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Weil wir Menschen den Planeten verändern: Forscher sehen uns in einem neuen Erdzeitalter

07.01.16, 20:09 08.01.16, 12:56

Ein Expertenkomitee hat überprüft, ob die Einteilung eines neuen, vom Menschen geprägten Erdzeitalters Sinn macht. Nun bestätigen sie die wissenschaftliche Grundlage für das «Anthropozän».

Der Begriff geistert schon länger durch Forschung und Medien: Das «Anthropozän» als neues, vom Menschen geprägtes Erdzeitalter. Offiziell einteilen kann eine solche geologische Epoche jedoch nur die Internationale Stratigraphische Kommission (ICS).

Eine von der ICS eingesetzte Expertengruppe bestätigt nun im Fachjournal «Science», dass sich diese Einteilung auf wissenschaftliche Fakten stützen kann. Seit Einberufung der Arbeitsgruppe im Jahr 2009 prüften die Wissenschaftler hierfür zahlreiche Datensätze. Beteiligt war auch Jacques Grinevald, emeritierter Professor vom Institut de Hautes Études Internationales et du Développement in Genf.

Anthropozän

Charakteristische Spuren

Demnach werden die geologischen Spuren der Menschheit noch in Jahrmillionen feststellbar sein. Sie sind zudem charakteristisch, das heisst sie unterscheiden sich vom Holozän – dem jüngsten offiziellen Erdzeitalter.

Ablagerungen mit vom Menschen geschaffenen Materialien hinterlassen als weit verbreitete und langlebige «Technofossilien» ihre Spuren, wie die Forscher schreiben. Als Beispiele nennen sie elementares Aluminium, Beton und Plastik.

Auch Kohlenstoff-Partikel aus der Verbrennung fossiler Energieträger, sowie Stickstoff und Phosphor aus Düngemitteln und künstliche Radionuklide aus Kernwaffentests haben charakteristische geologische Fingerabdrücke hinterlassen.

Plastikmüll im Meer

Deutliche Änderung des Klimasystems

Zudem führen die Forschenden den Klimawandel als Anzeichen für ein neues Erdzeitalter an. Die CO2- und Methan-Konzentration der Atmosphäre heben sich deutlich ab von derjenigen im Holozän, ja sogar vom gesamten Quartär, das vor 2.6 Millionen Jahren begann und das Holozän umfasst. Die Erderwärmung übersteige die während des Holozäns beobachteten Schwankungen der letzten 14'000 Jahre.

Das Aussterben von Tierarten und die globale Verbreitung invasiver Arten seien ebenfalls dauerhafte Spuren des menschlichen Einflusses, so die Forschenden.

Die grössten Klimasünder

Unklarer Beginn der neuen Epoche

Über den Beginn der neuen Epoche wird derzeit noch diskutiert. In ihrem Artikel schlägt die Expertengruppe vor, den Beginn der neuen Epoche auf Mitte des 20. Jahrhunderts festzulegen, als sich Industrialisierung und Zuwachs der Weltbevölkerung rasant beschleunigten.

Es gäbe jedoch auch Argumente für ein «Früh-Anthropozän» mit Beginn der Landwirtschaft und grossflächigen Abholzung von Wäldern. Oder mit der Entdeckung Amerikas und dem dadurch ausgelösten globalen Import und Export von Arten. Auch die industrielle Revolution könnte den Beginn der Epoche markieren.

Die ICS könnte das neue Erdzeitalter beim Internationalen Geologischen Kongress im kommenden August in Kapstadt bestätigen. Dies sagte der an der Expertengruppe beteiligte Michael Wagreich von der Universität Wien gegenüber der Nachrichtenagentur APA.

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(sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 08.01.2016 01:04
    Highlight Die wirkliche Sensation wird der Fund letzter Startrampen von Raumschiffen, Atommüllager, Frackingstationen und Ölseen auf dem Mars sein, denn die Spezies Mensch hat diesen Planeten bereits vor 5 Millionen Jahren verlassen müssen, mit Fluchtziel Erde.
    Für die Zukunft könnte es eng werden, noch einen bewohnbaren Planeten in unmittelbarer Reichweite gibt es nicht. "SAVE OUR PLANET!"
    4 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.01.2016 21:11
    Highlight Ich stelle mir die Klimaschwankungen, etc. vor wie Fieber oder Schüttelfrost als Reaktion auf eine Krankheit. Das klingt meist auch wieder ab und mit ihm die Populationen vom Auslöser.
    25 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.01.2016 11:14
      Highlight 5 Milliarden Menschen (Bakterien) müssen sterben. China, Indien, Pakistan, ... Es gibt viele Anwärter. Ich finde die Likes hier erschreckend.
      Vorschlag. Wir lassen den Mittleren Osten dazu noch verhungern. Sarkasmus erlaubt!
      Entsprechend Deinem Statement war Hitler und Stalin Pfadfinder. Nur 55 Millionen haben die geschafft. Sehr fragwürdige Denkweise!
      1 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.01.2016 11:23
      Highlight Ich pflichte s@m zu. Der Mensch ist eine Krankheit der Erde. Wenn nicht sogar ein Krebsgeschwür, Zellen die unkontrolliert angefangen haben zu wuchern. Das einzige Positive daran ist, dass wenn der Mensch die Erde für sich selbst unbewohnbar gemacht hat und dadurch womöglich von der Bildfläche verschwindet, wird sich die Erde wieder regenerieren. Selbst Kometen konnten das Leben auf der Erde nicht gänzlich auslöschen. Der Mensch nimmt sich selbst viel zu wichtig. Ich betrachte das ganze mit einem Achselzucken.
      Am Anfang ein Knall am ende ein Knall, die Menschheit war nur ein Zwischenfall.
      2 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.01.2016 11:23
      Highlight Oder in dem Sinn: eine Erkältung xD
      2 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.01.2016 12:12
      Highlight Sa.Set: Ok, aber nicht der Mensch generell ist eine Krankheit, sondern vielleicht ca. 80% davon. Nur bei Eurem Szenario wird es auch die 20% der Rechtschaffenen treffen. Dies wäre schade. Man müsste die Terminierung gezielt steuern, sonst setzt sich wieder die Dummheit (am weitesten verbreitet)durch. Es gäbe schon Lösungen, die aber wohl unser Antirassismus-Gesetz rep. deren Wächter (ha, ha,..) auf den Plan rufen würden.
      1 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 08.01.2016 12:35
      Highlight Ich habe gar keine Pläne ;) in meinen Augen spielt es prinzipiell keine Rolle, da der Mensch zu unbedeutend ist, als dass er der Erde Langfristig wirklich schaden könnte (ich spreche hier von Jahren in 5-6 stelligen Bereich). Mir fallen gerade die Georgia Guidstones ein (https://de.wikipedia.org/wiki/Georgia_Guidestones). Würde man jetzt wirklich sagen man würde die Menschheit unter 20 % oder nach den Steinen sogar (500 Mill) würde es nicht wirklich eine Rolle spielen wer überlebt und wer nicht. Und dann eben die Frage: wer darf überleben wer nicht. Die Menschheit braucht's schlicht nicht.
      1 0 Melden
  • Humbolt 07.01.2016 20:55
    Highlight Wer sich für das Thema interessiert wird auf Youtube auf dem Kanal "Urknall, Weltall und das Leben" Sehr viel gute Videos finden. Vorträge von zwei Deutschen Physikern.
    7 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.01.2016 20:46
    Highlight wird wohl nicht lange dauern dieses zeitalter
    25 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.01.2016 20:42
    Highlight Eine Liste der Erdzeitalter wäre noch cool... :)
    11 2 Melden
  • supermario1 07.01.2016 20:41
    Highlight Der Mensch vergisst mit seiner Arroganz, Macht- und Geldgier die natürlichen Ausgleichsfaktoren: die Zeit! Die Frage ist nicht ob die Erde mit dem Klimawandel klarkommt sondern ob wir es rechtzeitig schaffen uns anzupassen an die veränderte Umwelt. Ich will kein Untergangsprophet sein, aber wenn wir so weiter machen siehts gar nicht gut aus für uns und nicht für die Erde...
    30 5 Melden
    • achwiegut 07.01.2016 21:06
      Highlight aus diesem Grund wohl eher ein Endzeitalter...
      18 3 Melden
    • per scientam 08.01.2016 00:55
      Highlight Prüf mal die Messwerte. Nicht immer nur Modellrechnungen der IPCC.

      Man müsste meinen, dass die alle Meteo-Dienste der Welt bei einem solchen Thema hunderte von Daten hätten um die Bevölkerung zu informieren.... Leider machen die das in Europa nicht. Das sollte einen Skeptisch machen...

      Die Amis sind da Transparenter:
      National Oceanic and Atmospheric Administration, veröffentlicht ihre Messungen. (Climate at a glance...):
      - Es regnet ein bisschen mehr
      - Es schneit völlig normal
      - es ist ein bisschen Wärmer geworden
      - es gibt immer noch gleich viele Stürme...

      Armageddon sähe anders aus...
      3 0 Melden
    • Fumo 08.01.2016 08:41
      Highlight @per scientam
      Die Amis sind auf der Lista ja auch auf Platz 1 (und zeigen dabei natürlich mit den Finger nach China ;) ). Da ist es auch zu erwarten dass sie auch "transparent" informieren. Wobei man die Transparenz auch immer hinterfragen sollte, ich bezweifle das sie die Daten direkt vom Messgerät an die Öffentlichkeit weiterleiten, auch da wird erst selektiert.
      0 1 Melden
    • supermario1 08.01.2016 17:57
      Highlight Ich rede ja nicht von aktuellen Messwerte sondern von der Tendenz. Im 2015 ist die 1 °C Marke geknackt worden, Diff seit 1975=1°C. in 90 Jahren sind wir bei ~4°C (klar Vertrauensintercall und so...). Die Emissionen steigen exponentiell nicht linear. 4°C weniger gäbe eine Eiszeit. Wir sind sehr empfindlich gegenüber Veränderungen, egal in welche Richtung und genau dem ist man sich halt nicht so bewusst, meiner Meinung nach. Und der ganze (Mikro)plaszikmüll gesund ist das sicher nicht?! Mann kan es nicht schönreden..
      0 0 Melden
    • per scientam 09.01.2016 17:53
      Highlight Erst seit 1997 wird die Temperatur der Erde global per Satellit gemessen.
      Wenn man sich die Verteilung der Messstationen anschaut, zeigt sich, das von 9/10 der Erde keine Messwerte vorhanden waren.

      Effektiv eine Ahnung von der globalen Temperatur hat man also erst seit 19 Jahren. Vorher hatte man noch keinen Schimmer.

      Und in den 19 Jahren wurde ein leichter Trend von 0.2 Grad Erwärmung festgestellt. Das ist nicht signifikant.
      ABER: falsifiziert definitiv die CO2-Modelle der IPCC.
      Deren Szenario trat nicht ein!

      0 0 Melden
    • per scientam 09.01.2016 18:11
      Highlight Welche 1°C-Marke?
      Wie willst du einen Nullpunkt definieren, wenn man vor 1997 nicht mal global die Temperatur erfassen konnte?

      Es ist ein Strahlungsbasiertes System: sprich man rechnet vom Absoluten Nullpunkt aus (K). Kann eine gemessen Abweichung
      von 1/300 (K/K) als Signifikant gelten?


      Was hat CO2 für einen Einfluss??
      Jeder der IR-Messungen macht, oder Strahlung rechnen kann und nachrechnet sieht vom Spektrum her, dass Wasser in der Atmosphäre entscheidend ist... Aka: Wolken.

      Die IPCC gab vor kurzem zu: sie hatten die Wolken in ihren (extrapolierten) Modellen "vergessen".

      0 0 Melden
    • per scientam 09.01.2016 18:26
      Highlight @Supermario:
      Umweltprobleme durch CO2:
      Unter 0.015 % CO2-Anteil sterben die Pflanzen. Weil sie kein Futter mehr haben. Wir sind bei 0.04 % CO2-Anteil...
      Pflanzen brauchen ihr Futter.
      Viele Untersuchungen zeigen einen positiven Effekt für die Pflanzen durch das CO2.

      Plastikmüll? Das ist nicht die CO2-Problematik.
      Recycling und Einsammeln machen da Sinn. Bloss ist Plastikmüll als solcher nicht giftig. Schwermetalle schon.

      Die Frage ist nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft.
      --> Nutzen wir Energie und bauen uns den Garten Eden oder nutzen wir keine Energie und leben in Armut...
      0 0 Melden

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