Wissen

Welche Apokalypse darf's denn sein?

Wissenschaftler präsentieren: Die Top 12 der wahrscheinlichsten Weltuntergänge (neu mit Prozentangaben!)

22.02.15, 17:13

Um auf die schwerwiegendsten Probleme der Menschheit aufmerksam zu machen, hat die Global Challenges Foundation eine Liste von möglichen Weltuntergängen veröffentlicht. Neu ist, dass die Studie geschätzte Zahlen für das Eintreffen des jeweiligen Endes anbietet. In den Top 12 Weltuntergänge der renommierten Oxford Universität sind einige Klassiker vertreten, die Liste hält aber auch Überraschungen bereit – Szenarien beispielsweise, die wir aus Filmen kennen. 

Unbekannte Konsequenzen

Wahrscheinlichkeit: 0.1 Prozent

Schon die erste Enttäuschung. Unbekannte Konsequenzen? Was soll das sein? In der Studie wird erklärt, dass die Wissenschaftler darunter eine Verkettung unglücklicher Umstände verstehen, die schliesslich zum Ende führen. Es wird besser, versprochen.

Nanotechnologie

Wahrscheinlichkeit: 0.01 Prozent

Schon besser. Aber trotzdem: Wie soll Technik mit der Grösse eines einzelnen Moleküls uns was anhaben können? Klar: Wenn diese Technologie verwendet wird, um Waffen zu bauen. Ein Weltuntergang wegen Atombomben von der Grösse eines Reiskorns ist wirklich keine schöne Vorstellung. Gleichzeitig besagt die Studie aber, dass die Nanotechnologie viele Probleme lösen könnte.

Synthetische Biologie

Wahrscheinlichkeit: 0.01 Prozent

Hier schlagen die Wissenschaftler in die selbe Kerbe wie vorhin: In den richtigen Händen nützlich, in den falschen Händen tödlich. Die Verfasser der Studie sind der Meinung, dass die Wissenschaftler, welche auf diesem Gebiet erfolgreich sind, zu wenig durch legale Institutionen eingeschränkt oder kontrolliert würden.

Klimawandel

Wahrscheinlichkeit: 0.01 Prozent

Der erste Klassiker. Für problematisch halten die Wissenschaftler vor allem, dass die Durchschnittstemperatur ansteigt. Ein Anstieg von wenigen Graden Celsius hätte katastrophale Folgen für alle Ökosysteme der Erde, was in eine Massenflucht in alle Richtungen ausarten könnte und das politische System überfordern würde.

Atomkrieg

Wahrscheinlichkeit: 0.005 Prozent

Die Studie gibt zu, dass die Wahrscheinlichkeit eines globalen Atomkrieges gesunken ist. Jedoch sei die Entwicklung der politischen Beziehungen zwischen den bestehenden Atomstaaten unmöglich voraus zu ahnen. Deshalb bliebe das Risiko bestehen. 

Asteroiden-Einschlag

Wahrscheinlichkeit: 0.00013 Prozent

Armageddon. Aber nur wenn es Bruce Willis nicht verhindern kann. Ein Asteroid mit 5 Kilometern Durchmesser würde reichen, um eine Fläche der Grösse der Niederlande zu verwüsten. Problematisch wäre aber vor allem die Staubwolke, die ein solcher Einschlag aufwirbeln würde. «Winter is coming» wäre dann mehr als nur ein Spruch aus «Game of Thrones».

Globale Pandemie

Wahrscheinlichkeit: 0.0001 Prozent

Die Ebola-Epidemie habe aufgezeigt, wie schwer sich die Gesellschaft damit tue, schnell und effektiv gegen Epidemien vorzugehen. Ein Virus, der sich noch schneller und noch aggressiver verbreiten würde, hätte fatale Folgen, sagen die Autoren der Studie.

Super-Vulkan

Wahrscheinlichkeit: 0.00003 Prozent

Ein Super-Vulkan könnte zur Verdunkelung auf der Erde führen. Die Temperatur könnte um mehrere Grade fallen und wiederum den Ökosystemen zusetzen. Massenflucht, überforderte Regierungen etc.. 

Künstliche Intelligenz

Wahrscheinlichkeit: 0 bis 10 Prozent

Im Grunde steht unter dieser Kategorie der Plot von Terminator ohne die Zeitreise-Geschichte. Menschen bauen Computer, Computer bauen Computer, Computer töten alle Menschen und das mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 10 Prozent!

Zusatz: Schlechte Regierungen, allgemeiner Regierungskollaps und ökologischer Kollaps

Für diese drei Enden zu unserem Film, der sich Leben nennt, geben die Wissenschaftler keine Zahlen an. Der Unterschied zwischen schlechten Regierungen und Regierungskollaps ist aber folgender: Bei Ersterem sind die Politiker an der Macht, versagen aber darin, unsere Probleme zu lösen. Bei Letzterem hören wir einfach nicht mehr auf sie – jeder macht was er will.

Die Politiker so:

Und wir so:

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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