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Gestatten: Das ist das weltgrösste Elektrofahrzeug (und es kommt aus der Schweiz)



Ab nächster Woche kommt im Steinbruch des Zementherstellers Vigier Ciment bei Biel das grösste Elektrofahrzeug der Welt zum Einsatz. Der umweltfreundliche Muldenkipper wurde von Schweizer Hochschulen zusammen mit Industriepartnern entwickelt.

Der eDumper wurde am Freitag im Steinbruch von Péry-La Heutte auf den Namen «Lynx» (Luchs) getauft, wie die Berner Fachhochschule und die Forschungsanstalt Empa mitteilten. Die beiden Institutionen entwickelten den weltgrössten Elektrolaster zusammen mit der Interstaatlichen Hochschule für Technik Buchs.

Der eDumper wurde am Freitag im Steinbruch von Péry-La Heutte auf den Namen «Lynx» (Luchs) getauft, wie die Berner Fachhochschule und die Forschungsanstalt Empa mitteilten.

Grün und ziemlich stark: «Lynx». Bild: zvg

«Lynx» wiegt leer 58 Tonnen und kann 65 Tonnen Gestein zuladen. Eingebaut wurde die grösste je für ein Elektrofahrzeug hergestellte Batterie. Sie wiegt 4,5 Tonnen. Nach vorläufigen Berechnungen spart das Fahrzeug in den kommenden 10 Jahren rund 500'000 Liter Diesel und bis zu 1300 Tonnen CO2 ein.

Der batteriebetriebene Muldenkipper wird Kalk- und Mergelstein aus einem höher gelegenen Abbaugebiet in eine tiefer gelegene Verarbeitungsanlage transportieren. Bei der voll beladenen Talfahrt werden die Batterien durch die Bremsenergie wieder geladen.

Der eDumper wurde am Freitag im Steinbruch von Péry-La Heutte auf den Namen «Lynx» (Luchs) getauft, wie die Berner Fachhochschule und die Forschungsanstalt Empa mitteilten.

So gewinnt «Lynx» Energie Infografik: Infel AG, Illustration: Pia Publies

Ob «Lynx» tatsächlich zum Null-Energie-Fahrzeug wird, soll sich in den nächsten Monaten zeigen, wenn die Energiebilanz im Alltagsbetrieb gemessen wird. (sda)

Zürcher Innovation hilft Tieren und spart Energie

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Video: srf

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 21.04.2018 09:19
    Highlight Highlight Ich finde die Idee genial. Solche Erfindungen bringen uns weiter.
  • subcomandante 20.04.2018 20:28
    Highlight Highlight Quizfrage: Was ist effizienter als ein Dumper? Ein Förderband. Und wenn's bergab geht mit dem Material, so lässt man den Antrieb generatorisch laufen. Und gewinnt Strom. mit jeder Tonne. Ein Schelm wer denkt....
    • giguu 21.04.2018 01:04
      Highlight Highlight Und dan willst du jeden Tag das Förder and bewegen mit einem riesen Bagger, oder sogar ausbauen? Oder kennst du ein Gestein, das über Nacht nachwächst? 🙈
    • Stoufel 21.04.2018 07:32
      Highlight Highlight Mit einem Förderband ist man wenig flexibel....
    • Ökonometriker 22.04.2018 10:43
      Highlight Highlight @giguu: Es gibt sogar flexible Förderbänder. Diese werden z.B. in Kohleminen eingesetzt und fördern die abgebaute Kohle direkt ins Kraftwerk.

      Die Frage im vorliegenden Fall dürfte eher lauten, ob sich so ein Förderband denn lohnt. Die Investitionskosten würden ein Vielfaches des Fahrzeuges betragen.
  • meine senf 20.04.2018 18:57
    Highlight Highlight Eigentlich gar nicht so neu. Jeder Zug ist grösser als dieses Fahrzeug. Zumindest bei den neueren fest zusammengesetzten Zügen kann man ja den ganzen Zug als 1 Fahrzeug betrachten. Bremsenergie wird da z.B. beim Gotthard auch zurückgespeist. Und selbst über 100 Jahre alte Gewichts-Standseilbahnen (wie in Fribourg) nutzen eigentlich ein ganz ähnliches Prinzip.
    • Sharkdiver 20.04.2018 20:57
      Highlight Highlight Ähm kleiner Unterschied Zug hat Stomleitung der muldenkipper nicht. Und er soll sein Strombedarf selbst generieren. So ein Zug will ich sehen. Das sind Welten an Unterschiede
    • derEchteElch 21.04.2018 07:27
      Highlight Highlight @Sharkdiver;
      Ich sehe solche Züge täglich. Durch die Bremsenergie wird Strom in die Stromleitungen zurück geführt. Das spart bei der Stromproduktion der Kraftwerke..
    • meine senf 21.04.2018 11:37
      Highlight Highlight Ich meinte ja auch nicht, dass es genau dasselbe ist.

      Nur, dass ein (elektrischer) Zug ein viel grösseres Elektrofahrzeug ist als der Muldenkipper, womit die Aussage "grösstes Elektrofahrzeug der Welt" hinterfragbar ist.

      Und dass das Grundprinzip der Nutzung der durch Gefälle gewonnener Idee auch schon älter ist. Natürlich wird diese Energie anders genutzt bzw. übertragen bzw. gespeichert (Akku statt Rückspeisung in ein Netz oder direkte mechanische Übertragung über das Standseilbahn-Seil).
  • hottine 20.04.2018 16:44
    Highlight Highlight Grundsätzlich gute Idee... werden diese Dinger aber nicht hauptsächlich in Gruben verwendet? Dass würde heissen, sie müssen voll nach oben und leer nach unten. Somit wäre der Energiegewinn kleiner und der Energieverbrauch grösser... hoffe, der Saft geht nicht aus, das Ding will keiner schieben :-)
    • Matrixx 20.04.2018 16:55
      Highlight Highlight "Der batteriebetriebene Muldenkipper wird Kalk- und Mergelstein aus einem höher gelegenen Abbaugebiet in eine tiefer gelegene Verarbeitungsanlage transportieren. Bei der voll beladenen Talfahrt werden die Batterien durch die Bremsenergie wieder geladen."

      Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
    • meliert 20.04.2018 18:01
      Highlight Highlight hottline: genau lesen nicht nur Bildli anschauen😉
    • Charlie Brown 20.04.2018 18:04
      Highlight Highlight Ich wäre dafür, dass Leseverständnis zum eigenständigen Schulfach erklärt wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • l_l 20.04.2018 16:37
    Highlight Highlight Lynx soll nicht ein Null-Energie–Fahrzeug werden, sondern sogar Energie gewinnen, durch das grosse Zusatzgewicht beim Runterfahren.
    • giguu 21.04.2018 01:07
      Highlight Highlight Falsch Edward... Über Nacht wird das Netz gespielten. Quelle: Ich kenne zwei, sie mitgebaut haben

Erster Verlierer: Der Regenwald. Warum Brasiliens neuer Präsident eine Klima-Gefahr ist

Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro hat die Präsidentenwahl in Brasilien gewonnen. Der Ex-Militär kam auf 55,14 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt am Sonntag nach der Auszählung fast aller Stimmen mitteilte. Sein Gegner Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei erhielt demnach 44,86 Prozent.

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