Wissen

Good News: Solar Impulse hat die Millionen für den Weiterflug beisammen

30.11.15, 21:16

Das Team um das Schweizer Solarflugzeug Solar Impulse hat die 20 Millionen Dollar gesammelt, die es für die Beendigung seiner Weltumrundung braucht. Solar Impulse steckt wegen eines Batterieschadens auf Hawaii fest und kann erst nächstes Jahr weiterfliegen.

Die finanzielle Seite des Projektes sei nun gesichert, sagte Pilot André Borschberg am Montag der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des Klimagipfels in Paris, an dem er zusammen mit dem zweiten Solar-Impulse-Piloten Bertrand Piccard teilnahm.

Solar Impulse

Ursprünglich wollten die beiden Piloten die Weltumrundung noch dieses Jahr schaffen. Im März waren sie in Abu Dhabi gestartet. Während der fünftägigen Pazifik-Überquerung von Japan nach Hawaii überhitzten aber die Batterien des Solar-Flugzeugs, weshalb es auf Hawaii überwintern muss.

Im März sollen Testflüge starten, sagte Borschberg. Die nächste Etappe zur US-Westküste sei für April geplant. Dann seien die Tage lang genug, um die Batterien des Solarflugzeugs aufzuladen. Wo das Flugzeug als nächstes landen wird, ist nicht sicher - Vancouver, San Francisco, Los Angeles oder Phoenix seien mögliche Kandidaten, sagte Borschberg.

Bertrand Piccardund André Borschberg im Juli 2015 auf Hawaii.
Bild: HUGH GENTRY/REUTERS

Die Weltumrundung in mehreren Etappen erfolgt ohne einen Tropfen Treibstoff. Das Leichtflugzeug wird auf seiner 35'000 Kilometer langen Reise von mehr als 17'000 Solarzellen angetrieben. Mit ihrem spektakulären Flug wollen Borschberg und Piccard für den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien werben.

(sda/reu)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Saftladen 01.12.2015 08:10
    Highlight Freue mich für das Projekt und Piccard. Obschon das Projekt von vielen Seiten angegriffen wird, zieht er weiter sein Ding durch. Schlussendlich geht es um mediale Präsenz - und dieses Ziel hat er so oder so erreicht. Es geht nicht darum, möglichst kosteneffizient oder bequem zu fliegen, sondern einen Beweis anzutreten, was Photovoltaik in der Lage ist zu leisten.

    Ich ziehe meinen Hut vor Piccards Hartnäckigkeit, seinem Pioniergeist und seiner Überzeugung, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Die Welt braucht mehr Menschen wie ihn.
    2 2 Melden
  • rundumeli 01.12.2015 00:07
    Highlight Erfüllt mich dieser Hightech-Slapstick mit helvetischem Stolz !?
    Aber einen gewissen Respekt für die Geldbeschaffer will ich nicht verleugnen. Hoff es bleibt noch genug, für die kleinen feinen Oekovisionäre ...
    3 1 Melden

Nichts für Angsthasen – das sind die 11 krassesten Brücken der Welt

Brücken verbinden. Von der römischen Steinbrücke bis zur modernen Hängebrücke – sie alle überwinden das Trennende. Manche aber tun dies auf eine so kühne Weise, dass nur Schwindelfreie sie ohne mulmiges Gefühl überqueren können. Das gilt besonders für Fussgängerbrücken, auf denen man den Sog der Tiefe unmittelbar spürt. Wie bei diesen elf krassen Brücken.

Beginnen wir mit einem heimischen Bauwerk: Die 170 Meter lange Triftbrücke in der Nähe von Gadmen ist eine der längsten …

Artikel lesen