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Verschollener Landeroboter Philae auf Komet «Tschuri» ist wiedergefunden

05.09.16, 17:52 05.09.16, 18:15

Komet Tschuri: Wo ist «Philae»?

Nur wenige Wochen vor dem Ende der Rosetta-Mission hat die ESA-Sonde den Landeroboter Philae auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko erspäht. Die Bilder der hochauflösenden Kamera OSIRIS zeigen Philae in einem dunklen Spalt.

Die Bilder entstanden am 2. September mit einem Abstand von rund 2.7 Kilometern zur Oberfläche des auch «Tschuri» genannten Kometen, wie die europäische Raumfahrtbehörde ESA am Montag bekannt gab.

Das letzte Mal hatten die ESA-Wissenschaftler Philae bei der Landung im November 2014 gesehen, als er nach dem ersten Aufsetzen abprallte und noch einmal etwa zwei Stunden flog. Schliesslich kam der kühlschrankgrosse Lander so unglücklich zum Stehen, dass die Sonneneinstrahlung auf seine Solarpanele nicht reichte: Nach nur drei Tagen waren seine Batterien erschöpft und er fiel in einen Winterschlaf. So reimten es sich die ESA-Experten jedenfalls zusammen.

Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko («Tschuri»)

Um Philaes Schicksal endgültig aufzuklären, suchten die Experten in Aufnahmen des «Abydos» genannten Landegebiets auf der Oberfläche nach Zeichen des Landers. Das Suchgebiet war zwar schon stark eingegrenzt worden. Aber wo genau Philae steckte, war bisher nicht klar. Viele Strukturen in niedrig aufgelösten Bildern, die zunächst nach Philae aussahen, wurden verworfen.

Die lange, mühevolle Suche hat nun ein Ende: In den Bildern mit einer Auflösung von 5 Zentimetern pro Pixel konnten die Forscher erkennen, dass Philae nach seiner «hüpfenden» Landung tatsächlich in ungünstiger Position in einem dunklen Spalt stecken blieb.

Die Entdeckung kommt nur wenige Wochen vor der geplanten Landung der Sonde auf dem Kometen am 30. September. An Bord der Sonde befindet sich auch das Berner Massenspektrometer Rosina, mit dem Forschende der Uni Bern mit internationalen Kollegen die Ausdünstungen des Kometen analysieren. So hatten sie bereits Edelgase, Sauerstoff und eine einfache Aminosäure auf Tschuri nachweisen können. (sda)

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SVARTGARD 05.09.2016 21:19
    Highlight Gott sei dank ist er wieder da,ich hatte ihn schon vermisst.
    27 0 Melden
  • G.Oreb 05.09.2016 21:16
    Highlight Danke Watson für den spannenden Artikel!

    Ein paar offene Fragen hätte ich aber noch:
    Was hätte Philae bezwecken sollen? Was passiert nun mit ihm, im Spalt? Ist er funktionsuntüchtig? Oder nur ungünstig platziert und somit in ein paar Tagen ausser Betrieb wegen Akkumangel? Die letzte slideshow, ist die noch von 2014? Die dortigen Zeitangaben passen irgendwie nicht, Philae ist doch schon gelandet...
    19 1 Melden
  • amazonas queen 05.09.2016 19:31
    Highlight Respekt vor Watson, das als Nr. 1 Meldung zu platzieren. Genau das ist es, eine Sensation das Ding dort zu landen und wieder zu finden.
    44 2 Melden
  • MBArocsTrucker 05.09.2016 18:45
    Highlight Interessant was machbar ist! Total erstaunlich aus einer halben Milliarde Kilometern einen Lander auf einem Kometen zu finden.
    Ebenfalls erstaunlich finde ich, dass es im Gegenzug nicht möglich ist ein Flugzeug (welches um ein vielfaches grösser ist) auf dem eigenen Planeten zu finden.
    37 3 Melden
    • MeineMeinung 05.09.2016 20:35
      Highlight Und ich schaffe es manchmal kaum meine Autoschlüssel in der Wohnung zu finden 😂
      45 0 Melden
  • Nuka Cola 05.09.2016 18:18
    Highlight Ich Kannibalen noch immer nicht nachvollziehen, wieso man bei solchen Sachen keine Nukleonenbatteriern verwendet...
    17 8 Melden
    • Adrian Eng 05.09.2016 18:20
      Highlight Django, hast du ein Problem mit der Autokorrektur?
      89 2 Melden
    • Momo_1 05.09.2016 18:26
      Highlight Genau Django, dein Satzanfang ist wirklich sehr amüsant, zum schmunzeln :-)
      40 1 Melden
    • amazonas queen 05.09.2016 19:29
      Highlight Vermutlich der Kosten und der Proteste wegen.
      15 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.09.2016 20:04
      Highlight Da ich jemanden im Team kenne, hab ich dem direkt mal deine Frage gestellt. Also:

      Rosetta hätte einen anderen Kometen besuchen sollen, konnte aber wegen Problemen mit der Ariane-Rakete nicht planmässig starten. Auf der Originalmission wäre die teure Nuklearbatterie kein Vorteil gewesen. Als dann ein Ersatzkomet gefunden war, wär die N-Batterie zwar von Vorteil gewesen, aber ein Umbau der Sonde zu teuer. Darum war in der Mission dann auch die lange Schlafphase eingeplant.

      Übrigens: Die Voyager-Sonden und Cassini laufen mit Nuklearbatterien.
      37 0 Melden
    • Patrick Toggweiler 05.09.2016 20:15
      Highlight Rhabarber... dürften wir auch mal mit dem aus dem Team reden? Ich wäre sehr interessiert... patrick.toggweiler@watson.ch
      27 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.09.2016 20:21
      Highlight öhm, ich weiss nicht, ob der das darf. Aber ich frag ihn mal, wenn er noch da ist. Hab grad noch mit ihm gechattet :-)
      24 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.09.2016 20:31
      Highlight So, du hast Post, Patrick :-)
      25 0 Melden
    • Androider 05.09.2016 21:50
      Highlight watson - das einzig mir bekannte Newsportal, welches über User mehr Informationen einholt :D
      30 0 Melden
    • The Origin Gra 05.09.2016 22:20
      Highlight Adnroider, so ist man sofort an der Quelle ohne via Kommunikationsstellen Reden zu müssen ;)
      9 0 Melden
    • Patrick Toggweiler 06.09.2016 01:14
      Highlight @Androider: Wie dumm wären wir, wenn nicht. @Rhabarber: Vielen Dank!
      8 0 Melden
  • Baba 05.09.2016 18:01
    Highlight Erinnert doch irgendwie an Howard Wolowitz' verlorenen Mars-Roboter... 😂
    48 0 Melden
    • MeineMeinung 05.09.2016 18:46
      Highlight Der war gar nicht verloren gegangen ;-)
      14 0 Melden

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