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Dialäkt Äpp

So sagt der Schweizer zum Überrest eines Apfels. Die Universität Zürich hat das Dialekt Äpp entwickelt. 
bild: plos one

Reden bald alle nur noch Züri- oder Bärndütsch, Herr Gasser?

Markus Gasser ist Mundart-Spezialist und beschäftigt sich jeden Tag mit Schweizerdeutsch. Im Interview sagt er, warum Mundart ein Erfolgsmodell ist, welche Dialekte sich durchsetzen und wie die sozialen Medien unsere Sprache beeinflussen. 



Wie geht es dem Schweizerdeutsch?
Markus Gasser:
Also wenn man uns Zweien so zuhört, geht es dem Schweizerdeutsch gut, oder? Wir sprechen Mundart miteinander, das ist schon mal ein wichtiger Punkt. In der Deutschschweiz reden alle Menschen, in jeder Situation – so formell sie auch sein mag – Mundart miteinander. Das ist der Grund, weshalb Mundart in der Schweiz selbstverständlich ist. Sie ist nicht gefährdet im Sinne, dass wir sie nicht mehr brauchen. Die Mundart wird nicht in Frage gestellt.

Kann man sagen, Mundart boomt?
Ja, in den letzten Jahrzehnten hat sich die Mundart tatsächlich zu einer Art Boom entwickelt. ​Dies auch, weil sie in neue Domänen aufgenommen worden ist. Während unsere Grosseltern im Radio und im Fernsehen noch kaum Mundart gehört hatten, hat sich dies heute ins Gegenteil gewandelt. Die Medien sind sehr geprägt von der Mundart. Bei uns, beim SRF1, werden ausser den Nachrichten alle Sendungen in Mundart moderiert. Bei SRF3 ebenfalls. Auch die regionalen Radio- und TV-Sender sind wichtig für die Vermittlung der Mundart, die machen alles auf Schweizerdeutsch. 

Markus Gasser

Markus Gasser

Markus Gasser ist der Mundart-Spezialist bei SRF. Seine Hintergrund-Sendung Schnabelweid läuft einmal pro Woche am Donnerstagabend von 21 Uhr–22 Uhr auf SRF1. Die Sendung widmet sich ausschliesslich der Mundart. Zudem erklärt Gasser auf demselben Kanal täglich ein Mundart-Wort oder einen Nachnamen. Gasser ist Dialektologe. Er arbeitete in Basel an Flurnamenbüchern, am Variantenwörterbuch des Deutschen und unterrichtete an der Universität Basel Dialektologie. (feb) 

Alleine an den Medien liegt der Boom ja aber wohl nicht
Nein. Die Mundart hat sich im Gegensatz zu früher immer mehr in die Schriftlichkeit verlagert. ​Während sich unsere Eltern höchstens Liebesbriefe oder Ferienkarten auf Mundart schrieben, findet heute bei den Jüngeren praktisch die ganze private Schriftlichkeit über die elektronischen Medien auf Mundart statt. Der Mundart geht es gut. Sie ist, wirtschaftlich ausgedrückt, ein Wachstums- und kein Schrumpfmarkt. 

Wann genau hat denn der Boom begonnen?
Ich würde jetzt mal sagen: im Jahr 1968. Damals gab es einen gesellschaftlichen Umbruch: weg von Normen, hin zum Individuellen. Die engen, sozialen Verpflichtungen, Grenzen und Normen wurden aufgebrochen. Rückblickend kann man sagen, damals fand eine Befreiung aus den Fesseln der alten, gesellschaftlichen Zwänge statt. Dadurch wurde auch die Sprachfreiheit grösser. Natürlich schauen die Lehrer heute immer noch auf die Rechtschreibung. Dass ein Kind richtig schreibt, ist jedoch nicht mehr das höchste aller Gefühle. Orthografisch sind sie deshalb vielleicht nicht mehr so gut wie früher, dafür sind sie sprachlich viel freier.

«Die Entwicklung unserer Sprache ist schlicht nicht aufzuhalten.»

Markus Gasser

Aber in der Schule lernen die Schüler immer noch Hochdeutsch schreiben. Auch wenn auf die Orthografie heute weniger Gewicht gelegt wird, was hat das mit dem Vormarsch der Mundart zu tun?
Es gibt den linguistischen Fachbegriff «Diglossie». Vereinfacht gesagt heisst das, dass zwei eng verwandte Sprachvarietäten – meist Standardsprache und Dialekt – nebeneinander existieren, aber unterschiedliche Funktionen erfüllen. Bis in die Nachkriegszeit ging das: Hochdeutsch zum Schreiben, Mundart zum Reden; die Grenzen dieser Funktion wurden selten überschritten. Heute ist das überhaupt nicht mehr so. Zum einen kam die Mundart ganz stark in die Schriftlichkeit und in formalere, formellere Situationen. Und zum anderen ist das Hochdeutsche viel stärker in die Mündlichkeit gekommen. Dies geschah durch die Vermischung der Bevölkerung, durch die Globalisierung, durch die vielen Deutschen, die heute bei uns leben und all die Fremdsprachigen, die kein Schweizerdeutsch sprechen. Diese doppelte Bewegung führt zu einer stärkeren Vermischung der beiden Ebenen. Die Schwelle für die gegenseitige Durchdringung ist heute viel niedriger. 

Finden Sie diese Entwicklung gut?
Ich möchte mich jetzt hier nicht als Hüter der Mundart aufspielen. Aber die Mundart ist mein Projekt, das ich beobachte. Ich würde leiden, wenn ich die Entwicklung in der Mundart als negativ betrachten würde. Die Entwicklung unserer Sprache ist schlicht nicht aufzuhalten. Allerdings ist es schon so, dass ich zum Beispiel, wenn meine Kinder nach Butter fragen, antworte: Nein, Butter hatte es keine mehr, Anken hingegen schon. ​

Markus Gasser, SRF

Markus Gasser weiss fast alles über Schweizerdeutsch.  
bild: srf

Gibt es Wörter, denen Sie nachtrauern?
Ich komme aus Nunningen im Kanton Solothurn. ​In dieser Region sagte man früher zum Beispiel Tomarte. Noch meine Grosseltern sprachen Tomate mit einem R, mit einem sogenannten Spross-Konsonanten aus. Oder sie sagten Solz, statt Salz. An solchen Wörtern habe ich Freude. Dass sie verschwinden, finde ich schon schade. Aber die Sprache ist nicht da, um sich um Schönes und Altes zu kümmern. Die Sprache ist da als Kommunikationsmittel, das funktionieren muss. Als Kommunikationsmittel, mit welchem man in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Informationen transportieren kann. 

«Was zweifellos zu beobachten ist, ist eine Tendenz zum Regiolekt. Die Mundart der Region Zürich, die Mundart der Region Bern.»

Markus Gasser

Wie verändert sich die Mundart in den verschiedenen Regionen?
In urbanen Gebieten, in Agglomerationen ist der Wandel der Mundart dynamischer. Hier ist die Vermischung der Bevölkerung viel grösser, weil es mehr Zuwanderer hat als auf dem Land. Und dann gibt es noch den Spezialfall Bern.

Inwiefern ist Bern speziell?
Obwohl Bern eine grössere Stadt ist, spielen hier Kräfte wie in ländlichen Regionen, wo man sich gegen Fremdes stärker wehrt und sich deshalb die Sprache, wie gesagt, weniger vermischt. Bern ist resistenter, weil es sich als sprachliche Gemeinschaft fühlt​. Dies ganz im Gegensatz zu Zürich. In Zürich ist die Sprache kaum Thema, in Bern hingegen ist sie ein grosses. Die Berner Mundartkultur ist riesig, es ist die älteste und grösste der Schweiz. Sei das nun in der Musik oder in der Literatur. Viele Mundart-Strömungen kamen und kommen aus Bern. 

Das Tram Nummer 3 faehrt am 25. Mai 2007 durch die Marktgasse in Bern. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

The tram number 3 drives through the Marktgasse lane to the last stop Saali in Berne, Switzerland, pictured on May 25, 2007. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Den Hauptstädtern ist die Sprache wichtig.
Bild: KEYSTONE

Sie sagten, die Mundart vermische sich mehr und mehr. Gleichzeitig sprechen Sie von einer Berner und einer Zürcher Szene. Stimmt es, dass unsere Mundart auf eine Art duale Sprache hinsteuert? Dass es in Zukunft nur noch die Berner und die Zürcher Mundart gibt?
Nein. Der Trend geht aber Richtung Regiolekt. Also zur Mundart einer grösseren Region wie Bern, Basel, Zürich, Luzern oder St.Gallen. 

«Die Verknappung unserer Sprache finde ich eine Qualität.»

Markus Gasser

Weshalb?
Es gab eine Zeit, da zogen die Städter aufs Land. Umgekehrt arbeiten die vom Land in der Stadt. Dadurch haben sich die Dialekte vermischt. Dazu kommen die Zuwanderer. Mit der Durchmischung der Bevölkerung gibt es auch eine Durchmischung der Mundart. 

Was sagen Sie zur angeblichen Verbalkanisierung der Mundart?
Es heisst, die Jugendlichen können unsere Sprache nicht mehr, der sogenannte Balkan-Talk mache sie kaputt. Das ist garantiert nicht so. Dieser Balkan-Talk ist schon jetzt beinahe kein Thema mehr, er war es in den 90er- und 00er-Jahren. Das war ein Jugendsprach-Phänomen. Aber die meisten Jugendlichen legen das ab, wenn sie ins Berufsleben einsteigen. Es ist ein Phänomen, dass in der Jugendsprache ganz einfach viel ​experimentiert und abgegrenzt wird. Ein Teil davon bleibt in der Sprache, ein Teil fällt wieder weg. Das ist ein normaler Prozess.

ZUR HANDY-STUDIE DER ZHAW (ZUERCHER HOCHSCHULE FUER ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN) STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH 23. MAERZ 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. GEMAESS DER STUDIE KOENNEN HANDYS DIE SCHLAFQUALITAET DER JUGENDLICHEN BEEINTRAECHTIGEN. - Jugendliche mit ihren Mobiltelefonen und den dazugehoerenden Applikationen auf dem Zuercher Turbinenplatz am 12. Maerz 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Smartphones verändern unsere Sprache.
Bild: KEYSTONE

Wer unsere Sprache auch beeinflusst, sind die neuen technischen Möglichkeiten und die sozialen Medien. Wie?
Sie führen dazu, dass wir vieles abkürzen. «LG» an Stelle von «Liebe Grüsse» etwa. Daran schuld ist das Arbeitstempo, alles muss möglichst «Real Time» sein und durch die neuen Medien und die Begrenztheit der Zeichenzahl auch möglichst kurz und knapp​. Übrigens finde ich das eine Qualität – heute sprechen wir weniger kompliziert, verstehen uns mit kürzeren Sätzen. Bänz Friedli zeigt es in seinem Kabarett-Programm über Jugendsprache anhand des folgenden Dialogs schön auf: «Gömmer Starbucks?» – «Hani zviel Geld?». Mit diesen zwei kurzen Sätzen ist alles gesagt, das reicht. Um denselben Inhalt zu vermitteln, brauchten wir früher viel längere Sätze und viel mehr Zeit. 

«Wir kommunizieren heute unendlich viel mehr als früher.»

Markus Gasser

Haben die neuen Medien noch zu etwas anderem als Verkürzung geführt?
Ja. Wie ich anfangs in einem anderen Kontext erwähnt habe, führten auch die sozialen Medien zu einer Durchmischung zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit. Durch die neuen Medien​ muss man sich an keine Regeln halten. Man muss sich nur verstehen. Und hier glaube ich tatsächlich, dass das dazu führt, dass heute fehlerhafter geschrieben wird. Die Frage ist einfach: Ist das schlimm? Grundsätzlich finde ich: nicht. Kann jemand dann aber keine fehlerfreie Bewerbung mehr schreiben, dann ist das sicher nicht erfreulich. 

Aber ist es denn nicht so ...
Entschuldigen Sie bitte, aber ich habe noch etwas vergessen: Dank den neuen Medien schreiben wir heute viel, viel mehr, als es noch unsere Eltern und Grosseltern taten. Es läuft viel mehr schriftlich ab. Wir kommunizieren unendlich viel mehr. Die Gesamtsumme an Austausch zwischen Menschen ist viel grösser heute. Das liegt auch an den Berufen. Die meisten Dienstleistungsjobs sind Kommunikationsjobs. Der Bauer, der Fabrikarbeiter, der Handwerker, der still vor sich hinarbeitet, den gibt es schlicht und einfach immer weniger. ​

Die Mundart ist also ein Erfolgsmodell. Dennoch: Gibt es Dialekte, die sterben?
Im 19. Jahrhundert war man überzeugt, dass die Mundart bald sterben werde. Es ist nicht eingetroffen. Jetzt sagt die UNESCO, in 200 Jahren gebe es noch fünf oder zehn Sprachen. Ist das so, dann gibt es auch Mundart nicht mehr. So renitent sind wir nicht, auch nicht mit Hilfe der stursten Traditionalisten im Appenzellerland oder im Muotathal. Wer weiss schon, ob die Voraussage der UNESCO-Studie tatsächlich eintrifft? Allerdings gibt es tatsächlich Dialekte, die wohl in absehbarer Zeit verschwinden werden: Im Tessiner Dorf Bosco Gurin lebt heute noch eine kleine Gruppe von 35 Einwohnern, die durch jahrhundertelange Isolation und eigene Art des Lebens ein traditionelles Walserdeutsch bewahren konnten. Dieses klingt wie Althochdeutsch. Reden die, hört man das Mittelalter. Ihr Nachwuchs redet nicht so. Sterben diese 35, wird ihre Sprache mitsterben. 

Das Buch der Wunder

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45
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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lichtblau 10.04.2016 20:26
    Highlight Highlight Habe kürzlich einen CH-Werbespot gesehen, der (auf Hochdeutsch!) ein Parfum mit "gut schmeckend" angepriesen hat. Eine Aufforderung, das Zeug zu schlucken? Also, wenn das eine Werbeagentur verbrochen hat ...
    15 0 Melden
  • BoomBap 10.04.2016 02:30
    Highlight Highlight "Ötschis, ötschwenn, ötschwia, ötschwär" oder "ui un ai"

    Ich werde auch viel recht schräg angeschaut wegen meinem Dialekt.

    Das hört sich dann etwa so an ^^
    Play Icon
    0 0 Melden
  • DerTaran 09.04.2016 09:18
    Highlight Highlight Wir hatten letztlich Holländer zu Besuch und die waren sehr verwundert, dass wir in der Schweiz nicht Mundart schreiben.
    12 2 Melden
  • BeniWidmer 09.04.2016 08:24
    Highlight Highlight also ich schaff im moment am emene ort wo zwüschr solothurn und bärn lit und versuech min baselbieter-/schwarzbuebedialekt so guet wies goht bizphalte. usserdem chamme sin dialekt no recht guet nocheprüefe uf dr chuchichäschtliorakel website!
    6 1 Melden
  • Maya Eldorado 08.04.2016 22:22
    Highlight Highlight 2.) Viel später sagte mir meine Mutter, dass sie mir beim Psychiater war, weil ich mich weigerte auch nur ein Wort in der Schule zu sagen. Mit dem Schreiben hatte ich keine Probleme.

    Persönlich mag ich mich erst richtig nur bis zur 3. Klasse zurückerinnern. Da weiss ich auch, dass ich mal schriftdeutsch gesprochen habe, allerdings sehr ungerne.
    10 5 Melden
  • Maya Eldorado 08.04.2016 22:19
    Highlight Highlight Am Donnerstag in der ersten Woche der ersten Klasse fragte uns die Lehrerin: "Was habt ihr am freien Mittwoch Nachmittag gemacht?" Ich streckte die Hand auf um mich zu melden. Die Lehrerin rief mich auf und ich sagte voller Stolz: "Ich bin mit meiner Mutter gogen poschten." - "Falsch", sagte sie. "Es heisst: Ich bin mit meiner Mutter einkaufen gegangen."
    Und ich dachte bei mir: Sowas Blödes sprech ich nie."
    Der Rest der ersten zwei Jahre verschwand für mich im Nebel.
    Rest folgt. Es hat zu wenig platz hier.
    19 3 Melden
  • Illyria & Helvetia 08.04.2016 21:53
    Highlight Highlight Zwar finde ich meinen Stadtsolothurner Dialekt am sympathischsten von allen, aber man muss schon sagen, dass die Zürcher die tolerantesten sind, was Dialekte angeht. Man wird nicht gleich verurteilt, wie das in Bern eher der Fall ist. Woran liegt das wohl?
    35 19 Melden
    • phreko 10.04.2016 20:57
      Highlight Highlight Nachbarschaft. Oder meinst du Aargauer werden in Zh nicht auf ihren Dialekt angesprochen?
      1 2 Melden
    • Meitschi 11.04.2016 11:07
      Highlight Highlight Das ist wirklich eine interessante Frage. Es könnte daran liegen, dass Berndeutsch sich stärker von den anderen Dialekten unterscheidet. Linguisten unterteilen die Schweizer Dialekte (Mittelland ohne Basel, Wallis und Graubünden) in Ost und West entlang der sog. "Napf-Reuss-Linie". Zu den Westschweizer-Dialekten gehören nur die verschiedenen Berner Varietäten, Freiburgerdeutsch und Solothurner-Oberaargauer Mundarten. Alle andern sind sich - zumindest linguistisch gesehen - ähnlicher. Darum wird Berndeutsch wohl als so "speziell" empfunden ...
      1 0 Melden
  • Philippe Coradi 08.04.2016 21:35
    Highlight Highlight Und weils dieses Wochenende kalt wird, müssen wir nochmals den "Lismer" aus dem Schrank holen...
    16 0 Melden
  • Stratford-upon-Avon 08.04.2016 20:16
    Highlight Highlight Während die Deutschschweizer Mundarten blühen, sind die meisten Westschweizer Mundarten oder Patois (bis auf den Jurassier Dialekt gehören alle zur Franco-Provençal-Familie) ausgestorben.
    13 0 Melden
  • tronic_fx 08.04.2016 19:48
    Highlight Highlight Wenns ja gerade um Mundart geht; weiss jemand, was "Schärme" (da wo es nicht hinregnet) auf hochdeutsch heisst?

    16 0 Melden
  • EnteEnteEnte 08.04.2016 19:47
    Highlight Highlight Der letzte Satz hat mir den Tag versaut.. :(
    Mag es nicht, wenn etwas ausstirbt...
    15 1 Melden
  • Namenloses Elend 08.04.2016 19:37
    Highlight Highlight Ich so zu meiner Ex aus Berlin mit neuem Parfüm:
    mmhh du schmöcksch guet!

    Alter, willst du mich etwa essen? 😂
    34 1 Melden
  • Menel 08.04.2016 17:23
    Highlight Highlight Ich mag die Schweizer Eigenheit des Mundarts und dessen Bewahrung. Trotzdem ist der Mundart mir oft zu unspezifisch. ZB. ist "Das riecht aber gut heute!" kaum zu ausdrückbar im Schweizerdeutschen, ohne, dass man auch "Das schmeckt aber gut heute!" verstehen könnte.
    9 41 Melden
    • Fly Boy Tschoko 08.04.2016 17:46
      Highlight Highlight Arbeitet man aber mit Deutschen merkt man auch umgekehrt, dass wir wörter haben die sie nicht kennen. Es chuutet dosse. Es chroset wenis bewege. si rotzid metenand.
      26 3 Melden
    • Platonismo 08.04.2016 17:51
      Highlight Highlight "das schmöckt guet hüt" ist eindeutig. Gut schmecken = das isch fein
      23 5 Melden
    • Menel 08.04.2016 18:00
      Highlight Highlight "Fein" für die Nase oder den Gaumen?
      6 13 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • meliert 08.04.2016 16:53
    Highlight Highlight in den 1910er Jahren gab es, vor allem auf Initiative der NZZ, Bestrebungen in der Schweiz auf Schriftdeutsch "umzustellen" und Mundart abzusetzen. Nach Ausbruch des 1 Weltkrieges versandete diese Idee recht schnell aus gutem Grund. Sind wir froh, dass wir unsere Identität bewahrt haben.
    45 3 Melden
  • Trouble 08.04.2016 16:50
    Highlight Highlight Ich bin sehr dafür, dass die Dialekte nicht vergessen gehen. Mein Sohn lernt gerade täglich neue Wörter und ich überlege mir immer wieder, ob die Wörter, welche ich in seiner Anwesenheit gebrauche, auch wirklich meinem ursprünglichen Dialekt entsprechen. Ich gebe mir Mühe, ihm diesen zu vermitteln. Trotzdem wäre ich froh, wenn er später in der Schule die Orthografie nicht nur so ungefähr erlernen würde.
    35 0 Melden
  • Luca Brasi 08.04.2016 16:29
    Highlight Highlight Das Interview wurde auf Schweizerdeutsch geführt, aber niedergeschrieben wurde es immer noch in Schriftdeutsch. Ich hatte schon Angst, dass Hochdeutsch in der Schweiz verschwinden könnte. ;)
    36 1 Melden
  • jehube 08.04.2016 15:55
    Highlight Highlight Input für die Grafik: Im Schaffhauserischen wird 'Bitschgi' gesagt... Also so wiedermal so eine Mischung zwischen den Ausdrücken aus dem Zürcher und Thurgauer Raum.
    6 0 Melden
  • Jarl Ivan 08.04.2016 15:55
    Highlight Highlight en Lozärn eschs es Betzgi
    12 2 Melden
    • Piwi 08.04.2016 18:55
      Highlight Highlight Ich finde Luzernerisch echt sympathisch, aber niedergeschrieben löst's bei mir Schreikrämpfe aus (ech, besch,.. ), sorry liebe Luzerner. :-(
      32 1 Melden
    • Johnny Guinness 08.04.2016 19:30
      Highlight Highlight Steht doch schon da oben in der Grafik, oder nicht? Aso em Henderland eschs es bätzgi ond ned es betzgi.
      8 0 Melden
  • Ares 08.04.2016 15:47
    Highlight Highlight "Plötzlich erklüpfte ein Huhn, seckelte hinter die Scheiterbeige und verrak."

    Damit wäre alles gesagt.
    110 0 Melden
    • Piwi 08.04.2016 20:34
      Highlight Highlight Hoppla Georg, gellen Sie nur, so ein Güggelchen kann schnell springen, wie das Bisenwetter.
      17 0 Melden
    • UHauser 09.04.2016 03:01
      Highlight Highlight @ares: 😂 grandios! Hast du noch mehr davon..?
      4 0 Melden
    • seventhinkingsteps 10.04.2016 02:51
      Highlight Highlight Ich habe mir den Scheichen angetetscht und habe jetzt eine blaue Möse
      13 0 Melden
  • jules_rules 08.04.2016 14:48
    Highlight Highlight also in Brig sagt man dem Überresten vom Apfel Buschi, um das Bild aus dem Dialekt-App zu ergänzen ;)
    10 1 Melden
    • Tobias Bachmann 08.04.2016 15:15
      Highlight Highlight Habe mir auch schon überlegt, was ich als walliser sage. Weil Buschi ist für mich nur die Kernen des Apfels oder auch von einer Mandarine. Ein Wort für den ganzen Rest kenne ich aber nicht.
      16 1 Melden
    • Menel 08.04.2016 17:16
      Highlight Highlight Ein Buschi ist im Baseldytsch ein Baby :D
      28 0 Melden
  • C0BR4.cH 08.04.2016 14:31
    Highlight Highlight Auf die Frage "Reden bald alle Züri- oder Berndeutsch – und der Rest verschwindet?"

    Die Oberwalliser eher nicht ; )
    95 0 Melden
  • zeromg 08.04.2016 14:29
    Highlight Highlight Züri- oder Berndeutsch? Hüregrüüsig
    37 75 Melden
    • sevenmills 08.04.2016 15:42
      Highlight Highlight Also Berndeutsch finde ich als Walliser ehrlichgesagt den schönsten Dialekt - sehr melodisch, gemütlich und weich. Senslerdeutsch und Bündnerdeutsch sind für mein persönliches ästhetisches Empfinden auch schön. Am Schluss der Rangliste Zürich und Ostschweiz.
      59 25 Melden
    • Yelina 08.04.2016 17:33
      Highlight Highlight Ostschweizer Dialekt mag irgendwie niemand 😝
      52 13 Melden
    • Felix Burch 08.04.2016 17:36
      Highlight Highlight Also wir Ostschweizer finden ihn nicht so schlimm.
      42 8 Melden
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