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Seltsames Alltagsphänomen

Etwas, das jeder von uns auf dem Trottoir macht – aber nicht erklären kann

Es gibt Alltagsphänomene, die uns allen bekannt, aber keinem so wirklich bewusst sind. Eines davon wird in diesem Video thematisiert: Warum können fremde Menschen nicht im gleichen Rhythmus nebeneinander hergehen, ohne dass einer von beiden irgendwann das Schritttempo ändert? 

Eine plausible Erklärung gibt es für das Phänomen wohl nicht, obwohl die meisten von uns bestimmt schon mehrfach in ein solches unbewusstes Wettrennen geraten sind. Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, aber ich werde beim nächsten Mal versuchen, diesem Drang zu widerstehen – und achte dafür lieber darauf, wie lange es dauert, bis die andere Person unseren gemeinsamen Rhythmus zerstört.

(viw via Upworthy)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 14.05.2014 14:34
    Highlight Highlight Ich wage mich da mal ran. Menschen die sich gegenseitig interessieren und mögen synchronisieren die Bewegungen und die Sprache. Vielfach "spiegeln" sie ihr Verhalten. Z.B heben zwei Menschen an der Bar zur gleichen Zeit das Glas und trinken, schlagen die Beine gleichzeitig oder auf die gleiche Seite übereinander, sprechen in ähnlichem Rythmus und Lautstärke. Menschen kalibrieren sich so, um eine gleiche "Schwingung" oder Atmosphäre zu schaffen, die es erlaubt, sich zu öffnen und einander zu verstehen. Verlieben geht ähnlich. Dieses Phänomen ist vom NLP bekannt. Man kann sich das zu nutze machen und bewusst die Körpersprache des Gegenübers spiegeln. Nicht plump, sondern ehrlich und mit Feingefühl, da Körper nicht lügen. Das Anlächeln einer Person, die auf einem zukommt, wirkt meist entkrampfend. Evtl. ein Überbleibsel aus unserer Vorzeit, wo man am öffnen des Mundes auf Distanz sah, ob es ein Freund oder Feind war (Körper lügen nicht). Das mit den Zähnen fletschen verbergen wir inzwischen, doch das Lächeln haben wir glücklicherweise kultiviert. So und jetzt zum Gehsteig. Menschen, die nichts miteinander verbindet und trotzdem in die gleiche Richtung laufen sind einander erstmal suspekt. Es findet keine Freund-Feind-Erkennung durch Blickkontakt statt und so synchronisieren sie sich nicht. Es könnte ja sein, dass beide auf die gleiche Nahrungsquelle oder potenziellen Partner zusteuern und damit zu Konkurrenten werden. Deshalb entsteht Disharmonie und bewusste Abgrenzung über andere Bewegungsabläufe, die Stärke und Individualität ausstrahlen und Vitalität signalisieren. Wenn dann noch Stress dazu kommt, dann verstärken sich sämtliche körperlichen Signale. Körper lügen nicht. Fazit: Beobachten sie mal wenn sie mit ihrer Liebe spazierengehen und in welcher Stimmung sie das tun. Bei guter Stimmung und echter Liebe synchronisieren sie sich ohne zutun (z.B. Schrittlänge, Rythmus und mit dem gleichen Bein nach vorne). Das geht auch mit guten Freundschaften oder in Gangs, die sich über Synchronität stärker als Gruppe fühlen. Oder denken Sie an Tanzen, das die Synchronität fördert und an Sex, der stimmiger ist, wenn sich die Körper mögen(nicht der Kopf) da Körper (und die Herzen) nicht lügen.

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