Wissen

Mehrmals aufgetaucht und wieder verschwunden: das unbekannte Flugobjekt über Gebenstorf AG.
Bild: facebook

Nichts als heisse Luft: Ufo über Gebenstorf erweist sich als Fasnachts-Gag

Das Ufo, das im Aargau die letzten Tage für Furore sorgte, waren bloss einige Heliumballons, umfasst mit Erdbeerfolie. Die Guggenmusik «Häxeschränzer» aus Gebenstorf liess das Flugobjekt als Werbeaktion für ihre Häxebocknacht starten.

13.10.15, 11:37

rahel plüss / aargauer zeitung

Ein dunkles, unförmiges Flugobjekt über Gebenstorf sorgte in den vergangenen Tagen für Aufregung. Schnell war klar, ein Flugzeug war es nicht, auch kein Luftschiff. Experten des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) hielten das Objekt für eine Himmelslaterne.

Jetzt hat sich das Geheimnis gelüftet: Das UFO, das mehrfach fotografiert und gefilmt wurde und so eine rasante Reise durch die sozialen Plattformen und die Schweizer Medien machte, ist Teil einer Guerilla-Werbeaktion der Gebenstorfer Guggenmusik «Häxeschränzer». Ziel war es, mit dieser PR-Aktion die Bekanntgabe des Mottos der kommenden Häxebocknacht einmal auf eine besondere Art und Weise zu veröffentlichen, schreibt die Guggenmusik in einer Medienmitteilung.

Leichte Kunststoffrohre, mehrere Rollen schwarze Erdbeerfolie, 23 grosse Heliumballone und Kabelbinder formten das unbekannte Flugobjekt. 25 Mitglieder der Guggenmusik haben, zusammen mit ein paar wenigen eingeweihten Personen, bei der schon seit längerem geplanten Aktion namens «Operation Neptun» mitgeholfen.

«Es war gar nicht so einfach, mit dem ganzen Material unentdeckt auf das Gebenstorfer Horn hinauf zu kommen», sagt Mario Stanco, Präsident der «Häxeschränzer» im Rückblick.

Im Schutz der Dämmerung wurde das UFO mit sieben Metern Durchmesser zusammengebaut. «Leider verlief zunächst nicht alles ganz nach Plan», so Stanco. Das UFO sei kurz nach dem Start von einem kräftigen Windstoss erfasst worden, und eine der Sicherheitsleinen habe sich daraufhin in einem Baum verheddert.

Beim zweiten Versuch klappte es aber. Das UFO schwebte während etwa 45 Minuten über den Bäumen. Danach wurde es von den «Häxenschränzern» herunter geholt, auseinandergebaut und fein säuberlich verstaut ohne Spuren zu hinterlassen.

Die Sichtung des vermeindlichen Ufos spaltete Gebenstorf, wie ein Bericht von «TeleM1» zeigte. Auch Stefan Weber, der sich seit 20 Jahren mit Ufos auseinander setzte, konnte nicht einwandfrei sagen, was es ist: «Die Qualität der Fotos sei dafür zu schlecht.»

Schicke uns deinen Input

So einfach geht es:
Text, Videos und Links ins Feld kopieren.
Bitte erfasse einen Text, ein Bild oder ein Youtube-Video.

Bitte hinterlasse uns deine Nummer, damit unsere Redaktoren bei offenen Fragen mit dir Kontakt aufnehmen können. Die Nummer wird nicht weitergegeben.




Danke für den Input.
Herzlichen Dank! Dein Input ist bei uns am Newsdesk angekommen. Deine Watsons

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Simon Müller (2) 30.10.2015 22:21
    Highlight


    Die haben wirklich eine Serie gedreht. 😂👍👏
    0 0 Melden
  • Unikitty 13.10.2015 14:06
    Highlight Haha tolle Aktion liebe Häxeschränzer! :D
    3 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.10.2015 12:27
    Highlight Na also. Organisierter Fake. Genau was ich sagte. Wie so oft brauchte nur jemand bizzeli Aufmerksamkeit.

    Aber was solls? Wenn die idiotischen Parteien mit ihrer nichtssagenden Schaumschlägerei die Medien dermassen befüllen, dann darf das auch eine Guggemusik.

    13 2 Melden
  • DomiNope 13.10.2015 12:25
    Highlight Waaas?!
    Jetzt habe ich mir extra eine Aluminium Mütze gebastelt, die ich jetzt wieder wegwerfen kann. Verdammt.
    23 1 Melden
    • urwe 13.10.2015 13:36
      Highlight *Ökomudus on* Aluminium sollte recycelt werden. Verdammt *Ökomudus off*
      8 2 Melden

Liebe Frau Flückiger: In den Alpen gab es schon Muslime, als noch keine Eidgenossen existierten

Für Sylvia Flückiger verraten tanzende Derwische an der Eröffnungsfeier des Gotthard-Basistunnels «unsere Grundwerte». Was sagt die SVP-Nationalrätin wohl zu der Tatsache, dass Muslime – damals «Sarazenen» genannt – schon vor über 1000 Jahren über unsere Alpenpässe zogen?

Derwische am Gotthard? Für die SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger ist das ein Unding. Dass tanzende Derwische – für ihre ekstatischen Drehungen bekannte Angehörige eines muslimischen Ordens – in der Inszenierung «Sacre del Gottardo» zu sehen waren, veranlasste die Aargauer Politikerin sogar zu einer Anfrage an den Bundesrat. Flückiger wittert einen Verrat unserer Grundwerte.

Theaterregisseur Volker Hesse wiederum ist darüber irritiert, dass «eine wild gewordene …

Artikel lesen