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«Wer ungesund lebt, soll mehr bezahlen» – Das halten die watson-User von der «elektronischen Handfessel» für Krankenkassen-Mitglieder



Vor kurzem berichteten wir, dass in Deutschland eine Krankenkasse beschlossen hat, den Kauf von Fitness-Trackern zu subventionieren. Eine Recherche bei den zehn grössten Schweizer Versicherungen zeigt: Auch wir sind auf dem besten Weg zum gläsernen Patienten.

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Nutzt du Apps aus dem Bereich Gesundheit und Fitness?

1,771 Votes zu: Nutzt du Apps aus dem Bereich Gesundheit und Fitness?

  • 40%Ja
  • 60%Nein

Das Thema ist brisant, weshalb wir die Diskussion nochmals aufgreifen wollen. Dazu präsentieren wir dir die besten Kommentare der watson-User auf unseren letzten Artikel. 

Kein Problem – oder vielleicht doch(?)

«Die Objektivierung des Ichs.»

Joël

«‹Der Präventions- und Gesundheitsnutzen entsteht primär aus Bewegung und Verhalten. Dies fördert Helsana zum Beispiel durch Zuschüsse an die Gebühren von uns anerkannter Fitnesscenter.› 
Auf den Punkt gebracht.»

stadtzuercher

«Soll derjenige mehr bezahlen, der ungesünder lebt. Völlig logisch eigentlich. Allerdings müsste noch einiges mehr beachtet werden. Schwimmen ist viel gesünder als joggen. Joggen ist gesünder als Fussball spielen. Nicht rauchen ist gesünder als rauchen. Und so weiter.»

Picknicker

«Das ist doch nichts anderes als die ‹Blackbox›, die man sich ins Auto machen kann, um eine billigere Prämie zu kriegen, oder?»

rasca

«Diese Geräte sollen motivieren, sich seinen Handlungen bewusster zu werden und sich zu verbessern. Das Armband ist so wenig störend wie eine Uhr.»

bebby

«Die Krankenkassen brauchen diese Daten gar nicht. Es reicht schon zu wissen, dass Ihre Kunden ein solches Gerät benutzen und sich damit selber zu einem gesünderen Lebensstil motivieren.»

bebby

FILE - In this July 31, 2015, file photo, Republican presidential candidate Wisconsin Gov. Scott Walker's fitness tracker is seen on his wrist as he meets with local residents at Tom and Tiff's diner in Glenwood, Iowa. Walker is counting steps on his FitBit. Jeb Bush swears by a paleo diet. Bobby Jindal is a self-proclaimed

«Das Armband ist so wenig störend wie eine Uhr.» Bild: Charlie Neibergall/AP/KEYSTONE

So nicht – oder zumindest nicht so(?)

«Das ganze erinnert mich ein wenig an die Fussfesseln, mit denen man Straftäter auf Urlaub überwacht».

Sagitarius

«Vielleicht sollte man sich überlegen, Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) und Krankenkassen zusammenzulegen. Sportverletzungen kosten die Unfallversicherer und Arbeitgeber hohe Summen während die Krankenkassen (KK) vom gesünderen Lebenswandel der Kunden profitieren. Ergo: Indem die KKs zu mehr Sport animieren, tragen die NBUVs die Kosten dieser Entwicklung.»

flvv

«Ich habe ein neuen Job erfunden. Fitbit- und Apple-Uhr-Träger. Für eine kleine Summe trage ich hundert Fitbits und laufe ein paar Mal rum.»

christianlaurin

«Was passiert wenn ich das Messgerät an einem Hund oder an einer Katze befestige?»

Marnost

Worauf «Stitches» antwortete:

«Je nach Katze wird man davon ausgehen, dass du wahrscheinlich arbeitslos bist und ca. 19 Stunden am Tag auf dem Sofa rumliegst.»

Stitches

«Kool: einfach einen Uhrenschüttler kaufen (gibt es schon) und schon glaubt die KK man sei ultrafit!»

gfc

«Dies ist wieder typisch Krankenkassen. Am liebsten würden die uns auch noch vorschreiben, was wir essen müssen und wann wir uns Bett gehen; ob wir im eigenen Bett schlafen oder in einem fremden. Dann könnten die uns wieder Kosten aufbrummen wegen Risikoverhalten. Aus der Sicht des Persönlichkeitsschutzes ist diese Schnapsidee ja gar nicht machbar. Wäre es der 1. April, könnte man wenigstens darüber lachen.»

Alex Moeller

wearable

Auch eine brisante Frage: Was soll alles erfasst werden? Bild: shutterstock

«Riecht mittelfristig nach indirektem Vermessungszwang: Wer sich nicht vermessen lässt, zahlt ein Mehrfaches an Prämien. Ich möchte mich nicht 24/7 tracken. Das habe ich mal im Rahmen einer Uni-Arbeit einen Monat lang gemacht; ich habe einerseits mit der Zeit das Armband als störend empfunden und andererseits halfen mir diese Zahlen nur bedingt. Die Krankenkassen möchten mit den Vergünstigungen auf Geräte die Volksgesundheit verbessern – top, kann ich dahinterstehen. Aber wer sich nicht mehr spürt und auf den eigenen Körper hören kann, ist nicht gesund.»

Rafa D

«Zu Deutsch: Wer sich kein solches Gerät kauft wird mit höheren KK-Prämien bestraft.»

EvilBetty

Und dann noch ein Tipp

«Passend dazu kann ich folgendes Buch empfehlen: ‹ZERO. Sie wissen, was du tust.›»

Cmo

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484 Votes zu: Würdest du ein intelligentes Armband tragen, das dir hilft, gesünder zu leben?

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • kiawase 24.08.2015 08:54
    Highlight Highlight Immer wieder interessant, auf welch kranke Ideen die Technokraten kommen; George Orwell wäre begeistert darüber wie unsere Gesellschaft seine Visionen umsetzt und das vor allem wegen der Unfähigkeit der Politik, mit gesunden Regeln und Gesetzen das Leben der Bevölkerung zu gestalten, zum allgemeinen Wohl.
  • Karl33 23.08.2015 17:40
    Highlight Highlight Raucher, Übergewichtige, Frauen, solche mit Genetischen Schäden etc bezahlen in Zukunft also auch mehr als Gesunde? Nicht wirklich weit gedacht mit dieser peinlichen Argumentation pro Daten Sammeln.
  • User01 23.08.2015 17:30
    Highlight Highlight Wie um Himmels Willen kann man diese Datensammelwut gutheissen? Watson, bitte übernehmen Sie Aufklärungsarbeit. Vorlage: John Oliver zu Snowden und Die Anstalt zum BND Skandal. Danke im Voraus.
  • Nick Name 23.08.2015 15:41
    Highlight Highlight Und was bekommen jene, die alltäglich Velo fahren und zu Fuss gehen? Die Rolltreppen und Lifte nicht benutzen? Die sich beruflich körperlich betätigen? Die sich selbst gesundes (was auch immer das genau heisst ...) Essen zubereiten?
    ... Die überhaupt durch ihre Lebensweise dazu beitragen, dass weniger Giftstoffe und sonstige Emissionen in die Umwelt geraten, und damit für ein bisschen mehr Gesundheit bei allen sorgen?
    Gratis Krankenkasse, oder?

    KK könnte viel Gscheiteres tun als Fitnessstudios/-apps finanzieren: Z.B. ihren hirnverbrannten Werbeaufwand vermindern. Gegen Ärzte-Boni angehen.
  • Heroic Kaiser 23.08.2015 15:03
    Highlight Highlight Das ist der Anfang von Repomen...
  • Tatwort 23.08.2015 12:44
    Highlight Highlight Für mich gibt es nur Gründe, diese "Fitness"-Armbänder - im Klartext: Überwachungsgeräte - nicht zu benutzen.
    Erstens gibt es keine Möglichkeit, aufgrund der Daten objektive Resultate zu erzielen.
    Zweitens wird "Gesundheit" so definiert, wie es den Krankenkassen passt.
    Drittens sind die Geräte relativ leicht zu manipulieren. Wer "bescheisst", kann sich bessere Prämien erschwindeln.
    Viertens: Die "Fitnessdaten" können beliebig anderweitig genutzt und verwertet werden.
    Fünftenst: Die Daten werden in der Regel nicht sicher aufbewahrt - Fremdnutzung kann niucht ausgeschlossen werden.
  • Yelina 23.08.2015 12:34
    Highlight Highlight Klugscheiss: User flvv hat nur bedingt recht, denn die NBUV-Prämie wird üblicherweise vom Lohn des Arbeitnehmers in Abzug gebracht, belastet also mehr diese als die Arbeitgeber.
    Zum Thema: Ich finde es gut, wenn die KKs ihre Versicherten so zu mehr Bewegung motivieren will. Aber wenn diese Daten benutzt werden sollten, um uns zu erziehen, bin ich dagegen.
    • amore 23.08.2015 14:14
      Highlight Highlight Wenn die Prämien vom Lohn abgezogen werden, heisst es noch lange nicht, dass die Prämien vom Arbeitgeber bezahlt werden. Viele Arbeitgeber bezahlen nur einen Teil der Prämien oder gar keinen. Schön, wenn Sie bei einem Unternehmen arbeiten, das die gesamte Prämie bezahlt.
    • Yelina 23.08.2015 14:23
      Highlight Highlight Laut Gesetz (UVG) muss der Arbeitgeber die BU- und NBU-Prämie an die Versicherung bezahlen, NBU aber nur, wenn der Arbeitnehmer mehr als 8 Stunden pro Woche für ihn arbeitet. Die NBU-Prämie darf vom Lohn des Arbeitnehmers abgezogen werden. Tut mir leid für Sie, wenn Sie bei einem Arbeitgeber arbeiten, der Sozialabgaben illegal nicht abliefert.

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