Wissen

Aufgrund eines Gendefekts wird Yaris kurz nach seiner Geburt schwer krank. bild: screenshot tele züri

Yari erkrankt nach der Geburt schwer – wie Nabelschnur-Blut das Baby heilen konnte

Stammzellen sind Alleskönner. Sie sind in der Lage, jede menschliche Zelle zu bilden. Deshalb sind sie die Hoffnung der Medizin. Dem kleinen Yari aus dem Aargau haben Stammzellen bereits das Leben gerettet.

05.10.16, 13:19 05.10.16, 14:15

Die Freude der frischgebackenen Eltern währt nur kurz. Zwei Wochen nach der Geburt wird der kleine Yari plötzlich schwer krank. Es ist weder klar, ob er überlebt, noch, was er hat.

Erst nach fast zwei Monaten gibt es eine Diagnose: Das Baby von Karin Siegenthaler und ihrem Mann hat Hämophagozytische Lymphohistiozytose. Das ist ein seltener Gendefekt, bei dem das Immunsystem den eigenen Körper angreift. 

Yaris Geschichte im Video:  

Video: kaltura.com

Yari lebt noch. Er ist heute zwei Jahre alt und gesund. Geheilt hat ihn eine Stammzellentherapie. Die Sendung «CheckUp» auf Tele M1 und Tele Züri hat ihn und seine Familie im Aargau besucht und erklärt die Therapie.

Diese Namen wurden 2015 in der Schweiz am häufigsten vergeben

Stammzellen sind wahre Wunderzellen. Da sie jede menschliche Zelle bilden können, erhoffen sich Mediziner damit dereinst Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson heilen zu können. Bei Yari wurden mit der intensiven Therapie die defekten Zellen durch Stammzellen eines gesunden Spenders ausgetauscht.

In der Sendung kommen auch Ärzte zu Wort. Diese sind nicht immer gleicher Meinung. Auch wenn private Anbieter quasi als Gesundheitsvorsorge Nabelschnurblut entnehmen und aufbewahren, rät das Kinderspital Zürich davon ab.

Neugeborene herzerwärmend in Szene gesetzt

Die Familie Siegenthaler ist noch mitgenommen von der schweren Zeit. Aber: «Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es uns gehen jetzt würde, wenn er das nicht überlebt hätte», sagt Mutter Karin Siegenthaler. 

Hinweis: Gesundheitsmagazin «CheckUp» – immer montags um 18.15 Uhr auf Tele M1 und Tele Züri.

(smo/aargauerzeitung.ch/gin)

Gesundheit und Ernährung

Schlimme Grippe-Welle aus Australien nimmt Kurs auf die Schweiz

Krank? Ich doch nicht! – die verzerrte Wahrnehmung der Raucher

Mit Gesundheitsapps auf dem Weg zum gläsernen Patienten

Burnout im Kinderzimmer: Warum immer mehr 11-Jährige unter Stress leiden

Wenn Krebspatienten nach der Chemo Kinder wollen, bezahlt die Krankenkasse nichts

Zürcher Forscher entdecken: High Heels sind besser als ihr Ruf 

Das Gesicht der Chemo: Ein ehrliches – und gerade dadurch berührendes Foto-Projekt 

«Boreout» – Unterforderung im Job kann krank machen

Hunger-Schalter im Gehirn: Warum Kiffen Fress-Attacken auslöst

Ärzte zu bewerten liegt im Trend: Warum du den Ratings nicht vertrauen solltest

Dracula-Syndrom: Ist das die Krankheit, aus der die Vampirlegende entstand?

Nicole war eigentlich schon tot – jetzt erzählt sie, wie sie die Magersucht besiegt hat

Methadon – weshalb es plötzlich einen riesigen Ansturm auf den Drogenersatz gibt

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Palliativärztin über ihre Arbeit: «Manchmal fragt das Kind, ob es nun sterben muss»

Jedes Jahr sterben in der Schweiz rund 500 schwerkranke Kinder. Eva Bergsträsser ist Palliativmedizinerin am Universitäts-Kinderspital Zürich. Sie erzählt, warum es in ihrer Arbeit um das Sterben geht, jedoch besonders um das Leben.

Er wollte noch einmal Weihnachten feiern – und bat dazu um Post aus aller Welt. Die Geschichte des krebskranken neunjährigen Jacob aus Amerika berührte Menschen rund um den Globus. Vor einer Woche ist Jacob verstorben. Auch in der Schweiz sterben pro Jahr rund 500 schwerkranke Kinder.

Eva Bergsträsser ist Kinderonkologin und Palliativmedizinerin am Universitäts-Kinderspital Zürich. Fast jede Woche stirbt einer ihrer kleinen Patienten.

Bergsträsser gilt als Pionierin in der Pädiatrischen …

Artikel lesen