Zürich

Stadtrat zu Spuhler-Vorwürfen

Tram-Beschaffung in Zürich: «Ich bin überzeugt, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist»

02.03.15, 05:42 02.03.15, 08:27

Der Millionen-Auftrag für neue VBZ-Trams verursacht grossen Wirbel. Bild: KEYSTONE

Seit der Ausstrahlung eines Berichts des Schweizer Fernsehens stehen die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) unter medialem Beschuss wegen mutmasslicher Ungereimtheiten bei der Beschaffung neuer Trams. Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler fordert ein Köpferollen. Jetzt äussert sich Andres Türler, der verantwortliche Stadtrat, erstmals dazu:

Gegenüber der NZZ sagt Türler, es handle sich um ein laufendes Verfahren. Der Zürcher Verkehrsverbund habe zum Antrag der VBZ um Kostengutsprache keinen Entscheid gefällt. Dagegen habe die VBZ beim Regierungsrat rekurriert. Nun müsse dieser entscheiden, wie es weitergehe. «Ich kann mich nicht öffentlich zu den Details dieser Vergabe äussern, da sind mir die Hände gebunden», so Türler. 

So hat Andres Türler im Wahlkampf für sich selber geworben. Bild: KEYSTONE

Türler ist aber überzeugt, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist. «Ich habe keinerlei Anhaltspunkte für Ungereimtheiten», sagt Türler im Interview mit der Zeitung. Für ihn sei die Begründung, weshalb Bombardier auf Platz eins landete, «nachvollziehbar und plausibel». 

Und was sagt Türler zu Peter Spuhlers Vorwürfen, der behauptet, seine Firma Stadler Rail sei ausgebootet worden und ein Köpferollen fordert, falls die Vorwürfe der «Rundschau» stimmen? «Es ist klar, dass die Konkurrenten des Bewerbers, den die VBZ vermeintlich favorisieren, auf einen Auftrag gehofft haben und nun enttäuscht sind» so Türler zur NZZ. Diese Vorwürfe seien für ihn aber nicht nachvollziehbar. Es handle sich um ein Submissionsverfahren. Wer nicht einverstanden sei mit dem Resultat, könne es gerichtlich anfechten. 

Schliesslich äussert sich Türler zum Fakt, dass Spuhler und die BDP im ganzen Fall eine PUK fordern. «Man kann behaupten, dass die VBZ nicht richtig gewichtet hätten bei der Auswertung der Offerten. Das könnten die unterlegenen Bewerber mit einer Submissionsbeschwerde gerichtlich anfechten. Das hiesse aber noch lange nicht, dass Korruption im Spiel wäre.» (feb)

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