Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Diese abbaubare Biofaser ist stärker als Stahl

16.05.18, 14:48 16.05.18, 15:17


Wissenschaftler haben am Forschungszentrum Desy in Hamburg das stärkste Biomaterial hergestellt, das je produziert worden ist. Die biologisch abbaubaren künstlichen Zellulosefasern seien stärker als Stahl und sogar als die Spinnenseide.

Diese gilt gemeinhin als das stärkste biologische Material, teilte das Forschungszentrum am Mittwoch mit. Das Team um Daniel Söderberg von der Königlichen Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellte seine Arbeit im US-amerikanischen Fachblatt «ACS Nano» vor. Die Forscher hatten die Röntgenlichtquelle Petra III vom Desy für ihre Arbeit genutzt.

Wissenschaftler haben am Forschungszentrum Desy in Hamburg das stärkste Biomaterial hergestellt, das je produziert worden ist. Die biologisch abbaubaren künstlichen Zellulosefasern seien stärker als Stahl und sogar als die Spinnenseide.

Diese gilt gemeinhin als das stärkste biologische Material, teilte das Forschungszentrum am Mittwoch mit. Das Team um Daniel Söderberg von der Königlichen Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellte seine Arbeit im US-amerikanischen Fachblatt «ACS Nano» vor. Die Forscher hatten die Röntgenlichtquelle Petra III vom Desy für ihre Arbeit genutzt.

Rasterelektronen-Mikroskop-Aufnahme einer fertigen Faser. Nitesh Mittal, KTH Stockholm

Flugzeugbau und Biomedizin

Das ultrastarke Material bestehe aus Zellulose-Nanofasern, den Grundbausteinen von Holz und anderen Pflanzen. Mit dieser neuen Produktionsmethode hätten die Forscher erfolgreich die besonderen mechanischen Eigenschaften der Nanofasern auf ein makroskopisches Material übertragen, das sich ausserdem durch sein geringes Gewicht auszeichne, teilte das Forschungszentrum mit.

Das Team schickte nach Desy Angaben kommerziell angebotene extrem dünne Zellulose-Nanofasern durch einen ein Millimeter breiten Kanal in einem Stahlblock. Durch seitliches Einströmen von speziellem Wasser wurden sie zusammengepresst, so dass ein dicht gepackter Faden entstand. Die Nanofasern haften dabei ohne Klebstoff zusammen.

Das Material könnte beispielsweise als umweltfreundliche Kunststoffalternative in Autos, für Möbel und in Flugzeugen genutzt werden. «Unser neues Material hat auch Potenzial für die Biomedizin, da Zellulose vom Körper nicht abgestossen wird», sagte Söderberg. (whr/sda/dpa)

Diese Erfindungen verdanken wir dem Zufall

Super-Fail: Diese Erfindungen sind für die Tonne

Video: watson/Lya Saxer

Das könnte dich auch interessieren:

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

30 Millionen Facebook-Profile gehackt. User-Daten weg. So merkst du, ob du betroffen bist

Diese Inder löschen Pornos und Gräuel-Bilder aus dem Netz – und leiden dabei Höllenqualen

Warum Tabubrecher triumphieren und was die Schweiz damit zu tun hat

Swisscom erhöht Abopreise um 191%: So reagieren die Kunden auf den erzwungenen Abowechsel

Mit diesen 10 Tricks und Tipps holst du das Beste aus Spotify raus

Wir haben die Kantonsgrenzen neu gezogen – so sieht die Schweiz jetzt aus

Diese 7 Frauen hätten einen Nobelpreis verdient – nur eine könnte ihn noch bekommen

GoT-Star Natalie Dormer meint: «MeToo war absolut notwendig!»

Alpentourismus kämpft mit Gigantismus um Gäste: Kann das gut gehen?

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Diese Tweets zeigen dir, was mit Menschen passiert, wenn sie zu lange keinen Sex haben 😂

Sorry, Bundesrat Berset, aber es ist Freitag und wir hatten nichts Besseres zu tun ...

«Einmal Betrüger, immer Betrüger» – 7 Leute erzählen von ihrem Beziehungsende

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

präsentiert von

Du denkst, du kennst die Kommaregeln? Ha!

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ziasper 16.05.2018 15:54
    Highlight Ein paar Festigkeits- und Steifigkeitswerte wären spannend zu erfahren.
    49 0 Melden
    • Dernixon 16.05.2018 16:39
      Highlight ziemlich fest und unglaublich steif ;-)
      19 0 Melden
    • Whitchface 16.05.2018 17:25
      Highlight Vorallem der Preis: "... extrem dünne Zellulose-Nanofasern durch einen ein Millimeter breiten Kanal in einem Stahlblock. Durch seitliches Einströmen von speziellem Wasser wurden sie zusammengepresst, so dass ein dicht gepackter Faden entstand." Klingt für mich nicht wirklich schon nach Massenproduktion. Schade.
      6 1 Melden
    • Buri Erich 17.05.2018 00:24
      Highlight Was nicht ist, kann leicht noch werden!
      Die Moglichkeiten! Die Armee wird auch interesse haben - Schutzwesten!
      3 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Darum machen japanische Lokführer seltsame Zeige-Bewegungen

Japanische Züge sind legendär pünktlich. Und sie sind sicher. Dafür gibt es mehrere Gründe, unter anderem hohe Investitionen in die Wartung der Anlagen und in die Ausbildung des Personals. Japanische Lokführer werden überdies langfristig auf denselben Strecken eingesetzt, damit sie diese gut kennen. 

Daneben gibt es aber noch eine japanische Besonderheit, die entscheidend zur Sicherheit im Bahnverkehr beiträgt und doch ausserhalb Japans weitgehend unbekannt ist: Shisa Kanko. …

Artikel lesen