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Luftverschmutzung: 430'000 Europäer sterben jährlich an Feinstaub

Viele Europäer leben in einer ungesunden Umgebung: Die Umweltagentur EUA warnt in ihrem aktuellen Bericht vor Lärm und schmutziger Luft – listet aber auch auf, in welchen Bereichen sich die Lage verbessert hat.

04.03.15, 11:54 04.03.15, 12:07

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Feinstaub in der Luft verursacht nach einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) pro Jahr etwa 430'000 vorzeitige Todesfälle in der EU. Lärm sei die Todesursache bei mindestens 10'000 Europäern, die an Herzerkrankungen oder Herzinfarkten sterben. 

Der steigende Einsatz von Chemikalien führe zudem zu mehr hormonellen Erkrankungen, heisst es in dem am Dienstag in Brüssel veröffentlichten Bericht «The European Environment – State and Outlook 2015» (SOER). 

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Langfristige Ziele nicht erreicht

Die Zahlen zum Feinstaub stammen aus dem Jahr 2011. «Sie sind seitdem aber auf ähnlichem Niveau geblieben», sagte ein Sprecher der Umweltagentur. Feinstaub wird in erster Linie durch den Menschen erzeugt, etwa durch Öfen, Motoren, Landwirtschaft und Industrie. 

Ozon sorge zudem für 16'000 vorzeitige Todesfälle in Europa pro Jahr. «Die Luftverschmutzung ist immer noch hoch in Europa und führt zu hohen Kosten», sagte der Chef der Umweltagentur Hans Bruyninckx. 

Europa wird nach Ansicht der Umweltagentur seine langfristigen Ziele bei der Senkung der Treibhausgas-Emissionen nicht erreichen. Der Klimawandel werde das Problem noch verschärfen. «Europa steht unabhängig von den Fortschritten immer noch vor grossen Herausforderungen», sagte Bruyninckx. Der Bericht soll als Grundlage für die EU-Umweltpolitik bis zum Jahr 2020 dienen. 

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Die Ergebnisse des Berichts im Einzelnen:

Zusammengefasst: Feinstaub in der Luft verursacht nach einem Bericht der Europäischen Umweltagentur pro Jahr etwa 430'000 vorzeitige Todesfälle in der EU. Der steigende Einsatz von Chemikalien führe zudem zu mehr hormonellen Erkrankungen, heisst es in dem am Dienstag in Brüssel veröffentlichten Bericht. Trotz Massnahmen wie Fahrverboten sieht die Umweltagentur keinen Anlass für Entwarnung: Der Klimawandel werde das Problem noch verschärfen. (nik/dpa)

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