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Der Bettzeit-Dämon in der Konstanzer Weltchronik, ca. 1450, Berlin. bild: pinterest

Zölibat, Frauenhass und Schmerzsuche: Wie uns die Kirche die Lust raubte

Was die Hexenverfolgung mit unterdrückten Trieben zu tun hat und warum das Kreuz die westliche Welt traumatisierte. Ein unbequemer Spaziergang durch die Geschichte der christlichen Sexualität.

25.12.17, 14:18 26.12.17, 15:11

Wir wollen mit Paulus beginnen, dem urchristlichen Missionar und ersten Theologen. Mit dem Mann, der auf dem Weg nach Damaskus, geblendet von einem gleissenden Himmelslicht, vom Pferd stürzte und fortan die Christen nicht mehr verfolgte, sondern taufte – wie es ihm die Stimme Jesu auftrug. So erzählt es uns zumindest die Apostelgeschichte.

Seine Auslegung der Bibel war über Jahrhunderte bestimmend – ja, ist es bedauerlicherweise immer noch. 

«Bekehrung des Paulus», gemalt von Caravaggio (1602): In der Kunst wird Paulus (ca. 10–60) bis ins 12. Jahrhundert meist zu Fuss dargestellt, später auf einem Pferd, von dem er geblendet hinabstürzt. bild: wikipedia

Es gibt eine Menge Theorien über Paulus' Vision, eine geht davon aus, dass der eifrige Missionar unter halluzinatorischen Anfällen litt, ausgelöst durch Epilepsie. Der berühmte Kirchenkritiker Karlheinz Deschner beschreibt ihn in seiner «Sexualgeschichte des Christentums» in gewohnt bissig-ironischer Manier als «kleinen, o-beinigen, glatzköpfigen Mann, randvoll mit sexuellen Komplexen» – und obendrein «wahrscheinlich von Kind an impotent». 

Dies können wir lächelnd ins Reich der Spekulation verbannen. Doch der Sexualhass tropft tatsächlich aus seinen Briefen. Paulus haben wir es grösstenteils zu verdanken, dass der Körper zum «Todesleib» wird. Alles, was er will, bedeute «Feindschaft gegen Gott». Der Christ müsse «seinen Leib martern und knechten».

Paulus: Der Kronzeuge fürs Zölibat

Die Ehe betrachtete er als notwendiges Übel, als «Arznei gegen Hurerei». Wer also unbedingt eine Frau nötig hat, der solle halt heiraten. Doch legte dieses leuchtende Vorbild seinen Christuskindern selbstredend die eigene, gottgefälligste Lebensweise ans Herz  – die ehelose und enthaltsame. 

«Ich wollte zwar lieber, alle Menschen wären, wie ich bin.»

Paulus

Wer schon verheiratet sei, sollte besser die Finger von seiner Frau lassen, denn das göttliche Heil sei dadurch erheblich leichter zu erlangen. 

Die Ehe wird in der Folge gering geschätzt – und mit ihr wird auch die Frau zum Inbegriff aller Laster, Schlechtigkeiten und Sünden, zum Fluch des Mannes.

Er steigt zum Kronzeugen für das Zölibat auf, das er allen Christen, wie er selbst zugibt, ohne Anordnung des Herrn, anempfahl. Jesus lehrt davon nichts, selbst seine Jünger hatten Ehefrauen. Im Alten Testament finden sich Reinheitsgebote, die alles Sexuelle aus dem heiligen Bereich verbannen. So fusst auch das Zölibat auf der Vorstellung, dass die Unreinheit eines ehelichen Lebens den Gottesdienst verunmöglicht. Doch fordert die Bibel an keiner Stelle eine dauernde Entsagung.

Erst im 11. und 12. Jahrhundert entsteht die Idee des Ehesakraments und damit die Konsenserklärung vor einem Priester. Bis ins 16. Jahrhundert anerkannte man auch die nicht kirchlich geschlossenen Ehen. bild: wikimedia

Auf der Synode von Elvira wird 306 bestimmt, dass alle Gottesdiener sich ihrer Frauen bei Strafe der Absetzung enthalten müssen. Der Beischlaf mit der eigenen Frau galt allmählich als genauso schmutzig und unzüchtig wie der Verkehr mit einer Ehebrecherin oder Prostituierten. Das heilige Konzil von Toledo verlangte 653, unenthaltsame Priesterfrauen in die Sklaverei zu verkaufen. 

Einen verheirateten Priester zu töten war legal, während es diesem jedoch verboten war, seine Frau zu lieben. Mitte des 11. Jahrhunderts machte Papst Leo IX. alle Frauen Roms, die mit Geistlichen zusammenlebten, zu Sklavinnen seines Palastes. 1139 wurde unter Papst Innozenz II. die Annullierung der Priesterehe beschlossen. Was vorher mit Strafen wie Foltern, Fasten und Exkommunikation bedroht war, verlor nun gänzlich an Gültigkeit. Die Ehelosigkeit wurde obligatorisch.

Doch mit der Keuschheit, die Kirchenlehrer Augustinus (354–430) als Quelle der geistigen Freiheit pries, verhielt – und verhält es sich noch – genau umgekehrt. Wer versucht, seinen Sexualtrieb zu beherrschen, wird von ihm beherrscht. Oder wie es Luther einst ausdrückte: Ein zur Enthaltsamkeit gezwungener Mann «gedenkt Tag und Nacht zu huren wie ein toller Hund». 

Die Sünde der Wolllust. bild: bl.uk

Sex zu etwas Verbotenem zu machen, hat seine Bedeutung erst ins Unermessliche überhöht. All die erfolglosen Zölibatsdekrete, all die ungezählten Liebestragödien, all die grausamen Missbräuche, der aussichtslose Kampf gegen die Natur, wofür?

Weil ein unbeweibter Klerus die Geschäfte des Herrn sichert. Erstens, weil er billiger, zweitens weil er dadurch ständig verfügbar ist. Nicht zu vergessen ist auch der Umstand, dass die Kirche fast ausnahmslos durch alle Zeiten von alten Männern regiert wurde. «Müde, impotent und sadistisch geworden», wie Deschner sich ausdrückt, «verlangen sie das Zölibat.» 

Oder um es mit den Worten Papst Pius II. (1405–1464) zu sagen:

«Mein Haar ist grau, meine Nerven sind ausgetrocknet, mein Gebein ist morsch und mein Körper übersät mit Runzeln. Ich kann keinem Weibe mehr zur Lust dienen und keine mir. Wahr ist es, mich flieht mehr die Venus als ich sie.»

Papst Pius II.

Wo er recht hat, hat er recht: Papst Pius II. bild: wikipedia

Die Praxis war selbstredend im höchsten Grade unzölibatär. Der fanatische Inquisitor Robert der Bulgare († nach 1239) drohte den Frauen, die ihm nicht Willens waren, mit dem Scheiterhaufen, während Bischof Heinrich von Basel 20 Sprösslinge hinterliess. Ehrbar galt fast der, der sich mit nur einer Konkubine zufriedengab. 

«Solange der Bauer Weiber hat, braucht der Pfaffe nicht zu heiraten.»

Mittelalterliches Sprichwort

Rund 700 Freudenmädchen begleiteten die geistlichen Väter aufs Konzil von Konstanz (1414–1418), auf dem Jan Hus so hinterhältig verbrannt wurde. 

Im 16. Jahrhundert wurde dann der an Heuchelei nicht mehr zu überbietende Hurenzins eingeführt: Jeder Priester, unabhängig davon, ob er enthaltsam lebte oder nicht, musste ihn an den Bischof zahlen. Wer es mit einer Nonne trieb, zahlte mehr, und wie viel Geld erst all die gezeugten Bastarde in die Kirchenkasse spülten! 

Heinrich Lossow (1843–1897): «Die Versündigung». bild: wikimedia

Dieses schamlose Treiben brachte dann auch den Kragen des Zürcher Reformators Zwingli zum Platzen:

«Ich kenne kein grösseres Ärgernis, als dass man den Pfaffen nicht erlaubt, Eheweiber zu haben, aber ihnen um Bezahlung Huren zu halten gestattet.»

Ulrich Zwingli, 1532

Zwingli (auf dem Bild) heiratete 1524, Luther ein Jahr später, und selbst der eher prüde Calvin ging eine Ehe ein.  bild: wikimedia

Das Zölibat wurde von den Protestanten sofort verworfen, ohne allerdings dabei die Frau aufzuwerten. Die Katholiken indes klammerten sich weiterhin daran fest – unglücklicherweise bis heute. 

Körperfeindlichkeit und Frauenhass

Wenn das Ideal ein keusches ist, so muss die Frau die Einfallspforte des Teufels sein. Für den Mann bedeutet sie Gefahr, Verführung, Schlechtigkeit. Das einzig sündlose Weib ist Maria, die Jungfrau und Gottesmutter – von deren ewiger Jungfernschaft vor dem 3. Jahrhundert kein Kirchenvater etwas weiss und deren unbefleckte Empfängnis nach etlichen Kämpfen erst um 1854 zum Glaubensdogma erhoben wird. In der Bulle von Papst Pius IX. heisst es dazu:

«Die Lehre, dass die seligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch einzigartiges Gnadengeschenk und Vorrecht des allmächtigen Gottes, im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechts, von jedem Fehl der Erbsünde rein bewahrt blieb, ist von Gott geoffenbart und deshalb von allen Gläubigen fest und standhaft zu glauben. Wenn sich deshalb jemand, was Gott verhüte, anmasst, anders zu denken, als es von Uns bestimmt wurde, so soll er klar wissen, dass er durch eigenen Urteilsspruch verurteilt ist, dass er an seinem Glauben Schiffbruch litt und von der Einheit der Kirche abfiel, ferner, dass er sich ohne weiteres die rechtlich festgesetzten Strafen zuzieht, wenn er in Wort oder Schrift oder sonstwie seine Auffassung äußerlich kundzugeben wagt.»
Aus der päpstlichen Bulle Ineffabilis Deus, 1854

Je inbrünstiger Maria und ihre unvergleichliche Reinheit gepriesen werden, umso leidenschaftlicher wird Eva – und mit ihr alle normal gebärenden, natürlich lebenden Frauen – gehasst.

Allegorie der Jungfräulichkeit, gemalt von Hans Memling im 15. Jahrhundert. bild: tumblr/rhade-zapan

Sie durften die geweihte Hostie nicht mit blosser Hand empfangen, nicht singen in der Messe (dafür hatte man Kastraten), nicht menstruierend oder direkt nach der Geburt die Kirche besuchen. Sie durften das ganze Mittelalter hindurch – und laut kanonischem Recht bis 1918 – von ihrem Ehemann gezüchtigt, gepeitscht, mit Sporen traktiert werden, «bis das Blut aus hundert Wunden fliesst und sie wie tot zusammenbricht». Und sie mussten ihn dafür herzlich lieben. Die Lutheraner erörterten 1591 in Wittenberg die Frage, ob Frauen Menschen seien. 1672 kam eine ebenda erschienene Schrift zum Schluss: «Foemina non est homo».

«Ob die Weiber Menschen seyn oder nicht?» bild: digitale.bibliothek.uni-halle

Die Misogynie fand ihren Höhepunkt in den Hexenverfolgungen, die von 1430 bis 1780 ganz Europa verdüsterten. Der Text, der diese himmelschreienden Verbrechen legitimierte, wurde zu einem der ersten Bestseller in der Geschichte des gedruckten Buches: Der «Hexenhammer» (1486) von Jacob Sprenger und Heinrich Kramer. Von Hexern ist darin keine Rede, denn Frauen seien nicht nur fleischlicher gesinnt und dümmer als Männer, sondern auch glaubensschwächer.

Der Beweis der Autoren basiert auf einer haarsträubenden Schändung der Etymologie: Das lateinische Wort «femina» komme von «fe-minus», also «fe» (= fides, Glaube) und «minus» (= weniger). Nur logisch also, werden sie so leicht zu Satans Opfern. 

Hexenverbrennungen, 14. Jahrhundert. Bild: The British Library

Die angebliche Teufelsbuhlschaft wurde dann auch auffällig oft verwitweten oder unverheirateten Frauen unterstellt, den unnützen Gliedern der Gesellschaft. Während des Prozesses mussten sich die der Hexerei beschuldigten Frauen vollständig entkleiden. Dann wurden sie rasiert – für die Suche nach dem Hexenmal. Mit Nadeln stach man in alle Teile des Körpers, denn auch Schmerzfreiheit galt als Zeichen eines diabolischen Bundes.

Unter den qualvollsten Folterungen gestanden sie, mit dem übel riechenden, ziegenfüssigen Teufel Analverkehr gehabt zu haben, dass er sie mit Heiratsversprechungen verführt habe, dass sein Penis sich eiskalt und steinern angefühlt habe. 

Die kirchliche Moral hat unbestritten sehr viel dazu beigetragen, dass dieses pathologische Feuerwerk an sexueller Frustration gezündet wurde. Ohne Schuldgefühle konnte man sich nun an diesen Frauen vergehen, sie ungestraft foltern, vergewaltigen und verbrennen. Die Ordnung wiederherstellen. Die Geschichte der Hexenverfolgung erzählt auch die Geschichte der europäischen Sexualität, die über Jahrhunderte als sündig geahndet wurde.

«Die Kirche tat alles, was in ihrer Macht stand, damit die einzige Form der Sexualität, die sie gestattete, möglichst wenig Vergnügen und möglichst viel Leid mit sich brachte.»

Bertrand Russell

Dämonen besuchen ein Liebespaar. Fresko in einer Friedhofskapelle auf dem Heiligen Berg Athos, Griechenland. bild: pinterest

Sie erzog alle zur Schizophrenie, zur Zeugung mit schlechtem Gewissen. Denn die Reproduktion war der einzig legitime Grund für Eheleute, miteinander zu schlafen. Sie kam von Gott, die sexuelle Erregung, die Lust aber war die Folge des Sündenfalls. Und seither wird die Erbsünde durch Geschlechtsverkehr von Mensch zu Mensch weitergegeben. Danke, Augustinus, dass du die gesamte Menschheit als «verdorbenen Klumpen», als «elende Sündenmasse» definiert hast, dass du kleinen Kinderseelen ewige Höllenstrafen («mildester Art»!) angedroht hast, würden sie nicht getauft. 

Theologen schreiben Sätze wie: «Wer seine Frau allzu heiss liebt, ist ein Ehebrecher.» Papst Alexander VII. verbot Eheleuten im 17. Jahrhundert den Zungenkuss. Es gab Zeiten, da durfte man seine eigene Frau nicht nackt sehen. 

Der einzig legitime Koitus: die Missionarsstellung. Das Bild stammt aus einem Gesundheitslehrbuch aus dem 14. Jahrhundert («Tacuinum sanitatis»). bild: wikimedia

Wären die unzähligen kirchlichen Enthaltsamkeitsgesetze eingehalten worden, hätte man rund acht Monate im Jahr ohne Sex zubringen müssen. Und die verbleibenden vier Monate durften selbstredend nur in der Missionarsstellung genossen werden. Das Missachten solcher Regeln war stets mit der Drohung verbunden, befleckte, aussätzige, verwachsene oder vom Teufel besessene Kinder zu bekommen.

Der Ehebruch wurde jahrhundertelang mit übelsten Strafen belegt. Unter Konstantin dem Grossen (306–337) und seinen Nachfolgern war das «Säcken» der Ehebrüchigen geläufig, man steckte sie gemeinsam mit einer Schlange, einem Affen, Hahn oder Hund in einen Sack und warf diesen ins Meer. In den meisten Regionen bestrafte man die Frauen viel härter, die Treue gehörte in ihr Aufgabengebiet. Noch im frühen 17. Jahrhundert wurde ein «Wiederholungstäter» in Bern und Zürich mit dem Tode bestraft. Bis 1989 ahndete man den Ehebruch in der Schweiz auf Antrag der geschädigten Partei mit einer einjährigen Gefängnisstrafe oder einer Busse.

Hephaistos findet seine Ehefrau Aphrodite mit Ares im Bett und bindet den Ehebrechern die Füsse zusammen. Im «Rosenroman», ca. 1490. bild: tumblr/demonagerie

Ebenso schlecht erging es den Frauen, die abtrieben, den Homosexuellen und den Christen, die sich mit Jüdinnen einliessen: Der Koitus zwischen Christ und Jüdin galt gleichviel wie der mit einem Tier.

Das Onanieren galt als Freveltat, und selbst der nächtliche Samenerguss wurde in Klöstern mit Peitschenhieben bestraft. Es war die reinste Spermaverschwendung und wurde im 19. Jahrhundert als so pervers angesehen, dass man ganze Apparate zur Verhinderung der Masturbation schuf: Käfige mit Nägeln, Schenkelriemen und Vorhängeschlössern, die bei einer spontanen Erektion einen Klingelalarm auslösten.

Ein eher harmloses Exemplar aus dem Jahr 1876: Damit wurde der Penis zwischen den Beinen festgebunden. bild: studiblog

Um all diese Schandtaten auch gebührend bestrafen zu können, sahen sich die Kleriker gezwungen, den biblischen Befehl zu missachten, der da heisst:

«Von Unzucht und Unreinheit soll bei euch nicht einmal die Rede sein, so ziemt es sich für Heilige!»

Epheser 5,29

Die Bussbücher sind randvoll mit bemerkenswerten Intimitäten, die einen regelrechten Voyeurismus – oder selbst gepflegte Sonderbarkeiten? – seitens der Kleriker offenbaren:

Dies zeigt aber auch, dass sich die Menschen wohl kaum an die eisernen Regeln der Kirche gehalten haben. Und schaut man sich nur die spätmittelalterliche Kleidung an, überrascht das wenig: Enorme Schamkapseln, Penisköcher und Gliedschirme, wohin das Auge reicht. Betrunken zu sein, war eher der Normalzustand und in den Badehäusern, die sich nicht wirklich von Freudenhäusern unterschieden, wurde es erst im 16. Jahrhundert üblich, sich beim Besuch zu bekleiden. 

«Mittelalter, das heisst die Alkoholvergiftung Europas.»

Nietzsche

Szene in einem Badehaus aus dem 15. Jahrhundert. bild: wikimedia

Doch das Geschäft mit der Sünde war lukrativ, die Gläubigen sollten immer wieder freveln, denn nur so bedurften sie der priesterlichen Lossprechung. Die Kirche züchtete Millionen von schlechten Gewissen heran, und aus ihnen wurde notgedrungen der Selbsthass geboren. Denn offensichtlich war der Mensch, so wie Gott ihn schuf, nicht gut genug – und das Ideal blieb stets unerreichbar.

«Hassen wir an uns, was auch Gott hasst! Wir fangen an, Gott zu gefallen, wenn wir uns strafen, was Gott missfällt.»

Augustinus

Das Hauptmass der christlichen Vollkommenheit war der Sieg über das eigene Ich, die Auflehnung gegen das Dasein, das Abtöten des Körpers. 

Die Suche nach Schmerz

Wenn der Körper die «Dunggrube», ein «Gefäss der Fäulnis, voll Schmutz und Scheusslichkeit» ist, dann muss er ordentlich gequält werden. 

Selbstkasteiung war jahrhundertelange Praxis, nicht nur unter den Geistlichen. bild: scottnevinssuicide

Die christliche Askese existiert seit dem vierten Jahrhundert. Der ägyptische Kopte Pachomios gründete die ersten christlichen Klöster und formulierte auch die dazugehörigen Drillregeln, von der sich die späteren Mönchsorden wie die Benediktiner inspirieren liessen.

Die Naherwartung erfüllte sich nicht, Jesus erhob sich nicht von den Toten und so musste die ewige Seligkeit ins Jenseits verlagert werden. Es setzte eine Weltflucht ein, die das frühe Christentum in die politische Kirche und die vom Profanen abgewandten Asketen spaltete. 

Die Heiligenverehrung begann mit dem Märtyrerkult, doch als unter Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion wurde, verschwanden auch die Märtyrer. So wurde das Bewahren der Jungfräulichkeit, die Askese und die Selbstkasteiung zum Ersatz für den qualvollen Tod im Namen des Glaubens.

Die Heiligenlegenden erzählen von Männern und Frauen, die wegen ihres christlichen Glaubens auf meist grausige Weise umgebracht wurden. Im Bild: der Heilige Cyriacus († um 303). bild: via ranker

Frühe Asketen in Mesopotamien weideten wie Vieh das Gras vom Boden ab. Apa Sophronias tat dies siebzig Jahre lang splitternackt am Toten Meer. In Syrien liessen sie sich jahrelang so einmauern, dass sie die Sonne unerbittlich ausdorrte. 

Von Arsenius (354–440), einem der grossen Wüstenväter, wird berichtet, er habe in der Sahara unaufhörlich seine Sünden beweint, eigens für seine Tränenbäche zog er sich einen Latz an, bis ihm von all diesen Sturzfluten der Trauer die Augenlider abfielen. 

Im Mittelalter und in der Neuzeit finden sich zahlreiche Beispiele grausamer Selbstfolterungen, sie waren unter Nonnen und Mönchen üblich, vor allem bei den Mystikern, die eine Vereinigung mit Gott anstrebten. Doch dafür musste die Seele erst rein, sprich der Körper mitsamt seinen unwürdigen  Wünschen abgetötet werden.

Dieser Ansicht war zumindest der Dominikaner Heinrich Seuse, das Musterbeispiel eines selbstkasteienden Mystikers. Er geisselte sich täglich und trug acht Jahre lang ein mit dreissig Nägeln gespicktes Kreuz auf dem Rücken, auf dass er mit der Faust schlug, damit die Nägel auch tief genug ins Fleisch drangen. Des Nachts liess er sich von Ungeziefer quälen, doch wollte er sich kratzen, hinterliess er nichts als offene Wunden und Blutströme – die ihm «ein lieblicher Anblick» waren – denn auch an den Handschuhen hatte er spitze Metallstifte angebracht. 

Heinrich Seuse wird von Dämonen, Teufeln, Menschen und Tieren angegriffen, ca. 1350. Links im Bild ist sein Nagelkreuz zu sehen. bild: wikimedia

Erst später kam er zur selbstkritischen Einsicht, dass man besser das von Gott aufgetragene Leid ertragen soll anstatt sich selber kaputtzupeitschen. Als Seelsorger des Dominikanerinnenklosters Oetenbach in Zürich versuchte er dann auch, Elsbeth von Oye das exzessive Verwenden ihrer selbst gefertigten Nadelgeissel auszureden.

Auch bei den Laien gab es solcherlei schmerzbetonte Bewegungen. Die Flagellanten waren Geisslerzüge, die sich vor allem Mitte des 14. Jahrhunderts seuchenartig über ganz Europa ausbreiteten. Sie waren Ausdruck der spätmittelalterlichen Volksfrömmigkeit in einer Zeit, in der sich der Papst mit seinem weltlichen Gebaren nicht mehr von einem König unterscheiden liess. Der Hundertjährige Krieg tobte, und verschiedene Beben, Missernten und Hungersnöte verdüsterten die Welt – und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, brach um 1340 auch noch die Pest aus.

Prozession der Flagellanten, gemalt von Francisco de Goya (ca. 1812). bild: wikimedia

Durch diese Endzeitstimmung zogen die Flagellanten und peitschten sich dabei blutig. Mit Fackeln, die Köpfe in dunklen Kapuzen verborgen, zogen sie jeweils in zwei Reihen in die Städte ein. 

Die Qual wurde auf alle erdenklichen Weisen gesucht. Der Schmerz sollte eine intensive Gotteserfahrung ermöglichen – das Nachleiden der Passion Christi galt als Königsweg zum Seelenheil. Die Vorstellung vom Ertragen von Schmerz und einer damit einhergehenden Belohnung zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze abendländische Geschichte: Angefangen bei der Frau, die durch Evas Sündenfall ihr Kind unter Schmerzen zur Welt bringen muss, über die jahrhundertelange Züchtigung von Kindern, bis hin zu Nietzsches Ausspruch «Was mich nicht umbringt, macht mich stärker». Der Schmerz bekommt einen Sinn – und zwar einen spirituellen. 

«Das Kreuz hat die westliche Welt traumatisiert, das psychische Erleben so tief an sich gebunden, dass der Schmerz noch in säkularen Zeiten religiös gedeutet werden kann.»

Christoph Daxelmüller, Kulturwissenschaftler

Gleichzeitig sollte der Schmerz die Funktion der Triebtötung erfüllen. Nur leider sind beim Empfinden von Schmerz dieselben Gehirnregionen aktiv wie bei der Lust. Neuropsychologisch gehören Lust und Schmerz zusammen. Jegliches Erleben ist stets von beidem geprägt. 

Die asketische Selbstquälerei kann also nicht dazu dienen, sexuelle Gefühle zu unterdrücken, im Gegenteil, sie führt höchstens zu Lustschmerz, zu vielseitigen Formen von Sadomasochismus. Der Mönch, der seinen Penis mit glühendem Eisen zu bändigen versucht, die Klosterschülerin, die von ihrer Meisterin gegeisselt wird, die vermeintliche Hexe, die vor dem jubelnden Mob verbrannt wird. 

Den Körper strafen, um die Lust abzutöten: Bereits im Talmud wird von Pullution/Ejakulation während des Geisselns gewarnt. bild: tumblr/demonagerie

All das sind Formen krypto-sexueller Gewalt – selbstauferlegt oder anderen unfreiwillig zugefügt. Und manche davon sind an Grausamkeit kaum zu überbieten:

Im 12. Jahrhundert berichtet der Abt Ailred von Reversby von einer schwangeren Nonne im Kloster Wattun. Der Skandal sollte nicht an die Öffentlichkeit gelangen, und so berieten die Nonnen, was sie mit der sexuell Abtrünnigen verfahren sollten. Manche wollten sie schinden, verbrennen oder auf heisse Kohlen legen, die etwas Sanfteren schlugen vor, sie gefesselt – bei Wasser und Brot – in den Kerker zu werfen. Die Gefangene flehte um ihre Entlassung, der Mönch, in den sie sich verliebt hatte, wolle kommen und sie holen.

Die Nonnen entlockten ihr den verabredeten Treffpunkt, wo nun ein verschleierter Pater und weitere Brüder mit Knütteln seiner harrten. Als der Mönch kam und die Gestalt umarmen wollte, wurde er gepackt. Die Nonnen zwangen ihre schwangere Mitschwester, den Mönch zu entmannen. Dann stopften sie ihr seine blutigen Genitalien in den Mund und schleppten beide in den Kerker. 

Im Stralsunder Brigittenkloster und im Kloster Mariakron fand man bei deren Abbruch in den heimlichen Gemächern ganze Kinderkörperlein vergraben.

Ein Mönch verführt eine Nonne, sie wird schwanger und wirft ihr Baby in den Abort.  Darstellung aus dem Jahr 1327. bild: pastisaforeigncountry

In der westirischen Kleinstadt Tuam wurden 1975 796 Baby-Skelette gefunden. Doch niemand forschte nach – bis sich die Historikerin Catherine Corless des Falles annahm. 

Die Knochen der toten Kleinkinder lagen in einem Massengrab auf dem Gelände eines ehemaligen «Mutter und Kind»-Heims für «gefallene Mädchen». Ledige Mütter also oder Frauen, die mit 30 noch unverheiratet waren und deshalb als Gefahr für verheiratete Männer galten. Das Heim wurde von Nonnen des katholischen Ordens Sisters of Bon Secours betrieben. Sie hielten die Kinder für «Ausgeburten des Satans» und so erfuhren sie dementsprechend wenig Fürsorge. Ein Drittel der Kinder in Tuam starb im ersten Lebensjahr, im Durchschnitt starb alle zwei Wochen ein Kind – eine Statistik, die ins 17. Jahrhundert gehört. Tatsächlich gestorben sind sie zwischen 1925 und 1961.

Die verlangte und meist unerfüllbare moralisch-asketische Grundhaltung führte selbstverständlich nicht immer zu solch unaussprechlichen Bestialitäten. Die Klöster waren über Jahrhunderte auch die Triebfedern für Kultur, Medizin, Philosophie und Literatur. Man könnte dies im freudschen Sinne als gigantische Abwehrleistung der menschlichen Psyche betrachten. Die fleischliche Begierde wurde gewinnbringend in akzeptiertes Handeln umgewandelt.

Aber man muss sich schon sehr viel Mühe geben, in den Schriften der Nonnen und Mönche, besonders in denen der Mystikerinnen, die fleischlichen Wünsche zu überlesen. Sie suchten nach transzendenten Erfahrungen, sehnten sich nach Verschmelzung mit dem Göttlichen, die auch immer sehr körperlich erfahren wurde.

«Man muss die brünstigen Hymnen der Mönche an Maria und die noch brünstigeren von Nonnen an Jesus lesen, um das in seiner ganzen Tiefe zu verstehen.»

Hans Hartmann, Theologe

Die Mystikerin Mechthild von Magdeburg hat ihre feurige Liebe zu Jesus sehr poetisch zum Ausdruck gebracht. bild: pinterest

Mechthild von Magdeburg (1207–1282) hat die mystische Vermählung ihrer Seele mit Jesus auch «an allen Gliedern empfunden». «Oh Herr, du schonst allzu sehr meinen pfuhligen Kerker!», ruft sie verzweifelt. Teresa von Ávilas (1515–1582) Herz wurde von einem goldenen Pfeil mit züngelnder Feuerspitze durchbohrt, er stiess mehrere Male hinein, drang bis in die Eingeweide vor. Und immer werden bei solcherlei Erfahrungen «Schmerz und aussprechliche Süsse» empfunden.

Manche schreiben von Liebeslanzen und Stossdegen, andere davon, dass ihre «Begierde und Lust im Säugen» des Jesuskindes liegt. Die heilige Katharina von Siena trägt zum Zeichen ihrer Verlobung mit Jesus dessen Vorhaut unsichtbar am Finger. 

Die heilige Katharina von Siena widersteht den Dämonen, ca. 1500. bild: howlingpixel

Zuletzt sollen auch die zahlreichen, angeblich von Dämonen (Incubi) besessenen Nonnen nicht unerwähnt bleiben. Im 16. Jahrhundert untersuchte der niederländische Arzt Johann Weyer, ein Bekämpfer der Hexenverfolgung, einen solchen Fall im Kölner Kloster Nazareth. Die Nonnen litten unter erotischen Krämpfen, lagen mit geschlossenen Augen auf dem Rücken und führten Koitusbewegungen aus. Eine litt unter der Vorstellung, sie würde heimlich von ihrem Geliebten besucht – und steckte bald das ganze Kloster mit den mysteriösen Spasmen an. Sie setzten ein, nachdem ein paar Burschen sich nachts tatsächlich ins Kloster geschlichen hatten. 

Kein Wunder, hat die Welt danach einen Sigmund Freud gebraucht. Und kein Wunder auch, hat er hinter jeder Störung, hinter jeder Neurose den verdrängten Sexualtrieb als Ursache gewittert. 

Verwendete Quellen:

Karlheinz Deschner (1924–2014) ist der wohl bekannteste Kirchenkritiker der letzten Jahrzehnte. Das liegt vor allem daran, dass Deschner kein Blatt vor den Mund nahm und in höchst ironischem Ton schamlose Kritik an bestehenden, kirchlichen Autoritäten übte. Über seine Motivation schrieb der deutsche Autor einmal: «Ich schreibe aus Feindschaft. Denn die Geschichte derer, die ich beschreibe, hat mich zu ihrem Feind gemacht.» Dafür schlug ihm selbstredend nicht nur Liebe entgegen. Seine Bücher (u.a. sein Hauptwerk, die zehnbändige «Kriminalgeschichte des Christentums») wurden von Kritikern als unwissenschaftlich bezeichnet, der gängige Vorwurf, wenn einer sich verständlich und in bissig-amüsantem Stil an sein Publikum wendet. Man mag seine Interpretationen für einseitig halten, doch Deschner hat mit einer ungeheuren Akribie Fakten zusammengetragen, die so leicht nicht aus der Welt zu schaffen sind – und wofür er mit unzähligen Preisen ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem International Humanist Award.
Peter Kaisers «Heilige Qual und die Lust am Schmerz» ist 2016 erschienen. Lasst euch nicht vom grauenhaften Cover täuschen, das Buch ist wahnsinnig spannend. Der Autor beleuchtet die Thematik der Sexualität auf der neurologischen, religionswissenschaftlichen, ethnologischen und psychologischen Ebene, was er auch kann, weil er in all diesen Fächern ausgebildet ist. Dabei wird aufgezeigt, wie wichtig die Glaubens- und Wertesysteme einer Gesellschaft für die Frage sind, was als pervers oder krank gilt. 

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Michael Bamberger 27.12.2017 15:12
    Highlight Frage: Wie kommt die Nonne zu Sex?

    Antwort: Sie verkleidet sich als Messdiener.

    6 2 Melden
  • Haiderfroh 27.12.2017 11:40
    Highlight Sexualität wird immer noch unterdrückt, wenn auch auf weniger grausame Weise. Und es herrscht diesbezüglich immer noch eine heuchlerische Doppelmoral.

    Der Artikel ist hervorragend. Bravo.
    14 1 Melden
  • Michael Bamberger 27.12.2017 09:33
    Highlight Was ist denn anderes zu erwarten, von einem derartigen Religionskonstrukt??

    - ein Gottvater ohne Eltern und ohne Partnerin oder Partner

    - ein Gottessohn ohne Partnerin oder Partner

    - eine frigide Maria

    - ein gehörnter Josef

    - und von den vielen Engeln ganz zu schweigen...

    8 1 Melden
  • Emanzipator 27.12.2017 08:02
    Highlight Die Wahrheit zur Erfüllung liegt warscheinlich irgendwo zwischen dem kranken abschlachten gesunder Sexhungriger wie hier beschrieben durch selbsternannter Heilsbringer und dem Milliardengeschäft für Chirurgen, Produzenten und Hersteller diverser Produkte welche suggerieren, dass täglicher Sex in Form von Leistungssport mit absolutistischem Orgasmusziel und natürlich ausschliesslich mit dem perfekten trainierten Körper den Standard darstellt.
    4 0 Melden
  • redeye70 27.12.2017 07:35
    Highlight Sehr guter Artikel! In der christlichen Lehre und deren Haltung zur Sexualität und der gesellschaftlichen Stellung der Frauen wiederspiegelt sich auch die Urlehre des Sündenfalls. Interessant wäre auch wie das Verhältnis zur Sexualität der heutigen Gesellschaft ist. Da beschleicht mich eher das Gefühl, dass wir immer noch keinen ungezwungenen Zugang zu ihr haben und die Natürlichkeit der Sexualität durch das falsche Bild der Pornografie verdrängt wurde. Der Mann der immer kann, Brust-und Schamlippen-OP‘s, muskelgestählte Körper, Quantität über Qualität.
    5 1 Melden
  • Spooky 26.12.2017 23:16
    Highlight Habe alles gelesen. Super!

    Paulus war ein genialer Egomane.
    Von der Sorte gibt es sie auch heute.

    Zum Beispiel Bob Dylan. Oder Moritz Leuenberger.
    3 19 Melden
  • Schummelschumi 26.12.2017 18:12
    Highlight Anna Rothenfluh
    Gratuliere Dir zu diesem Artikel
    Vielen Dank!
    16 6 Melden
  • Mutzli 26.12.2017 17:40
    Highlight 3 -Verstehe deshalb auch nicht ganz, wieso 20 Jhr. Tuam in eine Kontinuität mit mittelalterlichen Klöstern gerückt wird. Bzgl. Kinderleichen bei den Klöstern im Mittelalter: Waren das nicht einfach Traufkinder? Konnte auf Anhieb keine Artikel finden.

    Finde es wirklich eine interessante tour de force und ich muss zugeben, dass ich ein elender Tüpflischiiser bin, aber mir haben diese Aspekte, ehrlich gesagt, ziemlich die Lesefreude gestört.

    Die Bilder waren super und immer gut, wenn man die extrem sexfrustrierten MystikerInnen enttarnt. Bzgl. Onanieren: Mr. Kellog war da super.
    9 0 Melden
  • Mutzli 26.12.2017 17:34
    Highlight 2 -Theodsius machte das Christentum zur Staatsreligion, nicht Konstantin.

    -Die Pest brach erst 1346 aus und Flagellanten gab es auch vorher; bei Viten wie Seuses muss man auch schwer davon ausgehen, dass übertrieben wurde der PR willen.

    -Auch die Gleichsetzung von Badehäusern mit Bordellen war eine Übertreibung von Seiten des Klerus

    -Schamkapseln wie auch Hexenverfolgungen, waren eine Eigenart der frühen Neuzeit und nicht des Mittelalters, als die kath. Kirche also bereits nicht mehr unbestritten der King ufem Häfi war.


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  • Mutzli 26.12.2017 17:23
    Highlight 1 Sehr interessant geschrieben und immer richtig wenn die Ideen der "traditionellen" Ehe und Zölibat etc. untersucht werden.

    Ich muss jedoch selbst als gar garstiger Kirchenfeind jedoch Kritik üben: Nur weil jemand Kritik am Christentum übt, muss es noch lange nicht unwissenschaftlich sein und Deschner kann man da nicht ernsthaft als Quelle benützen. Kaiser kenne ich nicht.

    -Im Hexenhammer kommen Hexer bzw. männliche Hexen (das Wort war auch unisex benutzt) sehr wohl vor und es wurden auch zahlreiche Männer getötet. War immer noch definitv misogynistisch, einfach der Richtigkeit halber.



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  • Marcus Antonius 26.12.2017 13:34
    Highlight Ojeh! Lasst es doch mal gut sein mit der Hetze gegen monotheistische Religion! Man hört immerzu die gleichen, im Grunde belanglosen, Kritikpunkte von Religionsgegnern. Religiösität wird einfach immer weniger akzeptiert und diese kritischen Themen sind eher Mittel zum Zweck dieses missbilligende Gefühl zu erklären (ansonsten würde man sie in einem kommentarlosen religionshistorischen Bericht behandeln).
    Ausserdem geht es insgesamt bei einem Grossteil der kontrovers behandelten Themen um die Sexualität. Man könnte meinen, es gäbe nichts Wichtigeres in der westlichen Welt (siehe ShadesOfGrey).
    7 46 Melden
    • Marcus Antonius 26.12.2017 15:09
      Highlight Ausserdem will ich noch meinen Respekt über das Hintergrundwissen im Beitrag äussern.
      8 4 Melden
    • Oxymora 26.12.2017 23:18
      Highlight @ Marcus Antonius

      “Man hört immerzu die gleichen, im Grunde belanglosen, Kritikpunkte von Religionsgegnern.“
      Belanglos? Aber Sie haben trotzdem das Bedürfnis zu kommentieren.

      “(ansonsten würde man sie in einem kommentarlosen religionshistorischen Bericht behandeln)“
      Belanglos? Aber lieber doch keine Kommentarfunktion.

      “Ausserdem ..... die Sexualität. Man könnte meinen, es gäbe nichts Wichtigeres in der westlichen Welt.“
      Ohne Sexualität wäre Menschheit sogar auf der ganzen Welt ausgestorben.
      Es sei den, der heilige Geist wäre bereit auch Überstunden zumachen.



      25 2 Melden
    • Helona 27.12.2017 04:05
      Highlight Ähm! Ich weiss aber nicht, ob der Sex mit dem heiligen Geist besonders viel Spass machen würde ;))
      5 2 Melden
    • Haiderfroh 27.12.2017 15:07
      Highlight Natürlich gib es die meiste Zeit des Tages wichtigeres als Sex.
      Aber solange Geschlechtsverkehr in allen Spielarten unter Menschen nicht so selbstverständlich ist wie Händeschütteln, oder "Guten Tag!" sagen, solange haben wir keine artgerechte, gemeinschaftsfördernde Sexualmoral. Und solange kann es keinen dauerhaften Frieden unter Menschen geben.
      Vielleicht ist genau das der Grund für die rigide Sexualmoral in allen Religionen.
      4 2 Melden
    • Marcus Antonius 27.12.2017 15:46
      Highlight Kommentarlos heisst, dass der Journalist keinen Kommentar macht. Das was du meinst sind Leserbriefe.
      Item. Ist ja nicht zu fassen, was hier für eine Wut herrscht. Die meisten Gläubigen wissen wahrscheinlich weniger über solche ältere Dogmen als Religionsgegner. Natürlich nur, wenn es dabei um Sexualität u.Ä. geht (Dinge, die der heute üblichen Lebensweise widersprechen). Es sollte ja auch klar sein, dass das Reden um dieselbe und nicht Sexualität an sich gemeint ist. Ich frage mich, woher der Hass, liberaler Geschichtsunterricht?
      (1/2) fortsetzung:
      0 4 Melden
    • Marcus Antonius 27.12.2017 15:51
      Highlight Schon mal einen katholischen Gottesdienst besucht? Da wird von Selbstlosigkeit und Güte geredet, nicht von Regeln, die sich übrigens von Zeit zu Zeit anders behandelt wurden und mit denen heute jeder frei umgehen kann. So zumindest, wo ich herkomme (Wallis). Ein Bünzli ist wohl einer, der kein Verständnis hat für seine Mitmenschen. Und ihr?
      (2/2)
      0 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.12.2017 12:18
    Highlight Die Hexenverfolgungen in der frühen Neuzeit waren insbesondere auch Mittel der Sozialdisziplinierung, welche nach der Reformation-Gegenreformation eingeführt wurde. (Die Anzahl an Prozessen in jener Zeit ist in reformierten wie in katholischen Gebieten ungefähr gleich hoch.) Bücher durften nur mit einer Genehmigung gedruckt werden, die anderen wurden verbrannt, Fluchen war verboten, jede Heirat, jede Taufe, jedes Kind wurde erfasst,.... Eine Verurteilung hing nicht vom Sachverhalt ab, so konnte die selbe Handlung als Wunderheilung: Heilige oder als Zauberei: Hexe beurteilt werden.
    11 0 Melden
  • pamayer 26.12.2017 11:48
    Highlight Die Kirche stand dem radikalen Islam über tausende von Jahren nichts nach.
    Und Teile der Kirche wollen weiterhin alles lebendige unterdrücken.
    23 5 Melden
  • Ohniznachtisbett 26.12.2017 11:42
    Highlight Ein super Artikel. Danke dafür. Doch der Mensch züchtigt sich auch heute noch. Auch die nicht-religiösen. Sie schinden ihre Körper in unzähligen Fitnesscentren, auf Rennrädern, machen Irionman, laufen Marathon. Immer auf der Suche nach dem eigenen (Seelen)Heil. Gerade heute wird die Lust wieder verteufelt. Wer Samstags feiert und Sonntags schläft, statt sich auf dem Crosstrainer abzumühen, gilt bald als frevelhaft. Pornogerammel gilt als erstrebenswert, auch hier bleibt die Lust auf der Strecke, aber die holt man sich ja mit Schmerz ab km 30 am Marathon. Überlegts euch mal.
    24 5 Melden
  • AMU 26.12.2017 11:19
    Highlight Und noch was zu "Triebe unterdrücken", natürlich muss man Triebe unterdrücken und dagegen ankämpfen. Derjenige der sein Gewicht reduzieren will muss auch oder der der vom Alkohol los werden will. Das ist natürlich, hier wird dies aber bewusst als schlecht und unmenschlich dargestellt. Die 10 Gebote sind Gesetze, die wir auch haben im gesellschaftlichen Zusammenleben. Wenn ich ein Sportwagen habe muss ich auch die 120 auf der Autobahn respektieren und kann auch nicht meine Versuchung (Triebe) nachgehen 200 zu fahren.
    8 13 Melden
    • Heinz Nacht 27.12.2017 10:40
      Highlight "Die 10 Gebote sind Gesetze, die wir auch haben im gesellschaftlichen Zusammenleben." Von den 10 haben wir in unseren Gesetzen etwa 2 festgehalten, nämlich Nr. 6 ("Du sollst nicht töten!") und Nr. 8 ("Du sollst nicht stehlen!"). Die ersten 3 behandeln die Eitelkeit Gottes, Nr. 4 die Heiligkeit des Sabbats und damit das ABSOLUTE Verbot an diesem zu arbeiten, Nr. 5 "Ehre Vater und Mutter" (auch, wenn die einen misshandeln?), Nr. 7 "nicht ehebrechen", Nr. 9 nicht zum Schaden anderer lügen, ist ok, Nr. 10 nicht begehren des anderen Gut (wo ist das Problem, wenn ich dem Begehren nicht nachgebe?).
      8 0 Melden
    • Heinz Nacht 27.12.2017 10:45
      Highlight Fazit: Von den 10 Geboten sind gerade mal 2 in unseren heutigen Gesetzen festgehalten, ein drittes ist im normalen Zusammenleben vernünftig. Die übrigen 7, insbesondere die ersten 3, kann man getrost in die Tonne kloppen. Wieso sollten wir uns auf diese stützen? Zudem wird das wohl wichtigste (Nr. 6, "Du sollst nicht töten") direkt nach der Aufzählung der 10 Gebote gleich wieder relativiert, indem in weiteren Regeln erklärt wird, wann jemand getötet werden darf, soll oder muss. Also hör mir bitte auf zu erklären, dass die 10 Gebote heute auch in der Gesellschaft gelebt würden! Das ist Käse!
      9 0 Melden
    • Oxymora 27.12.2017 11:43
      Highlight Lustig AMU
      vom Gewichtstrieb,
      dem Alkoholtrieb,
      dem Autobahntrieb zum
      katholischen Grundgesetz.

      Die 10 Gebote
      1.Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
      (CH Glaubensfreiheit)

      2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.
      (AMU verwendet Ihn sogar beim bloggen)

      Und so weiter.

      Zum Glück sind die10 Gebote für die Gesellschaft nicht von Bedeutung.
      Weil, was wäre zu tun, wenn sich jemand nicht an die 10 Gebote hält?
      In der Regel muss er/sie gesteinigt werden.

      Dann wär fertig lustig.

      5 0 Melden
  • Gummibär 26.12.2017 08:27
    Highlight Nachtrag für die Zürcher:
    Bis 1701 wurden in Zürich 75 Frauen und vier Männer wegen Hexerei zum Tode verurteilt und bei lebendigem Leib verbrannt. Darunter sieben Frauen und ein Mann aus Wasterkingen, wegen Bündnissen mit dem Teufel.
    2001 entschuldigten sich Regierungspräsident Markus Notter und Kirchenratspräsident Ruedi Reich für das letztere Justizverbrechen.

    26 0 Melden
  • AMU 26.12.2017 07:50
    Highlight Ich bin überzeugt keiner, inklusiv Redaktorin, kennt jemand oder geschweige den, hat mit jemand gesprochen der das Zölibat lebt. Alles Anschuldigungen aus Bücher entnommen und kopiert. Keine anständige Basis nur vom hören sagen. Es gibt zum Glück noch Priester und Nonnen die das Zölibat freiwillig und ohne Zwang leben (ich kenne einige).
    15 90 Melden
    • Fabio74 26.12.2017 12:40
      Highlight und was willst damit aussagen?
      24 2 Melden
  • Gummibär 26.12.2017 07:41
    Highlight Nicht nur die katholische Kirche. Die Sittenzucht wurde von den reformierten Stadt-Staaten Zürich, Bern und Basel weitergeführt.
    Meine Vorfahrin Elisabeth Koprio wurde 1671 in Bern wegen Unzucht verurteilt und auf dem Richtplatz enthauptet. Sie führte offensichtlich einen liederlichen Lebenswandel
    Im gleichen Jahr erlitt Ruedi Märki von Rüfenach, wegen Ehebruchs das gleiche Schicksal.
    Gotteslästerung wurde übrigens mit dem Schlitzen der Zunge bestraft.
    Ich wünsche allen Mitkommentatoren fröhliche und lustvolle Feiertage.
    26 0 Melden
  • AMU 26.12.2017 07:35
    Highlight Die katholische Kirche ist die einzige, die die Frau in ihrer Würde und Stellung adelt. Der Sexismus der modernen Gesellschaft macht die Frau zum Sexobjekt. Man kann sie gebrauchen, wenn man sie nicht mehr will, nimmt man sich einfach eine andere.
    9 96 Melden
    • Oxymora 26.12.2017 11:14
      Highlight Dummerweise sind alle kath. Schriften die ihre Behauptung bestätigen vom Satan durch Fälschungen ersetzt worden?

      "Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen."

      "Das Weib verhält sich zum Manne wie das Unvollkommene und Defekte zum Vollkommenen."

      "Ein männlicher Fötus wird nach 40 Tagen, ein weiblicher nach 80 Tagen ein Mensch. Mädchen entstehen durch schadhaften Samen oder feuchte Winde."

      Thomas von Aquin, Doctor angelicus und Lumen ecclesiae, Patron der katholischen Hochschulen, Kirchenlehrer
      57 1 Melden
    • AMU 26.12.2017 11:41
      Highlight @oxymora
      Wenn man die Jahrhunderte anschaut hat sich auch die Sprache verändert. Auch der Hl. Thomas würde das heute sicher anders sagen. Wenn ich aber die Kommentare hier sehe, muss ich sagen die Sprache hat sich negativ entwickelt. Der Hl. Thomas war auch nicht in allem top wie auch alle anderen. So wird man noch vieles andere finden, damit sie die heutige Situation entschuldigen können und ihr Tun nicht in Frage stellen müssen.
      1 22 Melden
    • Marcus Antonius 26.12.2017 13:50
      Highlight Oxymora, es gab so viele Menschen, die im Rahmen und Namen vieler Dinge ihre unterschiedlichsten Meinung äusserten. Letzten Endes sind Aussagen und Taten einzelner nur repräsentativ für jene Personen selber.
      3 7 Melden
    • Oxymora 26.12.2017 20:23
      Highlight @AMU
      Einverstanden die Sprache hat sich verändert.
      Heute würde man vielleicht sagen:
      Wissenschaftler der theologischen Fakultät haben herausgefunden; dass ein männlicher Fötus ... blabliblabla...
      Unsinn bleibt es trotzdem.

      “Der Hl. Thomas war auch nicht in allem top wie auch alle anderen.“

      Top war er mit Empfehlungen: zum Umgang mit Ketzern und Juden oder zum gerechten Krieg oder wie Kinder, Frauen und Geistesschwache zu ihrem Wohl getäuscht werden müssen.
      Er erschuf sogar die theoretischen Grundlagen für die Inquisition.
      Fehlt nur noch eine nette Sprache unserer Zeit zum Umschreiben.
      11 3 Melden
    • Oxymora 26.12.2017 20:30
      Highlight @ Marcus Antonius

      “Letzten Endes sind Aussagen und Taten einzelner nur repräsentativ für jene Personen selber.“

      Der Hl. Thomas ist zum Patron
      der katholischen Schulen und Hochschulen,
      der katholischen Wissenschaft,
      der Theologen,
      Studenten,
      der Keuschheit und Reinheit
      ernannt worden.
      Seine Werke und seine Ideen sind offizielle Grundlage der katholischen akademischen Ausbildung.

      Ihr Argument ist feuchter Wind.
      10 2 Melden
    • AMU 28.12.2017 09:26
      Highlight @oxymora
      Das ist richtig, der Hl. Thomas war einer der wichtigsten Gelehrten und hat nicht nur die kath. akademische Ausbildung geprägt auch vieles mehr. Sie richten über Andere anhand von einigen Schriften, damit sie die Kirche in Frage stellen können. Somit müssen Sie nicht ihr eigenes Verhalten reflektieren "weil ja der Hl. Thomas und alle anderen so waren..."
      0 8 Melden
  • Glücksbringer 26.12.2017 04:12
    Highlight Sehr gut, Frau Rothenfluh. Gratuliere!
    Es ist Zeit, dass die Wahrheit gesagt wird, immer wieder, denn diese Psychopathen versuchen auch immer wieder die Macht an sich zu reissen und die Welt in ein Jammertal zu verwandeln.
    30 9 Melden
  • Dr.Bogyman 26.12.2017 03:02
    Highlight Schlimm wie die Sexualität anhand der Religion verteufelt wurde. Jetzt müssen wir aber sehr aufpassen dass wir in Zukunft die Sexualität nicht ohne Religion verteufeln.

    In Schweden hat's ja schon angefangen. Oder in Zürich die Freier. Aber die die es sich leisten können f**** wild um sich her.

    Aber egal wenn man die Arschritze von Beyoncé im TV sich betrachten kann, oder sich die Pornos vom Netz runterladen kann ist ja alles gut. ;-)
    8 14 Melden
    • HabbyHab 26.12.2017 12:49
      Highlight in Schweden hat gar nichts angefangen.
      10 3 Melden
  • Joshuuaa 25.12.2017 23:02
    Highlight Lehrreicher, gut recherchierter Artikel! Danke dafür:) Ich möchte nur einen (falschen?) Gedanken ergänzen: "Kein Wunder, hat die Welt danach einen(..) Freud gebraucht(...)" - Ich denke, die Welt hätte ihn auch sonst gebraucht. Begehren und Scham, Begehren und Bruch des Selbstbewusstseins, Begehren und Objektivierung des Anderen gehören bis zu einem gewissen Grade zusammen. Von den unmoralischen Seiten der Sexualität können Prostitierte und Vergewaltigte erzählen. Vielleicht hat also der Scham und die Negativität ebenso zu den schrecklichen Kirchgesetzen geführt, wie die Gesetze zu mehr Scham.
    14 7 Melden
    • My Senf 26.12.2017 22:08
      Highlight Was genau ist denn gut recherchiert in Bezug auf Paulus?
      Beispiel?
      5 1 Melden
    • Haiderfroh 27.12.2017 15:13
      Highlight Freud war auch nur ein Schwätzer.
      Nichts von seiner "Lehre" wurde je bewiesen. Freud's "Lehre" ist eine dogmatische Leere, wie die Bibel auch.
      2 0 Melden
  • AMU 25.12.2017 21:09
    Highlight Anfeindungen wie diese zeigen auf, die Katholische Kirche muss die richtig sein, die Hüterin der Wahrheit. Jesus Christus hat sich in ihr offenbart und mit der Geburt an Weihnachten zeigt er uns wie gütig er ist.
    11 226 Melden
    • kleiner_Schurke 25.12.2017 23:09
      Highlight Und wie zeigt er uns seine Gültigkeiten?
      79 6 Melden
    • aglio e olio 25.12.2017 23:10
      Highlight Die Inanspruchnahme der Wahrheitshütung ist immer eine Lüge.
      121 2 Melden
    • Matti_St 26.12.2017 02:38
      Highlight Nach dem Christlichen Glauben zeigte er seine Güte durch sein Opfer bei der Kreuzigung. Ab nochmals in den Religionsunterricht.
      14 9 Melden
    • Helona 26.12.2017 02:43
      Highlight Am Schluss Ihres Beitrags fehlt eindeutig der Hinweis: Ironie Ende.
      37 0 Melden
    • kleiner_Schurke 26.12.2017 11:35
      Highlight @Matti_St
      Eine sprechende Schlange brachte Adam dazu eine verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis zu essen (Ursünde). Als Strafe dafür werden ALLE Menschen aus dem Paradies geworfen und künftig ALLE Menschen als Sünder geboren. Damit Gott den Menschen diese Ursünde vergeben kann, zeugt er mit Maria einen Gott-Mensch-Hybrid namens Jesus, der eigentlich er selber ist (allerdings erst seit dem Konzil von Nicäa 325). Dieser Gott-Mensch-Hybrid (=Lamm) opfert sich nun (sich) selber damit er (Gott) den Menschen vergeben kann. Ab da gilt: Glaube an Jesus und die Ursüde ist vergeben.
      9 2 Melden
    • kleiner_Schurke 26.12.2017 11:45
      Highlight Das ist die Kernaussage des Christentums und auf dieser dünnen, halbgaren Geschichte basiert die christliche Kultur. Sorry Matti_St aus meiner Sicht tönt diese Geschichte nicht nach göttlicher Inspiration oder DEM moralischen Highround schlechthin. Ich finde dieses Geschichte tönt, nach psychisch auffällig oder einer nazistischen Störung in gröberem Ausmass. Denn wer würde der gesamte Menschheit (aller Zeiten) eine Schuld aufladen, um diese dann nur vergeben zu können, durch das eigenen Opfer an sich selbst? Kann so jemand psychisch gesund sein?
      18 1 Melden
    • Fabio74 26.12.2017 12:42
      Highlight wer für sich die allein gültige Wahrheit gepachtet haben will, der steht auf wackligem Boden.
      11 0 Melden
    • My Senf 26.12.2017 22:17
      Highlight @kleiner_Schurke die Schlange hat Eva die Frucht schmackhaft gemacht und nicht Adam!
      Wenn schon belehren dann bitte richtig!
      Und Gott hat nicht sich selbst geopfert sondern seinen erstgezeugten!

      Oder war Gott 3 Tage Tod und hat sich selbst wieder auferweckt wo doch die Toten kein handeln mehr kennen?!

      Die Dreieinigkeit ist eine, wenn nicht die grösste Lüge der grossen christlichen Sekten (katholische, orthodoxe) !
      5 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.12.2017 00:09
      Highlight My Senf
      Wieso ist die Dreieinigekit eine Lüge????
      0 5 Melden
    • Matti_St 27.12.2017 01:08
      Highlight Nochmals nachdenken... Jesus hat sich für unsere Sünden geopfert.
      Das war an Ostern. Deshalb ist das der höchste Feiertag bei den Katholiken.
      An Weihnachten feiert man nur seine Geburt.
      0 4 Melden
    • kleiner_Schurke 27.12.2017 07:14
      Highlight Und welche Relevanz hat der Zeitpunkt einer Feier für die Diskussion des zentralen Christlichen Dogmas?
      3 0 Melden
    • My Senf 27.12.2017 13:18
      Highlight @Rabbi Wenn etwas nicht wahr ist, dann ist es per Definition unwahr sprich eine Lüge!
      Oder kannst Du aus den Evangelien irgend eine Aussage Jesu aufzeigen die eine Dreieinigkeit auch nur schon andeutet?

      Umsomehr wenn Jesus selbst immer von seinem Vater spricht und den heiligen Geist den Helfer nennt!

      Es ist deshalb die grösste Lüge, weil sie Gott verleugnet. Und danach kommt gleich die Lehre von der Hölle weil sie Gott noch entehrt! Oder kennst Du irgend ein Bibelvers mit dem Wort Hölle?
      3 0 Melden
    • kleiner_Schurke 27.12.2017 14:45
      Highlight Ja den hier:
      Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du Narr!, der soll dem Feuer der Hölle verfallen sein..." Mt. 5; 21,22,27-29 (Bestandteil der Bergpredigt!)
      1 2 Melden
    • kleiner_Schurke 27.12.2017 14:46
      Highlight Oder den hier:
      Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten. (Lk 12;5)
      oder den hier:
      Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß' es aus und wirf' es weg! Denn es ist besser für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird" Mt. 5; 21,22,27-29 (Bestandteil der Bergpredigt!)
      1 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.12.2017 14:52
      Highlight My senf
      Wenn du behauptest, dass etwas eine Lüge sei, dann solltest du auch aufzeigen können, wie es denn richtig sei.
      Warum soll die Dreieinigkeit Gott verleugnen? Wie?
      Und nur weil kaum (nicht nichts) davon in den Evangelien steht, heisst das doch nicht, dass es gelogen ist.

      Und wer sagt, dass die Evangelien nicht lügen?

      Es gibt einen Haufen Verse querbeet durch die Bibel und Evangelien, wo die Hölle erwähnt wird. Du scheinst deine Bibel nicht so gut zu kennen.
      0 4 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.12.2017 14:55
      Highlight My senf
      "Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,..."
      Matth 28:19

      Dann ist es wohl Matthäus der lügt.
      1 4 Melden
    • My Senf 27.12.2017 18:04
      Highlight @kleiner_Schurke

      ja gut, ich gehe bei solchen "Dogmatischen" Diskussionen natürlich von der ursprünglichen Bibel aus oder denen die ihr am nächsten kommen!
      in der Vulgata zB steht an diesen Stellen "gehennam" sprich Ge·henʹna (reference Bibel)
      Bei solchen Themen halte ich mich an ursprüngliche Übersetzungen. Gehenna hat nichts mit Hölle zu tun wie viele mittelalter Übersetzer es gerne schrieben, damit man sich da auch freikaufen kann....
      2 0 Melden
    • My Senf 27.12.2017 18:11
      Highlight @Rabbi Jussuf
      Es ist mir klar, dass ein Rabbi nicht an die Evangelien glaubt (in diesem Sinn ist mir auch nicht klar wieso er sich einer christlichen Diskussion anschliesst...)

      Nun in Apg. 15:28 steht zB Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen,

      hmm gehören nun die Apostel auch zum Heiligen Geist und der Dreieinigkeit? Wäre es dann eine Mehreinigkeit oder wie. Oder kann der Heilige Geist sich selbstständig (ohne die zwei andere Persönlichkeiten) mit anderen verbinden?

      Da musst Du schon mehr liefern als Math. 28:19!

      Und als Rabbi solltest Du wissen was die Gehenna war oder?
      2 0 Melden
    • kleiner_Schurke 27.12.2017 18:33
      Highlight Ah Senf dann kommen wir also auf die Apologeten Schiene deren Antworten sehen dann immer etwas so aus:
      - ich bin keine Experte, kann das nicht beurteilen
      - du bist kein Experte, kannst das nicht beurteilen
      - das AT gilt nicht
      - das Zitat ist aus dem Kontext gerissen
      - das muss man im historischen Kontext sehen
      - du kennst die Bibel nicht
      - du kennst meine Version der Bibel nicht
      - usw.
      5 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.12.2017 23:35
      Highlight My senf
      ob da Gehenna stand oder nicht, bleibt sich gleich. Hölle ist Hölle. Diese Übersetzung ist schon richtig.
      Ich weiss schon was Gehenna URSPRÜNGLICH bedeutete, aber auch das war nur ein Bild für das, was man sich so als Hölle vorstellt.

      Ich muss überhaupt nichts liefern, habe das freiwillig getan Mt 28:19.
      Auch hier, es ist völlig unbedeutend, was in den Evangelien steht, weil was da steht ist etwa so glaubwürdig wie die Trinität. Es gab ja Jahrhunderte lang Streit darum: Monophysiten, Arianer, Jakobiner und weiss der Geier was sonst noch. Sie konnten sich nicht einigen.
      0 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 27.12.2017 23:38
      Highlight Die Christen deuteten das AT komplett um, dann darf sich ein Rabbi wohl auch in christliche Diskussionen einmischen, oder ihr Christen müsstet die Finger vom AT lassen.
      1 2 Melden
    • My Senf 27.12.2017 23:58
      Highlight Nein @schurke
      Da kommen wir ans Eingemachte!

      Und da gelten hören sagen nicht

      Hölle ist eine „Neuzeit“ Übersetzung und hat nichts mit der Gehenna zu tun!

      Die Gehenna war quasi die Müllverbrennung ausserhalb Jerusalems die Tag und Nacht also ewig brannte!

      Dort wurden tote „entsorgt“ die kein Grab „verdienten“

      Es gibt nichts wofür ich mich entschuldigen muss. Es gibt nur eine Wahrheit
      Entweder man ist an ihr interessiert oder man redet sich, wie die meisten hier, ein die Kirchen und deren Oberhäupter sind daran schuld dass ich nicht an Gott glaube. Was leider auch wahr ist!
      2 1 Melden
    • kleiner_Schurke 28.12.2017 09:15
      Highlight Ich als Anti-Theist, will dich sicher nicht zum Glauben führen. Ich stelle lediglich fest das deine Argumentation nun sogar christlichen Apologeten ähnelt.
      0 0 Melden
    • My Senf 28.12.2017 09:25
      Highlight @Rabbi
      Danke für die Offenbarung!

      Es erübrigt sich somit, wie leider vermutet, jede weitere Diskussion ...
      2 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 28.12.2017 12:20
      Highlight My senf
      In der Tat erübrigt sich ein weiteres Gespräch mit jemandem, der so auf seiner "Wahrheit" hockt und damit Argumenten verschlossen bleibt.
      1 2 Melden
    • My Senf 28.12.2017 12:57
      Highlight Ah der @Schurke

      Bevor da noch die Kommentare abgedreht werden, noch ein Wort.

      Ich habe das Vorrecht, die Septuaginta in Griechisch zu lesen und die NT Bücher ebenfalls. auch deswegen waren mir die Höllen Zitate der Elberfelder zB nicht mehr präsent...

      Ich habe ziemlich nichts mit den Apologeten gemein und muss weder das Christentum noch meinen Glauben "Verteidigen". Was ich gerne mache ist hinzuweisen, dass Gott nichts mit den grossen Chr. Sekten und Ihren Dogmen zu tun hat sondern diese Erfindungen deren jeweiligen "Führern" sind.
      Das ist alles in der Bibel nachzulesen wenn man den will
      1 1 Melden
  • Follower 25.12.2017 21:05
    Highlight Ich finde den Artikel mühsam. Es ist eine lange, nicht enden wollende Ausführung über die menschlichen Abgründe in kirchlichem Kontext. Dass menschliche Dummheit nicht vor Kirchenmauern halt macht, ist schon länger bekannt. Resultiert hieraus ein positiver Effekt? Ich wage zu zweifeln. Sonst hätte man vielleicht Hinweise hinzugefügt, wo jemand bereit war etwas zu lernen. Das meiste in dem Text ist schon mehrere hundert Jahre her. Ich habe irgendwie nicht den Eindruck, dass die Kirchen heute noch wie im Mittelalter funktionieren.
    38 122 Melden
    • phreko 25.12.2017 22:49
      Highlight Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. (aber scheint dich nicht zu interessieren...)

      Die Kirche ist nicht weiter. Es folgen ihr bloss weniger Menschen.
      70 10 Melden
    • aglio e olio 25.12.2017 23:07
      Highlight https://mobil.news.at/a/exorzismus-gegenwart
      5 2 Melden
    • kleiner_Schurke 25.12.2017 23:14
      Highlight Genau diese Kirche schreibt sich eben ganz riesengross Nächstenliebe und Feindesliebe auf die Fahne und predigt es seit 2000 Jahren von der Kanzel. Doch speziell aus diesem "überirdisch göttlich" inspirierten Umfeld, aus diesem moralischen Highground würde man eben gerade nicht erwarten, dass menschliche Dummheit regiert wie überall sonst auch, sondern etwas anderes. Wenn in der Kirche exakt dieselbe Dummheit regiert wie überall sonst - wozu brauche ich dann überhaupt eine Kirche?
      57 11 Melden
    • kleiner_Schurke 25.12.2017 23:32
      Highlight Ja Blitzer erklär mir das bitte, wozu brauche ich dann eine Kirche? Nicht nur blitzen und flitzen, sondern argumentieren. Wenn möglich göttlich inspiriert und nicht nur immer dieselben überholten Argumente.
      26 12 Melden
    • karl_e 25.12.2017 23:46
      Highlight Die Evangelikalen in den USA und ihre Ableger hierzulande sind geistig vor mehreren hundert Jahren stehen geblieben, Follower. Damit verglichen sind die Katholiken, (sogar die Pius-Bruderschaft) beinahe fortschrittlich.
      39 2 Melden
    • Follower 26.12.2017 00:18
      Highlight Selbstverständlich machen die Leute in den Kirchen dieselben Dummheiten wie alle anderen auch! Es ist unrealistisch zu denken, dass sich Kirchgänger mind. 20 % besser benehmen als alle anderen. Und, um zu Ihrer Frage zurückzukommen: vielleicht sollte ich sie einmal umdrehen; was könnten Sie der Kirche bringen?
      6 26 Melden
    • kleiner_Schurke 26.12.2017 06:41
      Highlight Ich? Na ich würde sie sofort abschaffen.
      31 3 Melden
    • phreko 26.12.2017 14:39
      Highlight Eine gesunde Portion Humanismus und Wissenschaft: Ergo deren Abschaffung.
      9 0 Melden
  • Thinktank 25.12.2017 20:10
    Highlight Guter Artikel. Die Religionen der letzten Jahrtausende hat uns zu verklemmten und degenerierten Menschen gemacht. Wir haben keine Probleme, Flüchtlinge und Feinde ertrinken zu lassen oder mittels Bomben in die Luft zu sprengen oder sonst zu massakrieren. Beim Sex sind wir aber total verklemmt. Wenn man unsere nächsten Verwandten Schimpansen anschaut, von denen wir uns vor 5 Mio Jahren getrennt haben, dann leben wir in einer Sexdepression. Die haben den ganzen Tag Sex, mit wem auch immer. Maslow hat schon lange das Grundbedürfnis erkannt. Die meetoo-Debate führt wieder tausend Jahre zurück.
    35 88 Melden
    • dä dingsbums 26.12.2017 01:01
      Highlight Ich hätte Deinem Kommentar fast zugestimmt, aber dann hast Du es mit dem letzten Satz versaut.
      71 9 Melden
    • supremewash 26.12.2017 01:51
      Highlight Äh, nein.
      18 3 Melden
    • Helona 26.12.2017 02:52
      Highlight Habe mal eine Dokumentation über Schimpansen gesehen. Vergewaltigung und Unterdrückung gehören bei denen zum Alltag. Auf so einen Mist kann ich gut und gerne verzichten. Überhaupt, was ist das für ein Argument: Die Schimpansen vögeln den ganzen Tag, hui, sind wir verklemmt! Wenn du willst, kannst du das auch tun. Es verbietet es dir keiner.
      35 1 Melden
    • Enzasa 26.12.2017 06:42
      Highlight Thinktank Schade, die metoo Debatte ist ein weiterer Schritt heraus aus Scham und Demütigung. Ein Schritt Richtung Wahrheit und Offenheit.
      Wäre es nicht für alle gut, wenn jeder offen sagt ich will Sex mit dir und jeder weiß, was ich mache ist ok.
      Aber aktuell gibt es zur Zeit, die, die glauben nur durch ihre sozialen Status können sie eine Frau anmachenund nutzen so ihre Macht aus (Erpresser) und der Gegenpart macht mit, gegen den eigenen Willen (unterdrückte) weil sie Angst vor Repressalien haben.

      Ich fand ihren Kommentar bis zum letzten Satz richtig gut.
      26 4 Melden
    • Begra 26.12.2017 12:31
      Highlight ähm doch, die meetoo Debatte führt in meiner Wahrnehmung dazu, dass vor allem die Offenheit zu verdeutlichen, dass das Gegenüber in die sexuelle Präferenz passt, verhindert wird. Ich hab schon Clips gesehen, in denen Frau total ausflippt, nur weil der Typ ihr ein freundliches "Hallo" entgegen brachte.
      3 3 Melden
  • #10 25.12.2017 19:24
    Highlight Nachtrag zum Zölibat: Die Verteufelung der Frau hatte tatsächlich eine hässliche Tradition in der Exegese des Neuen Testaments; zumindest bei einem Teil der damaligen Theologen. - Entscheidend für die historisch anhaltende Stellung des Zölibats war meines Wissens aber ein anderer, viel profanerer Grund: Die Kirchenleitung (aka "der Vatikan") hatte im Mittelalter grösste Schiss, dass sich das Vermögen der röm.-katholischen Kirche durch Familiengründungen aufsplittern würde. Man stelle sich mal vor, 6 Kinder eines Abts erben eine Basilika, ein Kloster, ein Weingut...
    90 0 Melden
    • Anna Rothenfluh 25.12.2017 19:38
      Highlight Also haben wir einen finanziellen, einen altersbedingten und einen territorialen Aspekt, vielen Dank fürs Ausführen.
      63 6 Melden
    • leisnic 26.12.2017 02:17
      Highlight Nope. Kirchengut war kein Privatgut & ab 470 per Synode nicht veräusserbar. Abgesehen davon: Ich find's ja toll, wenn historische Themen hier so viel Platz kriegen, aber dann bitte genauer recherchieren & das elende Wissenschafts-Bashing unterlassen (sh. Kasten zu Deschners Kritikern)! Bspe: Constantin hat das Christentum nicht zur Staatsreligion erhoben, sondern nur erlaubt, die offizielle Erhebung kam unter Theodosius 380. Oder Robert den Bulgaren als Beispiel der damaligen Geisteshaltung aufzuführen, ist unsachgemäss, wurde er doch von seinen Zeitgenossen als Zelot kritisiert & verurteilt!
      11 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 26.12.2017 12:01
      Highlight Der Hauptgrund für das Zölibat war wohl noch ein anderer, nämlich dass man nicht Ämter vererben konnte und die Macht bei der Kirche blieb. Auch fiel das angehäufte Vermögen von verstorbenen Prälaten automatisch an die Kirche. Es ging also nicht um Grundeigentum, das sowieso der Kirche oder Klöstern gehörte.
      4 3 Melden
  • fiodra 25.12.2017 19:10
    Highlight Ein guter und wichtiger Artikel.

    Neben der Unterdrückung der Sexualität, des Körperlichen und der Frauen wurde durch die Kirche das Traumleben und die Beschäftigung mit Träumen unterdückt, da man sich vor den Succubi und Incubi fürchtete, welche Männern und Frauen lüsterne Gedanken eingaben. Diese Unterdrückung wirkt trotz Freud bis heute weiter.
    33 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 18:51
    Highlight "In der Wirklichkeit der meisten Menschen war Kirche keine universale Organisation mit dem Papst an der Spitze, sondern die Kirche im eigenen Dorf (...). Wichtig war für die Mehrzahl der Menschen der für sie zuständige Pfarrer (...) wenn wir mit dem Zeitalterbegriff Mittelalter christliches Mittelalter assoziieren (...), wird auch überdeckt, dass die meisten Menschen in diesem christlichen Mittelalter durch die christliche Religion in einem sehr geringen Masse geformt waren." Boockmann, Hartmut. Einführung in die Geschichte des Mittelalters. C.H.Beck, S. 114.
    27 7 Melden
  • sowhat 25.12.2017 18:18
    Highlight Wow, was für eine grandiose Arbeit! Ich bin echt beeindruckt.👏
    37 19 Melden
  • amore 25.12.2017 18:08
    Highlight Dabei ist der spielerische Umgang mit der uns geschenkten Sexualität etwas vom Schönsten, was Menschen erleben können. Die Kirchen wären sehr gut beraten, dieses vollkommene Glück zu preisen statt schlecht zu machen.
    82 9 Melden
  • ThePower 25.12.2017 17:30
    Highlight Danke für diese weihnächtliche Gruselreise durch die Vergangenheit. Unvorstellbar, diese Grausamkeiten. Stimmt nachdenklich wenn man sich ausmalt, wie Generationen von Menschen das (Sex-)Leben wortwörtlich zur Hölle gemacht wurde. Dazu kommt eine unsägliche Doppelmoral die in dieser Institution bis heute anhält. Zum Glück haben die heute keine allzu grosse Macht mehr und ich bin wirklich froh, in einer freien, aufgeklärten Gesellschaft leben zu können. In dem Sinn, frohe Weihnachten euch allen
    102 9 Melden
    • Helona 26.12.2017 03:03
      Highlight Noch bis weit ins 20. Jahrhundert könnte eine Frau schuldig ( Schuld war damals einThema) geschieden werden, wenn sie ihrem Gatten die "eheliche Pflicht" verweigerte. Leider habe ich auch heute noch den Eindruck, dass es noch (oder wieder) Männer gibt, die glauben, einen gottgegebenen Anspruch darauf zu haben.
      15 2 Melden
    • who cares? 26.12.2017 10:48
      Highlight Einen Grund gibt es aber, dass man früher nicht einfach ein jedem mit jedem und freie Lust praktizieren konnte: fehlende Verhütung und fehlender Schutz von sexuell übertragbaren Krankheiten. Für Frauen war jede Geburt ein Risiko. Also kann ich dieses kein Sex vor der Ehe noch verstehen, dass Risiko nachher mit einem Kind alleine dazustehen war zu hoch. In entwickelten Ländern heute zum Glück kein Problem mehr.
      5 0 Melden
    • Klaus07 26.12.2017 14:16
      Highlight <Zum Glück haben die heute keine allzugrosse Macht mehr> Da muss ich ihnen leider wiedersprechen. Obwohl die tratitionellen Kirchen über einen Mitgliederschwund klagen, haben Freikirchen massiven zulauf. Die Freikirchen verfügen über grosse Finanzielle Mittel und bauen im Verborgenen ein grosses Netzwerk auf, das bereits bis nach Bundesbern reicht. In der USA sind es vorallem Jesuiten und Juden die in der GOP und in der Regierung das sagen haben. Ziel ist es, Dinge wie Homoehen und Abtreibungen abzuschaffen. Weltweit haben nur wenige Staaten eine strickte Trennung von Kirche und Staat.
      6 2 Melden
  • aglio e olio 25.12.2017 17:27
    Highlight Die Kirche versprach den Himmel, und erschuf die Hölle auf Erden.
    96 14 Melden
  • gege 25.12.2017 16:58
    Highlight Braucht es wirklich so einen Artikel an Weihnachten? Bin nicht sehr gläubig, weiss aber, dass viele katholische Priester viel Gutes tun. Das ist inetwa wie Sie am 1. Mai einen Artikel über die Linken und ihre Beziehung zu Kindern in den 70er Jahren schreiben würden.
    47 153 Melden
    • phreko 25.12.2017 17:55
      Highlight Ja und? Immer schön wegschauen...
      88 20 Melden
    • skankhunt42 25.12.2017 18:05
      Highlight Die Realität hort an Weihnachten oder am 1. Mai nicht einfach auf Realität zu sein, nur weil man sie nich wahrhaben möchte.
      89 13 Melden
    • gege 25.12.2017 18:19
      Highlight Wer schreibt etwas von wegschauen?
      18 30 Melden
    • gege 25.12.2017 18:39
      Highlight Genau. Aber wieso nicht ein schöner Artikel an Weihnachten statt etwas Negatives, das vor ein paar hundert Jahren geschrieben wurde?
      14 75 Melden
    • Enzasa 26.12.2017 06:47
      Highlight Vielleicht weil an Weihnachten ein paar Menschen Zeit und Muße haben sich damit auseinandersetzen.

      Weil 9 Monate nach Weihnachten in der Regel viele Kinder geboren werden und der Artikel somit einen besonderen Bezug hat
      11 1 Melden
    • Klaus07 26.12.2017 14:21
      Highlight Das was vor paar Jahrhunderten geschrieben wurde beeinflusst noch immer unser Leben. Und die Wahrheit ans Licht bringen ist nicht Negativ sondern sehr Positiv und äusseres Wichtig. Diese Themen sollten sogar in unseren Schulen gelehrt werden. Ich finde Weihnachten sogar der genau richtige Zeitpunkt, wenn alle Menschen so tun, ob sie ganz lieb und nett wären um ein paar Tage später wieder ihr böses Inneres auszuleben.
      7 0 Melden
  • kleiner_Schurke 25.12.2017 16:53
    Highlight Bei den orthodoxen Christen ist es bis heute so, dass menstruierende Frauen nicht zur Eucharistie zugelassen sind (da unrein). Wie auch immer ein orthodoxer Vater erkennen wollte, ob ein Frau menstruiert oder nicht. Offensichtlich wird es ja erst dann, wenn eben eine nicht zur Eucharistie antritt. Hat bei mir immer ein grösseres Kopfschütteln ausgelöst.

    Wenn man es sich überlegt, ist das eigentliche Highlight ja aber, dass eine Frau wegen eines bisschen Blut zu unrein ist, als dass sie das Blut ihrer Gottes trinken dürfte. Orthodoxe Logik!
    93 10 Melden
  • Gigi,Gigi 25.12.2017 16:53
    Highlight Ein etwas gar wilder und einseitiger Ritt quer durch die Jahrhunderte. Nicht, dass das so im Einzelnen nicht stimmt - vor allem das Lustfeindliche der Kirche - aber man oder frau? müsste das schon etwas mehr in einen Gesamtkontext sehen.
    36 68 Melden
    • phreko 25.12.2017 17:57
      Highlight Weshalb einseitig? Welcher Gesamtkontext?
      38 12 Melden
    • Gigi,Gigi 25.12.2017 19:31
      Highlight An phreko. Die Kirche und die Religion waren nicht die einzigen, die Einfluss auf das Denken der Menschen im Mittelalter hatten. Die Kirche und die Obrigkeit! nahm zum Teil einfach die Ängste und die Denkweise der Menschen auf und verstärkte dies zu ihren Gunsten. Beispielsweise das Unwissen über die Zusammenhänge von Seuchen, Naturkatastrophen etc. Dies kam der herrschenden Klasse ganz allgemein zu Gute, und nicht nur der Kirche.
      25 18 Melden
    • Klaus07 26.12.2017 14:23
      Highlight Im Mittelalter war die Kirche das Weltbild der Menschheit. Da gab es nichts anderes.
      6 2 Melden
  • AlteSchachtel 25.12.2017 16:49
    Highlight guter Artikel!

    Ich vermisse jedoch die Erwähnung der ersten Frau, die von Gott geschaffen wurde. Eine teilweise witzige (vor allem die jüdische Version) und interessante Geschichte , die zeigt, dass der Hexenwahn schon sehr früh begann und schon Adam Angst vor starken Frauen hatte. ;-)
    48 7 Melden
  • Bonzino 25.12.2017 16:42
    Highlight Was sagt uns der Artikel, der gut recherchiert wurde? Wenn die Sexualität verdammt wird, ist etwas im argen. Wir sind auf bestem Weg dazu.
    44 11 Melden
    • Klaus07 26.12.2017 14:26
      Highlight Bei #meetoo wird nicht die Sexualität verdammt, sondern das ausnützen, aufzwingen und aufdrängen von Sexualität. Sobald beide Partner einverstanden sind, kann die Sexualität in all seiner Formen genossen werden.
      11 1 Melden
    • Haiderfroh 27.12.2017 15:36
      Highlight @Klaus07
      Nein, Sex darf nicht in allen Formen genossen werden. Da gibt es einige gesetzliche Schranken.

      Die #meetoo-Debatte ist sexfeindlich. Weil sie das gegenseitige Einverständnis von etwas, was im Normalfall selbstverständlich ist, zu etwas macht, was im Normalfall nicht selbstverständlich ist.
      Das macht den Sexualakt zu einem juristischen Minenfeld für die Beteiligten, weil das Einverständnis kaum beweisbar ist und es rückwirkend verneint werden kann.
      Wer sich nach dem schwedischen Modell sicher nie strafbar machen will, darf ausschliesslich nur mit sich selbst Sex haben.
      0 0 Melden
  • Majoras Maske 25.12.2017 16:39
    Highlight Was für ein grandioser und lehrreicher Artikel, danke. Alleine zu sehen wie diese hoch-heiligen, unabänderbaren Regeln entstanden, lässt sie ja eigentlich schon in sich zusammenbrechen.
    36 17 Melden
  • meine senf 25.12.2017 16:37
    Highlight Irgendwie kapiere ich diese religiösen Logiken nicht.

    Wenn Gott die Menschen inkl. ihrer Fortpflanzung geschaffen hat, diese aber etwas böses sei, kann es nur folgende Erklärungen geben:

    - Gott ist ein Stümper, der bei der Schöpfung Fehler machte (und die Menschen massen sich an, gescheiter als Gott zu sein, weil sie seinen Fehler erkennen).

    - Gott ist böse und will uns quälen.

    - Eine stärkere Macht als Gott hat in der Schöpfung reingepfuscht.

    All das wäre doch Gotteslästerung?

    Ein Geschenk abzulehnen ist doch eine Beleidigung? Also würde man doch Gott beleidigen, wenn man Sex böse sei?
    89 8 Melden
    • _kokolorix 25.12.2017 17:16
      Highlight Religion kennt nur einen Logik. Die Logik der Macht. Es geht darum, den gemeinen Menschen ein Leben vorzuschreiben welches sie unmöglich so leben können, Dinge zu verbieten auf welche die Menschen unmöglich verzichten können, man denke nicht nur an Sex, sondern auch z.B. an das Fasten. All dies dient nur dazu, dass sich die Menschen schuldig fühlen und von dieser Schuld konnten sie sich jederzeit bei den Mächtigen befreien lassen. Gegen Bezahlug und Unterwerfung, Leistung von Frohndienst und sexuelle Ausbeutung.
      Ein Schelm wer böses dabei denkt
      89 11 Melden
  • Staatsgebeutelter 25.12.2017 16:27
    Highlight Guter fundierter Artikel
    30 17 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 16:24
    Highlight Nun in meiner Erkenntnis der von Grund auf von Männern verfassten Bibel, geht die Eifersucht und die mit ihr folgende Verfluchung aus halbwegs gebändigter Machtlosigkeit bereits beim Adam und Eva Geschichtli los. Da war doch Friede, Freude und Eierkuchen im Paradies bis "zufälligerweise" Eva sich von der Schlange bezirzen lies und den Apfel ass. Seither ist es ironischerweise aus mit dem Paradies. Jedes Hobby Gericht erkennt die Schuldigkeit und Ursachen.

    Der Glauben sitzt schier unendlich tief in jeder Seele.

    Aber müssen es solche billigen Gebrüder Grimm Märchen sein?
    11 27 Melden
    • Abbaio 25.12.2017 17:00
      Highlight Eva verführt Adam. Warum kann es nicht umgekehrt sein: Adam verführt Eva? Mögliche Antwort: der Mann wusste nie mit 100%iger Sicherheit ob das Kind von ihm ist! Deshalb musste er der Frau ständig misstrauen. Aus diesem Misstrauen heraus entstand das Bild von der triebgesteuerten Verführerin.
      31 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 17:40
      Highlight Wölfli

      Die einzige Sicherheit im Leben.

      Irgendwann ist es vorbei.

      Sprach vom Apfel und nicht vom Paarungsakt.

      Das Vertrauen oder die Toleranz unter den Geschlechter bzw. Partnern ist bis heute etwa auf dem Niveau Prähistorie festgefahren.

      Verbessung nicht in Sicht.

      Gefühlglaubweissapparate sind schwierig zu steuern und im besten Fall gegen Ende des Lebens knapp durchschaut.
      5 7 Melden
    • sowhat 25.12.2017 18:25
      Highlight Hä? Ich hab aber im Religionsunterricht gelernt, dass es ausser Adam und Eva niemanden gab. Von wem hätte es denn also sein sollen 😉
      11 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 19:16
      Highlight Nehmen Sie die Bibel doch nicht so wörtlich. ;) Gerade die Schöpfungsgeschichte. Sie müssten sich sonst noch ganz viele Sachen fragen ...
      13 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 19:18
      Highlight Sowhat

      Vielleicht waren von mir (Uraffen) dort.

      Die waren auch spitz wie Nachbars Lumpi.

      Nein im Ernst. Die Bibel sollte bildlich interpretiert werden.

      Die Kirche weiss selbst, dass vieles nicht nehr zeitgerecht ist.

      Es war von Anfang an vieles unklar und so ist es im Prinzip heute noch bis zum Schluss.

      Die primitive Unterdrückung der Frau bzw. die vollwertige Anerkennung der Frau ist nur fair im Jahre 2017/2018, denke ich.
      5 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 19:39
      Highlight Der Glauben sollte mit aktueller Philosophien umgebaut werden.

      So könnte etwas wahrlich Sinnvolles entstehen.



      Im letzen Kommentar hatte ich offenbar zu wenig deutlich auf die meines Erachtens dringende Gleichberechtigung in der Bibel und der realen Welt von Mann und Frau hingewiesen. Sorry.

      Das bedeutet für beide Geschlechter noch mehr Arbeit im Paradies auf Erden.😅
      6 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 19:41
      Highlight Also diesbezüglich möchte ich mich jetzt auch mal ganz differenziert ausdrücken und eine Koryphäe in diesem Gebiet zitieren. Olaf Schubert erklärt die Jahrtausende währende Unterdrückung des weiblichen Geschlechts durch das männliche so: „Weil es sich bewährt hat.“
      18 3 Melden
    • Abbaio 25.12.2017 19:48
      Highlight @sowhat. Wenn stimmen würde, was Sie schreiben, müssten Adam oder Eva ihre Geschichte gleich selber aufgeschrieben haben. Das erste Testament mit der Geschichte von Adam und Eva wurde erst ca. 500 vor Christus aufgeschrieben, im babylonischen Exil. Da war die Verteufelung der weiblichen Sexualität längst Mainstream.
      8 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 19:53
      Highlight Bestimmt gibt es auch andere Gründe.
      16 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 19:58
      Highlight Fux

      Sklaven Unterdrückung hat sich auch sehr lange bewährt.

      Ist im Prinzip bis heute nicht abgeschafft.

      Schwach der Schluss von Schubert. War wohl kurz vor Feierabend sein letzter Gedanke.
      4 5 Melden
    • sowhat 25.12.2017 20:16
      Highlight Oookeee, bitte enschuldigt alle die meinen Comment als ernst gemeint aufgefassthaben. Er war mit einem riesengossen Augenzwinkern gemeint. (auch wenn man es mir tatsächlich so eigebracht hat.)

      Ach Uiund den alten Olaf liebe ich, seine sprüche sind so offensichtlich doof und schräg, dassldas?keiner so für bare Münze nimmt. Sowenig wie er selbst.
      7 2 Melden
    • AlteSchachtel 26.12.2017 08:25
      Highlight Um das Märchen etwas auszuweiten:

      Vielleicht ist die Vertreibung aus dem Paradies auch die Strafe für Adam, weil er die erste Frau, die Gott mit (! nicht aus seiner Rippe) ihm geschaffen hat, vertrieben hat...

      https://de.wikipedia.org/wiki/Lilith
      6 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.12.2017 11:15
      Highlight Alte Pfanne

      Kann sein. Wer weiss? Der 3 Groschen Roman Bibel gibt nur wenig brauchbares her.


      Übrigens:

      Das Paradies ist immer hier auch wenn die Menschheit die Welt vielerorts zur Hölle macht. Das ändert daran gar nichts. Das Paradies bleibt.

      L.G. Geniesse die Zeit mit Dankbarkeit.
      6 0 Melden
    • AlteSchachtel 26.12.2017 12:36
      Highlight das jüdische Geschichtenbuch gibt mehr her.

      und übrigens danke, ich geniess es. Ich finde solche Geschichten im historischen und soziologischen Kontext interessant, ärgern können sich andere.

      Ist die "Pfanne" ein "Freudscher" oder bewusst zum Thema eingesetzt?
      4 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.12.2017 15:31
      Highlight Die Pfanne

      Ich als heitere Person habe die Pfanne als Synonym für Schachtel interpretiert.


      Auf alten Pfannen lernt man kochen.

      Ob Freud je an Pfannen gearbeitet hat entzieht sich meiner Kenntnis von Psychoanalytikern.

      Bleib fit, liebe teure alte Schachtel. 😘
      0 0 Melden
  • Spooky 25.12.2017 15:52
    Highlight Hammer Artikel! Danke!
    Habe aber erst die Bilder angeschaut und die rosa Zwischen...wie sagt man...gelesen.

    Kann aber schon jetzt behaupten, dass wir seit dem Mittelalter im Prinzip nicht weitergekommen sind.
    35 22 Melden
  • Stachanowist 25.12.2017 15:39
    Highlight "Die Frau verfügt nicht über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso verfügt der Mann nicht über seinen Leib, sondern die Frau. ***Entziehe sich nicht eins dem andern***, es sei denn eine Zeit lang, wenn beide es wollen, dass ihr zum Beten Ruhe habt; und dann kommt wieder zusammen, damit euch der Satan nicht versuche, weil ihr euch nicht enthalten könnt." (Kor 7:4-5).

    Sehe hier die Sexfeindlichkeit Paulus' nicht. Aus heutiger Sicht stockkonservativ, weil kein Sex ausserhalb der Ehe (=Unzucht, Satan), aber im historischen Kontext Standard. Innerhalb der Ehe soll man es laut P. tschäddere lo.
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    • Haiderfroh 27.12.2017 15:45
      Highlight Wow, dieser Vers ist das totale Gegenteil von lustfeindlich. Dieser Vers fordert eine Lustgarantie für Mann und Frau.
      Hier wird klipp und klar gefordert, dass die Frau die Beine breit machen muss, wenn der Mann es will. Und umgekehrt, dass der Gatte seine Ehefrau besteigen muss, wenn sie das will.
      Heute ist diese Forderung gesetzeswidrig (Vergewaltigung in der Ehe).
      Wer ist hier nun prüde?
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  • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 15:32
    Highlight Dieser Artikel besteht aus einer Aufzählung von eineitigen Aussagen kirchlicher Exponenten im Zusammenhang mit Sexualität - teils aus dem Kontext gerissen. Keine dieser Aussage wird in einen grösseren historischen Kontext eingebettet und mit keinem Wort wird wiedergegeben, ob diese Aussagen eine Folge für das Alltagsleben hatten. Katholiken als lustfeindlich darzustellen, ist schon fern der Realität. Der Artikel wurde einzig verfasst, um die Kirche als Lusttöter darzustellen. Das sagt mehr über die Schreiberin aus und ihrer Beziehung zur Kirche als über die historische Realität. Das am 25.12.?
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    • Anna Rothenfluh 25.12.2017 16:07
      Highlight Bussbücher zeigen sehr gut, wie es um die Realität stand. Dort wurden die Strafen für sex. Handlungen festgelegt, was schön aufzeigt, dass sich weder das Volk noch die Kleriker an ihre eigenen Gesetze hielten. Selbst wenn die Menschen nicht danach lebten, ist doch die Auswirkung auf das Gewissen enorm, wenn einem eingetrichtert wird, dass die Sexualität etwas Schlechtes ist. Zudem habe ich alles in einen historischen Kontext gebettet; warum die Menschen den Schmerz suchten, wie es zum Zölibat kam, warum die Frau unterdrückt wurde. Was sagt es über dich aus, das alles zu verneinen?
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    • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 16:32
      Highlight Ich finde es auch deshalb schade, am 25.12. ein solches Bild der Kirche zu zeichnen, weil die Kirche heute sehr aktiv ist in der Betreuung sozial schwacher Menschen, Drogenabhängigen, Obdachlosen, sie unterstützt viele Hilfswerke oder hat sie selber gegründet (Caritas, HEKS). Dabei macht die Kirche das sehr unauffällig. Ihr Ansatz ist dermassen einseitig, dass er mir ungerecht erscheint.
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    • Anna Rothenfluh 25.12.2017 16:37
      Highlight Das kann ich absolut nachvollziehen, und es war überhaupt nicht die Absicht des Artikels, die guten Taten der kirchlichen Hilfswerke in den Dreck zu ziehen. Es geht aber hier nicht um das Gebot der Nächstenliebe (das in der Vergangenheit leider auch tausendfach korrumpiert wurde, zb. mit den Kreuzzügen), sondern um die Geschichte der Sexualität. Und ich bin dankbar, dass ich nun sehe, was dein eigentlicher Beweggrund ist, mir eine unhistorische Vorgehensweise vorzuwerfen.
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    • Abbaio 25.12.2017 16:50
      Highlight @David Fux. Wenn bei der Kritik an der kichlichen "Sexuallehre" der historische Kontext jemals massgebend gewesen wäre, würde sie den heutigen historischen Kontext darin einfliessen lassen. Tut sie aber nicht. Oder nur langsam und unfreiwillig unter dem Druck von Kirchenaustritten.
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    • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 16:54
      Highlight Die Bussbücher interpretieren Sie auch falsch: Die Existenz dieser Bücher beweist ja gerade, dass sich die Menschen in ihrem Alltag nicht an die Weisungen der Kirche gehalten haben. ;)
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    • Elderwand 25.12.2017 16:59
      Highlight @Fux

      Was du machst ist Whataboutismus in Reinform.

      Artikel: «Die Kirche hat durch die sexuelle Unterdrückung extrem viel Leid und Schaden angerichtet.»

      «ABER HILFSWERKE!!!»
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    • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 16:59
      Highlight @Wölfli beim Lamm: Den historischen Kontext zu berücksichtigen würde mal im Minimum bedeuten, zu berücksichtigen, dass es sich um eine Zeit vor der Aufklärung handelt. Aber unsere heutige Sicht über die Zeit des Mittelalters zu stülpen, das geht so nicht. Lesen Sie Borowsky, Vogel, Wunder. Einführung in die Geschichtswissenschaft; Goetz. Proseminar Geschichte: Mittelalter; Boockmann. Einführung in die Geschichte des Mittelalters und viele mehr.
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    • Anna Rothenfluh 25.12.2017 17:00
      Highlight Das hab ich ja geschrieben, einmal im Artikel und einmal im obigen Kommentar. Natürlich hatte die Kirche ein Interesse daran, dass immer wieder gesündigt wurde, das war ja gerade das lukrative Geschäft mit dem schlechten Gewissen! So. Und nun wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten.
      57 11 Melden
    • sowhat 25.12.2017 18:30
      Highlight Natürlich, wie hätte die Kirche sonst den Ablasshandel in Gang bringen sollen.
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    • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 19:20
      Highlight Auch hier wieder völlig oberflächlich und undifferenziert. "Ablass" war ja ursprünglich, dass man nach einer Sünde den Armen Almosen gab zwecks Wiedergutmachung - gar nicht, dass man der Kirche etwas gab. Der Ablasshandel uferte beispielsweise beim notorisch verschuldeten Ppst Leo X aus, aber das war dann schon in der Renaissance. Der Artikel oben handelt ja praktisch nur vom ach so finsteren Mittelalter. :) Es ist einfach alles ein bisschen komplexer, als einem wohl genehm ist. Nicht, dass mein Kommentar dem gerecht würde ...
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    • TheMan 25.12.2017 22:34
      Highlight Na Frau Rothenfluh, Sie wissen auch, warum es die Kreuzzüge überhaupt gab? Das hat mit der Unfriedlichen Expansion der Muslimen zu tun. Übrigens Mohammed, falls er jemals gelebt hat. War selber ein Jude. Ein Radikaler. Er wollte Christen verfolgen, da die nicht den Jüdischen Glauben, glaubten. Da die Obersten Juden ihm dies Verboten haben. Führte er danach Krieg gegen Juden und Christen. Die Kreuzzüge hatten den Zweck, Jüdische/Christlich Städte zurück zu Erobern und deren Karawanen zu Schützen. Die Assasinen waren das Pure gegenteil. Leute, die jagt nach Kreuzritter machten, unter Drogen.
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    • G3N33 26.12.2017 07:49
      Highlight @TheMan
      Die Muslime expandierten um einiges friedlicher als die Christen. Sie zwangen beispielsweise niemanden in den eroberten Gebieten zu konvertieren. Der Missionierungsgedanke war dort nicht Ziel der Expansion! Bei den Christen sehr wohl.
      Bei den Kreuzzügen ging es um Macht. Konkret darum diejenige des Papstes zu vergrössern. Begründet mit dem Missionierungsgedanken. Sprich alles „ursprünglich“ christliche zurück zu erobern(was auch immer „ursprünglich“ heissen soll).
      Und Jesus war übrigens anfangs auch nur der Anführer einer kleinen, jüdischen Sekte. Der Erfolg dieser ist purer Zufall!!!
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    • 〰️ empty 26.12.2017 11:42
      Highlight „Und kämpft gegen sie, bis es keine Verführung mehr gibt und bis die Religion gänzlich nur noch Gott gehört. Wenn sie aufhören, so sieht Gott wohl, was sie tun.“ Sure 8, Vers 40

      „Diejenigen, die sich Gott und seinem Gesandten widersetzen, die gehören zu den Niedrigsten.“ Sure 58, Vers 20-21

      „O ihr, die ihr ungläubig seid, entschuldigt euch heute nicht. Euch wird nur das vergolten, was ihr zu tun pflegtet.“ Sure 66, Vers 7-8
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    • Gelöschter Benutzer 26.12.2017 13:14
      Highlight Päpstlicher als der Papst ihr frommen Lämmlein.
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  • Stachanowist 25.12.2017 15:30
    Highlight Ein Artikel über Paulus' Frauen- und Sexverachtung ohne ein einziges Pauluszitat? Wow, das muss man erstmal schaffen.

    Oh doch, da ist ein Zitat! Nur ist enthält es dem Leser den zweiten Teil des Satzes vor. Warum eigentlich?

    "Ich wollte aber lieber, alle Menschen wären, wie ich bin; aber ein jeglicher hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so."

    So klingt das Ganze schon etwas weniger niederträchtig.

    Eine schöne Buchzusammenfassung, doch ein wenig mehr Dreidimensionalität und Primärquellen hätten dem Text sicher gut getan.
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  • sir_kusi 25.12.2017 15:28
    Highlight Warum hört die „Geschichte“ ungefähr im Mittelalter auf? Will die Autorin suggerieren, das diese Zustände bis heute anhalten? Mit dem Weglassen der seitherigen Entwicklung macht sie die Kirche bzw das Christentum schlechter als sie/es heute ist (egal ob man den heutigen Zustand gut oder nicht findet). Schade.
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    • Anna Rothenfluh 25.12.2017 16:10
      Highlight Es stimmt, der Fokus liegt klar auf dem Mittelalter. Weil in diesen Jahrhunderten die Kirche am mächtigsten war und die Menschen am meisten prägte. Das Beispiel mit der Masturbation reicht bis ins 19. Jahrhundert, der Ehebruch konnte bis weit ins 20. Jahrhundert strafrechtlich verfolgt werden und das Zölibat haben wir ja bedauerlicherweise bis heute noch.
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    • sowhat 25.12.2017 18:37
      Highlight Ich fand nicht, dass es da aufhört, für mich ist das 20ste Jrh längst nicht mehr Mittelalter und die Autorin hat beängstigene Beispiele aus dieser Zeit gebracht. Dass der Schwerpunkt hingegen im MA liegt, liegt einzig daran, dass dies die monströseste Zeit der Kirche war; die uns bis heute gnadenlos beeinflusst.
      27 8 Melden
    • sir_kusi 25.12.2017 22:50
      Highlight Dein Kommentar, sowhat, zeigt genau das Problem: Du denkst, das sei die Zeit, „die uns bis heute gnadenlos beeinflusst“. Das ist kompletter Unsinn. Seit dem MA haben Reformation, Aufklärung, vat. Konzile und vieles mehr stattgefunden, was die Kirche zu dem gemacht hat was sie heute ist. Leider wird das von der Autorin (absichtlich?) weggelassen. So bekommt der Leser verständlicherweise ein völlig falsches Bild (egal ob einem das gefällt oder nicht). Und egal, ob nun einzelne Beispiele bis in die (Fast-)Gegenwart überdauert haben. Das ist in keinem Verhältnis.
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  • Abbaio 25.12.2017 15:14
    Highlight Sehr gute Arbeit. Sehr fundiert. Als gläubige Katholikin muss ich sagen: stimmt leider Alles. Durch die Verteufelung der Sexualität hat die Kirche sehr viel Leid über die Menschheit gebracht.
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    • evand 25.12.2017 21:25
      Highlight Ja, wobei nicht alleine die RKK dazu beigetragen hat. Queen Viktoria hat da sehr viel beigetragen.
      3 1 Melden
    • Klaus07 26.12.2017 13:59
      Highlight Und warum dann immer noch bei diesem Verein? Das ist doch paradox?
      5 0 Melden
  • DonPedro 25.12.2017 15:02
    Highlight Als Ausgleich zur Geschichte der sexuellen Unterdrückung empfehle ich, wieder mal den Decamerone zu lesen und- zu schmunzeln.
    15 1 Melden
  • bilbo 25.12.2017 14:46
    Highlight Grandioser Artikel, Danke!
    309 38 Melden
  • RozaxD 25.12.2017 14:35
    Highlight So einen Artike finde ich an Weihnachten nicht besonders angebracht, sorry...
    31 172 Melden
    • Elderwand 25.12.2017 14:55
      Highlight Erkläre bitte genauer warum.
      93 12 Melden
    • moedesty 25.12.2017 15:00
      Highlight @roza: wenn du dieser meinung bist hast du den artikel nicht verstanden.
      58 7 Melden
    • Olaf! Team #JaBillag 25.12.2017 15:13
      Highlight Höhö was hat denn der Artikel über das Christentum mit der Wintersonnenwende zu tun?
      61 11 Melden
    • Abbaio 25.12.2017 15:18
      Highlight Insofern find ich den Artikel angebracht, dass Jesus, dessen Geburri wir feiern wahrscheinlich jedem Satz darin zustimmen und die Kirche auffordern würde, endlich Abbitte zu leisten und den menschenfreundlichen Weg einzuschlagen.
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    • sowhat 25.12.2017 18:41
      Highlight Richtig Wölfli und jetzt das Gedankenspiel von Peter Blunschi dazu lesen und es ergibt sicn irgendwie eine gerade Linie.
      Für mich schön, dass die stärksten Watsons an freien Tagen schreiben.
      Danke dafür
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Hab' ich da gerade «Picdump» gehört?

Und so einfach geht's: 

1. watson-App öffnen ...

... oder allerspätestens jetzt downloaden, hier: iPhone / Android

2. Aufs Menü (drei farbige Strichli rechts oben) klicken

3. Unten Push-Einstellungen antippen und bei Picdump auf «ein» stellen, FERTIG.

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