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So gestalten berühmte Wirtschaftslenker ihre Morgenstunden

Manager als Frühaufsteher

«4.30 Uhr ist eine gute Zeit zum Denken»: Diese 11 Topmanager nutzen die Gunst der Stunde – mitten in der Nacht

Arbeiten, wenn andere noch schlafen – das ist schwer in Mode bei Managern. Ob E-Mails, Familie oder Sport: Alles erscheint ihnen sinnvoller als zu ruhen. Warum tun die sich das an? Elf prominente Wirtschaftsbosse berichten.

27.02.15, 20:54


Helene Endres / spiegel online

Ein Artikel von

Ob man vor der Arbeit Nachrichten liest, E-Mails aus Übersee beantwortet oder eine Wallfahrtskapelle aufsperrt – wer ein echter Top-Manager ist, wird überall gebraucht. So sind sich viele Führungskräfte einig: Schlafen ist etwas für Loser. Sie dagegen ackern die Nacht durch und protzen mit ihrer Schlaflosigkeit.

Gemeint ist damit allerdings nicht unbedingt, wie früher, einfach stur bis tief in die Nacht im Büro zu hocken. Die Zeit wird auch zur Vernetzung und Selbstoptimierung genutzt. Deshalb gilt es, so früh aufzustehen, dass man vor Beginn des eigentlichen Arbeitstages nicht nur E-Mails checkt, Zeitung liest und joggen geht, sondern idealerweise auch noch mit den Kindern frühstückt.

In US-amerikanischen Businesskreisen scheint es fast zum Standard zu gehören, spätestens um 5 Uhr aufzustehen. «Und was machen Sie morgens so?», das ist eine normale Frage im dienstlichen Small Talk geworden. «Schlafen» ist darauf eine eher ungewöhnliche Antwort.

Ob Gruppenzwang, Pflichtbewusstsein oder die innere Uhr: Oft wirkt die Bettflucht. Zwar tendiert der Biorhythmus der meisten Deutschen eher zum Spätaufstehen; viele leiden unter dem Zwang zur Morgenarbeit. Aber der frühe Vogel gilt als fleissig und diszipliniert.

«Frühaufsteher machen Karriere», sagt Biologe Christoph Randler, Professor an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg. Die Studien von Randler und seinen Kollegen zeigen, dass Frühaufsteher aktiver sind, ein höheres Leistungsvermögen und Verantwortungsgefühl haben. Gleichzeitig harmonieren die sogenannten Lerchen stärker mit den zeitlichen Abläufen in Unternehmen. Früh kann dabei für viele nicht früh genug sein.

Von Apple-Chef Tim Cook bis Bahn-Boss Rüdiger Grube: Wie prominente Wirtschaftslenker ihre Morgenstunden verbringen, liest du in der Bildstrecke oben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 28.02.2015 14:51
    Highlight Was sagt der Chef zum übermüdet aussehenden Mitarbeiter? Geh früher ins Bett und komm ausgeschlafen zur Arbeit. So bringst du gar nichts. Was macht er selbst? Hält sich für unersetzlich, weil er nicht delegieren kann, kein Vertrauen hat, keine starken Mitarbeiter um sich herum erträgt und anstellt. Er untermauert mit seinem Verhalten, ich kann das, ich bin fit, ich bin der Grösste und Einzigste.....
    ....Erbärmlich.
    2 0 Melden
  • Zeit_Genosse 28.02.2015 14:47
    Highlight Würde man un 0400 eine Videokonferenz einberufen, dann hätte man fast alle Manager hellwach beisammen. Die meisten wachen um diese Zeit auf und ihr "System" beginnt hochzufahren. Kreative Ideen haben dann noch Raum, sofern sie festgehalten werden. Wer jedoch behauptet, dass er mit regelmässig 4h Schlaf auskommt ist ein Wichtigtuer. Die wenigsten erholen sich bei der Arbeit (Flow) und brauchen deshalb genügend Schlaf. Da gibt es keine Abkürzung. Sportler brauchen auch Regeneration. Es ist ein Risiko, wenn Manager bis zum Tunnelblick arbeiten und falsche Entscheide treffen.
    3 0 Melden
  • CKOne86 28.02.2015 08:18
    Highlight Ich denke, so früh aufzustehen, um Sport zu treiben und Zeit mit seiner Familie zu verbringen, ist extrem sinnvoll. Dann allerdings bis spät in die Nacht zu arbeiten und 3 Stunden pro Tag zu schlafen, kann auf die Dauer wirklich nicht gesund und zielführend sein.
    7 0 Melden
  • Brainwash 28.02.2015 00:08
    Highlight Um 4:30 aufstehen und dann Arbeiten bis spät abends. Kein Wochenende keine richtigen Ferien. Sin das die Helden unserer Zeit?
    16 0 Melden

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