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The SpaceX Falcon 9 rocket lifts off from launch complex 40 at the Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Fla., Friday, April 8, 2016. The rocket will deliver almost 7,000 pounds of science research, crew supplies, and hardware to the International Space Station. (AP Photo/John Raoux)

Hier hebt die Rakete am Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab.
Bild: John Raoux/AP/KEYSTONE

Zum ersten Mal ist eine Rakete auf einer Plattform im Ozean gelandet – und so sah das Ganze aus

Nach mehreren Fehlschlägen ist es erstmals geglückt, die untere Stufe einer Falcon 9-Rakete auf einer Plattform im Atlantik zu landen. Die Rakete bringt unter anderem ein aufblasbares Raummodul zur ISS.

09.04.16, 06:52 09.04.16, 09:38


Der privaten Raumfahrtfirma SpaceX ist es erstmals gelungen, eine Falcon-9-Rakete wieder sicher auf einer schwimmenden Plattform im Ozean zu landen. Die Rakete brachte am Freitag erfolgreich eine unbemannte Raumkapsel auf den Weg zur Internationalen Raumstation (ISS).

Die Rakete hob planmässig um 22.43 Uhr MESZ vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. Sie brachte den Transporter «Dragon» mit gut drei Tonnen Vorräte und Ausrüstung für die ISS ins All. Zur Ladung zählt auch eine aufblasbare Raumkammer, die die sechs Astronauten der ISS testen wollen. Die Raumkapsel soll am Sonntag an der ISS andocken.

Ein noch grösserer Erfolg als der Start der Rakete war ihre sichere Landung auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik. Zweieinhalb Minuten nach Abtrennung der Raumkapsel begann die erste Stufe der Falcon 9, die sich zu diesem Moment in über hundert Kilometern Höhe befand, die Rückkehr auf die Erde, um weniger als zehn Minuten nach dem Start senkrecht auf der Plattform zu landen.

Und so sah das Ganze aus:

Und noch einmal aus einer anderen Perspektive:

Teure Raketen mehrmals verwenden

«Die erste Stufe ist gelandet und natürlich sind wir begeistert», schrieb der SpaceX-Chef Elon Musk auf Twitter. Das Ziel von SpaceX ist es, die teuren Raketen mehrmals zu verwenden, um die Raumfahrt kostengünstiger und nachhaltiger zu machen. Musk sagte nach der erfolgreichen Landung, der Treibstoff für eine Rakete koste rund 300'000 Dollar, doch der Bau koste 60 Millionen.

Wenn es gelinge, eine Rakete wiederzuverwenden, bedeute das eine hundertfache Kostenersparnis, sagte Musk. Bisher gelang dem Konzern nur die Landung der Rakete an Land, nicht aber auf der Plattform. Erst Mitte Januar war eine Falcon-9-Rakete von SpaceX bei einem Landeversuch im Pazifik auseinandergebrochen, nachdem sie erfolgreich einen Satelliten ins All gebracht hatte.

Laut Musk soll die Rakete nun eine Reihe von Tests durchlaufen, um zu prüfen, ob sie tatsächlich wiederverwendet werden kann. Sollte das Ergebnis positiv sein, könnte sie binnen zwei oder drei Monaten erneut starten, sagte Musk.

«Wir werden zu dem Punkt gelangen, wo es Routine ist, sie zurückzubringen» und die Rakete nur noch gewaschen und betankt werden müsse, bevor sie neu starten könne, sagte der SpaceX-Chef.

Rakete nach Explosion überarbeitet

«Gelandet! Unglaublich!», schrieb der kanadische Astronaut Chris Hadfield auf Twitter. Der Erfolg öffne «die Vorstellung für das Mögliche». Der Erfolg am Freitag erfolgte nach einer Reihe schwerer Rückschläge für das kalifornische Raumfahrtunternehmen. So war im vergangenen Juni eine Falcon-9-Rakete, die zur ISS fliegen sollte, zwei Minuten nach dem Start explodiert.

Eine Heliumflasche hatte sich nach dem Bruch einer defekten Strebe in der Rakete gelöst und war mit hoher Geschwindigkeit auf den Tank geprallt. Anschliessend war die Rakete überarbeitet worden, um eine Wiederholung des Unglücks zu verhindern. Seitdem gab zwei erfolgreiche Flüge der überholten Falcon-9-Rakete. Am Freitag startete sie aber zum ersten Mal seit dem Unglück wieder zur ISS. (viw/sda/dpa)

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14
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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dr. no 09.04.2016 10:26
    Highlight standing on the table...
    o Elon! My Elon!
    13 0 Melden
  • --Sevi-- 09.04.2016 08:54
    Highlight Grossartig Herr Musk 👏🏽 Er zeigt immer wieder was möglich ist, wenn man nur daran glaubt.
    58 0 Melden
    • @cyclingsimon 09.04.2016 10:53
      Highlight und das nötige Kleingeld hat 😉
      27 0 Melden
    • --Sevi-- 09.04.2016 11:42
      Highlight Ja, aber einen Grossteil seines Geldes hat er sich ja selbst erarbeitet( PayPal z.B)
      Aber klar, dass seine Eltern schon Geld hatten war sicher kein Nachteil😁
      17 0 Melden
    • Zeit_Genosse 09.04.2016 16:04
      Highlight Und unser Musk ist der Hayek oder Borel oder ....
      2 2 Melden
  • valiii 09.04.2016 08:30
    Highlight Schon sehr stark, was dieser Elon Musk so leistet! Beeindruckt mich immer wieder.
    29 2 Melden
    • Coop 09.04.2016 11:02
      Highlight aber bitte nicht die Leute vergessen, die die Rakete gebaut und die Software programmiert haben. Denn ohne die würde das nicht klappen!
      Großartig, was diese Ingenieure leisten!
      34 2 Melden
  • Zeit_Genosse 09.04.2016 08:22
    Highlight Da hätte Jules Verne auch Freude gehabt. Seine Racketen sind so gelandet.

    Warum man auf dem Ozean landet, wo es viel schwieriger und teurer ist, muss mit der noch unsicheren Technologie zu tun haben. Denn günstig wäre es, wenn sie dort landet wo sie wiederaufbereitet wird.
    5 14 Melden
    • Teslaner 09.04.2016 08:34
      Highlight Es gibt schon einen Grund dafür! Elon Musk hat ihn auch schon erklärt.

      Nur bin ich zu wenig im Bilde, um ihn hier zu erklären.
      16 0 Melden
    • Co1m 09.04.2016 10:47
      Highlight gemäss SpaceX machen sie das, damit die Rakete keinen zusätzlichen Treibstoff benötigt um dorthin zurück zu fliegen.
      9 1 Melden
    • Zeit_Genosse 09.04.2016 15:11
      Highlight Recherchiert: Auf dem Land sind Landungen erfolgreich durchgeführt worden. Auf dem Meer ist es schwieriger. Die Möglichkeit, Raketenstufen auch irgendwo auf den Meeren zu landen und anschließend zu recyceln, vergrössert das Einsatzspektrum von mehrfach verwendbaren Raketen. Nicht bei jeder Mission ist es möglich, die Rakete nach dem Aussetzen ihrer Nutzlast im All wieder an Land beziehungsweise auf den wenigen dafür infrage kommenden Basen landen zu lassen. Ziel des Ansatzes ist es letztlich, die Startkosten und damit den Preis für ein Kilogramm Nutzlast, das ins All befördert wird, zu senken.
      4 0 Melden
  • Teslaner 09.04.2016 08:13
    Highlight Grandios!
    18 0 Melden
  • SVARTGARD 09.04.2016 07:03
    Highlight Hat se ganz fein gemacht.Danke Liebe Rakete.
    23 0 Melden

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