu 07.09.2016 19:43
      Highlight Grill, git e bessere Gschmack😀
      3 0 Melden
  • äti 06.09.2016 14:17
    Highlight Da steht: " Nährstoffreiche Seen bieten ihnen aber aufgrund des Sauerstoffmangels keine Lebensgrundlage ..".
    Nun, Nährstoffarme Seen (zu sauber) bieten dem restlichen Fischbestand keine Lebensgrundlage mehr. zb Bodensee. Da es leider von Politikern abhängt, einen Mittelweg zu finden, dürfte es in wenigen Jahren keine Fische mehr geben.
    8 13 Melden
  • EvilBetty 06.09.2016 13:10
    Highlight Der korrekte Titel wäre demnach:
    «Dieser Fisch galt als ausgestorben und ist jetztüberraschend im Bodensee wieder aufgetaucht»

    ;)
    21 0 Melden
    • EvilBetty 06.09.2016 14:18
      Highlight Natürlich MIT Wortabstand.
      9 1 Melden
  • Lumpirr01 06.09.2016 12:41
    Highlight Toll, dass dieser Tiefenwassersaibling noch existiert! A propos Zugersee: Da der Einlauf der Lorze in den Zugersee so nahe beim Auslauf liegt, hat dass Wasser eine extrem lange Verweildauer von über 14 Jahren im See (In tieferen Lagen noch viel länger). Da hat das Versetzen des Einlaufs um 200 Meter Richtung Stadt Zug vielleicht etwas wenig gebracht. Der Sauerstoffmangel in der Tiefe kann nur durch Vermeidung von Schmutzwasserableitung in den See oder durch künstliche Belüftung beseitigt werden.
    17 0 Melden

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