Wissen

Atlas voll in Aktion.  Bild: Youtube

Dieser Roboter macht Sprünge, die du (vermutlich) nicht schaffst

Das Neueste aus der Welt der Wissenschaft und Technik in Kurzform. Damit du weisst, wie der Roboter-Hase läuft.

17.11.17, 21:51

Atlas ist sein Name, und er kann erstaunliche Sachen. Für einen Roboter, zumindest. Denn Atlas besteht nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Metall und Kunststoff. Der humanoide Roboter des Herstellers Boston Dynamics ist seit 2013 ständig weiterentwickelt worden. Das aktuelle Modell – «Atlas Next Generation» – ist etwas kleiner und bedeutend leichter als der ursprüngliche Roboter. 

Atlas springt mittlerweile erstaunlich sicher von einem Podest auf das andere und schafft sogar – Trommelwirbel! – einen Rückwärtssalto. Danach reckt er die Arme in Siegerpose in die Höhe, als wollte er seinen Erfolg feiern. Alles schön zu sehen im folgenden Video: 

Dieser Roboter macht Rückwärtssaltos

40s

Dieser Roboter macht Rückwärtssaltos

Video: watson

Der Clip wurde auf Youtube in wenigen Stunden über zwei Millionen mal angeschaut. Kein Wunder: Der gelenkige Metallmann geniesst in den Sozialen Medien bereits Kultstatus. Wie es sich heutzutage bei Hollywoodfilmen gehört, zeigt das Video auch noch ein Outtake mit missglückten Versuchen. 

Boston Dynamics ist eine der führenden Robotik-Firmen der Welt und entwickelte zu Beginn Roboter für die US-Armee. Google kaufte das Unternehmen 2013, veräusserte es aber 2016 wieder. Neuer Besitzer ist der japanische Telekommunikations- und Medienkonzern Softbank. 

Kollege Roboter

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Klein, aber fies: Dazu brauchte der T. rex seine kümmerlichen Ärmchen

Furchterregendes Gebiss, kümmerliche Arme: Die merkwürdige Anatomie des T. rex.  Bild: Shutterstock

Er war einer der grössten und furchteinflössendsten Räuber, die je über die Oberfläche dieses Planeten stapften: Der Tyrannosaurus rex, dieses bis zu 12 Meter lange und sieben Tonnen schwere Ungetüm mit den riesigen dolchartigen Reisszähnen, ist der Inbegriff des fleischfressenden Dinosauriers. 

In einem seltsamen Kontrast zu den sonstigen Abmessungen dieses kreidezeitlichen Theropoden stehen jedoch seine vergleichsweise kümmerlichen Arme. Die auffallend klein wirkenden Greifer des T. rex haben zahllose Spassvögel dazu animiert, Memes über diese anatomische Besonderheit des gefürchteten Sauriers ins Web zu stellen:  

Bild: Tumblr

Aber auch seriöse Wissenschaftler haben sich mit den auffallend kleinen Armen des Predators befasst. Sie könnten dazu gedient haben, das Weibchen beim Geschlechtsakt festzuhalten, lautete eine These, oder als Hilfe beim Aufstehen aus der Bauchlage. Umstritten ist nach wie vor, ob sie dazu eingesetzt wurden, Beute zu greifen. 

Eine neue Theorie bringt der Paläontologe Steven Stanley von der University of Hawaii ins Spiel: Die Arme des T. rex – die übrigens gemäss biomechanischen Analysen immerhin bis zu 200 Kilogramm stemmen konnten – hätten nicht so sehr zum Greifen gedient, sondern eher zum Schlitzen.

Zwei grosse Klauen: Nahaufnahme der Arme eines T.-rex-Skeletts.  Bild: Wikimedia/Postdlf

Mit den zwei grossen Klauen an den kräftigen Extremitäten konnte der Räuber einer in die Enge getriebenen Beute sekundenschnell tiefe Schnitte zufügen, glaubt Stanley, der seine Studie an einer Tagung der Geological Society of America vorstellte

Die Schnitte, die der Saurier seinen Opfern so beibringen konnte, seien einen Meter lang und mehrere Zentimeter tief gewesen, vermutet Stanley. Zwar seien die kurzen Arme in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt gewesen, räumt der Forscher ein. Aber das Schultergelenk sei ausreichend flexibel gewesen, zudem seien Kürze und Robustheit der Arme beim Schlitzen ein Vorteil gewesen. 

Eine weitere Besonderheit des T. rex verstärkte den Effekt der sichelförmigen, bis zu 10 Zentimeter langen Klauen: Der dritte Finger war im Gegensatz zu anderen Theropoden zurückgebildet. Dies erhöhte den Druck, den die beiden verbleibenden Klauen ausüben konnten, um gegen 50 Prozent. 

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Irgendwas zwischen Ratte und Maus: So sahen unsere frühesten Vorfahren aus

Die englische Küste vor 145 Millionen Jahren: Die Säugetiere Durlstodon (links vorn) und Durlstotherium (rechts und Mitte vorn) bewegen sich in einer von Dinosauriern beherrschten Welt.  Bild: University of Portsmouth / Mark Witton

Sie lebten vor 145 Millionen Jahren während der Hochblüte des Dino-Zeitalters, und sie waren unsere ältesten bekannten Säuger-Vorfahren: zwei behaarte, nachtaktive und rattenähnliche Tiere mit den zungenbrecherischen Namen Durlstotherium newmani und Dulstodon ensomi.

Grant Smith, ein Student der Universität Portsmouth, fand Zähnchen der zwei kleinen Säugetiere in den Klippen an der Küste der Grafschaft Dorset im Südwesten Englands. Die Paläontologen Steve Sweetman und Dave Martill von der Hochschule untersuchten den Fund danach eingehend und kamen zum Schluss: Die beiden Zähne gehören zu den ältesten Fossilien, «die zu jener Säugetier-Linie gehören, aus denen sich unsere eigene Spezies entwickelte». 

Zähne von Durlstotherium (A) und Durlstodon (B) aus verschiedenen Blickwinkeln. Bild: University of Portsmouth

Ihn habe am meisten überrascht, dass «ein Student, ein Anfänger, in der Lage ist, eine bemerkenswerte Entdeckung in der Paläontologie zu machen», sagte Professor Martill in einer Mitteilung der Universität. Die Form der Zähne legt nahe, dass eines der Tiere wahrscheinlich Insekten frass, das andere wohl auch Pflanzen. 

Eines der Exemplare benannten die Forscher nach Charlie Newmann, dem Besitzer eines Pubs in der Nähe der Fundstelle. Es heisst jetzt Durlstotherium newmani. Das andere wurde nach Paul Ensom, einem Paläontologen aus der Region, benannt: Dulstodon ensomi. Die Wissenschaftler veröffentlichen ihre Studie im Fachjournal «Acta Palaeontologica Polonica».

(dhr/sda/dpa) 

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Zürcher Forscher entdecken neue Orang-Utan-Art – und die ist schon vom Aussterben bedroht

Neben dem Menschen existieren noch sechs Arten von Menschenaffen. Nun kommt eine siebte hinzu, wie Forscher der Universität Zürich mit internationalen Kollegen im Fachblatt «Current Biology» berichten. 

Die am stärksten bedrohte Menschenaffen-Art: Der Tapanuli-Orang-Utan.  Bild: Jonas Landolt

Gerade erst als eigene Art entdeckt, ist der Tapanuli-Orang-Utan (Pongo tapanuliensis) allerdings schon trauriger Rekordhalter: Er ist die am stärksten bedrohte Menschenaffenart. Es existieren nur noch rund 800 Exemplare, die in den Hochlandwäldern im Norden Sumatras leben. 

«Wenn auch nur acht der 800 Tiere pro Jahr sterben, könnte die Spezies verloren sein.»

«Dritte Orang-Utan-Art beschrieben.» Video: YouTube/Universität Zürich

Bisher waren nur zwei noch lebende Orang-Utan-Arten beschrieben, der Borneo- und der Sumatra-Orang-Utan (Pongo pygmaeus und Pongo abelii). Australische Forschende hatten allerdings vor zehn Jahren bei Feldstudien eine Population entdeckt, die isoliert in Nordsumatra innerhalb der drei Tapanuli-Distrikte lebt. Nun konnte ein internationales Team um Michael Krützen von der Uni Zürich nachweisen, dass es sich um eine eigene Art handelt, wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte

Schädel lieferte erste Indizien

Erste handfeste Hinweise, dass es sich bei der isolierten Orang-Utan-Gruppe in Nordsumatra um eine eigene Spezies handelt, lieferte der Schädel eines 2013 getöteten Männchens. Gewisse Merkmale der Schädelknochen und Zähne erwiesen sich im Vergleich mit vielen anderen Orang-Utan-Schädeln als einzigartig. Auch erste Genanalysen und Verhaltensbeobachtungen erbrachten Indizien für Unterschiede zu den anderen Orang-Utan-Beständen. 

Mit der umfassenden Erbgutanalyse von 37 Orang-Utans erhärtete sich der Verdacht nun endgültig. «Wir identifizierten drei sehr alte evolutionäre Abstammungslinien unter allen Orang-Utans, obwohl derzeit nur zwei Arten beschrieben sind», sagte Studienautorin Maja Mattle-Greminger gemäss der Mitteilung. 

Anhand der Erbgutdaten rekonstruierten die Forscher die Abstammungsgeschichte der verschiedenen Orang-Utan-Bestände. Demnach war die Tapanuli-Gruppe für mindestens 10'000 bis 20'000 Jahre von allen anderen Orang-Utan-Populationen auf Sumatra isoliert. Die Tapanuli-Orang-Utans seien wahrscheinlich die direkten Nachkommen der ersten Population im Sunda-Archipel, so Studienautor Alexander Nater. 

Nicht nur Orang-Utans sind bedroht: Auch andere Primaten stehen vor dem Aussterben

Schutz ist dringend notwendig

«Es ist wirklich sehr spannend und aufregend, eine neue Menschenaffenart im 21. Jahrhundert zu identifizieren», sagte Krützen gemäss der Mitteilung. Jetzt gelte es jedoch, diese stark bedrohte Spezies zu schützen, vor allem durch den Erhalt ihres Lebensraums, betonte der Forscher. 

Die Abholzung der Regenwälder und der geplante Bau eines Staudamms, der Teile des Habitats der Tapanuli-Orang-Utans fluten wird, bringen die gerade erst beschriebene Art in Bedrängnis. «Wenn auch nur acht der 800 Tiere pro Jahr sterben, könnte die Spezies verloren sein», warnen die Forschenden. Binnen weniger Jahrzehnte könnte es dann wieder nur sechs Menschenaffenarten neben dem Menschen geben.

(sda)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Neandertaler hatten grössere Nasen als wir – nicht ohne Grund

Nach allem, was wir von ihnen wissen, hatten die Neandertaler beeindruckende Riechorgane. Das haben Anthropologen aus den Schädeln geschlossen, die man bisher von unseren nahen Verwandten im menschlichen Stammbaum gefunden hat. Die Frage war allerdings: warum?

Wuchtiges Gesicht, grosse Nase: Der Neandertaler war nicht gerade zart gebaut.  Bild: Youtube

Beim modernen Menschen haben nämlich die Bewohner kälterer Regionen eher schmale Nasenöffnungen. Diese sind besser dazu geeignet, den Verlust von Wärme und Feuchtigkeit beim Ausatmen zu minimieren und kalte Luft beim Einatmen zu erwärmen. In wärmeren Gegenden sind dagegen im Schnitt eher grössere Nasen anzutreffen. 

Nicht so bei den Neandertalern. Das Europa, in dem sie lebten, war zum grössten Teil vereist und sicher bedeutend kühler als der heutige Kontinent – dennoch waren ihre Nasenöffnungen gross. Bisher erklärten die Forscher diesen Umstand damit, dass die Neandertaler ohnehin stämmiger waren als der anatomisch moderne Mensch; insbesondere hatten sie ein wuchtiges Gesicht mit einem breiten Kiefer und einem grossen Mund – und damit auch grosse Nasen. 

Rekonstruktion der Nasenhöhle mit der Luftzirkulation bei Homo sapiens aus Nordostasien (l.), Homo sapiens aus Südwest-Europa (M.) und Neandertaler (r.). Bild: conicet.gov.ar

Eine neue Studie von Wissenschaftlern um Rodrigo Paz vom Nationalen Wissenschafts- und Technikforschungsrat (Consejo Nacional de Investigaciones Científicas y Técnicas) in Buenos Aires besagt nun, dass die grossen Neandertaler-Nasen doch besser an das Leben in der Kälte angepasst waren. Paz und seine Kollegen hatten Atemwege und Nasenpartien von zwei digital aus fossilen Schädeln rekonstruierten Neandertalern analysiert. 

Sie kamen zum Ergebnis, dass die Atemluft bei den Neandertalern deutlich länger in der Nasenhöhle zirkulierte als bei einem durchschnittlichen modernen Menschen. Damit wurde sie auch besser erwärmt und befeuchtet. Die Forscher haben ihre Studie auf PNAS publiziert

(dhr)

Passend dazu: Das Urmenschen-Quiz!

1.Der moderne Mensch – also wir – ist die einzige noch lebende Art der Gattung Homo. Was bedeutet sein wissenschaftlicher Name «Homo sapiens» auf Deutsch?
Shutterstock
Der denkende Mensch
Der weise Mensch
Der bauende Mensch
2.Wie alt ist das derzeit älteste Fossil eines Vertreters der Gattung Homo?
2,8 Millionen Jahre
2,1 Millionen Jahre
1,7 Millionen Jahre
3.Eines der bekanntesten Fossilien ist Lucy. Das weibliche Teilskelett wurde 1974 in Äthiopien gefunden. Zu welcher Art gehört Lucy?
Homo antecessor
Ardipithecus ramidus
Australopithecus afarensis
4.Wie kam Lucy zu ihrem Namen?
Sie wurde nach dem Beatles-Song «Lucy in the Sky with Diamonds» benannt.
Sie wurde nach ihrer Entdeckerin Lucy Leakey benannt.
Arizona State University
Sie wurde nach der Tochter ihres Entdeckers Donald Johanson benannt.
5.Was verstehen die Paläontologen unter dem Begriff «Hominini»?
Die Untergruppe der Affen in der Ordnung der Primaten.
Die Unterabteilung der Familie der Menschenaffen, die alle Arten der Gattung Homo umfasst.
Die Familie der Menschenaffen einschliesslich des Menschen.
6.Welche Art des Homo wanderte als erste aus Afrika aus und besiedelte Eurasien?
Homo habilis
Homo rudolfensis
Homo erectus
7.Die Olduvai-Schlucht gilt – neben dem Afar-Dreieck in Äthiopien und der südafrikanischen Provinz Gauteng – aufgrund der vielen Funde von homininen Fossilien als «Wiege der Menschheit». In welchem Land liegt diese bedeutende Fundstätte?
Wikipedia
Wikipedia
Somalia
Wikipedia
Kenia
Wikipedia
Tansania
8.2003 wurden auf der indonesischen Insel Flores Skelette einer ausgestorbenen Menschenart gefunden. Der Flores-Mensch, nach dem Fundort Homo floresiensis benannt, war auffallend klein, was ihm den Spitznamen «Hobbit» eintrug. Wann starb dieser Urmensch aus?
EPA
Etwa vor 13'000 Jahren
Etwa vor 150'000 Jahren
Etwa vor 1 Million Jahren
9.Als der moderne Mensch aus Afrika nach Europa wanderte, lebte dort bereits der Neandertaler. Vor rund 30'000 Jahren starb dieser Urmensch aus. Welche dieser Aussagen über den Homo neanderthalensis trifft zu?
AP
Vom Neandertaler zum Homo sapiens gab es keinen Gen-Fluss.
Der Neandertaler hatte im Schnitt ein etwas grösseres Gehirnvolumen als der Homo sapiens.
Neandertaler besassen ein deutlich vorspringendes Kinn.
10.Was versteht man unter einem Cro-Magnon-Menschen?
Es handelt sich um eine Kreuzung zwischen Neandertaler und Homo sapiens.
Cro-Magnon-Mensch ist eine andere Bezeichnung für den Homo ergaster.
Es ist der Homo sapiens in der Ära seit seiner Ankunft in Europa vor 40'000 Jahren bis vor ca. 12'000 Jahren.

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Das Antimaterie-Problem: Das Universum dürfte gar nicht existieren

Die Forscher am CERN wollten es genau wissen: Im grössten Teilchenbeschleuniger der Welt, wo die Physiker den kleinsten Teilchen auf der Spur sind, liessen sie Protonen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit miteinander kollidieren. Beim Zusammenprall der Teilchen entstehen Bedingungen wie kurz nach dem Urknall – jenem Moment, als unser Universum entstand.

Kollision von Protonen am CERN. Bild: CERN

Was die Physiker dabei interessierte, und was sie so genau massen, wie nie zuvor, war das Verhältnis zwischen Materie und Antimaterie. Die beiden Stoffe, die sich vollkommen spiegelbildlich zueinander verhalten, vernichten sich sofort gegenseitig, wenn sie aufeinander treffen – wobei ungeheure Mengen an Energie frei werden.

Da aber das Standardmodell der Teilchenphysik sagt, dass beim Urknall gleich viel Materie und Antimaterie entstanden sein müsste, dürfte es unser Universum gar nicht geben. Sämtliche Materie hätte  nämlich unmittelbar nach ihrer Entstehung auf Antimaterie treffen müssen – und wäre in einem Energieblitz ausgelöscht worden. 

«Es ist aber absolut möglich, dass bei noch genauerer Messung ein Unterschied zu Tage tritt.»

Stefan Ulmer, CERN

Nun existiert das Universum aber tatsächlich, wie wir wissen. Die Materie, aus der wir selber bestehen und alles, was uns umgibt, ist gewissermassen die winzige Differenz, die nach dem gewaltigen Materie-Antimaterie-Massaker übrig geblieben ist.

Diese Differenz wollten die Forscher messen, und zwar so genau wie noch nie: Sie konnten das magnetische Moment des Antiprotons um den sagenhaften Faktor 350 genauer messen als bei der zuvor genauesten Messung, deren Ergebnisse sie Anfang des Jahres vorgestellt hatten. Doch trotz dieser bisher unerreichten Präzision fanden sie keinen Unterschied: Das magnetische Verhalten von Proton und Antiproton ist identisch, wie die Physiker im Fachblatt Nature berichten

«Es ist aber absolut möglich, dass bei noch genauerer Messung ein Unterschied zu Tage tritt», sagt Stefan Ulmer, Chefwissenschaftler am Base-Projekt des CERN. Möglich sei allerdings auch, dass der Unterschied gar nicht im magnetischen Moment liege, sondern in einer anderen fundamentalen Eigenschaft der Teilchen – zum Beispiel in ihrer Masse. «Eins ist klar: Es gibt einen Unterschied», bekräftigt Ulmer. 

(dhr/sda)

Und nun zu etwas ganz anderem: 

>> Diese mysteriösen «Steintore» in Saudi-Arabien sind über 7000 Jahre alt

Australische Forscher haben in der saudiarabischen Wüste geheimnisvolle grossflächige Steinstrukturen entdeckt. Die Wissenschaftler stiessen auf die nahezu 400 Steingebilde mit Hilfe von Google Earth. 

Die Steinstrukturen erinnern aus der Vogelperspektive an liegende Tore.   Bild: CNES/Airbus, via Google Earth

Die als «Tore» bezeichneten Formationen seien zwischen 2000 und 9000 Jahre alt, wie Forschungsleiter David Kennedy von der University of Western Australia am Mittwoch sagte. Ihr Zweck liege aber völlig im Dunkeln. 

Die Steinstrukturen vom Boden aus gesehen.  Bild: the university of western australia / grant scroggie

Zwar seien sie auch am Boden erkennbar, doch erst aus ein paar hundert Metern Höhe betrachtet, entfalte sich ihre ganze Schönheit, sagte Kennedy. Obwohl er schon rund 40 Jahre in der Region forsche, sei er angesichts der Satellitenbilder von den Lavafeldern der ehemals vulkanischen Gegend sprachlos gewesen. 

«7000 years old Mysterious Stone 'GATES' discovered in Saudi Arabia's remote desert area.» Video: YouTube/PatrynWorldLatestNew

Er spreche von «Toren», weil sich die Steinstrukturen aus der Luft wie liegende Tore ausnähmen. Vermutlich seien sie von Vorfahren der heutigen Beduinen angelegt worden.

Steinstrukturen auf einem erloschenen Vulkankegel.
>> Auf Google Earth ansehen (nur auf Chrome) 

Kennedy und sein Team erfassen seit Jahrzehnten bildlich archäologische Fundstätten in Nahost. Der Fund wird im kommenden Monat in der Fachzeitschrift «Arabian Archaeology and Epigraphy» beschrieben.

Die ehemals vulkanische Region Harrat Khaybar in Saudi-Arabien. Karte: GoogleMaps

(sda/afp)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Waldspitzmäuse schrumpfen im Winter stark – sogar ihre Köpfe

Waldspitzmäuse sind possierliche Winzlinge von gerade einmal zehn Gramm. Im Winter werden sie noch leichter – selbst ihr Kopf schrumpft. Das Motto: Energie sparen. 

Waldspitzmäuse sind keine Mäuse. Klein sind sie aber sehr wohl.  Bild: javier lazaro/mpi für ornithologie

Nicht nur die Organe, selbst Knochen und Gehirn der winzigen Säugetiere bauen über die kalten Monate ab, wie Forscher des Max-Planck-Instituts für Ornithologie im bayerischen Seewiesen und im baden-württembergischen Radolfzell im Fachblatt «Current Biology» schreiben

«Die Schädelhöhe nahm im Winter um 15 Prozent, manchmal sogar bis maximal 20 Prozent ab, und im Frühjahr wieder bis zu 9 Prozent zu», erläuterte Javier Lazaro die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit laut einer Mitteilung. Beim Körpergewicht bauten die Tiere zunächst fast ein Fünftel ab, im Frühjahr verdoppelten sie es wieder. 

Die lediglich rund zehn Gramm schweren Waldspitzmäuse sind daueraktiv und leben nur 13 Monate. Sie machen diesen Veränderungsprozess daher nur einmal durch. 

Röntgenaufnahme eines Waldspitzmaus-Schädels: Sommer (links), Winter (Mitte) sowie Sommer des folgenden Jahres (rechts).  Bild: javier lazaro/mpi für ornithologie

Kleinere Oberfläche = weniger Energieverlust

Die Autoren der Studie interpretieren das Phänomen des Schrumpfens als bisher unbekannte Strategie von Tieren mit einem hohen Stoffwechsel, den Nahrungsmangel und die niedrigeren Temperaturen im Winter zu überleben. 

«Normalerweise sind Tiere in kälteren Zonen grösser», sagte eine Koautorin der Studie, Dina Dechmann. Dadurch ist ihre Oberfläche im Verhältnis zu ihrem Volumen kleiner und sie verlieren weniger Wärme. «Die Spitzmaus hingegen hat eine im Verhältnis zum Volumen grosse Oberfläche und könnte durch das Schrumpfen überlebenswichtige Energie sparen.» 

Die Forscher fingen an die 100 Waldspitzmäuse und statteten sie mit reiskorngrossen elektronischen Chips aus, wie sie auch für Haustiere zur Identifikation verwendet werden. Alle Mäuse wurden geröntgt, um ihre Schädel zu vermessen, und anschliessend wieder in die Freiheit entlassen. In regelmässigen Aktionen konnte rund ein Drittel der Tiere einmal oder mehrmals wieder gefangen und erneut geröntgt werden. 

Der Energiebedarf der winzigen Säuger ist so hoch, dass sie bereits nach wenigen Stunden ohne Nahrung verhungern.  Bild: MPI f. Ornithologie/ J. Lazaro

Keine Maus

Waldspitzmäuse haben ihren Namen nur wegen ihrer Körperform, wie das Max-Planck-Institut mitteilte. Tatsächlich sind sie eng mit Maulwurf und Igel verwandt. 

Der Energiebedarf einer Spitzmaus ist so hoch, dass sie verhungert, wenn sie zwei bis drei Stunden keine Nahrung findet. Im Sommer fressen die Tiere Würmer und Larven, im Winter Insekten und Spinnen.

(sda/dpa)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Dein Hund weiss genau, warum er dich so anblickt

Was Herrchen und Frauchen schon lange ahnen, haben Forscher wissenschaftlich untermauert: Hunde können möglicherweise ihre Mimik – darunter den sprichwörtlichen «Dackelblick» – gezielt zu Kommunikationszwecken einsetzen. 

Auch dieser Jack Russell Terrier beherrscht den «Dackelblick».  Bild: Shutterstock

Die Biologin Juliane Kaminski von der Universität Portsmouth und ihr Team hatten Experimente mit insgesamt 24 Familienhunden verschiedener Rassen gemacht. Dabei zeigten die Vierbeiner mehr Gesichtsausdrücke, insbesondere den Hundeblick mit hoch gezogenen Augenbrauen, wenn sie die direkte Aufmerksamkeit eines Menschen hatten. Derartige mimische Ausdrücke könnten demnach gezielte Kommunikationsversuche der Tiere sein, schlussfolgern die Forscher im Fachblatt «Scientific Reports»

Fast alle Säugetiere produzieren Gesichtsausdrücke. Bislang ging man eher davon aus, dass die tierische Mimik – egal wie expressiv sie teilweise ist – unfreiwilliger Ausdruck eines emotionalen Zustandes ist, und kein absichtlicher Versuch der Kommunikation. Lediglich bei Primaten wie Orang-Utans wurde beobachtet, dass ihre Mimik durch die Anwesenheit eines Publikums beeinflusst wird. 

Hunde, die ihren Kopf schief halten

Ergebnis des Zusammenlebens?

Das Team um Kaminski untersuchte nun, ob die Mimik von Hunden (Canis familiaris) von der Aufmerksamkeit eines Menschen abhängt. Der gezielte Einsatz des «Dackelblicks» könnte evolutionäres Ergebnis des langen Zusammenlebens von Mensch und Hund sein. 

Im Experiment konfrontierten die Wissenschaftler die Familienhunde mit vier verschiedenen Situationen: Zum einen wendete sich ihnen ein Mensch mit und ohne Leckerli zu, zum anderen kehrte er ihnen mit und ohne Futter den Rücken. In jeder dieser vier Situationen wurde der jeweilige Gesichtsausdruck der Hunde gefilmt. 

Die Versuchsanordnung: A) aufmerksam mit Leckerli, B) aufmerksam ohne Leckerli, C) nicht aufmerksam mit Leckerli und D) nicht aufmerksam ohne Leckerli.  Bild: Nature.com

Das Ergebnis: Die Hunde zeigten wesentlich mehr mimische Bewegungen, wenn ein Mensch sich ihnen zuwandte. Die An- oder Abwesenheit eines Leckerlis spielte dabei überraschenderweise keine Rolle, so die Beobachtung der Forscher. 

«Wir können also davon ausgehen, dass die Produktion von Gesichtsausdrücken bei Hunden von der Aufmerksamkeit ihres Publikums abhängt und nicht davon, ob der Hund einfach aufgeregt ist», sagte Kamininski laut einer Mitteilung ihrer Universität. Die Studie lege nahe, dass die Mimik ein aktiver Kommunikationsversuch sei, nicht schlicht ein emotionaler Ausdruck. 

Hunde achten auf Aufmerksamkeit 

In einer früheren Studie hatte Kaminski bereits belegt, dass Hunde erkennen, wie aufmerksam Menschen gerade sind. So stibitzten sie in einem Versuch öfter Futter, wenn der Mensch sich wegdrehte oder die Augen schloss. Andere Untersuchungen hatten gezeigt, dass Hunde menschliche Emotionen anhand von Gesichtsausdrücken und Stimmen deuten können. 

Dennoch betonen die Autoren der aktuellen Studie, dass trotz dieser Beobachtungen nicht mit Gewissheit gesagt werden könne, ob die Hunde wirklich ein Verständnis für die individuellen Perspektiven ihres Gegenübers hätten. Alternativ könnte es sich auch einfach um ein gelerntes Verhalten handeln.

(sda/dpa)

Hunde nach Intelligenz: Die Top Ten

Mehr Hunde-Geschichten

Schweizer Touristen wollen nicht zahlen: Ferien-Hunde werden am Flughafen eingeschläfert

Studie beweist: Hunde lieben ihre Besitzer viel mehr als Katzen

Freundschaften, die ein Leben lang halten: Diese 12 Bilder beweisen ewige Liebe

14 Hunde, die mächtig stolz auf ihren Nachwuchs sind 

Vom Strassenhund zur stolzen Hundedame: Wie Kelsey zurück ins Leben fand

Dieser Labrador möchte nur, dass sein Besitzer ihm vergibt und alles wieder gut wird

Nein! Pfui! Aus! Die 11 grössten Fehler, die Hundehalter machen 

80-Jähriger fährt adoptierte Hunde mit selbstgebasteltem Traktorzug «spazieren»

21 Hündchen, die wirklich überall schlafen können

Kommen wir nun zur herzigsten Spritztour ever – Daisy fährt

23 Hunde, welche schon beste Freunde mit den Babys sind 

Diese treue Hündin lässt ihre beste Freundin nicht im Stich und wartet eine Woche lang an ihrer Seite auf Hilfe

Alle Artikel anzeigen

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Riesige Lavahöhle auf dem Mond entdeckt – der perfekte Standort für eine Mondstation

Künstlerische Darstellung der Raumsonde «Selene» bei der Untersuchung der Lavahöhle. Bild: JAXA/SELENE/Crescent/Akihiro Ikeshita

Der Hohlraum ist gigantisch: 50 km lang, möglicherweise bis zu einem Kilometer breit und hoch. Eine ganze Grossstadt könnte darin Platz finden – oder eine grosse Mondstation, die Astronauten Schutz vor der gefährlichen Strahlung und den starken Temperaturschwankungen auf der Mondoberfläche bieten würde. 

Ganz Philadelphia fände bequem in der Höhle Platz.  Grafik: Purdue University/ David Blair

Entdeckt haben die Riesenhöhle auf unserem Trabanten japanische Astronomen der Raumfahrtbehörde JAXA gemeinsam mit US-Kollegen bei der Auswertung von Radardaten der Mondsonde «Selene». Sie stellten in der Region Marius Hills im Ozean der Stürme ein doppeltes Echo fest, was auf einen Hohlraum hinweist. 

Vermutlich handelt es sich bei der Riesenhöhle, in der es womöglich auch vereiste Wasservorkommen gibt, um einen ehemaligen Lavatunnel. Er dürfte vor rund 3,5 Milliarden Jahren entstanden sein, als die gesamte Senke von Lava überflutet war. Lavatunnel – die es auch auf der Erde gibt, besonders auf Hawaii – bilden sich, wenn Lava an der Oberfläche erkaltet und erstarrt, darunter aber noch weiterfliesst. 

Die östlichen Marius Hills im Ozean der Stürme. Oben rechts ist der Marius-Krater zu erkennen. Bild: NASA/Lunar Orbiter 2

Wissenschaftler hatten an dieser Stelle bereits vor einiger Zeit ein 50 Meter grosses Loch entdeckt. Sie gingen davon aus, dass es sich um ein sogenanntes «Skylight» handelt, eine Öffnung in der Decke einer Lavahöhle. Erst jetzt aber sei die Existenz einer solchen Höhle bestätigt worden, erklärte Junichi Haruyama von der JAXA. 

Das 50 Meter grosse «Skylight» im Ozean der Stürme.  Bild: NASA/Goddard/ Arizona State University

«Wir haben die Höhle bisher noch nicht von innen gesehen», sagte er. Es sei aber davon auszugehen, «dass ihre Erforschung nähere Informationen liefern wird». Die Astronomen haben ihre Entdeckung im Fachblatt «Geophysical Research Letters» veröffentlicht

(dhr)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> «Allah»-Schriftzug auf Totenkleidern der Wikinger entdeckt

Die schwedische Wissenschaftlerin Annika Larsson hat eine überraschende Entdeckung gemacht: Auf Bestattungskleidern aus Wikingergräbern des neunten und zehnten Jahrhunderts fand sie Inschriften in kufischen Buchstaben

Totenkleider mit arabischen Schriftzeichen.  Bild: The Swedish History Museum

Die Stoffreste waren bereits im 19. und 20. Jahrhundert in Birka und Gamla Uppsala gefunden worden. Stoff-Archäologin Larsson von der Universität Uppsala hatte zunächst nur ungewöhnliche Muster wahrgenommen, die in die Kleiderfragmente eingewebt waren. 

Dann erinnerte sie sich daran, dass sie ähnliche Muster aus dem maurischen Spanien kannte. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass die mit Seide und Silberfaden gewobenen Muster die spiegelverkehrten Wörter «Allah» und «Ali» (Ali war Mohammeds Schwiegersohn und der vierte Kalif) bilden.  

Die Inschriften seien spiegelverkehrt, um Gebete von links nach rechts lesen zu können, mutmasste Larsson gegenüber der BBC. Die arabische Schrift wird üblicherweise von rechts nach links geschrieben und gelesen. Für Larsson ist der Fund ein Beweis dafür, dass die Bestattungs-Kleidung der Wikinger von islamischen Ideen beeinflusst wurde. 

Frühere Ausgrabungen von Wikingergräbern ergaben, dass einige der dort Bestatteten aus Gegenden wie Persien stammten. Die Handelsbeziehungen der Wikinger mit dem Nahen Osten sind unter anderem durch zahlreiche Funde von muslimischen Münzen in Skandinavien belegt. Larssons Team will nun mit dem Universitätsinstitut für Immunologie, Genetik und Pathologie zusammenarbeiten, um die Herkunft der Leichen zu ermitteln, die mit dieser islamischen Kleidung bestattet wurden. 

Larssons Interpretation der Muster ist freilich nicht unumstritten. Judith Jesch, Professorin für Wikingerstudien an der Universität von Nottingham, beruft sich auf die Analyse von Webtechniken und weist darauf hin, dass die angeblichen kufischen Inschriften nicht auf den vorhandenen Mustern, sondern auf spekulativen Erweiterungen beruhten. 

(dhr)

Apropos Wikinger: Kochen, schmieden, kämpfen wie die Nordmänner

Und nun zu etwas ganz anderem:

Für frische Fische: Neuer Sensor verknüpft Lebensmittel mit dem «Internet der Dinge»

Forscher der ETH Zürich haben einen biologisch abbaubaren Temperatursensor entwickelt, der keine schädlichen Materialien enthält. Das macht ihn geeignet für die Überwachung von Lebensmitteln wie Fisch oder Obst. 

Der Sensor haftet auch auf Fischhaut und würde helfen, die Frische einer Fracht zu überwachen. Bild: Youtube/ETH

War die Ladung Fische beim Transport immer ausreichend gekühlt? Das liesse sich künftig vielleicht mit einem ungiftigen Temperatursensor überwachen, den Forschende der ETH Zürich um Giovanni Salvatore entwickelt haben. Von dieser Entwicklung berichteten sie unlängst im Fachblatt Advanced Functional Materials

Mikrosensoren enthalten normalerweise gesundheits- und umweltschädliche Edelmetalle, hiess es in einer Mitteilung der ETH. Für den Einsatz in direktem Kontakt mit Lebensmitteln zu deren Überwachung kämen sie daher nicht in Frage. 

«Mikrosensor: Biologisch abbaubar und für die Gesundheit unbedenklich.» Video: YouTube/ETH Zürich

Ungiftige Komponenten

Anders der nur 16 Mikrometer dünne Temperatursensor von Salvatore und Kollegen: Er besteht aus einem extrem feinen, eng gewundenen Elektrodraht aus Magnesium, Silikondioxid und -nitrit, den die Wissenschaftler in ein kompostierbares Polymer aus Mais- und Kartoffelstärke einschweissten. Alle Komponenten sind damit abbaubar, biokompatibel und wasserlöslich. 

Funktionstüchtig bleibe der derzeitige Prototyp des Sensors nur einen Tag lang, hiess es weiter: In dieser Zeit dringt Wasser durch die Polymerhülle und löst den Draht auf. Für den Transport vieler gekühlter Lebensmittel dürfte das reichen. «Die Lebensdauer können wir durch die Polymerdicke aber relativ einfach anpassen», sagte Salvatore gemäss der Mitteilung. Das mache den Draht aber dicker und dadurch weniger flexibel. 

Für die Energieversorgung und Datenübertragung müssen die Forscher ihren Mikrosensor derzeit noch über – ebenfalls biologisch abbaubare – Zinkkabel an eine Mikrobatterie und einen Mikroprozessor mit Sender anschliessen. Letztere sind wiederum nicht biologisch abbaubar. Fernziel wäre, auch diese Komponenten aus ungiftigen Materialien zu erzeugen und im Sensor zu integrieren, allerdings sei dafür noch viel Forschung nötig, räumen die Wissenschaftler ein. 

Kontinuierliche Überwachung

Dank Bluetooth-Übertragung an einen Computer liessen sich die Temperaturdaten eines Produkts kontinuierlich überwachen; über eine Distanz von etwa 10 bis 20 Meter. Auf ähnliche Weise könnte man auch andere Parameter erfassen, wie Druck, Gasentwicklung oder UV-Strahlung. 

Noch sei die Herstellung dieser Mikrosensoren aufwendig und teuer, schrieb die ETH. Die Forscher sind jedoch zuversichtlich, dass sie dank stetig besserer Druckverfahren für Elektronik dereinst in Massenproduktion gehen könnten. Dann liessen sich die Sensoren eines Tages vielleicht auf jedes beliebige Lebensmittel kleben und es so ins «Internet der Dinge» einbinden.

(sda)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Placebos wirken auch ohne Täuschung der Patienten

Placebos können helfen, auch wenn der Patient weiss, dass er nur ein Scheinmedikament einnimmt. Voraussetzung sind allerdings ausführliche Erläuterungen über den Placebo-Effekt. 

Bei manchen Beschwerden wirkt ein offen verabreichtes Placebo genauso gut wie ein Placebo, das als Täuschung abgegeben wird.  Bild: unibas.ch

Herausgefunden haben dies Forschende von der Fakultät für Psychologie der Universität Basel um Cosima Locher. Zusammen mit Kollegen der Harvard Medical School in Boston USA haben sie in einer experimentellen Studie mit 160 gesunden Probanden erstmals die offene Placebo-Vergabe mit einer getäuschten verglichen, wie die Uni Basel am Dienstag mitteilte

Experiment mit drei Patientengruppen

Im Experiment wurde ein Unterarm der Studienteilnehmer so lange erhitzt, bis sie es nicht mehr aushielten. Gegen die Schmerzen wurde ihnen danach eine Creme verabreicht. Ein Teil der Probanden wurde dabei getäuscht: ihnen wurde angegeben, dass die Schmerzcreme den Wirkstoff Lidocain enthalte. 

Die Creme einer zweiten Probandengruppe war deutlich mit «Placebo» beschriftet. Diese Gruppe wurde während einer Viertelstunde über den Placebo-Effekt informiert und darüber, wie er zustande kommt und wie er wirkt. Die dritte Gruppe schliesslich erhielt ebenfalls eine als solche deklarierte Placebo-Creme, dies aber ohne weitere Erläuterungen. 

Nach dem Experiment berichteten die Probanden der beiden ersten Gruppen von einer signifikanten Abnahme der Schmerzintensität und -unannehmlichkeit, wie es in der Mitteilung heisst. Bei der dritten Gruppe dagegen, die ein Placebo ohne Erläuterungen erhalten hatte, zeigte die Schmerzcreme kaum Wirkung. 

Ethisch vertretbare Placebo-Abgabe möglich

Die Forschenden folgern aus ihrem Experiment, dass Placebos auch wirken, wenn sie – verbunden mit Erläuterungen – offen abgegeben werden. Die offene Abgabe von Scheinmedikamenten biete damit neue Möglichkeiten, den Placebo-Effekt auf ethisch vertretbare Weise ohne Täuschung der Patientinnen und Patienten zu nutzen, geht aus der Studie hervor, die im Fachjournal «Pain» veröffentlicht wurde

Gemäss neusten empirischen Studien zeigen offen verabreichte Placebos bei verschiedenen körperlichen Beschwerden «klinisch bedeutsame Effekte», wie es in der Mitteilung heisst. Dazu zählen etwa chronische Rückenschmerzen, Reizdarmsyndrom, episodische Migräne und Rhinitis.

(sda)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Musik als Medikament: Mozart hilft gegen Epilepsie

Mozart-Musik soll bei Epilepsie-Kranken Anfälle vorbeugen können. Dies geht aus einer Studie des Instituts Serafico in Assisi (Italien) hervor, das auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit schweren Behinderungen spezialisiert ist. 

Porträt des berühmten Komponisten in «Meyers Konversations-Lexikon».  Bild: Shutterstock

Laut der vom Direktor des Instituts, Sandro Elisei, bei der «International Conference on Mental Health» in Cambridge (Grossbritannien) vorgestellten Untersuchung, hat das Hören der Mozart-Sonate K448 positive Auswirkungen bei der Behandlung von Epilepsie. 

Mozart-Sonate K448 (Ausschnitt). Video: YouTube/Seb Z

Bei jedem zweiten Patienten sei beim regelmässigem Hören des Stücks ein Rückgang von 21 Prozent bei der Zahl epileptischer Anfälle festgestellt worden. In zehn Prozent der Fälle seien diese Anfälle ganz verschwunden. 

«Diese Studie bezeugt, wie wichtig Musiktherapie im Umgang mit Epilepsie ist, vor allem wenn die Behandlung mit Medikamente keine besondere Resultate zeigt.»

Sandro Elisei, Direktor des Instituts Serafico

An der Forschung beteiligten sich Personen, bei denen sich trotz Behandlung mit Medikamenten keine Besserung eingestellt und die im Halbjahr vor Beginn der Studie mindestens zwei epileptische Anfälle erlitten hatten. Die Patienten hörten sechs Monate lang täglich 30 Minuten der Mozart-Sonate. 

Neben einer Reduzierung oder dem Verschwinden der epileptischen Anfälle wurde auch eine Besserung der Lebensqualität der Patienten festgestellt. Sie wirkten weniger nervös. 

65 Millionen Betroffene

Die positiven Auswirkungen der Mozart-Musik waren jedoch temporär. Nach einigen Monaten, in denen sie nicht mehr die Sonate gehört hatten, traten bei den Patienten die epileptischen Anfälle wieder auf. 

«Diese Studie bezeugt, wie wichtig Musiktherapie im Umgang mit Epilepsie ist, vor allem wenn die Behandlung mit Medikamente keine besondere Resultate zeigt», sagte Elisei. Weltweit leiden 65 Millionen Menschen an Epilepsie. Allein in Italien werden jährlich 30'000 neue Fälle diagnostiziert.

(sda/apa)

Und nun zu etwas ganz anderem:

>> Das haben wir doch geahnt: Bier macht glücklich

Am Oktoberfest oder anderswo: Bier kann glücklich machen.  Bild: DPA

Wiesn-Besucher wussten es schon immer, nun ist es wissenschaftlich belegt: Bier kann glücklich machen. Das gute Gefühl wird – wie beim Konsum von anderen verlockenden Lebensmitteln auch – durch den Neurotransmitter Dopamin ausgelöst, der an Rezeptoren im Belohnungszentrum des Gehirns andockt.

Wissenschaftler vom Henriette Schmidt-Burkhardt Lehrstuhl für Lebensmittelchemie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg suchten nun nach speziellen Inhaltsstoffen in Lebensmitteln, die – ähnlich wie das körpereigene Dopamin – den Dopamin-D2-Rezeptor aktivieren.

Dazu untersuchten sie die Lebensmittelinhaltsstoffe zunächst nicht im Labor, sondern am Computer. Der Vorteil: Im Gegensatz zu klassischen Screening-Verfahren, bei denen nur eine kleine Auswahl an Lebensmittelextrakten im Labor getestet werden kann, können die Forscher alle möglichen existierenden Inhaltsstoffe untersuchen. 

13'000 Moleküle, 17 Treffer

Die Wissenschaftler legten dafür zunächst eine virtuelle Datenbank aus 13'000 in Lebensmitteln vorkommenden Molekülen an. Aus dieser Datenbank galt es, diejenigen Moleküle zu finden, die auf den Dopamin-D2-Rezeptor passen – quasi die passenden Schlüssel für das Schlüsselloch. Nachdem der Computer berechnet hatte, welche Moleküle wahrscheinlich mit dem Dopamin-D2-Rezeptor interagieren können, blieben am Ende von den 13'000 Optionen noch 17 übrig, die dann im Labor in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Pharmazeutische Chemie der FAU getestet wurden. 

FAU-Wissenschaftler Thomas Sommer entnimmt eine Bierprobe.  Bild: FAU/Katharina Götz

Die vielversprechendsten Testergebnisse zeigte dabei die Substanz Hordenin, ein Inhaltsstoff von Gerstenmalz und Bier. «Es ist schon überraschend, dass – ohne dass wir speziell in der Gruppe der Genussmittel gesucht haben – ein Inhaltsstoff von Bier zur Aktivierung des Dopamin-D2-Rezeptors führt», sagt Professorin Monika Pischetsrieder. Die Forscher publizierten ihre Studie im Fachblatt «Scientific Reports».  

Genau wie Dopamin aktiviert Hordenin den Dopamin-D2-Rezeptor – mit einem wichtigen Unterschied: Er funktioniert über einen anderen Signalweg. Hordenin aktiviert den Rezeptor im Gegensatz zu Dopamin ausschliesslich über sogenannte G-Proteine, was zu einem nachhaltigeren Effekt auf das Belohnungszentrum führen könnte.

Ob die im Bier enthaltenen Mengen für eine spürbare Beeinflussung des Belohnungszentrums ausreichend sind, untersuchen die Forscher zurzeit. Insgesamt deuten die Ergebnisse aber darauf hin, dass Hordenin zum stimmungssteigernden Effekt von Bier beitragen könnte.

(Quelle: beipress.de)

Passend dazu: Küre hier das beste Bier der Schweiz!

>> Weitere Kurznachrichten aus Wissenschaft und Technik gibt es HIERHIERHIER und HIER

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
43
Um mit zu diskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hinkypunk 09.11.2017 22:54
    Highlight ;)
    4 0 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 10.11.2017 10:01
      Highlight Interessanter Punkt.

      Also dann werfen wir jetzt über alles Kriegsgebiete Taschentücher, Lotion und Pornos ab. 🤔

      Masturbieren = Weltfrieden😁
      2 0 Melden
    600
  • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 09.11.2017 20:55
    Highlight Warum habe ich beim T-Rex jetzt dieses BildMim Kopf🤔
    2 0 Melden
    600
  • Mr. Spock 09.11.2017 20:39
    Highlight Als Aasfresser könnten die klauen auch zum öffnen von Kadavern gedient haben. Gibt einige Theorien darüber, dass T-Rex eher ein Aasfresser als ein aktiver Jäger war, Gebiss und Körperbau unterstützen diese These.
    2 1 Melden
    600
  • Pana 09.11.2017 19:24
    Highlight Klein, aber fies. Also etwa so wie Trump's Hände?
    10 0 Melden
    600
  • äti 08.11.2017 22:30
    Highlight Es ist auch klar erwiesen, dass sich die Menschheit rückwärts entwickelt.

    Ein wissenschaftliches Beispiel bin ich selbst. Bekannte sagen (unisolo) ich sei heute merkbar blöder und kindischer als vor 10 Jahren.
    7 0 Melden
    600
  • cheko 08.11.2017 15:11
    Highlight Ich habe auch eine neue Orang Utan Art gesichtet.. Weiss nicht ob ihr von dieser gehört habt. Sie heisst "Trmpuli-Orang-Utan" und wird oft im weissen Haus in Washington DC (USA) gesichtet.. Sie fällt durch die blonde, schon fast gelbe Haartracht sowie dem organgen Gesicht auf. Sehr speziell.. ist ihren Artgenossen von der Intelligenz her aber weit unterlegen.
    4 4 Melden
    • rudolf_k 08.11.2017 15:34
      Highlight
      2 0 Melden
    600
  • pedrinho 02.11.2017 11:11
    Highlight steintore *smile

    als wir vor vielen jahren landflaechen von steinen "saeuberten" um diese mechanisch (mit trator und pflug) bearbeiten zu koennen hat das fast so ausgesehen. Nur, dass wir spaeter die gesammelten steine am rand zusammen in eine vertiefung transportiert haben. Mich wuerde inressieren auf was fuer schlussfolgerungen zukunftige archeologen kommen, wenn sie das dereinst die gegend finden und sich wundern warum ein tal voller steine und daneben liegende flaechen eingeebnet sind.
    2 0 Melden
    600
  • Dharma Bum 02.11.2017 09:08
    Highlight Damals, bei den Nenandis, da war Koks noch gröber und mit Kies verschnitten, da brauchte es eine grössere Nase ...
    3 0 Melden
    600
  • äti 01.11.2017 21:37
    Highlight Von wegen Ausgestorben, da war doch noch einer im Bundesrat.
    4 1 Melden
    600
  • Verifiable Truth 01.11.2017 18:33
    Highlight ich finde diesen Artikel viel zu lang.
    Wo wir bei Anthropologie sind, hätte ich die Frage warum Pentagon massenweise Proben/Daten von diversen Völkerschaften in Russland sammelt. Davon hat Putin auf dem Valdai forum, letzte Woche berichtet
    Pentagon hats bestätigt, dass sie Stütz- und Bewegungsapparat von Europeoiden studieren . Angeblich ihre Untersuchungen in Europa sind nicht ausreichend. Pentagon ausser Daten benötigt und auch erhält das biologische material wie Blut und Organproben durch das weite Netzwerk von Labors in Russland.
    0 13 Melden
    600
  • El Schnee 31.10.2017 22:08
    Highlight Das Konzept Singularität beim Urknall ist falsch.
    0 5 Melden
    600
  • W°^°||°^°W 30.10.2017 17:58
    Highlight Higgs heisst der kleine aber feine Unterschied.
    Zudem weiss man, dass sich die Raumzeit mit Überlichtgeschwindigkeit ausbreiten kann. Daher wird es extrem schwierig, ja nahezu unmöglich den Urimpuls am Cern zu simulieren.
    Hauptsache weiter Ringel Ringel Reihe mit den Teilchen und Forscher.
    5 16 Melden
    • SemperFi 30.10.2017 22:28
      Highlight Das sind die CERN-Forscher aber sicher froh, dass Sie ihnen diesen Tipp geben. :-)
      20 4 Melden
    • W°^°||°^°W 30.10.2017 23:02
      Highlight Nein. Die Wissen das längst. Ganz im Gegensatz zu den Schnurnalisten von Watson und deren Lesern. 😘
      7 11 Melden
    600
  • River 30.10.2017 13:16
    Highlight Vielleicht sind wir mit unserem Universum in einem Teilchenbeschleuniger von etwas viel größerem..
    19 3 Melden
    600
  • Pontifex 26.10.2017 21:01
    Highlight Bitte nicht vergessen

    Die strukturen sehen aus der Luft aus wie Tore
    14 1 Melden
    • W°^°||°^°W 30.10.2017 18:16
      Highlight Mach mal nicht auf pästlicher als der Papst, Pontifax. Die Strukturen lösen sich auf. Je mehr wir Wissen und umso weniger wir Glauben.
      3 0 Melden
    600
  • ujay 25.10.2017 07:07
    Highlight Frag mich auch immer: Was willst du mir sagen?
    23 2 Melden
    600
  • CASSIO 24.10.2017 19:18
    Highlight wer einen hund hat, der weiss, dass viel mehr in hunden steckt, als wissenschaftlich zugestanden wird. hunde sind manchmal - meistens - happy, manchmal sauer, manchmal ängstlich und haben ein unglaublich feines gespür für voranstehende veränderungen, wie z. B. reisen. dass in schulen hierzulande gelehrt wird, dass hunde keine gefühle haben, ist deshalb für mich unerklärlich.
    71 22 Melden
    • Posersalami 25.10.2017 01:57
      Highlight So siehts aus! Hunde sind unglaublich feinfühlig auf ihre Umgebung mit einem eigenen Gefühlsleben und eigenem Charakter. Wer mit Hunden zusammen gelebt hat weiss das.
      17 6 Melden
    • MrBlack 30.10.2017 11:39
      Highlight Kennen Sie denn den Stand der Wissenschaft? (ich nicht) Das Problem ist oft auch, dass in den Medien ein Studie genommen wird und dann sehr viel in die Resulate hineininterpretiert wird. Es wird kaum Studien geben, die sagen "Hunde haben Emotionen" oder "Hunde sind nicht intelligent". Meistens wird aufgrund einer Hypothese eine bestimmte Fähigkeit getestet. Das Ergebnis der Studie gibt dann ein Indiz, aber sicher keine klare Antwort, ob Hunde z.B. Gefühle haben.
      7 0 Melden
    600
  • MaskedGaijin 21.10.2017 06:59
    Highlight Neo Tokyo
    2 6 Melden
    600
  • Grave 20.10.2017 23:26
    Highlight Diese höhle ist möglicherweise schon von den nazis besetzt 😅
    24 8 Melden
    600
  • D(r)ummer 20.10.2017 12:28
    Highlight Der Mensch und die Höhlen...
    Auf der Erde hat's auch so angefangen.

    Die Frage ist nun wie man weiter vorgeht.
    Eine Höhle mit Schutz vor Strahlung oder eine Raumstation im Mondorbit um Treibstoff und Landemanöver zu sparen.
    8 1 Melden
    600
  • Der Tom 20.10.2017 00:27
    Highlight und diese Muslim Wikinger hat man in dem Lavatunnel auf dem Mond gefunden?
    12 23 Melden
    600
  • The Origin Gra 19.10.2017 20:13
    Highlight Möchte in die Höhle gehen und dann weiter zum Mars ziehen 😍
    5 7 Melden
    600
  • aglio e olio 19.10.2017 19:44
    Highlight Ein Lavatunnel im Ozean der Stürme.
    Tönt gemütlich...

    "«Wir haben die Höhle bisher noch nicht von innen gesehen», sagte er. Es sei aber davon auszugehen, «dass ihre Erforschung nähere Informationen liefern wird»."
    Ja Sapperlot, wer hätte das gedacht. :)
    152 1 Melden
    600
  • Mafi 17.10.2017 06:43
    Highlight walh...allah? 😉
    75 8 Melden
    • E. Edward Grey 19.10.2017 20:51
      Highlight Schon verwunderlich das ganze, da bei den Wikingern keine Schrift bekannt war. Das ist auch der Grund warum man heute auch relativ wenig von ihnen weiss, es gibt keinerlei schriftliche Überlieferung aus dieser Kultur.
      15 4 Melden
    • Amarama 20.10.2017 08:11
      Highlight ka wer sowas einen blitz gibt! ich finde es spannend und wusste nicht das man deshalb nicht viel weiss.
      8 2 Melden
    • KERTENKELE 21.10.2017 00:22
      Highlight Die Schrift der Wikinger gab es sehr wohl.
      Es war eine Keilschrift namens Futark.
      3 2 Melden
    • E. Edward Grey 21.10.2017 08:48
      Highlight Futark wird den Germanen zugeordnet, nicht den Wikingern.
      8 3 Melden
    • Mutzli 26.10.2017 00:13
      Highlight @E. E. Grey Das stimmt schlichtweg nicht, das jüngere Futhark wurde sehr wohl in Skandinavien in der Wikingerzeit verwendet. Gibt ja sogar ein Grönländisches Futhark z.B.. Im Nationalmuseet in Kopenhagen sind auch sehr schöne Runensteine ausgestellt oder im historischen Museum in Visby. Natürlich ist es eine germanische Schrift, da die Wikinger ja schliesslich auch eine germanische Sprache sprachen, so wie auch heute noch Norwegisch z.B. zur germanischen Sprachfamilie gehört.
      Es gibt auch wissenschaftlich fundierte, sehr reichhaltige Bücher über ihre Kultur.
      10 2 Melden
    • E. Edward Grey 26.10.2017 12:53
      Highlight Die Keilschrift wurde von den germanischen Stämmen verwendet, welche auch bis in den skandinavischen Raum siedelten.
      Es gab einen Austausch zwischen den Völkern so dass den Wikingern andere Schriftsprachen bekannt waren, alleine hat es sich in ihrer Kultur nie etabliert. Daher sind aus der Wikingerzeit schriftliche Überlieferungen über die Wikinger nur durch externe Quellen bekannt.
      Für eine Recherche hierzu empfehle ich das Vikingskiphuset in Bygdøg bei Oslo, Teil der Uni Oslo, welches der Frage nach den Überlieferungen und wissenschaftlicher Aufarbeitung ausführlich nachgeht.
      3 2 Melden
    • Spooky 26.10.2017 21:42
      Highlight Wieso sagt ihr nicht einfach Runen?
      6 1 Melden
    • Mutzli 26.10.2017 23:00
      Highlight Weil man Runen eher als das Alphabet betrachten muss in diesem Zusammhang. Klar gibt es Wechselwirkungen, aber heute ist es ja durchaus möglich mit römischen Buchstaben zig verschiedene Sprachen zu schreiben. Runen sind also ein ähnlich elementarer Bestandteil, so wie sie von den Wikingern benutzt wurden, das ist dann Futhark. Kommt noch dazu, das auch viele andere Völker Runen zum schreiben hatten!
      2 0 Melden
    • karl_e 27.10.2017 11:33
      Highlight @Grey: Seit wann sind bzw. waren Wikinger denn keine Germanen?
      1 0 Melden
    • E. Edward Grey 27.10.2017 13:36
      Highlight Genausogut könnte man Radio Eriwan fragen wieso Schweizer keine Deutsche sind. Im Prinzip schon aber... ;)
      1 2 Melden
    • leu84 30.10.2017 11:11
      Highlight Es kann sehr wohl eine direkte Verbindung zwischen Skandinavien und Germanien gegeben haben. Denn die Ostsee, so wie wir sie heute kennen, sah vor 10000 oder 2500 noch anders aus. Bevor der grosse Teil der Eismassen aus der letzten Eiszeit geschmolzen sind. Da gab es auch "Landbrücken' und so wurden kulturelle Verständnisse über mehrere Regionen verteilt.
      0 1 Melden
    • karl_e 30.10.2017 14:30
      Highlight Um die Grey'sche Konfusion zu beenden: die Wikinger waren Germanen, denn sie sprachen germanische Sprachen, die sich zu den heutigen skandinavischen Sprachen entwickelt haben. Germanisch ist der Oberbegriff für die germ. Sprachen Deutsch, Schwedisch, "Wikingisch", Gotisch etc. Bezieht sich alles auf die Sprachen. Für die Rassenfrage wende man sich an die DNS-Kundigen, für die Kultur an die Kulturgeschichtler.
      2 1 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 02.11.2017 18:31
      Highlight Im Norden wusste man eben schon früh, was Datenschutz ist. ;)
      0 1 Melden
    600

Für die Wissenschaft: Fiese Forscher ärgern Google-Roboter

Der zweibeinige «Atlas»-Roboter geht spazieren, stapelt Kisten und lässt sich auch von fiesen Forschern nicht beirren. Stösst man ihn um, rappelt er sich wieder auf. Hier das Video.

«Atlas» wird immer besser. In einem YouTube-Video zeigt Hersteller Boston Dynamics die neue Version des humanoiden Roboters. «Atlas Next Generation» heisst das Modell der Google-Tochter, und es beeindruckt mit seinen Fähigkeiten.

Ein Marsch durch verschneites Gelände bringt ihn ebenso wenig aus dem Gleichgewicht wie ein leichter Stoss gegen die Brust – ausgeführt von einem Techniker. «Atlas» begleitet einen Menschen beim Spazierengehen und stapelt Fünf-Kilo-Kartons in ein Regal.

Und selbst …

Artikel lesen