Wissen

In den Sozialen Medien wie Facebook hat sich die Verbreitung von Fake News zum Problem entwickelt.  Bild: AP/AP

Fake News sind leicht zu erkennen  – und zwar nicht am Inhalt

Das Neueste aus der Welt der Wissenschaft und Technik in Kurzform. Damit du weisst, wie der Roboter-Hase läuft.

06.12.17, 16:57 11.12.17, 19:46

Sie sind die Geissel der modernen Medienlandschaft: Fake News, also bewusst oder irrtümlich verbreitete Falschmeldungen. Diese Falschmeldungen, sagt der der israelische Physiker und Netzwerkforscher Shlomo Havlin, lassen sich ungeachtet ihres Inhalts nur an der Struktur der User-Interaktionen erkennen.  

«Bereits rund 100 Minuten, nachdem eine Fake News kopiert und geteilt wurde, lassen sich grosse Unterschiede feststellen.»

Shlomo Havlin

Die Analyse der Netzwerkstruktur erlaube es, ohne Kenntnis des Textes mit hoher Genauigkeit zwischen Real und Fake News zu unterscheiden, stellt Havlin fest. Der 75-Jährige lehrt an der Bar-Ilan Universität in Tel Aviv, wo er sich vornehmlich mit der Stabilität komplexer Systeme und der zunehmenden Anfälligkeit von voneinander abhängigen Netzwerken befasst.

Havlin wertete in Zusammenarbeit mit chinesischen und japanischen Forschern Daten aus China und Japan aus. Es zeigte sich, dass sich die Struktur des Fake-News-Netzwerks – mit anderen Worten, wie User Fake News teilen, kopieren und mit ihnen interagieren – stark von denen unterscheidet, in denen andere Themen im Zentrum stehen.

«Bereits rund 100 Minuten, nachdem eine Fake News kopiert und geteilt wurde, lassen sich grosse Unterschiede feststellen», sagte Havlin – der jedoch noch keine Details über die Art dieser Unterschiede preisgeben wollte. Seine Studie zum Thema werde demnächst publiziert, teilte der Forscher anlässlich eines Vortrags in Wien der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit

Netzwerke – vom Stromnetz über das Transportsystem bis zum Internet – seien ein wichtiges Werkzeug, um verschiedenste Phänomene zu verstehen, betont der Forscher. «Die Mathematik von Netzwerken ist allgemeingültig, deswegen beginnen in nahezu allen Disziplinen Leute, an Netzwerken zu arbeiten – von Medizin, Biologie, Ökonomie bis zu sozialen Netzwerken wird zunehmend klar, wie wichtig dieses Werkzeug ist.» 

Die Forschung stehe dabei immer noch am Anfang, doch was man jetzt wisse, reiche schon aus, um es zu mit Nutzen anwenden zu können. Schwierig sei dabei, so Havlin, die verschiedenen Verbindungen zwischen den Objekten eines Netzwerks zu erkennen. Kenne man die richtigen Links und Zusammenhänge, könne man verschiedenste Phänomene des Lebens studieren. Havlin erwartet hier für die Zukunft noch viele Durchbrüche. 

In der Vergangenheit ist Havlin bereits ein solcher Durchbruch gelungen: Zusammen mit dem deutschen Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber gelang es ihm, über den Vergleich von Lufttemperaturen im Pazifikraum eine neue Methode zur Voraussage des Klimaphänomens El Niño zu entwickeln. Damit ist die Prognose nun 18 Monate statt nur 6 Monate im Voraus möglich. 

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Das Rätsel der explodierenden Eier

Ein Gast in einem Restaurant beisst in ein Ei. Plötzlich gibt es einen Knall. Was ist passiert? Nach dem ungewöhnlichen Unfall haben Akustikexperten in den USA explodierende Eier unter die Lupe genommen. 

Dieses Ei ist nicht in der Mikrowelle erhitzt worden. Es explodiert, weil es von einem Projektil getroffen wird.  Bild: Shutterstock

Ergebnis: Es ist eher unwahrscheinlich, dass ein im Mund zerberstendes Ei Hörschäden verursacht, wie Experten einer Beraterfirma auf einem Treffen der Amerikanischen Akustik-Gesellschaft in New Orleans erläuterten

Die etwas seltsam anmutende Untersuchung war nötig geworden, nachdem einem Restaurantbesucher ein Ei im Mund explodiert war. Das bereits hartgekochte Ei war zuvor in einer Mikrowelle nochmals erwärmt worden. Der Gast gab in einem Rechtsstreit an, durch die Explosion nicht nur Verbrennungen im Mundraum, sondern auch Hörschäden davongetragen zu haben. 

Laute Eier

Akustikexperten sollten nun untersuchen, warum ein hartes, in der Mikrowelle erwärmtes Ei explodiert und welche Folgen das haben kann. Dafür erhitzten Anthony Nash und Lauren von Blohn fast 100 hartgekochte, geschälte Eier im Wasserbad drei Minuten lang in der Mikrowelle. Damit im Falle einer Explosion die Fetzen nicht durch die Gegend fliegen, steckten sie die Versuchseier jeweils in eine weisse Socke. 

In den meisten Fällen geschah bei diesem Prozedere nichts. 30 Prozent der Eier jedoch überstanden zwar unversehrt die Mikrowellen-Prozedur, explodierten aber anschliessend, wenn man mit einem scharfen Gegenstand in sie hineinpikste. 

Dieser Clip zeigt, wie ein in der Mikrowelle erhitztes Ei explodiert. Video: YouTube/infrared213

«In 30 Zentimeter Entfernung entstanden Schallwellen-Spitzen von 86 bis 133 Dezibel», sagte Nash laut einer Mitteilung. Zum Vergleich: Ein Düsenjet in 15 Meter Entfernung erreicht einen Schalldruck von 120 Dezibel.

Mikrowelle ist Schuld

Nash und von Blohn stellten zudem fest, dass die Temperaturen im Eidotter stets deutlich höher waren als im Wasserbad drumherum. Grund für die Explosion könnte sein, dass sich durch die Mikrowellen die Protein-Matrix des Dotters verfestigt und darin winzige Wassertaschen eingeschlossen werden. Dieses Wasser erhitzt sich schliesslich über die normale Kochtemperatur hinaus, vermuten Nash und von Blohn. 

Steche oder beisse dann jemand in das Ei hinein, werden die fragilen, superheissen Taschen zerstört, und es kommt es zu einer explosionsartigen Kettenreaktion. 

Gut möglich, dass Mikrowellen-Hersteller künftig eine Warnung vor Hörschäden in die Gebrauchsanweisungen aufnehmen, mutmassen die Akustiker. Aber Nash betont: «Statistisch gesehen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein explodierendes Ei das Gehör von jemandem schädigt, eher gering. Es ist ein bisschen wie Eier-Roulette.»

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem: 

>> Auf jedem Sandkorn leben mehr Bakterien als Einwohner in Luzern

Blick auf ein Sandkorn unter dem Fluoreszenzmikroskop: Die grünen Pünktchen sind eingefärbte Bakterien, die sich vor allem in Vertiefungen auf dem Sandkorn angesiedelt haben.  Bild: MPIMM/CC-SA BY 4.0

Auf jedem Sandkorn im Meer siedeln bis zu 100'000 Bakterien. Dies fanden Forscher des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen heraus, die nach eigenen Angaben erstmals im Detail das Leben der Mikroorganismen auf einzelnen Körnern untersuchten. 

Die Bakterien besiedeln die Sandkörner nicht gleichmässig, sondern ballen sich in winzigen Rissen und Kuhlen, wie die Forscher am Montag mitteilten. «Dort sind sie gut geschützt», erklärte Max-Planck-Experte David Probandt. 

Dicht besiedelte Miniwelten: Sandkörner unter dem Binokular. Bild: MPIMM

Die Vertiefungen böten Schutz vor gefrässigen Räubern und vor der Kollision mit anderen Sandkörnern, wenn diese im Wasser herumgewirbelt würden. Für ihre in der Fachzeitschrift «The ISME Journal» veröffentlichte Untersuchung nutzten die Bremer Wissenschaftler Sandproben aus der Nordsee bei Helgoland. 

Durch die massenhafte Präsenz von Bakterien seien sandige Küsten und Meeresböden riesige natürliche Filter, erklärten die Bremer Forscher. Auf den Körnern lebten verschiedene Arten, die etwa Kohlenstoff und Stickstoff aus dem Meer oder aus dem Wasser von einmündenden Flüssen verarbeiteten. Diese spielten daher eine wichtige Rolle im Ökosystem der Meere und der Erde insgesamt.

(sda/afp)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Unterwasser-Tropfsteine: Die «Hells Bells» von Yucatán

Ungewöhnliche Unterwasser-Kalkformationen in Glockenform: Die «Höllenglocken» auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Bild: E.A.N./ IPA/INAH/MUDE/ UNAM/Heidelberg

In einer unter Wasser stehenden Höhle auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán haben Wissenschaftler Tropfsteine entdeckt. Das Ungewöhnliche daran: Die bis zu zwei Meter langen Kalzitformationen sind unter Wasser gewachsen. Obendrein sind sie hohl und werden – anders als gewöhnliche Stalaktiten – gegen unten nicht schmäler, sondern weiten sich trompetenförmig. Die Gebilde sehen daher aus wie Lampenschirme, Rüssel oder Glocken – Letzteres erklärt, warum Taucher die Tropfsteine «Hells Bells» («Höllenglocken») nennen. 

Die erste eingehende wissenschaftliche Analyse der merkwürdigen Formationen hat ein Team um den den Geowissenschaftler Wolfgang Stinnesbeck von der Uni Heidelberg präsentiert. Die Forscher wiesen unter anderem nach, dass die Formationen 4500 Jahre alt sind. «Damit sind zumindest die von uns datierten Exemplare eindeutig in einer Zeit gewachsen, als die Höhle bereits lange unter Wasser lag und der Wasserspiegel etwa dem heutigen entsprach», schreiben die Wissenschaftler. 

Damit in dem wassergefüllten Sinkloch auf Yucatán solche Tropfsteine ohne Tropfen entstehen konnten, mussten dort spezifische chemische und physikalische Bedingungen erfüllt sein. Die faszinierenden «Höllenglocken» wuchsen denn auch nahe der Halokline – das ist die Grenzschicht zwischen Salz- und Süsswasser. Gelöstes Kalzium aus der Salzwasserschicht stieg nach oben und führte zur Übersättigung des darüberliegenden Süsswassers. Auch die abwechselnd sauerstoffarmen und -reichen Wasserschichten trugen zur Bildung der Formationen bei.  

Die «Hells Bells» bildeten sich in der Nähe der Grenzschicht zwischen Süss- und Salzwasser.  Bild: Stinnesbeck et al.

Ein weiterer Beitrag zur Bildung der «Höllenglocken» dürfte von Bakterien stammen, wie die Forscher erklären. Die Stickstoff verarbeitenden Mikroorganismen hätten durch ihre Fähigkeit, den pH-Wert zu erhöhen, «eine entscheidende Rolle für die Kalkabscheidung» gespielt. Die Tropfsteine seien von einer speziellen Bakterien-Gemeinschaft besiedelt, die das Ausfällen des gelösten Kalzits begünstigt habe. 

«Hells Bells.» Video: YouTube/Steve Bogaerts

Noch sind nicht alle Rätsel der Entstehung dieser eindrücklichen Kalzitformationen geklärt, wie die Forscher einräumen. Mit Sicherheit aber, so schreiben sie in ihrer im Fachblatt «Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology» erschienenen Studie, seien die «Hells Bells» aber weltweit einzigartig.

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Forscher finden Cäsars Lager – hier landeten die Römer in Britannien

Die Fundstelle des Lagers liegt etwa einen Kilometer von der heutigen Küste entfernt. Damals war die Distanz nicht so gross.  Bild: University of Leicester/Dean Barkley

Zweimal landete der römische Feldherr Gaius Julius Cäsar mit seinen Truppen in Britannien: Um 55 v. Chr. unternahm er eine Erkundungsfahrt an die Südküste der Britischen Inseln, die aber weitgehend ergebnislos verlief. Ein Jahr später, im Juli 54 v. Chr., kamen die Römer wieder, und diesmal versuchten sie zu bleiben. Fünf Legionen auf 800 Schiffen überquerten den Ärmelkanal und landeten an einer unbekannten Stelle der heutigen Grafschaft Kent. 

Cäsars zweiter Feldzug nach Britannien: Der römische Feldherr besiegte den britonischen Befehlshaber Cassivellaunus, kehrte aber vor Einbruch des Winters nach Gallien zurück.   Bild: University of Leicester

Britische Forscher glauben nun, diese Stelle an der Pegwell Bay an der Südostspitze von Kent gefunden zu haben. Archäologen um Colin Haselgrove von der University of Leicester haben dort Überreste eines römischen Lagers entdeckt, das vermutlich aus der Zeit des zweiten Britannienzuges stammt. 

Etwa einen Kilometer von der heutigen Küste entfernt – aber beträchtlich näher am damaligen Ufer – fanden die Forscher einen Verteidigungsgraben von etwa fünf Meter Breite und zwei Meter Tiefe. Solche Gräben hoben die römischen Legionäre auch in Gallien um ihre Befestigungsanlagen aus. Zudem gruben die Archäologen Teile von römischen Waffen aus – darunter die Spitze eines Pilums. Dieser Wurfspiess war die klassische Fernwaffe der Legionäre. 

Der in Kent entdeckte Verteidigungsgraben.  Bild: University of Leicester/Andrew Fitzpatrick

Zusammen mit den archäologischen Funden lassen es auch die Beschreibungen Cäsars als plausibel erscheinen, dass die römischen Invasoren tatsächlich in der Pegwell Bay an Land gingen und dort ihr erstes Lager in Britannien errichteten.

Diese Spitze eines römischen Wurfspeers (Pilum) wurde ebenfalls gefunden.  Bild: University of Leicester/Andrew Fitzpatrick

Obwohl Cäsars zweiter britannischer Feldzug länger dauerte als der erste und seine Legionen mehrmals britonische Truppen besiegten, brachen die Römer die Invasion schliesslich ab. Der nahende Winter und drohende Aufstände in Gallien liessen dies als ratsam erscheinen. Erst hundert Jahre später kehrten die Römer unter Kaiser Claudius zurück und eroberten dann den grössten Teil der Insel. 

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Airbus, Siemens & Co.: Das Zeitalter des E-Flugs beginnt 2020

Die grüne Turbine des Testflugzeugs E-Fan X wird elektrisch bertrieben.  Bild: Airbus/Siemens/RollsRoyce

Airbus und Siemens wollen zusammen mit dem Triebwerkshersteller Rolls Royce einen hybrid-elektrischen Flugzeugantrieb bauen. Ein Verkehrsflugzeug mit einem Elektromotor und drei herkömmlichen Düsentriebwerken solle 2020 zum ersten Testflug starten, kündigten die drei Unternehmen am Dienstag in London an. 

Der Elektrokonzern Siemens werde den Elektromotor mit zwei Megawatt Leistung – also der halben Leistung eines herkömmlichen Antriebs – in München bauen. Rolls-Royce werde eine Gasturbine liefern, die in den Rumpf des Flugzeugs eingebaut werde und den Strom für den Elektromotor erzeuge. Der Flugzeugbauer Airbus sei für die Integration der Systeme zuständig. 

Ein Vorgänger des aktuellen Projekts: Der Elektroflieger E-Fan im April 2014 auf dem Flughafen Merignac bei Bordeaux.  Bild: AP/AP

«Der E-Fan X ist ein wichtiger Schritt, um elektrisches Fliegen in absehbarer Zukunft zu verwirklichen», sagte Airbus-Technikchef Paul Eremenko. Das Flugzeug – eine British Aerospace BAe 146 mit rund 100 Sitzen aus den 1989er-Jahren – soll 2020 voraussichtlich in Toulouse zum ersten Mal abheben. Wenn alles funktioniert, sollen später weitere Tests mit zwei hybrid-elektrischen und zwei herkömmlichen Antrieben folgen.

Eine der konventionellen Turbinen ersetzt Airbus durch einen Elektromotor von Siemens. Von Rolls Royce stammt ein Triebwerk und ein Generator, die im Heck Strom für die Batterie erzeugen.   Bild: Airbus / Rolls-Royce / Siemens

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Das ewige Rätsel um den Yeti ist gelöst (SPOILER: Ein Mensch ist es nicht)

Seit Jahrhunderten berichten Menschen davon, in den Schneehöhen Tibets und Nepals Yetis gesichtet zu haben. Auch vermeintliche Überreste der geheimnisvollen Schneemenschen wurden gefunden – und jetzt erstmals gründlich untersucht. Resultat: Es handelt sich um Bären. 

Angeblicher Yeti-Skalp im Kloster von Khumjung in Nepal. Bild: Wikimedia/Nmnogueira

Es sieht nicht gut aus für den Yeti – und für alle, die an die Existenz des mysteriösen Schneemenschen in der Himalaya-Region glauben: US-Forscher nahmen DNA-Proben von angeblichen Yeti-Überbleibseln unter die Lupe und ordneten sie fast ausschliesslich Bären zu. 

Acht der neun untersuchten Proben – gewonnen aus Knochen, Zähnen, Haaren oder Exkrementen – stammen demnach von Asiatischen Schwarzbären, Himalaya-Braunbären oder Tibetischen Braunbären, die neunte von einem Hund

«Unsere Ergebnisse legen stark nahe, dass die biologische Untermauerung für die Yeti-Legende in lokalen Bärenarten gefunden werden kann», betont die Biologin Charlotte Lindqvist von der University of Buffalo. «Und unsere Studie zeigt, dass die Genetik in der Lage sein sollte, auch andere, ähnliche Rätsel zu lösen.» 

Angebliche Yeti-Fussspur auf dem Menlung-Gletscher am Mount Everest, fotografiert 1951.   Bild: PD

Die Studie, veröffentlicht in den «Proceedings B» der britischen Royal Society, ist wohl die bisher gründlichste DNA-Analyse angeblicher Yeti-Relikte. Die Forscher gelangten über eine britische Filmproduktionsfirma, die 2016 in einem Film die Herkunft der geheimnisvollen Yetis lüften wollte, an die jetzt untersuchten Überbleibsel. Sie stammen ursprünglich aus Museen oder Privatbesitz. 

Ein Stück behaarter Haut von einer Hand oder Pranke, die in einem Kloster aufbewahrt worden war, gehört dazu. Ebenso ein Stück Oberschenkelknochen, das in einer Höhle auf dem Tibetanischen Hochplateau in 4500 Metern Höhe gefunden wurde. 

Doch Lindqvist und ihr Team gingen noch einen Schritt weiter: Sie sequenzierten die mitochondriale DNA (mtDNA) weiterer asiatischer Bären – insgesamt von 23 Tieren – und verglichen sie dann mit derjenigen von Bären in anderen Teilen der Welt. 

Früherer Test

Bereits 2013 untersuchten Wissenschaftler aus Oxford vermeintlich von Yeti-artigen Wesen stammendes Erbmaterial. Die Haarproben stammten aus dem Schoria-Bergland im sibirischen Russland. Auch hier führten die DNA-Spuren zu anderen Tieren: Eruiert wurde ein Waschbär, ein Pferd und ein Amerikanischer Schwarzbär. 

Isolierte Himalaya-Braunbären

Es zeigte sich, dass Tibetische Braunbären mit denen in Nordamerika und Europa relativ eng verwandt sind. Himalaya-Braunbären hingegen, deren mtDNA nun erstmals komplett entschlüsselt wurde, haben sich evolutionär schon wesentlich früher, vor etwa 650'000 Jahren, abgespalten. In der damaligen Eiszeit hätten die Himalaya-Braunbären vermutlich über längere Zeit hinweg durch Gletscher abgetrennt und isoliert von den anderen gelebt, vermuten die Forscher. 

Angebliche Überreste eines Yetis.  Bild: bigfootlunchclub.com

Ihrer Einschätzung nach sind die Ergebnisse nicht nur wichtig, um die Herkunft der Tiere nachzuvollziehen, sondern auch für deren Gegenwart. «Die Himalaya-Braunbären sind vom Aussterben bedroht. Ihre Bevölkerungsstruktur und genetische Vielfalt zu klären, kann auch helfen, ihre Bestände zu schätzen und Management-Strategien zu entwerfen», hofft Lindqvist. Auch die Untersuchung weiterer «Yeti-Relikte» könne dazu beitragen.

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Albtraum für Datenschützer: In Kleider eingenähte Sensoren messen Puls und Blutdruck

In Kleider eingenähte RFID-Chips – die beispielsweise zur Diebstahlsicherung dienen – gibt es bereits.  Bild: image-label-systems.com

In die Kleidung eingenähte Sensoren könnten künftig Puls oder auch Blutdruck längerfristig überwachen. Forscher um Xiaonan Hui von der Cornell-Universität in Ithaca (US-Bundesstaat New York) stellten im Fachmagazin «Nature Electronics» ein solches Verfahren vor

Sie verwenden dabei sogenannte RFID-Chips, die in anderen Bereichen schon millionenfach eingesetzt werden. Waschmaschinen sollen den Chips nichts anhaben können. 

Körperdaten kontrollieren: Xiaonan Hui von der Cornell-Universität. Bild: X. Hui et al./Cornell University

Die neue Technik könnte beispielsweise in Spital oder Pflegeheimen genutzt werden. In den jeweiligen Zimmern müssten Antennen angebracht werden, die die Signale der Funkchips empfangen. «Unser System ist in der Lage, die Werte von mehreren Personen gleichzeitig zu überwachen», schreiben die Forscher. 

Mehrere Chips

In die Brusttasche eingenäht können die batterielosen Chips helfen, die Atemfrequenz zu messen. Gleichzeitig konnten die Forscher die Chips nutzen, um wie mit einem Radar Bewegungen des Herzens nachzuverfolgen. 

Über einen weiteren Chip am Handgelenk, der in eine Manschette eingenäht werden kann, lässt sich der Puls bestimmen. Durch Kombination der beiden Sensoren kann man den Blutdruck abschätzen. 

Herkömmliche Messgeräte seien durch den nötigen Hautkontakt unkomfortabel, sie störten teils den Schlaf und schränkten die Bewegungsfreiheit von Patienten ein, betonen die Wissenschaftler. Ihr Ansatz sei hingegen unauffällig und vergleichsweise günstig. 

«Wenn man Geld in die Entwicklung steckt, hat der Ansatz durchaus Potenzial», sagt der Physiker Wilhelm Stork vom Karlsruher Institut für Technologie, der nicht an der Studie beteiligt war. 

Er forscht an ähnlichen Möglichkeiten: Sein Team entwickelt Software, die nur über Bilder einer Videokamera Farbänderungen der Haut analysiert und darüber den Puls bestimmt. Ein Vorteil der komplizierteren Methode der US-amerikanischen Kollegen ist, dass sie auch Informationen über den Blutdruck liefern kann. 

Kritik von Datenschützern

Viele Datenschützer und Ethiker sehen es allerdings kritisch, wenn immer mehr Gesundheitsdaten von kranken wie auch gesunden Menschen gemessen werden. Wichtig sei, dass Betroffene von der Überwachung ihrer Vitalparameter wissen, betont der Theologe und Ethiker Andreas Lob-Hüdepohl von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin. 

In Pflegeheimen etwa dürften nicht ohne Einwilligung die Daten erhoben werden. Ohne umfassende Aufklärung und Zustimmung liege ein «fundamentaler Widerspruch zum Recht auf informationelle Selbstbestimmung» vor, betont Lob-Hüdepohl. 

Überwachung von Autofahrern

Noch ist unklar, wie zuverlässig die mit den Funkchips gewonnenen Daten sind. Bislang wurden die Systeme nur an einzelnen Probanden getestet. Somit ist die Methodik für medizinische Anwendungen alles andere als ausreichend erprobt. 

Doch der Karlsruher Wissenschaftler Stork sieht weitere Einsatzmöglichkeiten. «Die Autoindustrie ist an derartigen Verfahren interessiert», erklärt er. Denn wenn der Bordcomputer feststellt, wie wach oder angespannt ein Fahrer ist, kann er womöglich durch Hinweise an den müden Lenker Unfälle vorbeugen.

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Italienischer Chirurg will etwas tun, das noch keiner gemacht hat

Vorsichtige Zurückhaltung ist die Sache eines Sergio Canavero nicht. Er will der erste sein, der mit der Transplantation eines Menschenkopfes in die Geschichtsbücher eingeht. Fachkollegen sind wenig begeistert – selbst sein engster Partner bremst, wo er kann. 

Alle Jahre wieder: Der Chirurg Sergio Canavero kündigt die Transplantation eines menschlichen Kopfs an.  Bild: EPA/EPA

Wie die weltweit erste Kopftransplantation ablaufen soll, hat Sergio Canavero genau vor Augen: In einem mindestens 200 Quadratmeter grossen Operationssaal arbeiten Spezialisten an Spender und Empfänger, die fixiert in Metallgestellen sitzen. «100 Experten aus aller Welt werden diesen monumentalen Eingriff wagen», schreibt der italienische Neurochirurg in seinem Buch «Medicus Magnus». 

Ursprünglich für 2017 angekündigt, solle nun im kommenden Frühjahr der Kopf eines schwerkranken Menschen auf den Körper eines hirntoten Spenders gesetzt werden. So zumindest kündigt es der Verlag mit Verweis auf Canavero an. 

Das wirkt vor allem deshalb so irrwitzig, weil jedwede wissenschaftliche Vorstufe fehlt: Weder wurden in den vergangenen Jahren massenhaft Tierköpfe erfolgreich verpflanzt, noch wurden reihenweise Menschen vermeldet, die nach Rückenmarksverletzungen geheilt wurden. 

Das Urteil aus Fachkreisen hat darum seit den ersten Ankündigungen Canaveros nicht an Eindeutigkeit verloren: «Reine Publicity», sagt Edgar Biemer von der Praxisklinik Caspari in München, der in Deutschland an einer spektakulären Armtransplantation beteiligt war. 

«Die Verbindung zum Rückenmark bei einer solchen Transplantation wieder herzustellen, halte ich für absolut unmöglich», sagt Biemer. Auch Veit Braun, Chefarzt der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Siegen, betont: «Wenn ich ein Rückenmark vom Kopf abtrenne, dann ist das hin, und zwar ein für alle Mal.» 

Kleine Geschichte des Köpfe-Verpflanzens (französ.). Video: YouTube/Paris Match

Kopf eines Chinesen

Ein Chinese werde derjenige sein, der einen anderen Körper unter seinen Kopf gesetzt bekommt, verkündet Canavero, und überwiegend chinesisch auch das Spezialistenteam. «China will mit der ersten Kopftransplantation seine Stellung als neue Supermacht auch in der Medizin untermauern.» Im Gespräch strotzen seine Sätze vor Superlativen, sein Projekt hält er für mindestens ebenso wichtig wie die Mondlandung. 

«Es geht hier um Ehrgeiz und nicht um die Sache an sich», sagte Uwe Meier vom Berufsverband Deutscher Neurologen vor einiger Zeit zu Canaveros Ankündigungen. Dass dem Italiener vor allem am Ruhm gelegen sein dürfte, lässt er auch in seinem Buch durchblicken. Immer nur der erste, der etwas Neues wage, lande in den Geschichtsbüchern, schreibt er. «Um die Menschheit zu verändern, muss man mutig sein – manche sagen auch ein Draufgänger.» 

Und der Patient? Hat der nicht ein hohes Risiko, beim Umsetzen seines Kopfes zu sterben? «Ja, hat er», schreibt Canavero. «Jede andere Aussage wäre nicht ehrlich.» Ein Grund zum Abwarten ist das für ihn nicht. «Dürfen ethische Bedenken einen Wissenschafter hindern, zum Wohle der Menschheit moralische Grenzen, wie sie eine Gesellschaft versteht, zu überschreiten? Meine Antwort ist eindeutig: Nein.» 

Canaveros Kollege ist viel zurückhaltender

Zweiter Hauptakteur in dem Schauspiel ist Ren Xiaoping von der Medizinischen Universität in Harbin in Nordostchina - der allerdings weitaus vorsichtiger agiert. Immer wieder wies er Ankündigungen Canaveros zurück. So auch diesmal. «Es ist noch ein langer Weg bis zu einer Kopftransplantation», wurde Ren Xiaoping kürzlich von der Pekinger Zeitung «Xinjingbao» zitiert. «Wann können wir es machen? Ich weiss es auch nicht.»

Ein nicht ganz ernster Blick auf das Problem der Kopftransplantation: Szene aus dem Film «Mars Attacks!» Video: YouTube/StealthPornucopia

Zur Vorbereitung gab es einen Versuch mit Leichen, die Ergebnisse wurden vor einigen Tagen im Fachblatt «Surgical Neurology International» veröffentlicht: In 18 Stunden sei der Kopf einer frischen männlichen Leiche auf den Körper einer anderen gesetzt worden. 

Mit dem Experiment sei aber lediglich ein erstes Operationsmodell geschaffen worden, erklärte Ren Xiaoping vor Journalisten. «Das ist es.» Für die Kopftransplantation gebe es noch keinen Zeitplan und keinen bestimmten Ort, widersprach Ren seinem italienischen Kollegen Canavero. 

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem: 

>> «Zigarre» aus den Tiefen des Alls verblüfft Astronomen

Zum ersten Mal haben Astronomen den Durchflug eines Asteroiden aus einem anderen Sonnensystem beobachtet. Der 400 Meter lange Brocken war Millionen Jahre durchs Weltall zu uns unterwegs. 

Interstellare Zigarre: 'Oumuamua ist rund 400 Meter lang, aber nur etwa 40 Meter breit. Bild: EPA/European Southern Observatory

Der Asteroid verblüfft die Wissenschaftler mit seiner ungewöhnlichen Form: Er ist rund zehn Mal so lang wie breit – anders als alle Asteroiden aus unserem eigenen Sonnensystem, die bislang beobachtet worden sind. Ein Team um Karen Meech von der Universität von Hawaii in Honululu beschreibt den fremdartigen Besucher im britischen Fachblatt «Nature»

«Dieses Ding ist sehr merkwürdig», betonte Meech in einer Mitteilung ihrer Hochschule. Der Brocken war am 19. Oktober mit dem Pan-Starrs1-Teleskop auf Hawaii entdeckt worden. Zunächst sah es so aus, als hätte das Teleskop einen gewöhnlichen Asteroiden unseres Sonnensystems aufgespürt. 

«Wir mussten schnell handeln, 'Oumuamua war schon am sonnennächsten Punkt vorbei und bereits wieder auf dem Weg zurück in den interstellaren Raum.»

Olivier Hainaut, ESO

Aus der Flugbahn wurde jedoch schnell klar, dass er von sehr viel weiter her kommen musste. Die Internationale Astronomische Union, für die Benennung und Klassifizierung von Himmelsobjekten zuständig, schuf eigens eine neue Kategorie: I für interstellar. 

Bote aus der Vergangenheit

Der interstellare Asteroid bekam die Katalognummer 1I/2017 U1 und den hawaiianischen Namen «'Oumuamua». Das heisst so viel wie Kundschafter oder Bote aus der fernen Vergangenheit. Eine Vielzahl von Teleskopen nahm den weit gereisten Gast ins Visier. «Wir mussten schnell handeln», berichtete Olivier Hainaut von der Europäischen Südsternwarte ESO in Garching bei München in einer Mitteilung. «'Oumuamua war schon am sonnennächsten Punkt vorbei und bereits wieder auf dem Weg zurück in den interstellaren Raum.» 

«Animation of `Oumuamua passing through the Solar System (annotated)». Video: YouTube/European Southern Observatory (ESO)

Mit dem «Very Large Telescope» der ESO in den chilenischen Anden stellten die Forscher fest, dass der Asteroid alle 7,3 Stunden um seine Achse rotiert und dabei seine Helligkeit drastisch um rund den Faktor Zehn verändert. «Diese ungewöhnlich starke Helligkeitsänderung deutet darauf hin, dass das Objekt sehr langgezogen sein muss: etwa zehnmal so lang wie breit, mit einer komplexen, gewundenen Form», erläuterte Forschungsleiterin Meech. 

Rötlicher Brocken

Ausserdem hat der Asteroid eine dunkle, rötliche Farbe, die vermutlich von der Jahrmillionen langen Verwitterung seiner Oberfläche durch kosmische Strahlung herrührt und nicht unähnlich den Objekten in den fernsten Aussenbezirken unseres eigenen Sonnensystems ist. Auch seine Zusammensetzung erinnert an Asteroiden unseres Systems. 

«Seit Jahrzehnten haben wir angenommen, dass es solche interstellaren Objekte dort draussen gibt. Diese historische Entdeckung öffnet ein neues Fenster, um die Entstehung von Sonnensystemen jenseits unseres eigenen zu untersuchen.»

Thomas Zurbuchen, NASA-Manager

Vermutlich besteht das fremde Objekt aus Gestein oder einem Mix mit hohem Metallanteil. «Ausserdem konnten wir bestätigen, dass es vollständig inaktiv ist, weil wir in seiner direkten Umgebung nicht den geringsten Hinweis auf Staub finden konnten», berichtete Meech. 

Der Besucher kommt aus der Richtung des Sterns Wega im Sternbild Leier. Als er dort vor etwa 300'000 Jahren vorbeigeflogen ist, stand die Wega allerdings noch an einer anderen Stelle, wie die ESO betont. Sein genauer Ursprung liegt im Dunkeln. «Wir beobachten dieses einzigartige Objekt weiterhin», kündigte ESO-Astronom Hainaut an. «Und wir hoffen, genauer bestimmen zu können, woher es kam und wohin es auf seiner Reise durch die Galaxis als nächstes fliegt.» 

Wohl gar nicht so selten

Die Beobachtung bietet den Astronomen einen einzigartigen, wenn auch kurzen Einblick in fremde Sonnensysteme. Die Begegnung muss jedoch kein Einzelfall bleiben. Astronomen schätzen, das im Mittel einmal pro Jahr ein interstellarer Gast durch das innere Sonnensystem fliegt. Da diese Objekte jedoch sehr dunkel sind, lassen sie sich nur schwer entdecken. 

Apropos Asteroiden: Die Didymoon-Mission

«Seit Jahrzehnten haben wir angenommen, dass es solche interstellaren Objekte dort draussen gibt», betonte der Schweizer NASA-Manager Thomas Zurbuchen aus der Abteilung für Wissenschaftsmissionen der US-Raumfahrtbehörde. «Diese historische Entdeckung öffnet ein neues Fenster, um die Entstehung von Sonnensystemen jenseits unseres eigenen zu untersuchen.»

(sda/dpa)

Sterne, Planeten, Monde und noch mehr Weltraum-Stoff

Wenn es Aliens gibt, wie sehen sie dann aus?

Wo sind die Ausserirdischen? Ein Astronom glaubt es zu wissen

Zwei Sterne sterben – und wir sehen zu wie noch nie

Requiem für eine Raumsonde: «Cassini» ist wie geplant auf den Saturn gestürzt

Vor dem Absturz: Saturn-Sonde «Cassini» soll ein letztes Mal spektakuläre Fotos schiessen

Sonneneruption: ISS-Besatzung geht in Deckung

Auf Uranus und Neptun regnet es Diamanten

So wäscht man sich also die Haare im Weltraum ...

Weshalb wir umgedrehte Gesichter attraktiver finden

Gab es Leben auf dem Mars? Diese neuen Erkenntnisse sprechen dafür

Ein neuer Planet in der Nachbarschaft – und es könnte sogar Leben darauf geben

Im Weltraum sieht es schlimmer aus als im Zimmer eines Teenagers

Weltraum-Schrott: Wenn ein Zentimeter-Geschoss zur Handgranate wird

Forscher warnt: «In 100 Jahren könnte es zu gefährlich sein, ins All zu fliegen»

Düstere Prognose – Stephen Hawking gibt der Menschheit noch 100 Jahre auf der Erde

Mit Interkontinentalraketen: Russischer Ingenieur will Asteroiden abschiessen

«Nicht die Menschen werden das Weltall kolonialisieren, sondern die Roboter»

Sensationeller Fund im All: 7 erdähnliche Planeten auf einmal entdeckt

Diese 450 NASA-Gifs werden dich für Stunden beschäftigen

Den Mars besiedeln? Nein, es gibt ein besseres Ziel: Titan!

Der Asteroid, der die Dinos auslöschte, versetzte Berge

Du hast Glück: Bald strahlt der grösste Supermond seit 1948 am Himmel

Kometensonde «Rosetta» auf Kollisionskurs – Aufprall steht kurz bevor

Wir wissen nichts über die Welt da draussen: Im All gibts 10 Mal mehr Galaxien als gedacht

Ausserirdische Botschaft oder irdischer Störsender? Signal aus dem All alarmiert Astronomen

Wir haben eine neue Erde gefunden – aber wie kommt man dahin? Und wie lange dauert die Reise?

Sind wir allein im All – oder gibt es Leben da draussen?

Von der roten Kartoffel bis zur vulkanischen Pizza: Das sind die 11 seltsamsten Monde 

Das sind die Top Ten der Exoplaneten, auf denen es Leben geben könnte 

Alle Artikel anzeigen

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Dieser Roboter macht Sprünge, die du (vermutlich) nicht schaffst

Atlas ist sein Name, und er kann erstaunliche Sachen. Für einen Roboter, zumindest. Denn Atlas besteht nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Metall und Kunststoff. Der humanoide Roboter des Herstellers Boston Dynamics ist seit 2013 ständig weiterentwickelt worden. Das aktuelle Modell – «Atlas Next Generation» – ist etwas kleiner und bedeutend leichter als der ursprüngliche Roboter. 

Atlas voll in Aktion.  Bild: Youtube

Atlas springt mittlerweile erstaunlich sicher von einem Podest auf das andere und schafft sogar – Trommelwirbel! – einen Rückwärtssalto. Danach reckt er die Arme in Siegerpose in die Höhe, als wollte er seinen Erfolg feiern. Alles schön zu sehen im folgenden Video: 

Dieser Roboter macht Rückwärtssaltos

40s

Dieser Roboter macht Rückwärtssaltos

Video: watson

Der Clip wurde auf Youtube in wenigen Stunden über zwei Millionen mal angeschaut. Kein Wunder: Der gelenkige Metallmann geniesst in den Sozialen Medien bereits Kultstatus. Wie es sich heutzutage bei Hollywoodfilmen gehört, zeigt das Video auch noch ein Outtake mit missglückten Versuchen. 

Boston Dynamics ist eine der führenden Robotik-Firmen der Welt und entwickelte zu Beginn Roboter für die US-Armee. Google kaufte das Unternehmen 2013, veräusserte es aber 2016 wieder. Neuer Besitzer ist der japanische Telekommunikations- und Medienkonzern Softbank. 

Kollege Roboter

>> Weitere Kurznachrichten aus Wissenschaft und Technik gibt es HIERHIERHIER und HIER

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
14
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • D(r)ummer 05.12.2017 10:30
    Highlight Gametipp für Entdecker und Liebhaber von einfachen Spielen. Ich brauch's als Bildschirmschoner.

    ab Minute 2 geht's auf Sandkorngrösse. ;)


    Gibt's auf Steam und PS4
    8 2 Melden
  • JayGamer 01.12.2017 18:16
    Highlight Ich liebe Acdc
    4 2 Melden
  • Rüdiger Rasenmeier 30.11.2017 22:44
    Highlight Nur das Dorf von Teefax wurde nie erobert!
    32 3 Melden
    • pedrinho 07.12.2017 13:19
      Highlight altes britisches sprichwort

      "Mein Garten ist kleiner als Rom, aber mein pilum ist solider als euer sternum!"
      2 0 Melden
  • Skip Bo 30.11.2017 19:09
    Highlight Wie erklärt sich der Umstand, dass die Küste vor 2000 Jahren viel näher war? War der Meeresspiegel viel höher? Falls ja, woher kam das Wasser? War es damals +3 Grad? Cäsear ein Klimawandler?
    18 26 Melden
    • Mutzli 30.11.2017 21:42
      Highlight Damals war es in Europa im Schnitt einiges kühler als Heute (so gab es wohl Rentiere in Deutschland z.B.), was sich zu Augustus Zeiten bereits ein wenig änderte. Das waren allerdings lokale Variationen im normalen Modell und weder überraschend noch menschengemacht.

      Der globale Meeresspiegel war zu dieser Zeit keineswegs höher, es ist ein normaler Prozess der Sedimentation. Es wurde im Lauf der Zeit durch die Meeresströmung, Flussläufe, Bodenbildung etc. mehr und mehr Landfläche aufgebaut in diesem Gebiet. Ein anderes, extremes, Bespiel ist Uruk, welches wahrscheinlich auch mal am Meer lag.
      58 2 Melden
    • Grave 30.11.2017 21:51
      Highlight Ich denke das hat mit der erhebung des landes zu tun. Das wurde möglicherweise bei der letzten eiszeit durch riesige eismassen nach unten gedrückt und ist jetzt mit den jahren wieder "aufgetaucht"
      19 3 Melden
    • Mutzli 30.11.2017 23:05
      Highlight @Grave Sie haben zwar absolut recht, dass das ein Faktor beim Rückgang der Eismassen nach der Eiszeit war. Die letzte davon, die Würm-Eiszeit, ging allerdings schon rund 8000 Jahre vor Caesars kleinem Trip zu Ende. Da sich die Eismassen sehr rasch zurückzogen (in geologischen Masstäben gedacht) kommt das hier also weniger zum Tragen.
      Das arme Doggerland hat allerdings dran glauben müssen. Auf dieser ehemaligen Landbrücke liegen sicher auch zahlreiche Archäologische Schätze verborgen, aber leider unerreichbar unter den Tiefen des Meeres.
      21 1 Melden
  • Imfall 29.11.2017 19:08
    Highlight elektro=grün=mythos
    16 39 Melden
    • Healthy Cereal 30.11.2017 22:54
      Highlight Also meines Wissens ist das Meiste in der Eleltronik alles andere als Grün. Sie meinen wohl das FR4 der Leiterplatten, welche es übrigens in allen Farben zu kaufen gibt. Imfall.
      P.S. ich würde es auch als Wissenschaft in Betracht ziehen ;)
      13 0 Melden
  • Radiochopf 29.11.2017 18:27
    Highlight habe den Yeti-Kopf in Khumjung von nahem gesehen und für mich war es defintiv ein Yeti-Kopf... für die Mönche vor Ort war auf jeden Fall eine Geldeinnahmquelle und ich hoffe sehr, dass sich daran nichts ändern wird...
    9 15 Melden
  • K3tsch 28.11.2017 10:52
    Highlight Die günstigere Variante als den Chip direkt implantieren zu lassen in dem Fall.
    Naja, solange man weiss, ob es in den Kleidern, die man kauft, ein Chip drin ist oder nicht...
    9 3 Melden
  • Matrixx 28.11.2017 06:18
    Highlight "Sein Team entwickelt Software, die nur über Bilder einer Videokamera Farbänderungen der Haut analysiert und darüber den Puls bestimmt."

    Funktioniert das bei allen Menschen? Oder ist diese Technologie auf ausschliesslich weisse Menschen beshränkt?
    18 2 Melden
    • Favez 29.11.2017 17:22
      Highlight Funktioniert auch für andere Hauttöne und bei schlechten Lichtverhältnissen.
      Es gibt sogar Software, die deinen Puls misst mit Bildern von deinem Hinterkopf oder wenn du eine Maske trägst.
      Dann werden minime Bewegungen gemessen, die entstehen wenn das Herz Blut in den Kopf pumpt.
      3 0 Melden

Darum lehnt der Bundesrat «No Billag» ab – die 5 wichtigsten Argumente im Überblick

Für ein kleinräumiges, mehrsprachiges Land wie die Schweiz mit ihrer direkten Demokratie sei ein vielfältiges Medienangebot wichtig, argumentiert der Bundesrat. Die Initiative nehme in Kauf, dass nur noch produziert werde, was rentiere.

In eine besonders schwierige Situation kämen die Randregionen und Sprachminderheiten, hält der Bundesrat weiter fest. Je kleiner das Einzugsgebiet, desto unrealistischer sei es, ein Angebot rein kommerziell zu finanzieren. Die Schweiz wäre das erste Land …

Artikel lesen