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Gefunden zwischen Garnelen

Begehrtes Forschungsobjekt: Fischer wirft seltenen Koboldhai zurück ins Meer 

Menschen bekommen Koboldhaie extrem selten zu sehen. Umso mehr hätten sich Forscher über das Exemplar gefreut, das einem Fischer vor Florida ins Netz ging. Doch der Mann bemerkte seinen Sensationsfund gar nicht und warf das Monster zurück ins Meer. 

05.05.14, 23:06

Ein Artikel von

Normalerweise kommen sich Menschen und Koboldhaie nicht in die Quere. Der Koboldhai lebt und jagt bevorzugt zwischen 270 und 960 Meter unter dem Meeresspiegel – der Mensch deutlich darüber. So wusste der Fischer Carl Moore zunächst gar nicht, was für ein Tier ihm da am 19. April ins Netz gegangen war und wild zwischen den Garnelen an Bord seines Fischkutters herumzappelte. Er schoss ein paar Fotos mit dem Handy und warf das Monster zurück in den Golf

Erst knapp zwei Wochen später meldete er den Fund der amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA). Als er die Fotos vorlegte, ging ein Stöhnen durch die Reihen der Meeresbiologen. Denn Sichtungen des Koboldhais im Golf von Mexiko sind extrem selten – Moores Fang ist erst der zweite seiner Art. So aber mussten die Biologen sich mit den Handy-Schnappschüssen begnügen. 

Bild: NOAA

Keine Überlebenschance in Gefangenschaft 

Haiexperte John Carlson von der NOAA vermutet, dass dem Fischer ein etwa viereinhalb Meter langes Weibchen ins Netz ging – Moore selbst schätzt den Hai sogar auf fünfeinhalb Meter. In jedem Fall ein stattliches Exemplar. Die Durchschnittslänge der Koboldhaie liegt normalerweise zwischen drei und vier Metern. Auf den Fotos ist der Koboldhai eindeutig an seinem langen Knochenfortsatz über dem Maul erkennbar. Auch seine pinkfarbene Haut spricht eindeutig für die Art Mitsukurina owstoni. 

Dass Moore den Hai überhaupt fotografiert hat, ist einem seiner Familienmitglieder zu verdanken. Denn der 63-jährige Fischer hat erst vor kurzem begonnen, seine Fänge zu dokumentieren – für seinen dreijährigen Enkel Keaton, der ein grosser Hai-Fan ist. 

Obwohl der Koboldhai nur selten gesichtet wird, lebt er in allen drei grossen Ozeanen. Am häufigsten geht er Fischern vor der Südküste Japans ins Netz, dort werden pro Jahr etwa 30 Exemplare gefangen. Sie zu studieren ist allerdings schwierig, in Gefangenschaft überleben sie selten länger als ein paar Tage. (anf)



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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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