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ZUM 100. JAHRESTAG DES BESCHLUSSES ZUR ERRICHTUNG DES SCHWEIZERISCHEN NATIONALPARKS IM ENGADIN AM 3. APRIL 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - At

Bild: Keystone

Nationalpark-Jubiläum

Volksfest unter dem Motto «100 Jahre echt wild» läuft im TV

Der Schweizerische Nationalpark (SNP), der erste Nationalpark der Alpen, wird dieses Jahr 100 Jahre alt. Rund um dieses Jubiläum sind verschiedene Aktivitäten geplant. Höhepunkt ist ein Volksfest am 1. August in Zernez GR. «La Festa» wird landesweit im Fernsehen übertragen.

27.03.14, 15:46 27.03.14, 16:40

Verschiedene Attraktionen sind geplant. Darunter Konzerte, Strassenkünstler und eine Feuershow. Ein Kinderprogramm inklusive Konzert der Band «Silberbüx» ist geplant. Natürlich darf auch die obligate Festwirtschaft nicht fehlen. Am offiziellen Jubiläumsakt nimmt zudem Bundesrätin Doris Leuthard teil, wie OK-Präsident Andrea Hämmerle sagte.

ZUM 100. JAHRESTAG DES BESCHLUSSES ZUR ERRICHTUNG DES SCHWEIZERISCHEN NATIONALPARKS IM ENGADIN AM 3. APRIL 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Ein Hirsch im Schnee beim Parkplatz 6, aufgenommen im Schweizerischen Nationalpark bei Zernez im Kanton Graubuenden am 16. Oktober 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Hirsch im Nationalpark. Bild: Keystone

Nebst dem Volksfest sind im Laufe dieses Jahres weitere Aktivitäten vorgesehen, darunter das im Juli und August stattfindende Freilichtspektakel «Laina Viva». Bereits im Februar eröffnet wurde die Jubiläumsausstellung im Nationalparkzentrum Zernez. Sie ist noch bis Anfang 2015 zu sehen. 

«Schön wäre es auch, wenn er ein oder zwei Geschwister bekäme.»

OK-Präsident Andrea Hämmerle zum Nationalpark

Geburtstag feiern heisse aber nicht nur zurückzublicken, sondern auch in die Zukunft zu schauen. Die grösste Schwäche des Parkes bestehe in dessen Kleinheit, sagte Hämmerle. Vielleicht gelinge es eines Tages, den Nationalpark zu vergrössern. «Schön wäre es auch, wenn er ein oder zwei Geschwister bekäme.» 

«Kern der Ferienmarke Schweiz»

Heinrich Haller, Direktor Schweizerischer Nationalpark, spricht an der Medienkonferenz

Heinrich Haller. Bild: PHOTOPRESS

Schweiz Tourismus nimmt das Jubiläum zum Anlass, den Nationalpark als «Kern der Ferienmarke Schweiz» zu bewerben, wie Direktor Jürg Schmid sagte. Der Nationalpark biete alles, was ein touristisches Spektakel ausmache. 

Mit mehrtägigen Pauschalangeboten locken die Engadiner Tourismusorganisationen Besucher in die Bergregion. Am «Nationalpark Special» vom 1. Mai bis 31. Oktober beteiligen sich rund 80 Hotels, Pensionen und Jugendherbergen. Die Rhätische Bahn als offizielle Transportpartnerin bietet verschiedene Sonderfahrten an. 

Der Slogan zum Jubiläum lautet «100 Jahre echt wild». Eigentlich handle es sich nicht um einen Nationalpark, sondern um ein Wildnisgebiet, sagte SNP-Direktor Heinrich Haller. Der Nationalpark mit einer Ausdehnung von 170 Quadratkilometern sei das am besten geschützte Gebiet der Alpen.

Nicht immer braucht es die ordnende Hand des Menschen.

Heinrich Haller, SNP-Direktor

Zugleich sei der SNP das grösste Freiluftlaboratorium zur Erforschung der Natur der Schweiz sowie ein Zentrum für Naturpädagogik und Umweltbildung. «Die hundertjährige Geschichte zeigt, dass wir durchaus mehr Vertrauen in natürliche Entwicklungen haben dürfen», sagte Haller. Nicht immer brauche es die ordnende Hand des Menschen. 

Der SNP ist Teil des Netzwerks Schweizer Pärke, zu dem 16 Regionale Naturpärke und ein Naturerlebnispark gehören. Derzeit gibt es noch zwei weitere Nationalpark-Projekte in der Schweiz, den Parc Adula sowie das Progetto Parco Nazionale del Locarnese. 

Pioniergeist und Durchsetzungsvermögen 

Zur Gründung des ersten Nationalparks der Alpen war Anfang des 20. Jahrhunderts viel Idealismus, Pioniergeist und Durchsetzungsvermögen nötig. Konservative Kreise verhalfen der Idee zum Durchbruch. Sie gründeten den «Schweizerischen Bund für Naturschutz», der mittlerweile zu Pro Natura mutiert ist. 

ZUM 100. JAHRESTAG DES BESCHLUSSES ZUR ERRICHTUNG DES SCHWEIZERISCHEN NATIONALPARKS IM ENGADIN AM 3. APRIL 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Stephan Brunies (1877-1953) aus Basel, Schweiz, in einer undatierten Aufnahme, hat den Schweizer Bund fuer Naturschutz als langjaehriger Sekretaer massgeblich mitgegestaltet und gilt als ein Mitbegruender des Schweizerischen Nationalparks. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/STR)

Heinrich Brunies, langjähriger Sekretär des Bunds für Naturschutz (heute Pro Natura), gilt als Mitbegründer des Nationalparks Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Der Verein pachtete ein Tal am Rand der Schweiz. Dort wollten sie einem Stück Gebirgsnatur die Erhaltung sichern. Der Nationalrat liess sich für die Idee begeistern. Am 27. März 1914 beschloss er die Gründung eines schweizerischen Nationalparks im Engadin, der bereits am 1. August desselben Jahres offiziell eröffnet wurde. (tvr/sda)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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