Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Hundertfüsser tötet Maus

Tödlicher Biss: Der Hundertfüsser tötet die Maus mit seinem Gift.  Bild: PNAS

Krabbel-David gegen Fell-Goliath: Hundertfüsser kämpft gegen Maus

Das Neueste aus der Welt der Wissenschaft und Technik in Kurzform. Damit du weisst, wie der Roboter-Hase läuft.



Auf der Suche nach einem Mittel gegen das Gift von Hundertfüssern haben Forscher in China das Krabbeltier gegen einen ungleich grösseren Gegner antreten lassen: Sie brachten einen etwa drei Gramm schweren Hundertfüsser mit einer 45 Gramm schweren Maus zusammen. Diese war chancenlos. 

Hundertfüsser, Centipede, Scolopendra subspinipes mutilans

Die Hundertfüsser-Art Scolopendra subspinipes mutilans verfügt über ein starkes Gift.   Bild: Wikimedia/Yasunori Koide

Dank seines starken Giftes brauchte der Hundertfüsser nur etwa eine halbe Minute, um seine deutlich grössere Beute niederzuringen. Das berichten Wissenschaftler des Zoologischen Instituts der südchinesischen Stadt Kunming in den «Proceedings» der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften

Ähnlich wie einige Spinnen- oder Skorpionarten verfüge die untersuchte Hundertfüsser-Art Scolopendra subspinipes mutilans mit ihrem Gift über eine einfache aber mächtige Waffe, um die physiologischen Systeme ihrer Gegner auszuschalten. Vergiftungen durch die Tiere treten nach Angaben der Forscher häufig auf. In Hawaii waren demnach von 2007 bis 2011
Hundertfüsser-Bisse für 11 Prozent der bekannten Vergiftungen durch Tiere verantwortlich. 

In seltenen Fällen führten Bisse durch Hundertfüsser, die zur Gruppe der Tausendfüsser gehören, sogar zu Atemproblemen, Herzrhythmusstörungen oder zum Tod. Die Forscher fanden heraus, dass ein Wirkstoff namens Retigabin, der auch zur Behandlung von Epilepsie genutzt wird, die Folgen des Giftes lindern kann.

Maus vs Hundertfüsser: Wer gewinnt hier?

Play Icon

«Centipede vs. Grasshopper Mouse | National Geographic.» Video: YouTube/National Geographic

(sda/dpa)

>> UV-Licht lässt Chamäleons wie in der Disco leuchten

Chamäleons können nicht nur ihre Farbe wechseln. Viele von ihnen leuchten unter UV-Licht blau – wie Zähne oder weisse Kleidung in der Disco. Sonst unsichtbare Muster überziehen bei UV-Bestrahlung den Kopf der Tiere und setzen sich teils auch über den Körper fort. 

Fluoreszierende Chamäleons unter UV-Licht

Auch das bekannte und als Haustier beliebte Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) zeigt einen fluoreszierenden Kranz auf dem Kopf.  Bild: David Prötzel(ZSM/LMU)

Eine dünne und durchsichtige Haut überspanne knöcherne Höcker am Kopf, so dass das UV-Licht direkt auf den Knochen treffe und von dort in blaues Licht umgewandelt werde, berichteten die Wissenschaftler der Zoologischen Staatssammlung München in ihrer am Montag in der Zeitschrift «Scientific Reports» veröffentlichten Arbeit. Einige Arten haben zudem Wirbelfortsätze knapp unter der Haut, so dass das Muster bis zum Schwanz reicht. 

Vor allem bei im schattigen Wald lebenden Arten sei das Phänomen festgestellt worden. Während das Leuchten wahrscheinlich für andere Echsen sichtbar ist, können Menschen es nur unter künstlichem UV-Licht sehen. Auch deshalb wurde es erst jetzt entdeckt. 

«Dass Knochen unter UV-Licht leuchten, ist schon lange bekannt, aber dass Tiere dieses Phänomen nutzen, um selbst zu fluoreszieren, hat uns sehr überrascht und war bisher völlig unbekannt.»

Frank Glaw, Kurator für Reptilien

Die Münchner Wissenschaftler waren durch ein Foto im Internet aufmerksam geworden, das ein Chamäleon mit drei fluoreszierenden Punkten am Kopf zeigte. «Daraufhin haben wir die Präparate in unserer Sammlung mit einer UV-Lampe durchprobiert. Da hat der Grossteil fluoresziert», berichtete Erstautor David Prötzel. 

Fluoreszierende Chamäleons unter UV-Licht

Bei manchen Chamäleons, wie bei Brookesia superciliaris, erstreckt sich die Fluoreszenz sogar über grössere Teile des Körpers.  Bild: David Prötzel/(ZSM/LMU)

Blaues Erkennungssignal

Arten von mindestens acht der zwölf Chamäleon-Gattungen hätten unter UV-Licht geleuchtet. Die Forscher vermuten, dass dies als Signal zur Erkennung von Artgenossen dient und die Farbensprache ergänzt. Blaue Farbe sei im Wald selten und gut erkennbar. 

«Dass Knochen unter UV-Licht leuchten, ist schon lange bekannt, aber dass Tiere dieses Phänomen nutzen, um selbst zu fluoreszieren, hat uns sehr überrascht und war bisher völlig unbekannt», sagte Frank Glaw, Kurator für Reptilien an der Zoologischen Staatssammlung. 

Fluoreszenz bei Tieren kennt die Forschung bisher vor allem von Meeresorganismen. Bei landlebenden Wirbeltieren gelte dies als selten. «Wir konnten es daher kaum glauben, als wir die Chamäleons in unserer Sammlung mit einer UV-Lampe beleuchteten», sagte Prötzel.

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Kinderstube des Universums: Genfer Forscher erkunden «Baby-Galaxien»

Die ersten Galaxien des Universums bildeten sich kurz nach dessen Geburt vor etwa 13 Milliarden Jahren. Diese «Baby-Galaxien» sind schwierig zu beobachten und geben deshalb noch viele Rätsel auf. 

So könnten die ersten Galaxien im frühen Universum ausgesehen haben.

Die ersten Galaxien des jungen Universums drehten sich ebenfalls um ihr Zentrum.  Bild: University Cambridge/Amanda Smith

Ein internationales Team von Astronomen unter der Leitung der britischen Universität Cambridge hat nun zum ersten Mal die Bewegungen dieser Galaxien gemessen. Die «Baby-Galaxien» wirbelten um ihr eigenes Zentrum, ähnlich wie die Milchstrasse. 

Aus den Beobachtungen schliessen die Wissenschaftler, dass das Gas, das in neu entstandenen Galaxien enthalten ist, bereits um deren Zentren drehte, ähnlich wie bei «erwachsenen» Galaxien, die aus den «Baby-Galaxien» hervorgingen. Die Forschergruppe, an der auch Astronomen der Universität Genf beteiligt waren, berichtete in der Fachzeitschrift «Nature» über ihre Resultate. 

Wenig Turbulenzen

Um zwei kleine Galaxien zu beobachten, nutzten die Forscher die 64 Antennen des Radioteleskops ALMA in den chilenischen Anden. Die Galaxien entstanden nur rund 800 Millionen Jahre nach dem Urknall, also vor etwa 13 Milliarden Jahren. Die Wissenschaftler konnten deren exakte Entfernung von der Erde bestimmen und die Bewegungsmuster des Gases im Innern der «Baby-Galaxien» beobachten, die ihr Wachstum alimentieren. 

Play Icon

Obwohl die Galaxien so früh in der Geschichte des Universums entstanden, waren sie bereits relativ wohlgeordnet. «Das war eine Überraschung, wir hatten erwartet, dass die ersten Galaxien wegen häufiger Fusionen zwischen ihnen und der vielen Explosionen von Supernovae sehr turbulent sein würden», erklärt Pascal Oesch, Assoziierter Professor am Departement für Astronomie der Universität Genf und Co-Autor der Studie in einer Mitteilung vom Mittwoch. 

Die «Baby-Galaxien», die etwa fünf Mal kleiner sind als die Milchstrasse, konnten auf diese Weise schnell wachsen. Diese Entdeckungen sind wesentlich, um die Entstehung und Entwicklung der Galaxien während der ersten Milliarde von Jahren nach dem Urknall zu verstehen.

(sda)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Weltraumfieber – warum Astronauten in Schwerelosigkeit fast heisslaufen

epa06404443 A handout photo made available by NASA on 23 December 2017 shows US astronaut Bruce McCandless II, STS-41B mission specialist, using his hands to control his movement above the Earth, just few meters away from the space shuttle Challenger (unseen), during the first-ever spacewalk which didn't use restrictive tethers and umbilicals, in space, 07 February 1984. Fellow crewmembers aboard the Challenger used a 70mm camera to expose this frame through windows on the flight deck. Former NASA astronaut Bruce McCandless II, mission specialist on the STS-41B and STS-31 missions, passed away on 21 December 2017, in California, USA, at the age of 80.  EPA/NASA HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Quasi permanentes Fieber: Astronaut im All.  Bild: EPA/NASA

Wie Wissenschaftler der Berliner Charité laut einer Mitteilung vom Donnerstag herausfanden, läuft der Körper von Weltraumfahrern in der Schwerelosigkeit regelrecht heiss. Astronauten fiebern quasi permanent: Selbst im Ruhezustand liegt die Temperatur bei rund 38 Grad Celsius und damit ein Grad über dem Normalwert – bei sportlichen Aktivitäten steigt sie sogar oft auf mehr als 40 Grad. 

Ein Forscherteam um Hanns-Christian Gunga vom Institut für Physiologie untersuchte bei Astronauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) anhand von Stirnsensoren die sogenannte Kerntemperatur, die im Gehirn und in den inneren Organen herrscht. Die Forscher fanden heraus, dass die Temperatur nicht schlagartig steigt, sondern dass der Körper etwa zweieinhalb Monate lang stetig wärmer wird, bis er sich bei ungefähr 38 Grad einpendelt. 

«Der Körper kann die überschüssige Hitze in der Schwerelosigkeit kaum loswerden», berichtete Gunga. Der Wärmeaustausch zwischen Körper und Umgebung sei in diesem Umfeld deutlich erschwert. Schweiss verdampfe weniger als auf der Erde, was erklärt, warum der Körper während der Trainingseinheiten im All besonders schnell überhitzt. 

Allzu starke Abweichungen der Kernkörpertemperatur können den Forschern zufolge die physische und mentale Körperleistung beeinflussen und sogar lebensbedrohlich sein. Nach ihren Angaben könnten die neuen Erkenntnisse Einfluss auf die Gesundheit der Astronauten bei zukünftigen Langzeitweltraumflügen haben. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift «Scientific Reports» veröffentlicht.

(sda/afp)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Temporäre Selfies, bleibender Eindruck: Snapchat-Vergänglichkeit schützt dich nicht

This photo provided by Snapchat shows screen examples of Snapchat's redesign. Snapchat is separating what friends share and what media organizations publish in an attempt to appeal to a broader range of users. Users will now see two separate feeds: one from friends and one from publishers and non-friend accounts they follow. (Snapchat via AP)

Ob eine Botschaft permanent oder nur temporär verfügbar ist, beeinflusst das Urteil des Empfängers nicht.  Bild: AP/Snapchat

Temporär verfügbare Inhalte können permanent in schlechter Erinnerung bleiben: Zu diesem Schluss kommt eine gemeinsame Studie von Forschern Forscher der Universität Luzern und der Harvard University. Die Untersuchung befasste sich mit der Wirkung von Inhalten, die nur kurze Zeit auf sozialen Medien verfügbar sind, wie etwa Snapchat oder Instagram Stories. Auf diesen sind Fotos oder andere Medien nur einige Sekunden sichtbar und zerstören sich dann selbst. 

Die verhaltenswissenschaftliche Untersuchung zeigte auf, dass der Eindruck beim Betrachter haften bleibt, auch nachdem das Foto nicht mehr verfügbar ist. «Zusätzlich achten die Betrachter weniger darauf, wie geteilt wird – ob auf einer temporären oder einer permanenten Plattform –, sondern vielmehr darauf, was geteilt wird», sagte Co-Autor Reto Hofstetter von der Universität Luzern

Zusätzlich fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Betrachter Indiskretionen direkt auf das Urteilsvermögen der Person beziehen, welche das Foto geteilt hat. Sie beurteilen also das Verhalten von Akteuren anhand deren Persönlichkeitsmerkmale und nicht anhand der situativen Faktoren. Diese Problematik wird dadurch verstärkt, dass die Vergänglichkeit von Daten das Teilen von sensiblen Inhalten generell noch fördert. 

Für die Untersuchung liessen die Forscher Versuchspersonen unter anderem unangemessene sowie kontrollierte Selfies beurteilen, von denen sie behaupteten, sie seien temporär oder permanent im Netz geteilt worden. Die Teilnehmer massen den Personen hinter den unangemessenen Selfies ein schlechteres Urteilsvermögen bei, und zwar unabhängig von der Plattform, auf der das Bild geteilt wurde.

(sda)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Kriegsspiele auf Video machen schlau

Seit den 1980er-Jahren wurde der Einfluss der Videospiele auf das menschliche Hirn immer wieder untersucht. Ein internationales Team unter der Leitung der Universität Genf hat nun alle verfügbaren Daten von 2000 bis 2015 ausgewertet. 

Screenshot Battlefield 1

Kriegsspiele wie «Battlefield 1» fördern die kognitiven Fähigkeiten.   Bild: Playm.de

«Das ist der einzige Weg, ein Gesamtbild des tatsächlichen Einflusses dieser Spiele zu haben», wird Daphné Bavelier, Professorin der Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaft der Universität Genf, in der Medienmitteilung vom Dienstag zitiert. 

Während eines Jahres gingen Psychologen der Uni Genf zusammen mit den Universitäten Columbia, Santa Barbara und Wisconsin allen Artikeln, Thesen und Konferenzen nach und kontaktierten über 60 Forscher, um weitere Daten zu erhalten. Daraus folgten zwei Metaanalysen. 

Insgesamt absolvierten 8970 Personen im Alter zwischen 6 und 40 Jahren psychometrische Tests, bei denen ihre kognitiven Fähigkeiten beurteilt wurden. Diese Fähigkeiten dienen zusammengefasst der Informationsverarbeitung. 

Höhere Fähigkeiten bei Gamern

Zum Beispiel mussten sie auf einem Bild einen Hund neben anderen Tieren so schnell wie möglich finden. Zudem mussten sie zeigen, wie gut sie mehrere Sachen gleichzeitig erledigen und mit vorgegebenen Regeln umgehen können. 

Dabei zeigte sich, dass die kognitiven Fähigkeiten der Gamer einen halben Variantenkoeffizient höher als jener bei Nicht-Gamern war. Diese Ergebnisse wurden im Fachblatt «Psychological Bulletin» publiziert

Die Frage, ob diese Fähigkeiten schon vor dem Gamen da waren oder erst während des Spielens entwickelt waren, blieb offen. Deshalb wurde eine zweite Metaanalyse erstellt, ebenfalls aufgrund von Daten aus früheren Studien. 

Damals wurden 2883 Männer und Frauen, die maximal eine Stunde pro Woche spielten, auf ihre kognitiven Fähigkeiten getestet. Danach wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste spielte Kriegs- und Zombie-Spiele. 

Screenshot Call of Duty

Screenshot aus «Call of Duty». Bild: Softonic

Effekt bewiesen

Der zweite spielte als Kontrollgruppe SIMS, Puzzle oder Tetris. Und das während acht Stunden in acht Tagen und bis zu 50 Stunden in zwölf Wochen. Jede Person wurde danach erneut getestet. Die Action-Gamer wiesen eine höhere Entwicklung bei den kognitiven Fähigkeiten als die Spieler der Kontrollgruppe auf. 

Die Forschungsergebnisse aus mehreren Ländern über mehrere Jahre zeigten, dass Action-Spiele den Weg für die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten ebnen würden, fasst Benoît Bediou, Forscher der psychologischen Fakultät der Universität Genf, zusammen. 

Die Studienautoren betonen in den Mitteilung, dass diese positiven Effekte bei Gamern beobachtet wurden, die gleichmässig über mehrere Wochen und Monate gespielt hätten. Sie wurden keinen intensiven Spiel-Sitzungen ausgesetzt. Wie bei jeder Lernaktivität wiesen kurze Sitzungen und Wiederholungen die höchste Wirksamkeit auf.

(sda)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Fake News sind leicht zu erkennen – und zwar nicht am Inhalt

FILE - In this May 16, 2012, file photo, the Facebook logo is displayed on an iPad in Philadelphia. Facebook has unwittingly allowed groups backed by the Russian government to target users with ads. That’s after it took months to acknowledge its outsized role in influencing the U.S. election by allowing for the spread of fake news. Now it is under siege, facing questions from lawmakers and others seeking to rein in its enormous power and demand more transparency. (AP Photo/Matt Rourke, File)

In den Sozialen Medien wie Facebook hat sich die Verbreitung von Fake News zum Problem entwickelt.  Bild: AP/AP

Sie sind die Geissel der modernen Medienlandschaft: Fake News, also bewusst oder irrtümlich verbreitete Falschmeldungen. Diese Falschmeldungen, sagt der der israelische Physiker und Netzwerkforscher Shlomo Havlin, lassen sich ungeachtet ihres Inhalts nur an der Struktur der User-Interaktionen erkennen.  

«Bereits rund 100 Minuten, nachdem eine Fake News kopiert und geteilt wurde, lassen sich grosse Unterschiede feststellen.»

Shlomo Havlin

Die Analyse der Netzwerkstruktur erlaube es, ohne Kenntnis des Textes mit hoher Genauigkeit zwischen Real und Fake News zu unterscheiden, stellt Havlin fest. Der 75-Jährige lehrt an der Bar-Ilan Universität in Tel Aviv, wo er sich vornehmlich mit der Stabilität komplexer Systeme und der zunehmenden Anfälligkeit von voneinander abhängigen Netzwerken befasst.

Havlin wertete in Zusammenarbeit mit chinesischen und japanischen Forschern Daten aus China und Japan aus. Es zeigte sich, dass sich die Struktur des Fake-News-Netzwerks – mit anderen Worten, wie User Fake News teilen, kopieren und mit ihnen interagieren – stark von denen unterscheidet, in denen andere Themen im Zentrum stehen.

«Bereits rund 100 Minuten, nachdem eine Fake News kopiert und geteilt wurde, lassen sich grosse Unterschiede feststellen», sagte Havlin – der jedoch noch keine Details über die Art dieser Unterschiede preisgeben wollte. Seine Studie zum Thema werde demnächst publiziert, teilte der Forscher anlässlich eines Vortrags in Wien der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit

Netzwerke – vom Stromnetz über das Transportsystem bis zum Internet – seien ein wichtiges Werkzeug, um verschiedenste Phänomene zu verstehen, betont der Forscher. «Die Mathematik von Netzwerken ist allgemeingültig, deswegen beginnen in nahezu allen Disziplinen Leute, an Netzwerken zu arbeiten – von Medizin, Biologie, Ökonomie bis zu sozialen Netzwerken wird zunehmend klar, wie wichtig dieses Werkzeug ist.» 

Die Forschung stehe dabei immer noch am Anfang, doch was man jetzt wisse, reiche schon aus, um es zu mit Nutzen anwenden zu können. Schwierig sei dabei, so Havlin, die verschiedenen Verbindungen zwischen den Objekten eines Netzwerks zu erkennen. Kenne man die richtigen Links und Zusammenhänge, könne man verschiedenste Phänomene des Lebens studieren. Havlin erwartet hier für die Zukunft noch viele Durchbrüche. 

In der Vergangenheit ist Havlin bereits ein solcher Durchbruch gelungen: Zusammen mit dem deutschen Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber gelang es ihm, über den Vergleich von Lufttemperaturen im Pazifikraum eine neue Methode zur Voraussage des Klimaphänomens El Niño zu entwickeln. Damit ist die Prognose nun 18 Monate statt nur 6 Monate im Voraus möglich. 

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Das Rätsel der explodierenden Eier

Ein Gast in einem Restaurant beisst in ein Ei. Plötzlich gibt es einen Knall. Was ist passiert? Nach dem ungewöhnlichen Unfall haben Akustikexperten in den USA explodierende Eier unter die Lupe genommen. 

Projektil trifft Ei

Dieses Ei ist nicht in der Mikrowelle erhitzt worden. Es explodiert, weil es von einem Projektil getroffen wird.  Bild: Shutterstock

Ergebnis: Es ist eher unwahrscheinlich, dass ein im Mund zerberstendes Ei Hörschäden verursacht, wie Experten einer Beraterfirma auf einem Treffen der Amerikanischen Akustik-Gesellschaft in New Orleans erläuterten

Die etwas seltsam anmutende Untersuchung war nötig geworden, nachdem einem Restaurantbesucher ein Ei im Mund explodiert war. Das bereits hartgekochte Ei war zuvor in einer Mikrowelle nochmals erwärmt worden. Der Gast gab in einem Rechtsstreit an, durch die Explosion nicht nur Verbrennungen im Mundraum, sondern auch Hörschäden davongetragen zu haben. 

Laute Eier

Akustikexperten sollten nun untersuchen, warum ein hartes, in der Mikrowelle erwärmtes Ei explodiert und welche Folgen das haben kann. Dafür erhitzten Anthony Nash und Lauren von Blohn fast 100 hartgekochte, geschälte Eier im Wasserbad drei Minuten lang in der Mikrowelle. Damit im Falle einer Explosion die Fetzen nicht durch die Gegend fliegen, steckten sie die Versuchseier jeweils in eine weisse Socke. 

In den meisten Fällen geschah bei diesem Prozedere nichts. 30 Prozent der Eier jedoch überstanden zwar unversehrt die Mikrowellen-Prozedur, explodierten aber anschliessend, wenn man mit einem scharfen Gegenstand in sie hineinpikste. 

Play Icon

Dieser Clip zeigt, wie ein in der Mikrowelle erhitztes Ei explodiert. Video: YouTube/infrared213

«In 30 Zentimeter Entfernung entstanden Schallwellen-Spitzen von 86 bis 133 Dezibel», sagte Nash laut einer Mitteilung. Zum Vergleich: Ein Düsenjet in 15 Meter Entfernung erreicht einen Schalldruck von 120 Dezibel.

Mikrowelle ist Schuld

Nash und von Blohn stellten zudem fest, dass die Temperaturen im Eidotter stets deutlich höher waren als im Wasserbad drumherum. Grund für die Explosion könnte sein, dass sich durch die Mikrowellen die Protein-Matrix des Dotters verfestigt und darin winzige Wassertaschen eingeschlossen werden. Dieses Wasser erhitzt sich schliesslich über die normale Kochtemperatur hinaus, vermuten Nash und von Blohn. 

Steche oder beisse dann jemand in das Ei hinein, werden die fragilen, superheissen Taschen zerstört, und es kommt es zu einer explosionsartigen Kettenreaktion. 

Gut möglich, dass Mikrowellen-Hersteller künftig eine Warnung vor Hörschäden in die Gebrauchsanweisungen aufnehmen, mutmassen die Akustiker. Aber Nash betont: «Statistisch gesehen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein explodierendes Ei das Gehör von jemandem schädigt, eher gering. Es ist ein bisschen wie Eier-Roulette.»

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem: 

>> Auf jedem Sandkorn leben mehr Bakterien als Einwohner in Luzern

Blick auf ein Sandkorn unter dem Fluoreszenzmikroskop: Die grünen Pünktchen sind eingefärbte Bakterien, die sich vor allem in Vertiefungen auf dem Sandkorn angesiedelt haben.

Blick auf ein Sandkorn unter dem Fluoreszenzmikroskop: Die grünen Pünktchen sind eingefärbte Bakterien, die sich vor allem in Vertiefungen auf dem Sandkorn angesiedelt haben.  Bild: MPIMM/CC-SA BY 4.0

Auf jedem Sandkorn im Meer siedeln bis zu 100'000 Bakterien. Dies fanden Forscher des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen heraus, die nach eigenen Angaben erstmals im Detail das Leben der Mikroorganismen auf einzelnen Körnern untersuchten. 

Die Bakterien besiedeln die Sandkörner nicht gleichmässig, sondern ballen sich in winzigen Rissen und Kuhlen, wie die Forscher am Montag mitteilten. «Dort sind sie gut geschützt», erklärte Max-Planck-Experte David Probandt. 

Sandkörner unter dem Binokular.

Dicht besiedelte Miniwelten: Sandkörner unter dem Binokular. Bild: MPIMM

Die Vertiefungen böten Schutz vor gefrässigen Räubern und vor der Kollision mit anderen Sandkörnern, wenn diese im Wasser herumgewirbelt würden. Für ihre in der Fachzeitschrift «The ISME Journal» veröffentlichte Untersuchung nutzten die Bremer Wissenschaftler Sandproben aus der Nordsee bei Helgoland. 

Durch die massenhafte Präsenz von Bakterien seien sandige Küsten und Meeresböden riesige natürliche Filter, erklärten die Bremer Forscher. Auf den Körnern lebten verschiedene Arten, die etwa Kohlenstoff und Stickstoff aus dem Meer oder aus dem Wasser von einmündenden Flüssen verarbeiteten. Diese spielten daher eine wichtige Rolle im Ökosystem der Meere und der Erde insgesamt.

(sda/afp)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Unterwasser-Tropfsteine: Die «Hells Bells» von Yucatán

Die «Hells Bells» von Yucatán

Ungewöhnliche Unterwasser-Kalkformationen in Glockenform: Die «Höllenglocken» auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Bild: E.A.N./ IPA/INAH/MUDE/ UNAM/Heidelberg

In einer unter Wasser stehenden Höhle auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán haben Wissenschaftler Tropfsteine entdeckt. Das Ungewöhnliche daran: Die bis zu zwei Meter langen Kalzitformationen sind unter Wasser gewachsen. Obendrein sind sie hohl und werden – anders als gewöhnliche Stalaktiten – gegen unten nicht schmäler, sondern weiten sich trompetenförmig. Die Gebilde sehen daher aus wie Lampenschirme, Rüssel oder Glocken – Letzteres erklärt, warum Taucher die Tropfsteine «Hells Bells» («Höllenglocken») nennen. 

Die erste eingehende wissenschaftliche Analyse der merkwürdigen Formationen hat ein Team um den den Geowissenschaftler Wolfgang Stinnesbeck von der Uni Heidelberg präsentiert. Die Forscher wiesen unter anderem nach, dass die Formationen 4500 Jahre alt sind. «Damit sind zumindest die von uns datierten Exemplare eindeutig in einer Zeit gewachsen, als die Höhle bereits lange unter Wasser lag und der Wasserspiegel etwa dem heutigen entsprach», schreiben die Wissenschaftler. 

Damit in dem wassergefüllten Sinkloch auf Yucatán solche Tropfsteine ohne Tropfen entstehen konnten, mussten dort spezifische chemische und physikalische Bedingungen erfüllt sein. Die faszinierenden «Höllenglocken» wuchsen denn auch nahe der Halokline – das ist die Grenzschicht zwischen Salz- und Süsswasser. Gelöstes Kalzium aus der Salzwasserschicht stieg nach oben und führte zur Übersättigung des darüberliegenden Süsswassers. Auch die abwechselnd sauerstoffarmen und -reichen Wasserschichten trugen zur Bildung der Formationen bei.  

Die «Hells Bells» in der Unterwasser-Höhle auf Yucatán

Die «Hells Bells» bildeten sich in der Nähe der Grenzschicht zwischen Süss- und Salzwasser.  Bild: Stinnesbeck et al.

Ein weiterer Beitrag zur Bildung der «Höllenglocken» dürfte von Bakterien stammen, wie die Forscher erklären. Die Stickstoff verarbeitenden Mikroorganismen hätten durch ihre Fähigkeit, den pH-Wert zu erhöhen, «eine entscheidende Rolle für die Kalkabscheidung» gespielt. Die Tropfsteine seien von einer speziellen Bakterien-Gemeinschaft besiedelt, die das Ausfällen des gelösten Kalzits begünstigt habe. 

Play Icon

«Hells Bells.» Video: YouTube/Steve Bogaerts

Noch sind nicht alle Rätsel der Entstehung dieser eindrücklichen Kalzitformationen geklärt, wie die Forscher einräumen. Mit Sicherheit aber, so schreiben sie in ihrer im Fachblatt «Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology» erschienenen Studie, seien die «Hells Bells» aber weltweit einzigartig.

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Forscher finden Cäsars Lager – hier landeten die Römer in Britannien

Fundort des Lagers von Cäsar in Britannien

Die Fundstelle des Lagers liegt etwa einen Kilometer von der heutigen Küste entfernt. Damals war die Distanz nicht so gross.  Bild: University of Leicester/Dean Barkley

Zweimal landete der römische Feldherr Gaius Julius Cäsar mit seinen Truppen in Britannien: Um 55 v. Chr. unternahm er eine Erkundungsfahrt an die Südküste der Britischen Inseln, die aber weitgehend ergebnislos verlief. Ein Jahr später, im Juli 54 v. Chr., kamen die Römer wieder, und diesmal versuchten sie zu bleiben. Fünf Legionen auf 800 Schiffen überquerten den Ärmelkanal und landeten an einer unbekannten Stelle der heutigen Grafschaft Kent. 

Der zweite Feldzug Cäsars in Britannien

Cäsars zweiter Feldzug nach Britannien: Der römische Feldherr besiegte den britonischen Befehlshaber Cassivellaunus, kehrte aber vor Einbruch des Winters nach Gallien zurück.   Bild: University of Leicester

Britische Forscher glauben nun, diese Stelle an der Pegwell Bay an der Südostspitze von Kent gefunden zu haben. Archäologen um Colin Haselgrove von der University of Leicester haben dort Überreste eines römischen Lagers entdeckt, das vermutlich aus der Zeit des zweiten Britannienzuges stammt. 

Etwa einen Kilometer von der heutigen Küste entfernt – aber beträchtlich näher am damaligen Ufer – fanden die Forscher einen Verteidigungsgraben von etwa fünf Meter Breite und zwei Meter Tiefe. Solche Gräben hoben die römischen Legionäre auch in Gallien um ihre Befestigungsanlagen aus. Zudem gruben die Archäologen Teile von römischen Waffen aus – darunter die Spitze eines Pilums. Dieser Wurfspiess war die klassische Fernwaffe der Legionäre. 

Römischer Graben in Kent

Der in Kent entdeckte Verteidigungsgraben.  Bild: University of Leicester/Andrew Fitzpatrick

Zusammen mit den archäologischen Funden lassen es auch die Beschreibungen Cäsars als plausibel erscheinen, dass die römischen Invasoren tatsächlich in der Pegwell Bay an Land gingen und dort ihr erstes Lager in Britannien errichteten.

Spitze eines römischen Pilums

Diese Spitze eines römischen Wurfspeers (Pilum) wurde ebenfalls gefunden.  Bild: University of Leicester/Andrew Fitzpatrick

Obwohl Cäsars zweiter britannischer Feldzug länger dauerte als der erste und seine Legionen mehrmals britonische Truppen besiegten, brachen die Römer die Invasion schliesslich ab. Der nahende Winter und drohende Aufstände in Gallien liessen dies als ratsam erscheinen. Erst hundert Jahre später kehrten die Römer unter Kaiser Claudius zurück und eroberten dann den grössten Teil der Insel. 

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Airbus, Siemens & Co.: Das Zeitalter des E-Flugs beginnt 2020

Elektrisches Fliegen: Testflugzeug E-Faan X

Die grüne Turbine des Testflugzeugs E-Fan X wird elektrisch bertrieben.  Bild: Airbus/Siemens/RollsRoyce

Airbus und Siemens wollen zusammen mit dem Triebwerkshersteller Rolls Royce einen hybrid-elektrischen Flugzeugantrieb bauen. Ein Verkehrsflugzeug mit einem Elektromotor und drei herkömmlichen Düsentriebwerken solle 2020 zum ersten Testflug starten, kündigten die drei Unternehmen am Dienstag in London an. 

Der Elektrokonzern Siemens werde den Elektromotor mit zwei Megawatt Leistung – also der halben Leistung eines herkömmlichen Antriebs – in München bauen. Rolls-Royce werde eine Gasturbine liefern, die in den Rumpf des Flugzeugs eingebaut werde und den Strom für den Elektromotor erzeuge. Der Flugzeugbauer Airbus sei für die Integration der Systeme zuständig. 

French airline pilot Didier Estyene prepares to fly an E-Fan, an electrically powered general aviation aircraft, at Merignac airport, near Bordeaux, southwestern France, Friday, April 25, 2014. Friday marked the first public test flight of the Airbus sponsored E-Fan electric plane. (AP Photo/Bob Edme)

Ein Vorgänger des aktuellen Projekts: Der Elektroflieger E-Fan im April 2014 auf dem Flughafen Merignac bei Bordeaux.  Bild: AP/AP

«Der E-Fan X ist ein wichtiger Schritt, um elektrisches Fliegen in absehbarer Zukunft zu verwirklichen», sagte Airbus-Technikchef Paul Eremenko. Das Flugzeug – eine British Aerospace BAe 146 mit rund 100 Sitzen aus den 1989er-Jahren – soll 2020 voraussichtlich in Toulouse zum ersten Mal abheben. Wenn alles funktioniert, sollen später weitere Tests mit zwei hybrid-elektrischen und zwei herkömmlichen Antrieben folgen.

E-Fan X hybrid-electric flight demonstrator

Eine der konventionellen Turbinen ersetzt Airbus durch einen Elektromotor von Siemens. Von Rolls Royce stammt ein Triebwerk und ein Generator, die im Heck Strom für die Batterie erzeugen.   Bild: Airbus / Rolls-Royce / Siemens

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Das ewige Rätsel um den Yeti ist gelöst (SPOILER: Ein Mensch ist es nicht)

Seit Jahrhunderten berichten Menschen davon, in den Schneehöhen Tibets und Nepals Yetis gesichtet zu haben. Auch vermeintliche Überreste der geheimnisvollen Schneemenschen wurden gefunden – und jetzt erstmals gründlich untersucht. Resultat: Es handelt sich um Bären. 

Angeblicher Yeti-Skalp im Kloster von Khumjung

Angeblicher Yeti-Skalp im Kloster von Khumjung in Nepal. Bild: Wikimedia/Nmnogueira

Es sieht nicht gut aus für den Yeti – und für alle, die an die Existenz des mysteriösen Schneemenschen in der Himalaya-Region glauben: US-Forscher nahmen DNA-Proben von angeblichen Yeti-Überbleibseln unter die Lupe und ordneten sie fast ausschliesslich Bären zu. 

Acht der neun untersuchten Proben – gewonnen aus Knochen, Zähnen, Haaren oder Exkrementen – stammen demnach von Asiatischen Schwarzbären, Himalaya-Braunbären oder Tibetischen Braunbären, die neunte von einem Hund. 

«Unsere Ergebnisse legen stark nahe, dass die biologische Untermauerung für die Yeti-Legende in lokalen Bärenarten gefunden werden kann», betont die Biologin Charlotte Lindqvist von der University of Buffalo. «Und unsere Studie zeigt, dass die Genetik in der Lage sein sollte, auch andere, ähnliche Rätsel zu lösen.» 

Photograph of an alleged yeti footprint found by Michael Ward. Photograph was taken at Menlung glacier on the Everest expedition by Eric Shipton in 1951.

Angebliche Yeti-Fussspur auf dem Menlung-Gletscher am Mount Everest, fotografiert 1951.   Bild: PD

Die Studie, veröffentlicht in den «Proceedings B» der britischen Royal Society, ist wohl die bisher gründlichste DNA-Analyse angeblicher Yeti-Relikte. Die Forscher gelangten über eine britische Filmproduktionsfirma, die 2016 in einem Film die Herkunft der geheimnisvollen Yetis lüften wollte, an die jetzt untersuchten Überbleibsel. Sie stammen ursprünglich aus Museen oder Privatbesitz. 

Ein Stück behaarter Haut von einer Hand oder Pranke, die in einem Kloster aufbewahrt worden war, gehört dazu. Ebenso ein Stück Oberschenkelknochen, das in einer Höhle auf dem Tibetanischen Hochplateau in 4500 Metern Höhe gefunden wurde. 

Doch Lindqvist und ihr Team gingen noch einen Schritt weiter: Sie sequenzierten die mitochondriale DNA (mtDNA) weiterer asiatischer Bären – insgesamt von 23 Tieren – und verglichen sie dann mit derjenigen von Bären in anderen Teilen der Welt. 

Früherer Test

Bereits 2013 untersuchten Wissenschaftler aus Oxford vermeintlich von Yeti-artigen Wesen stammendes Erbmaterial. Die Haarproben stammten aus dem Schoria-Bergland im sibirischen Russland. Auch hier führten die DNA-Spuren zu anderen Tieren: Eruiert wurde ein Waschbär, ein Pferd und ein Amerikanischer Schwarzbär. 

Isolierte Himalaya-Braunbären

Es zeigte sich, dass Tibetische Braunbären mit denen in Nordamerika und Europa relativ eng verwandt sind. Himalaya-Braunbären hingegen, deren mtDNA nun erstmals komplett entschlüsselt wurde, haben sich evolutionär schon wesentlich früher, vor etwa 650'000 Jahren, abgespalten. In der damaligen Eiszeit hätten die Himalaya-Braunbären vermutlich über längere Zeit hinweg durch Gletscher abgetrennt und isoliert von den anderen gelebt, vermuten die Forscher. 

Angebliche Überreste eines Yetis.

Angebliche Überreste eines Yetis.  Bild: bigfootlunchclub.com

Ihrer Einschätzung nach sind die Ergebnisse nicht nur wichtig, um die Herkunft der Tiere nachzuvollziehen, sondern auch für deren Gegenwart. «Die Himalaya-Braunbären sind vom Aussterben bedroht. Ihre Bevölkerungsstruktur und genetische Vielfalt zu klären, kann auch helfen, ihre Bestände zu schätzen und Management-Strategien zu entwerfen», hofft Lindqvist. Auch die Untersuchung weiterer «Yeti-Relikte» könne dazu beitragen.

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Albtraum für Datenschützer: In Kleider eingenähte Sensoren messen Puls und Blutdruck

In Kleidern eingenähte RFID-Chis gibt es bereits.

In Kleider eingenähte RFID-Chips – die beispielsweise zur Diebstahlsicherung dienen – gibt es bereits.  Bild: image-label-systems.com

In die Kleidung eingenähte Sensoren könnten künftig Puls oder auch Blutdruck längerfristig überwachen. Forscher um Xiaonan Hui von der Cornell-Universität in Ithaca (US-Bundesstaat New York) stellten im Fachmagazin «Nature Electronics» ein solches Verfahren vor

Sie verwenden dabei sogenannte RFID-Chips, die in anderen Bereichen schon millionenfach eingesetzt werden. Waschmaschinen sollen den Chips nichts anhaben können. 

Xiaonan Hui von der Cornell University kontrolliert die Körperdaten, die kontaktlos mit Funketiketten aufgezeichnet wurden.

Körperdaten kontrollieren: Xiaonan Hui von der Cornell-Universität. Bild: X. Hui et al./Cornell University

Die neue Technik könnte beispielsweise in Spital oder Pflegeheimen genutzt werden. In den jeweiligen Zimmern müssten Antennen angebracht werden, die die Signale der Funkchips empfangen. «Unser System ist in der Lage, die Werte von mehreren Personen gleichzeitig zu überwachen», schreiben die Forscher. 

Mehrere Chips

In die Brusttasche eingenäht können die batterielosen Chips helfen, die Atemfrequenz zu messen. Gleichzeitig konnten die Forscher die Chips nutzen, um wie mit einem Radar Bewegungen des Herzens nachzuverfolgen. 

Über einen weiteren Chip am Handgelenk, der in eine Manschette eingenäht werden kann, lässt sich der Puls bestimmen. Durch Kombination der beiden Sensoren kann man den Blutdruck abschätzen. 

Herkömmliche Messgeräte seien durch den nötigen Hautkontakt unkomfortabel, sie störten teils den Schlaf und schränkten die Bewegungsfreiheit von Patienten ein, betonen die Wissenschaftler. Ihr Ansatz sei hingegen unauffällig und vergleichsweise günstig. 

«Wenn man Geld in die Entwicklung steckt, hat der Ansatz durchaus Potenzial», sagt der Physiker Wilhelm Stork vom Karlsruher Institut für Technologie, der nicht an der Studie beteiligt war. 

Er forscht an ähnlichen Möglichkeiten: Sein Team entwickelt Software, die nur über Bilder einer Videokamera Farbänderungen der Haut analysiert und darüber den Puls bestimmt. Ein Vorteil der komplizierteren Methode der US-amerikanischen Kollegen ist, dass sie auch Informationen über den Blutdruck liefern kann. 

Kritik von Datenschützern

Viele Datenschützer und Ethiker sehen es allerdings kritisch, wenn immer mehr Gesundheitsdaten von kranken wie auch gesunden Menschen gemessen werden. Wichtig sei, dass Betroffene von der Überwachung ihrer Vitalparameter wissen, betont der Theologe und Ethiker Andreas Lob-Hüdepohl von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin. 

In Pflegeheimen etwa dürften nicht ohne Einwilligung die Daten erhoben werden. Ohne umfassende Aufklärung und Zustimmung liege ein «fundamentaler Widerspruch zum Recht auf informationelle Selbstbestimmung» vor, betont Lob-Hüdepohl. 

Überwachung von Autofahrern

Noch ist unklar, wie zuverlässig die mit den Funkchips gewonnenen Daten sind. Bislang wurden die Systeme nur an einzelnen Probanden getestet. Somit ist die Methodik für medizinische Anwendungen alles andere als ausreichend erprobt. 

Doch der Karlsruher Wissenschaftler Stork sieht weitere Einsatzmöglichkeiten. «Die Autoindustrie ist an derartigen Verfahren interessiert», erklärt er. Denn wenn der Bordcomputer feststellt, wie wach oder angespannt ein Fahrer ist, kann er womöglich durch Hinweise an den müden Lenker Unfälle vorbeugen.

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Italienischer Chirurg will etwas tun, das noch keiner gemacht hat

Vorsichtige Zurückhaltung ist die Sache eines Sergio Canavero nicht. Er will der erste sein, der mit der Transplantation eines Menschenkopfes in die Geschichtsbücher eingeht. Fachkollegen sind wenig begeistert – selbst sein engster Partner bremst, wo er kann. 

epa06335473 Italian neurosurgeon Sergio Canavero speaks during a news conference in Vienna, Austria, 17 November 2017. Canavero plans the first ever human head transplant to happen in China. It was 'imminent,' Canavero said claiming he had already sucessfully transplanted a human head on a corpse.  EPA/LISI NIESNER

Alle Jahre wieder: Der Chirurg Sergio Canavero kündigt die Transplantation eines menschlichen Kopfs an.  Bild: EPA/EPA

Wie die weltweit erste Kopftransplantation ablaufen soll, hat Sergio Canavero genau vor Augen: In einem mindestens 200 Quadratmeter grossen Operationssaal arbeiten Spezialisten an Spender und Empfänger, die fixiert in Metallgestellen sitzen. «100 Experten aus aller Welt werden diesen monumentalen Eingriff wagen», schreibt der italienische Neurochirurg in seinem Buch «Medicus Magnus». 

Ursprünglich für 2017 angekündigt, solle nun im kommenden Frühjahr der Kopf eines schwerkranken Menschen auf den Körper eines hirntoten Spenders gesetzt werden. So zumindest kündigt es der Verlag mit Verweis auf Canavero an. 

Das wirkt vor allem deshalb so irrwitzig, weil jedwede wissenschaftliche Vorstufe fehlt: Weder wurden in den vergangenen Jahren massenhaft Tierköpfe erfolgreich verpflanzt, noch wurden reihenweise Menschen vermeldet, die nach Rückenmarksverletzungen geheilt wurden. 

Das Urteil aus Fachkreisen hat darum seit den ersten Ankündigungen Canaveros nicht an Eindeutigkeit verloren: «Reine Publicity», sagt Edgar Biemer von der Praxisklinik Caspari in München, der in Deutschland an einer spektakulären Armtransplantation beteiligt war. 

«Die Verbindung zum Rückenmark bei einer solchen Transplantation wieder herzustellen, halte ich für absolut unmöglich», sagt Biemer. Auch Veit Braun, Chefarzt der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Siegen, betont: «Wenn ich ein Rückenmark vom Kopf abtrenne, dann ist das hin, und zwar ein für alle Mal.» 

Play Icon

Kleine Geschichte des Köpfe-Verpflanzens (französ.). Video: YouTube/Paris Match

Kopf eines Chinesen

Ein Chinese werde derjenige sein, der einen anderen Körper unter seinen Kopf gesetzt bekommt, verkündet Canavero, und überwiegend chinesisch auch das Spezialistenteam. «China will mit der ersten Kopftransplantation seine Stellung als neue Supermacht auch in der Medizin untermauern.» Im Gespräch strotzen seine Sätze vor Superlativen, sein Projekt hält er für mindestens ebenso wichtig wie die Mondlandung. 

«Es geht hier um Ehrgeiz und nicht um die Sache an sich», sagte Uwe Meier vom Berufsverband Deutscher Neurologen vor einiger Zeit zu Canaveros Ankündigungen. Dass dem Italiener vor allem am Ruhm gelegen sein dürfte, lässt er auch in seinem Buch durchblicken. Immer nur der erste, der etwas Neues wage, lande in den Geschichtsbüchern, schreibt er. «Um die Menschheit zu verändern, muss man mutig sein – manche sagen auch ein Draufgänger.» 

Und der Patient? Hat der nicht ein hohes Risiko, beim Umsetzen seines Kopfes zu sterben? «Ja, hat er», schreibt Canavero. «Jede andere Aussage wäre nicht ehrlich.» Ein Grund zum Abwarten ist das für ihn nicht. «Dürfen ethische Bedenken einen Wissenschafter hindern, zum Wohle der Menschheit moralische Grenzen, wie sie eine Gesellschaft versteht, zu überschreiten? Meine Antwort ist eindeutig: Nein.» 

Canaveros Kollege ist viel zurückhaltender

Zweiter Hauptakteur in dem Schauspiel ist Ren Xiaoping von der Medizinischen Universität in Harbin in Nordostchina - der allerdings weitaus vorsichtiger agiert. Immer wieder wies er Ankündigungen Canaveros zurück. So auch diesmal. «Es ist noch ein langer Weg bis zu einer Kopftransplantation», wurde Ren Xiaoping kürzlich von der Pekinger Zeitung «Xinjingbao» zitiert. «Wann können wir es machen? Ich weiss es auch nicht.»

Play Icon

Ein nicht ganz ernster Blick auf das Problem der Kopftransplantation: Szene aus dem Film «Mars Attacks!» Video: YouTube/StealthPornucopia

Zur Vorbereitung gab es einen Versuch mit Leichen, die Ergebnisse wurden vor einigen Tagen im Fachblatt «Surgical Neurology International» veröffentlicht: In 18 Stunden sei der Kopf einer frischen männlichen Leiche auf den Körper einer anderen gesetzt worden. 

Mit dem Experiment sei aber lediglich ein erstes Operationsmodell geschaffen worden, erklärte Ren Xiaoping vor Journalisten. «Das ist es.» Für die Kopftransplantation gebe es noch keinen Zeitplan und keinen bestimmten Ort, widersprach Ren seinem italienischen Kollegen Canavero. 

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem: 

>> «Zigarre» aus den Tiefen des Alls verblüfft Astronomen

Zum ersten Mal haben Astronomen den Durchflug eines Asteroiden aus einem anderen Sonnensystem beobachtet. Der 400 Meter lange Brocken war Millionen Jahre durchs Weltall zu uns unterwegs. 

epa06340680 An undated handout photo made available by the European Southern Observatory (ESO) on 20 November 2017 shows an artist's impression shows the first interstellar asteroid `Oumuamua. This unique object was discovered on 19 October 2017 by the Pan-STARRS 1 telescope in Hawai'i. Subsequent observations from ESO’s Very Large Telescope in Chile and other observatories around the world show that it was travelling through space for millions of years before its chance encounter with our star system. 'Oumuamua seems to be a dark red highly-elongated metallic or rocky object, about 400 metres long, and is unlike anything normally found in the Solar System.  EPA/ESO/M. Kornmesser / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Interstellare Zigarre: 'Oumuamua ist rund 400 Meter lang, aber nur etwa 40 Meter breit. Bild: EPA/European Southern Observatory

Der Asteroid verblüfft die Wissenschaftler mit seiner ungewöhnlichen Form: Er ist rund zehn Mal so lang wie breit – anders als alle Asteroiden aus unserem eigenen Sonnensystem, die bislang beobachtet worden sind. Ein Team um Karen Meech von der Universität von Hawaii in Honululu beschreibt den fremdartigen Besucher im britischen Fachblatt «Nature»

«Dieses Ding ist sehr merkwürdig», betonte Meech in einer Mitteilung ihrer Hochschule. Der Brocken war am 19. Oktober mit dem Pan-Starrs1-Teleskop auf Hawaii entdeckt worden. Zunächst sah es so aus, als hätte das Teleskop einen gewöhnlichen Asteroiden unseres Sonnensystems aufgespürt. 

«Wir mussten schnell handeln, 'Oumuamua war schon am sonnennächsten Punkt vorbei und bereits wieder auf dem Weg zurück in den interstellaren Raum.»

Olivier Hainaut, ESO

Aus der Flugbahn wurde jedoch schnell klar, dass er von sehr viel weiter her kommen musste. Die Internationale Astronomische Union, für die Benennung und Klassifizierung von Himmelsobjekten zuständig, schuf eigens eine neue Kategorie: I für interstellar. 

Bote aus der Vergangenheit

Der interstellare Asteroid bekam die Katalognummer 1I/2017 U1 und den hawaiianischen Namen «'Oumuamua». Das heisst so viel wie Kundschafter oder Bote aus der fernen Vergangenheit. Eine Vielzahl von Teleskopen nahm den weit gereisten Gast ins Visier. «Wir mussten schnell handeln», berichtete Olivier Hainaut von der Europäischen Südsternwarte ESO in Garching bei München in einer Mitteilung. «'Oumuamua war schon am sonnennächsten Punkt vorbei und bereits wieder auf dem Weg zurück in den interstellaren Raum.» 

Play Icon

«Animation of `Oumuamua passing through the Solar System (annotated)». Video: YouTube/European Southern Observatory (ESO)

Mit dem «Very Large Telescope» der ESO in den chilenischen Anden stellten die Forscher fest, dass der Asteroid alle 7,3 Stunden um seine Achse rotiert und dabei seine Helligkeit drastisch um rund den Faktor Zehn verändert. «Diese ungewöhnlich starke Helligkeitsänderung deutet darauf hin, dass das Objekt sehr langgezogen sein muss: etwa zehnmal so lang wie breit, mit einer komplexen, gewundenen Form», erläuterte Forschungsleiterin Meech. 

Rötlicher Brocken

Ausserdem hat der Asteroid eine dunkle, rötliche Farbe, die vermutlich von der Jahrmillionen langen Verwitterung seiner Oberfläche durch kosmische Strahlung herrührt und nicht unähnlich den Objekten in den fernsten Aussenbezirken unseres eigenen Sonnensystems ist. Auch seine Zusammensetzung erinnert an Asteroiden unseres Systems. 

«Seit Jahrzehnten haben wir angenommen, dass es solche interstellaren Objekte dort draussen gibt. Diese historische Entdeckung öffnet ein neues Fenster, um die Entstehung von Sonnensystemen jenseits unseres eigenen zu untersuchen.»

Thomas Zurbuchen, NASA-Manager

Vermutlich besteht das fremde Objekt aus Gestein oder einem Mix mit hohem Metallanteil. «Ausserdem konnten wir bestätigen, dass es vollständig inaktiv ist, weil wir in seiner direkten Umgebung nicht den geringsten Hinweis auf Staub finden konnten», berichtete Meech. 

Der Besucher kommt aus der Richtung des Sterns Wega im Sternbild Leier. Als er dort vor etwa 300'000 Jahren vorbeigeflogen ist, stand die Wega allerdings noch an einer anderen Stelle, wie die ESO betont. Sein genauer Ursprung liegt im Dunkeln. «Wir beobachten dieses einzigartige Objekt weiterhin», kündigte ESO-Astronom Hainaut an. «Und wir hoffen, genauer bestimmen zu können, woher es kam und wohin es auf seiner Reise durch die Galaxis als nächstes fliegt.» 

Wohl gar nicht so selten

Die Beobachtung bietet den Astronomen einen einzigartigen, wenn auch kurzen Einblick in fremde Sonnensysteme. Die Begegnung muss jedoch kein Einzelfall bleiben. Astronomen schätzen, das im Mittel einmal pro Jahr ein interstellarer Gast durch das innere Sonnensystem fliegt. Da diese Objekte jedoch sehr dunkel sind, lassen sie sich nur schwer entdecken. 

Apropos Asteroiden: Die Didymoon-Mission

«Seit Jahrzehnten haben wir angenommen, dass es solche interstellaren Objekte dort draussen gibt», betonte der Schweizer NASA-Manager Thomas Zurbuchen aus der Abteilung für Wissenschaftsmissionen der US-Raumfahrtbehörde. «Diese historische Entdeckung öffnet ein neues Fenster, um die Entstehung von Sonnensystemen jenseits unseres eigenen zu untersuchen.»

(sda/dpa)

Sterne, Planeten, Monde und noch mehr Weltraum-Stoff

2018: A Mars Odyssey – die Geschichte der Mars-Expeditionen in Bildern

Link to Article

Marssonde erfolgreich gelandet: Das erste Bild von InSight ist da

Link to Article

Wird die Landesonde InSight die «7 Minuten des Terrors» überstehen und den Mars erkunden?

Link to Article

War «Oumuamua» eine Alien-Sonde? Ein Harvard-Papier suggeriert es

Link to Article

So nah wie nie zuvor: Astronomen haben (fast) in ein Schwarzes Loch geschaut

Link to Article

Diese 5 Projekte bringen dich vielleicht bald ins All – etwas Kleingeld vorausgesetzt

Link to Article

Das Kessler-Syndrom oder wie eine Kettenreaktion im All unser Leben verändern könnte

Link to Article

So gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Aliens gibt

Link to Article

So schön waren die Sternschnuppen-Nächte am Wochenende

Link to Article

So beeindruckend ist ein Sandsturm auf dem Mars

Link to Article

Wenn du nicht mindestens 7 Sternbilder erkennst, frisst dich der Grosse Bär 😱

Link to Article

31 Dinge, die noch heisser sind als dieser Sommer (und nein, hier gibts keine nackte Haut)

Link to Article

Als der Mond jung war, gab es dort vielleicht Leben

Link to Article

Darum ist das die längste Mondfinsternis, die du in deinem Leben sehen wirst

Link to Article

Überraschung auf dem Mars: Forscher finden unterirdischen See

Link to Article

Wo ist die Erde Nummer 2? Das sind die Top Ten der Kandidaten

Link to Article

So viele Menschen braucht es für eine Reise zum nächsten Exoplaneten Proxima b

Link to Article

Forscher machen Zufallsfund und entdecken zwölf neue Jupiter-Monde

Link to Article

So gespenstisch klingen Saturn und sein Mond Enceladus

Link to Article

Funktioniert der «unmögliche» Quantenantrieb EmDrive? Das sagt die Forschung

Link to Article

Warum Weltraumkolonisierung katastrophal schiefgehen kann

Link to Article

Curiosity findet organische Moleküle auf dem Mars

Link to Article

Wenn wir zu den Sternen reisen, brauchen wir ein Raumschiff, das es jetzt noch nicht gibt

Link to Article

Dieses rasant wachsende Schwarze Loch frisst alle zwei Tage eine Sonne

Link to Article

Aliens kontaktieren? Das sollten wir besser nicht tun

Link to Article

Wenn es Aliens gibt, wie sehen sie dann aus?

Link to Article

Wo sind die Ausserirdischen? Ein Astronom glaubt es zu wissen

Link to Article

Den Mars besiedeln? Nein, es gibt ein besseres Ziel: Titan!

Link to Article

Wir haben eine neue Erde gefunden – aber wie kommt man dahin? Und wie lange dauert die Reise?

Link to Article

Von der roten Kartoffel bis zur vulkanischen Pizza: Das sind die 11 seltsamsten Monde 

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Dieser Roboter macht Sprünge, die du (vermutlich) nicht schaffst

Atlas ist sein Name, und er kann erstaunliche Sachen. Für einen Roboter, zumindest. Denn Atlas besteht nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Metall und Kunststoff. Der humanoide Roboter des Herstellers Boston Dynamics ist seit 2013 ständig weiterentwickelt worden. Das aktuelle Modell – «Atlas Next Generation» – ist etwas kleiner und bedeutend leichter als der ursprüngliche Roboter. 

Roboter Atlas von Boston Dynamics.

Atlas voll in Aktion.  Bild: Youtube

Atlas springt mittlerweile erstaunlich sicher von einem Podest auf das andere und schafft sogar – Trommelwirbel! – einen Rückwärtssalto. Danach reckt er die Arme in Siegerpose in die Höhe, als wollte er seinen Erfolg feiern. Alles schön zu sehen im folgenden Video: 

Dieser Roboter macht Rückwärtssaltos

Play Icon

Video: watson

Der Clip wurde auf Youtube in wenigen Stunden über zwei Millionen mal angeschaut. Kein Wunder: Der gelenkige Metallmann geniesst in den Sozialen Medien bereits Kultstatus. Wie es sich heutzutage bei Hollywoodfilmen gehört, zeigt das Video auch noch ein Outtake mit missglückten Versuchen. 

Boston Dynamics ist eine der führenden Robotik-Firmen der Welt und entwickelte zu Beginn Roboter für die US-Armee. Google kaufte das Unternehmen 2013, veräusserte es aber 2016 wieder. Neuer Besitzer ist der japanische Telekommunikations- und Medienkonzern Softbank. 

Kollege Roboter

>> Weitere Kurznachrichten aus Wissenschaft und Technik gibt es HIERHIERHIER und HIER

Abonniere unseren Newsletter

20
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • KING FELIX 24.01.2018 11:09
    Highlight Highlight Science news. Giftiges insekt tötet maus. Ähm
  • roger.schmid 23.01.2018 16:48
    Highlight Highlight Arme Maus.. Die sollen gleich noch erforschen wie man diese verdammten drecksviecher (hundertfüsser) ausrotten kann. Entschuldigung. Ich bin sonst sehr tierlieb, aber da hörts auf. bin öfter mal in Regionen unterwegs wo die ihr Unwesen treiben.. und so bald ich so ein Viech sehe gibt's was mit 'nem Knüppel auf die Rübe oder ne Giftwolke die sich gewaschen hat.
  • Toerpe Zwerg 05.01.2018 17:55
    Highlight Highlight Kann man bitte den Zusammenhang zwischen Schwerelosigkeit und Verdunstung herstellen?
    • ARoq 05.01.2018 18:41
      Highlight Highlight Fehlende konvektion. Warme Luft steigt nicht auf, sondern bleibt an Ort. Dadurch wird die Luft in Hautnähe schnell gesättigt und kann keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen.
    • blobb 05.01.2018 19:40
      Highlight Highlight Wasser verdunstet (aufgrund der geringeren Dichte von) nach oben. Oben gibts in der Schwerelosigkeit nicht. Darum kann die Wärme nicht so gut abgeführt werden.
      Stell dir einen Dampfkochtopf bei 0 Gravitation vor...
      Vieleicht liegts daran. Wissen tu ichs aber nicht.
    • Toerpe Zwerg 05.01.2018 22:36
      Highlight Highlight Danke euch!
  • D(r)ummer 05.12.2017 10:30
    Highlight Highlight Gametipp für Entdecker und Liebhaber von einfachen Spielen. Ich brauch's als Bildschirmschoner.

    ab Minute 2 geht's auf Sandkorngrösse. ;)
    Play Icon


    Gibt's auf Steam und PS4
    • Matrixx 13.12.2017 18:15
      Highlight Highlight "Von einfachen Spielen".
      Das Spiel ist etwas sehr einfach gemacht, wenn nicht mal korrekte Bewegungsformen dargestellt werden können 🤔
    • Valon Behrami 13.12.2017 18:46
      Highlight Highlight Danke! Sehr spannendes Video!
    • D(r)ummer 14.12.2017 07:31
      Highlight Highlight @Matrixx
      Der Sinn hinter diesem "Spiel" ist, dass nichts direkt Sinn ergibt. Sinn ergibt das Spiel erst, wenn die Stimme den Philosophen Allan Watts wiedergibt.
      Ich war zuerst auch ziemlich konsterniert, als ich diese kaputten Moves der Tiere sah. Laufende Beine zu Programmieren ist wohl zu viel Detail für die Entwickler.
  • Nelson Muntz 30.11.2017 22:44
    Highlight Highlight Nur das Dorf von Teefax wurde nie erobert!
    • pedrinho 07.12.2017 13:19
      Highlight Highlight altes britisches sprichwort

      "Mein Garten ist kleiner als Rom, aber mein pilum ist solider als euer sternum!"
  • Skip Bo 30.11.2017 19:09
    Highlight Highlight Wie erklärt sich der Umstand, dass die Küste vor 2000 Jahren viel näher war? War der Meeresspiegel viel höher? Falls ja, woher kam das Wasser? War es damals +3 Grad? Cäsear ein Klimawandler?
    • Mutzli 30.11.2017 21:42
      Highlight Highlight Damals war es in Europa im Schnitt einiges kühler als Heute (so gab es wohl Rentiere in Deutschland z.B.), was sich zu Augustus Zeiten bereits ein wenig änderte. Das waren allerdings lokale Variationen im normalen Modell und weder überraschend noch menschengemacht.

      Der globale Meeresspiegel war zu dieser Zeit keineswegs höher, es ist ein normaler Prozess der Sedimentation. Es wurde im Lauf der Zeit durch die Meeresströmung, Flussläufe, Bodenbildung etc. mehr und mehr Landfläche aufgebaut in diesem Gebiet. Ein anderes, extremes, Bespiel ist Uruk, welches wahrscheinlich auch mal am Meer lag.
    • Grave 30.11.2017 21:51
      Highlight Highlight Ich denke das hat mit der erhebung des landes zu tun. Das wurde möglicherweise bei der letzten eiszeit durch riesige eismassen nach unten gedrückt und ist jetzt mit den jahren wieder "aufgetaucht"
    • Mutzli 30.11.2017 23:05
      Highlight Highlight @Grave Sie haben zwar absolut recht, dass das ein Faktor beim Rückgang der Eismassen nach der Eiszeit war. Die letzte davon, die Würm-Eiszeit, ging allerdings schon rund 8000 Jahre vor Caesars kleinem Trip zu Ende. Da sich die Eismassen sehr rasch zurückzogen (in geologischen Masstäben gedacht) kommt das hier also weniger zum Tragen.
      Das arme Doggerland hat allerdings dran glauben müssen. Auf dieser ehemaligen Landbrücke liegen sicher auch zahlreiche Archäologische Schätze verborgen, aber leider unerreichbar unter den Tiefen des Meeres.
  • Imfall 29.11.2017 19:08
    Highlight Highlight elektro=grün=mythos
    • Healthy Cereal 30.11.2017 22:54
      Highlight Highlight Also meines Wissens ist das Meiste in der Eleltronik alles andere als Grün. Sie meinen wohl das FR4 der Leiterplatten, welche es übrigens in allen Farben zu kaufen gibt. Imfall.
      P.S. ich würde es auch als Wissenschaft in Betracht ziehen ;)
  • Matrixx 28.11.2017 06:18
    Highlight Highlight "Sein Team entwickelt Software, die nur über Bilder einer Videokamera Farbänderungen der Haut analysiert und darüber den Puls bestimmt."

    Funktioniert das bei allen Menschen? Oder ist diese Technologie auf ausschliesslich weisse Menschen beshränkt?
    • Favez 29.11.2017 17:22
      Highlight Highlight Funktioniert auch für andere Hauttöne und bei schlechten Lichtverhältnissen.
      Es gibt sogar Software, die deinen Puls misst mit Bildern von deinem Hinterkopf oder wenn du eine Maske trägst.
      Dann werden minime Bewegungen gemessen, die entstehen wenn das Herz Blut in den Kopf pumpt.

Spür mich, ich war mal dein Kind: Darum ist es wichtig, über Fehlgeburten zu sprechen

Wenn eine Frau ihr Kind vor der 12. Schwangerschaftswoche verliert, gilt das als Krankheit. Die Versicherung bezahlt nicht alles. Dass sich Frauen wegen einer Fehlgeburt schämen und schweigen, hat System, sagt unsere Autorin. Sie hat es selbst erlebt.

An einem Donnerstagvormittag sass ich im Warteraum des Basler Unispitals und blutete ohne Unterlass. Eine riesige Binde lag in meiner Unterhose und sog sich voll. Ich spürte das warme, dickflüssige Blut, das nicht schnell genug einsickerte. Es bildete sich ein nasser Schleimklumpen, der eine Auseinandersetzung forderte: Spür mich, ich bin deine Fehlgeburt.

Als ich schwanger wurde, war ich nicht überrascht. Ich kannte meinen Zyklus gut, mein Freund und ich verhüteten seit anderthalb Jahren mit …

Artikel lesen
Link to Article