Zürich

Reaktion des Polizeiverbands auf Krawallnacht

«... dann ist das für mich mit einem vorsätzlichen Tötungsversuch gleichzusetzen»

14.12.14, 04:30 14.12.14, 08:18

RTS: Krawall in Zürich

Nach der Zürcher Krawallnacht schreibt der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter VSPB, was er zu den Vorfällen meint:  Bei den gezielten Angriffen der rund 200 Chaoten seien sieben Polizisten verletzt worden, teilt der VSPB am Samstag in seinem Schreiben mit. Sie hätten ins Spital gebracht werden müssen. 

Neben Steinen, Knallpetarden und Raketen, die auf die Polizei abgefeuert worden seien, sei es auch zu mehreren Laserattacken gekommen. Die Polizei hat vier Demonstranten festgenommen. 

«Wenn Chaoten die Türen des Polizeifahrzeugs aufreissen und eine brennende Fackel ins Fahrzeuginnere werfen, dann ist das für mich mit einem vorsätzlichen Tötungsversuch gleichzusetzen», sagt VSPB-Generalsekretär Max Hofmann und fügt hinzu: «Leider stellen wir schon seit längerer Zeit fest, dass die Brutalität bei Angriffen gegen Polizisten massiv zugenommen hat». 

«Jetzt reicht’s», sagt auch VSPB-Präsident Jean-Marc Widmer und fordert eine Reaktion der Politik: «Es ist höchste Zeit, dass dieses Thema von den Politikern lösungsorientiert angegangen wird.»

Die vorläufige Bilanz der «Reclaim the Streets»-Demo in Zürich in der Nacht auf Samstag lautet: Sieben verletzte Polizisten, mehrere ausgebrannte Autos, geplünderte Geschäfte und Sachschaden von mehreren 100'000 Franken. (feb)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 14.12.2014 19:34
    Highlight 2) Das ist nur was für die gesteuerten und denkbefreiten nützlichen Idioten an der Front!
    So gesehen ist ein Besuch bei Luigi in seinem Restaurant mit leckerem Essen und Vino, wesentlich entspannter und der Service ist äusserst freundlich und höflich.
    Was bekommen eigentlich die Polizisten, die Kopf und Kragen riskieren, zu essen? Dosensuppe mit dem Rest? Und vielleicht noch ein Bierchen dazu?
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  • zombie1969 14.12.2014 19:33
    Highlight 1) So geht das nicht!
    Es grenzt schon an Unverschämtheit! Da drücken sich die im Hintergrund agierenden Financier der Krawallos wieder, anstatt sich selber mit der Polizei prügeln.
    Nein, das werden diese Hintermänner auch niemals tun, denn immer bei solchen "Demos" wird ein Tisch beim besten italienischen Restaurant in der Nähe gebucht. Für Freundin, Freunde und Genossen.
    Da sitzt man im Trockenen bei leckerem Essen, Vino und mehr. Keine lästigen Wasserwerfer, Reizgase, Knüppelattacken, blaue Augen und Beulen am Kopf und noch mehr so fiese Sachen.
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  • sewi 14.12.2014 12:19
    Highlight Unsere Polizisten machen einen guten Job. Aber auch Sie sind nur Menschen. Und sie machen was ihnen befohlen wird. Leider durften Sie gegen die Linksterroristen keine adäquaten Mittel einsetzen
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  • danydee 14.12.2014 08:35
    Highlight Solange die Schikane am Strassenrand durch unsere Gesetzeshüter bei Verkehrskontrollen und Blechpolizisten als Geldeintreiber oder das stundenlange verteilen von Parkbussen an Samstagen nicht aufhören werden sich leider immer Leute von der Polizei gepiesackt fühlen und in Zusammenhang mit übermässigem Alkoholkonsum die Polizei als absoluten Volksfeind empfinden..... Sachbeschädigungen sind die Entladung absoluter Wut bei Anwesenheit von Polizisten in Vollmontur, traurig aber wahr....
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    • u_m_d_nathalie 14.12.2014 10:14
      Highlight omg... dann kaufst du auch nix mehr ein, weil dich die Bedienung nicht gegrüsst hat, fährst nicht mehr Zug weil ein Mitfahrer extra seine Tasche nicht vom Nachbarsitz genommen hat oder lässt das Auto Zuhause weil der andere Verkehrsteilnehmer aus purer Schikane beim Reissverschlusssystem nicht mitspielt? Jup.... los! Gegen die müssen wir rebellieren! Werfen wir doch Steine gegen Züge, Verkehrsteilnehmer und vorallem gegen KassiererInnen! (wie dumm muss man sein!... geh du zur Polizei wenn dus besser machen kannst!)
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    • Gott 14.12.2014 11:11
      Highlight Ja violetta, du hast begriffen wie es geht!
      Die Polizei hat explizit die Staatsgewalt in ihren Händen, kann dich mit Schlagstöcken und Tränengas traktieren und kommt meist ungeschoren davon. Hier geht es doch nicht um eine herkömmliche Dienstleistung wie Migrosverkäuferin. Indem sich die Polizei auf dieser Ebene mit den Bürgern auseinandersetzt entsteht erst dieses Machtgefälle.
      Ich sage nicht, was passiert ist wäre in Ordnung. Es ist allerdings nicht überraschend in Anbetracht des Verhaltens der Ornungshüter in den letzten Jahren.
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    • danydee 16.12.2014 04:02
      Highlight Liebe Violetta

      Dünkt mich du legst eine ziemliche Aggression an den Tag...
      Leute als dumm zu bezeichnen weil sie eine andere Meinung haben als du...
      Warte doch ab bis die nächste RTS stattfindet und nimm teil, so kannst du deiner Wut luft machen....
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  • Gelöschter Benutzer 14.12.2014 07:43
    Highlight Hoffentlich gibt es endlich die Erkenntnis, dass diese Chaoten stärker bestraft werden. Zum Beispiel, eine Woche Haft nur mit Wasser und Brot! Dies würde sicher abschreckend wirken.
    Aber so wird das Problem nie gelöst - Verhaftung, Befragung und nach einer Stunde Entlassung.
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    • Inti 14.12.2014 09:52
      Highlight Eine Woche Haft nur mit Wasser und Brot! Genau, das ist die ideale Lösung für sämtliche Gewaltprobleme. Wunderbar, am besten die Gefängnisse gleich so einrichten wie in Nordkorea. Wie man anhand von diktatorisch regierten Ländern beobachteb kann, nützen solche Strafen ja enorm gegen Kriminalität...... Ist ja nicht so, dass das Problem komplex ist....... ;)
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Gegen das Bauchgefühl: Die Stapo Zürich muss dir neu sagen, weshalb sie dich kontrolliert

Das Bauchgefühl ist kein ausreichendes Kriterium für eine Personenkontrolle. Für die Zürcher Stadtpolizei gelten seit Anfang November einheitliche Standards und klare Kriterien. Damit sollen Kontrollen aufgrund von äusseren Merkmalen, wie Hautfarbe, sogenanntes Racial Profiling, verhindert werden.

Stadtzürcher Polizisten müssen dem Kontrollierten in Zukunft Gründe für die Personenkontrolle angeben. Eine Quittung, wie dies teilweise gefordert wurde, wird es vorerst nicht geben. Es sei wenig klar, ob ein allfälliger Nutzen den administrativen Mehraufwand rechtfertige, teilte das Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich am Montag mit.

Ausserdem würden mit dem Ausstellen von Quittungen die Daten von allen Personen erfasst, und zwar nicht nur von denen, die verzeigt oder verhaftet werden. …

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