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A H-IIA rocket, carrying X-ray astronomy satellite

Erfolgreicher Start der Trägerrakete im japanischen Weltraumzentrum Tanegshima.
Bild: KYODO/REUTERS

Suche nach schwarzen Löchern: Satellit mit Schweizer Instrumenten ist ins All gestartet

17.02.16, 16:03


Der Satellit Astro-H mit in Genf konstruierten Instrumenten an Bord ist am Mittwochmorgen vom japanischen Weltraumzentrum Tanegshima aus gestartet. Traditionsgemäss erhielt er nach dem Start seinen Namen: Hitomi, was «Auge» oder «Pupille» bedeutet.

An Bord befinden sich auch hochpräzise Instrumente, die an der Universität Genf entwickelt wurden, wie die Hochschule am Mittwoch mitteilte. Die Forschungsgruppe um Stéphane Paltani entwickelte ein Rad, das die Filter vor einer der Teleskoplinsen wechselt. Das Rad besitzt ausserdem eine aktive Röntgenquelle für die Kalibrierung des Instruments.

Die Forschenden um Paltani werden zudem an der Auswertung der Daten beteiligt sein, nachdem sie bereits wichtige Beiträge bei der Vorbereitung der Mission geleistet haben.

Suche nach schwarzen Löcher

Die japanische Raumfahrtagentur JAXA bestätigte am Mittwoch, der Satellit Astro-H habe sich 14 Minuten und 15 Sekunden nach dem Start erfolgreich von der Trägerrakete gelöst. Er soll Röntgen- und Gammastrahlung messen, um astronomische Objekte mit extremen Eigenschaften zu untersuchen. Der Satellit sei derzeit «bei guter Gesundheit», so die JAXA-Mitteilung.

Der nun «Hitomi» getaufte Satellit kann mit mehreren Hochtechnologie-Instrumenten ein breites Energiespektrum erfassen, von weichen Röntgen- bis zu Gammastrahlen. Ziel ist es astronomische Objekte mit extremen physikalischen Eigenschaften - zum Beispiel extremer Temperatur oder Energie - zu beobachten, beispielsweise Schwarze Löcher, Neutronensterne oder Galaxienhaufen.

Legende inspirierte den Namen «Hitomi»

Der Name «Hitomi» geht laut JAXA-Mitteilung auf eine alte Legende zurück: Ein Strassenkünstler malte ein Bild von vier Drachen, aber ohne «Hitomi», was «Auge» oder auch «Pupille» bedeutet. Passanten kritisierten das Fehlen der Hitomi und drängten den Künstler dazu, sie zu malen. Bei zwei der Drachen fügte er die Augen schliesslich hinzu, woraufhin die Fabelwesen lebendig wurden und davonflogen.

This infrared image from NASA's Spitzer Space Telescope shows the Helix nebula, a cosmic starlet often photographed by amateur astronomers for its vivid colors and eerie resemblance to a giant eye. 

The nebula, located about 700 light-years away in the constellation Aquarius, belongs to a class of objects called planetary nebulae. Discovered in the 18th century, these cosmic butterflies were named for their resemblance to gas-giant planets. 

Planetary nebulae are actually the remains of stars that once looked a lot like our sun. 
When sun-like stars die, they puff out their outer gaseous layers. These layers are heated by the hot core of the dead star, called a white dwarf, and shine with infrared and visible-light colors. Our own sun will blossom into a planetary nebula when it dies in about five billion years. 

In Spitzer's infrared view of the Helix nebula, the eye looks more like that of a green monster's. Infrared light from the outer gaseous layers is represented in blues and greens. The white dwarf is visible as a tiny white dot in the center of the picture. The red color in the middle of the eye denotes the final layers of gas blown out when the star died. 

The brighter red circle in the very center is the glow of a dusty disk circling the white dwarf (the disk itself is too small to be resolved). This dust, discovered by Spitzer's infrared heat-seeking vision, was most likely kicked up by comets that survived the death of their star. Before the star died, its comets and possibly planets would have orbited the star in an orderly fashion. But when the star blew off its outer layers, the icy bodies and outer planets would have been tossed about and into each other, resulting in an ongoing cosmic dust storm. Any inner planets in the system would have burned up or been swallowed as their dying star expanded. 

The Helix nebula is one of only a few dead-star systems in which evidence for comet survivors has been found. 

This image is made up of data from Spi

Ähnelt ein wenig einem Auge, ist aber die Helix nebula.
Bild: Spitzer Space Telescope

Die Hitomi seien gemäss der Legende «der letzte, aber wichtigste Teil», schrieb die JAXA, und die Verantwortlichen wünschten sich für Astro-H, dass dies die essenzielle Mission sei, um Geheimnisse des Universums im Röntgenbereich zu enträtseln.

Zudem beziehe sich Hitomi auf die Pupille, wo das Licht im Auge verschwinde. Das erinnere an Schwarze Löcher. Der Hitomi-Satellit werde also die «Hitomi» des Universums beobachten. (whr/sda)

Das sind die spektakulärsten Bilder des offiziellen Instagram-Accounts der NASA

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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