Afghanistan
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Präsidentschaftswahlen in Afghanistan

Abdullah-Anhänger protestieren in Kabul gegen Wahlfälschung



An Afghan demonstrator shouts slogans in support of presidential candidate Abdullah Abdullah in Kabul on June 21, 2014.  Supporters of Afghan presidential candidate Abdullah Abdullah held street protests in Kabul on June 21 as fears grow of unrest erupting over alleged fraud in the election one week ago. Abdullah has boycotted the vote count, pitching Afghanistan into a political crisis as NATO combat troops withdraw from a 13-year war against Taliban insurgents. AFP PHOTO/SHAH Marai

Ein Anhänger Abdullahs demonstriert gegen Wahlfälschungen. Der Präsidentschaftskanditat hat die Wahlen boykottiert. Bild: AFP

Eine Woche nach der Stichwahl in Afghanistan haben Anhänger von Präsidentschaftskandidat Abdullah Abdullah in Kabul gegen Wahlfälschungen protestiert. «Wir werden unsere Stimme bis zum letzten Blutstropfen verteidigen», skandierte die Menge.

Die Demonstrationen blieben zunächst friedlich, doch steigt die Sorge, dem Land drohe nach der Wahl statt einem demokratischen Aufbruch einen tiefe politische Krise.

Abdullah hatte am Mittwoch den sofortigen Abbruch der Stimmenauszählung und ein Eingreifen der UNO gefordert. Er erklärte die Zusammenarbeit mit der Wahlkommission für beendet. Abdullah wirft seinem Gegenkandidaten Aschraf Ghani, dem scheidenden Staatschef Hamid Karsai und den Wahlbehörden vor, in betrügerische Machenschaften verwickelt zu sein, um ihn auf dem Sprung ins Präsidentenamt zu stoppen.

Afghan presidential candidate Abdullah Abdullah addresses a news conference in Kabul June 15, 2014. Rival camps in Afghanistan's presidential race each proclaimed to be leading the contest on Sunday, a day after the run-off was held and as officials were still tallying the hundreds killed or injured in election-related violence. REUTERS/Mohammad Ismail (AFGHANISTAN - Tags: ELECTIONS POLITICS HEADSHOT PROFILE)

Will bei der ersten demokratischen Machtübergabe in Afghanistan Präsident werden: Ehemaliger Aussenminister Abdullah Abdullah.  Bild: MOHAMMAD ISMAIL/REUTERS

Abdullah war mit 13 Punkten Vorsprung aus der ersten Wahlrunde in das Duell mit Ghani eingezogen. Nun liegt er Berichten zufolge deutlich zurück. Ein vorläufiges offizielles Ergebnis soll am 2. Juli bekanntgegeben werden.

Die Sicherheitslage in Afghanistan ist weiterhin prekär, bei zwei Anschlägen wurden am Freitag und Samstag nach offiziellen Angaben drei US-Soldaten sowie ein afghanischer Zivilist getötet.

Die NATO-geführte internationale Schutztruppe (ISAF) zieht sich bis Ende des Jahres vom Hindukusch zurück. Sollte sich der Wahlkonflikt verschärfen, wäre dies ein weiterer Rückschlag für die internationalen Bemühungen, das Land 13 Jahre nach dem Sturz der Taliban zu stabilisieren.

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