Wissen

Weltklimarat: Schweizer Klimaforscher Stocker unterliegt bei Wahl zu IPCC-Vorsitz

06.10.15, 20:36 07.10.15, 09:42

Bild: KEYSTONE

Der Schweizer Klimaforscher Thomas Stocker, Professor für Klima- und Umweltphysik an der Universität Bern, hat die Wahl zum Präsidenten des UNO-Weltklimarats (IPCC) verpasst. Im ersten Wahlgang fehlten Stocker nach Angaben aus der Universität Bern zwei Stimmen.

Die 195 IPCC-Mitgliedsländer werden an diesem Dienstagabend ihre Wahl zwischen dem Südkoreaner Hoesung Lee und dem Belgier Jean-Pascal van Ypersele um den Vorsitz des wohl prestigeträchtigsten Amts der Klimawissenschaften treffen.

Der 56-jährige Stocker, den der Bundesrat im Februar als Kandidaten für den IPCC-Vorsitz vorgeschlagen hatte, schied bereits im ersten Wahlgang aus, da er nicht zu den zwei Bewerbern mit den meisten Stimmen gehörte.

Er selbst habe viel von der Wahlkampagne profitiert, die er in den vergangenen Monaten geführt habe, sagte Stocker nach Angaben der Universität Bern. Im Vorfeld der Wahl bereiste Stocker 31 Länder in allen Regionen der Welt.

Stocker ist seit 2008 Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe für wissenschaftliche Grundlagen des IPCC, einer der drei Arbeitsgruppen, welche die Berichte des Weltklimarates ausarbeiten. Daneben leitet Stocker seit 1993 die Abteilung für Klima- und Umweltphysik des Physikalischen Instituts der Universität Bern. (sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Rate mal, wie viele Länder gerade auf Kurs zur Erreichung der Pariser Klimaziele sind

Die Antwort ist: Keines!

Es gelingt weiterhin keinem Land, die im Pariser Klima-Abkommen gesteckten Ziele zur Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad zu erreichen. Am besten macht es laut einem Ländervergleich noch Schweden. Die Schweiz liegt im ersten Drittel.

Die 13. Ausgabe des Ländervergleichs der Umweltorganisation Germanwatch lässt weiterhin die ersten drei Podestplätze leer. Kein Land tue genug für den Klimaschutz und die Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens. Besonders …

Artikel lesen