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Pferd

Kapitalverbrechen Pferdehandel: Irland mistet seine Gesetzbücher aus. Bild: nhmu.utah.edu

In Irland wird der Verkauf von Pferden nicht mehr mit dem Tod bestraft. Diese 30 absurden Gesetze sind aber weiterhin gültig

Die irische Regierung will das Gesetzbuch entstauben und vom Ballast längst obsoleter Paragraphen befreien. Skurrile Gesetze, deren Sinn sich nicht mehr recht erschliessen will, gibt es vor allem in den USA. 

31.03.15, 10:25 02.04.15, 11:50


Zum Glück kommen die wenigsten von uns in die Lage, in Irland ein Pferd zu verkaufen. Falls doch: Das Tier sollte nicht über die Grenze des Pale – des einstigen direkten Besitzes der englischen Krone rund um Dublin – veräussert werden. Darauf steht der Tod – zumindest gemäss einem Gesetz aus dem Jahr 1590. 

Es ist nicht das einzige juristische Relikt in den irischen Gesetzbüchern, das heute keinen Sinn und Zweck mehr hat, wie Süddeutsche.de berichtet. Der Irische Freistaat wurde zwar schon 1922 gegründet, doch erst seit 2005 bemüht sich die Regierung darum, das Strafgesetzbuch zu entrümpeln. 

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Tausende von Paragraphen streichen

Tausende von obsoleten Gesetzen wurden seither mit dem Segen des Parlaments aufgehoben; die nächste Aufräumaktion («Statute Law Revision Act») – die bis dato umfangreichste – soll nicht weniger als 5782 Paragraphen aus der Zeit vor 1821 streichen. 

Fallen soll dann endlich das lästige Gesetz aus dem Jahr 1579, das alle Leute, die auf einem Pferd reiten, dazu anhält, ein rotes Kreuz auf Brust und Rücken zu tragen. Endlich soll auch der Export von Wolle, Talg, Butter und Leinengarn aus Irland legalisiert werden – damit wäre der gesetzlose Zustand irischer Butter in kontinentalen Supermärkten endlich aufgehoben. 

Absurdistan ist überall

Seltsame Blüten treibt die Gesetzgebung aber auch in anderen Ländern. Einschlägige Listen sind im Internet zuhauf zu finden. Aus der Schweiz ist besonders das Appenzeller Verbot des Nacktwanderns populär; schier unerschöpflich sind aber die juristischen Absonderlichkeiten in den USA – dort scheint es eine äusserst kreative Legislative zu geben. Eine kleine Auswahl bietet die Bildstrecke: 

Zum Tanzverbot im Kanton Glarus schickte uns der User «nilja» diesen Input:

Geliebte watson Gruppe! Nun, nachdem ich euren Artikel über "kuriose Verbote" gelesen habe, und mich darauf vorbereitet habe, dass der Zigerschlitz (mein Heimatkanton) auch vorkommen wird, muss ich jedoch sagen, dass öffentliche Parties wirklich verboten sind, aber Privatparties sind wohl erlaubt, bei denen man auch das Tanzbein schwingen kann, zum glück! Macht die Party aber auch nicht besser ;)

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