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Fatale Gleitfähigkeit: Der Japaner Kiyoshi Mabuchi erklärt die Stärke der Reibung zwischen einem Schuh und einer Bananenschale.  Bild: Charles Krupa/AP/KEYSTONE

Verleihung der Ig-Nobelpreise

Pinkeln nach dem Erdmagnetfeld

Orientieren sich Hunde beim Pinkeln am Erdmagnetfeld? Warum rutscht die Bananenschale? Forscher haben Antworten gefunden – und dafür jetzt den ironischen Ig-Nobelpreis bekommen.

19.09.14, 14:51 19.09.14, 15:24

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Toasts mit dem Gesicht von Jesus darauf, rutschige Bananenschalen und Hunde, die sich beim Pinkeln am Magnetfeld der Erde orientieren: Zehn wissenschaftliche Forschungen, die «erst zum Lachen und dann zum Denken anregen» sind an der US-Eliteuniversität Harvard in der Nacht zum Freitag mit den sogenannten Ig-Nobelpreisen ausgezeichnet worden. 

Der Ig-Nobelpreis gilt als ironischer Nobelpreis, der kuriose Arbeiten prämiert. Sein Name kommt durch ein Wortspiel mit «ignoble» zustande, was in etwa «unwürdig» oder «schmachvoll» bedeutet. Zu der traditionell schrillen Gala mit mehr als tausend Zuschauern, die bereits zum 24. Mal stattfand, reisten wie in jedem Jahr auch echte Nobelpreisträger an.  

Unter den Preisträgern war in diesem Jahr auch die deutsche Biologin Sabine Begall von der Universität Duisburg-Essen. Gemeinsam mit ihrem Team bekam sie den Ig-Nobelpreis für den Befund, dass Hunde, die ihr Geschäft verrichten, ihre Position am Magnetfeld der Erde ausrichten. 

Nicht gerade appetitlich: Gary Dryfoos demonstriert dem Publikum, wie Streifen von gepökeltem Schweinefleisch Nasenbluten stoppen.  Bild: Charles Krupa/AP/KEYSTONE

Ein Forscherteam aus Japan wurde für eine Studie über die Gleitfähigkeit von Bananenschalen ausgezeichnet. Wissenschaftler aus China und Kanada wurden geehrt, weil sie erforschten, was in den Gehirnen von Menschen vorgeht, die das Gesicht von Jesus auf einem Stück Toast sehen. Insgesamt wurden bei der rund zweistündigen Gala zehn Ig-Nobelpreise verliehen. 

Eine Gruppe von Forschern aus den USA und Indien wurde ausgezeichnet, weil sie getestet hatte, wie starkes Nasenbluten mit Streifen aus gepökeltem Schweinefleisch unter Kontrolle gebracht werden kann. «Und dabei bin ich doch Vegetarierin», sagte Forscherin Sonal Saraiya in ihrer Dankesrede. Zwei Norweger wurden geehrt, weil sie erforscht hatten, wie Rentiere auf als Eisbären verkleidete Menschen reagieren. (nik/dpa)

Eigil Reimers (links auf dem Podium) und Sindre Eftestøl nehmen ihren Preis während einer Performance entgegen. Die Norweger hatten untersucht, wie Rentiere auf Menschen reagieren, die als Eisbären verkleidet sind.  Bild: Charles Krupa/AP/KEYSTONE



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