Der Wakkerpreis geht an die Stadt Langenthal. Warum? Darum!
Langenthal BE gewinnt den Wakkerpreis 2018. Hier siehst du, warum: Ansicht der Arbeitersiedlung Haldenstrasse (1914) und Nutzgaerten des Architekten Hector Egger KEYSTONE / GAETAN BALLY
Aussenaufnahme des Hotels L'Auberge, am 19. September 2018 in Langenthal, Kanton Bern. Die heute denkmalgeschuetzte Villa im klassizistischem Stil im im Zentrum von Langenthal wurde um 1870 erbaut.
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Aussenaufnahme der Stadverwaltung von Langenthal, fotografiert am 19. September 2018 in Langenthal, Kanton Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) KEYSTONE / GAETAN BALLY
Das Kunsthaus und Restaurant "Choufhuesi", frueher ein Kaufhaus, links, und der Marktgasse in der Altstadt von Langenthal, Kanton Bern, fotografiert am 19. September 2018. Seit 1998 befinden darin das Langenthaler Kunsthaus, ein Restaurant, ein Reisebuero sowie weitere Geschaeftsraeumlichkeiten. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
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Die Siedlung "Pappelhoefe" mit Alterssiedlungen mit Nutzgaerten, fotografiert am 19. September 2018 in Langenthal, Kanton Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) KEYSTONE / GAETAN BALLY
Aussenaufnahme der Ofenhalle auf dem Porzi-Areal, fotografiert am 17. September 2018 in Langenthal, Kanton Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
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Der Bogengang des "Choufhuesi" in der Altstadt von Langenthal, Kanton Bern, am 19. September 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
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Das oeffentliche Schwimmbad Langenthal, fotografiert am 16. September 2018. Das Schwimmbad wurde 1944 erbaut und spaeter fuer 10 Mio. Franken renoviert und erweitert. (KEYSTONE/Gaetan Bally) KEYSTONE / GAETAN BALLY
Die Siedlung "Pappelhoefe" mit Alterssiedlungen mit Nutzgaerten, fotografiert am 19. September 2018 in Langenthal, Kanton Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally) KEYSTONE / GAETAN BALLY
Aussenaufnahme vom Schulhaus Kreuzfeld 2 und 3 in Langenthal, Kanton Bern, fotografiert am 17. September 2018. In 2014 fand eine Gesamtsanierung der Schule statt. (KEYSTONE/Gaetan Bally) KEYSTONE / GAETAN BALLY
Aussenaufnahme eines Fabrikgebaudes auf dem Porzi-Areal, fotografiert am 17. September 2018 in Langenthal, Kanton Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
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Das oeffentliche Schwimmbad Langenthal, fotografiert am 16. September 2018. Das Schwimmbad wurde 1944 erbaut und spaeter fuer 10 Mio. Franken renoviert und erweitert. (KEYSTONE/Gaetan Bally) KEYSTONE / GAETAN BALLY
Das Porzi-Areal mit der Ofenhalle, Mitte, fotografiert mit einer Drohne am 19. September 2018 in Langenthal, Kanton Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
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Die Villa an der Jurastrasse 23 im Villenquartier von Langenthal, Kanton Bern, am 17. September 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally) KEYSTONE / GAETAN BALLY
Der Wuhrplatz in Langenthal, Kanton Bern, fotografiert am 17. September 2018. Der Platz wurde 2011 umgestaltet. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
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Innenaufnahme der Ofenhalle auf dem Porzi-Areal, fotografiert am 17. September 2018 in Langenthal, Kanton Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
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Die im Jahr 2014 umgestaltete Marktgasse mit erhoehtem Trottoir in der Altstadt von Langenthal, Kanton Bern, fotografiert am 19. September 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
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Das oeffentliche Schwimmbad Langenthal, fotografiert am 16. September 2018. Das Schwimmbad wurde 1944 erbaut und spaeter fuer 10 Mio. Franken renoviert und erweitert. (KEYSTONE/Gaetan Bally) KEYSTONE / GAETAN BALLY
Der Wuhrplatz in Langenthal, Kanton Bern, fotografiert am 17. September 2018. Der Platz wurde 2011 umgestaltet. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
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Aussenaufnahme vom Schulhaus Kreuzfeld 1 in Langenthal, Kanton Bern, fotografiert am 17. September 2018. In 2014 fand eine Gesamtsanierung der Schule statt. (KEYSTONE/Gaetan Bally) KEYSTONE / GAETAN BALLY
Der Wuhrplatz in Langenthal, Kanton Bern, fotografiert mit einer Drohne am 17. September 2018. Der Platz wurde 2011 umgestaltet. (KEYSTONE/Gaetan Bally) KEYSTONE / GAETAN BALLY
Die im Jahr 2014 umgestaltete Marktgasse mit erhoehtem Trottoir in der Altstadt von Langenthal, Kanton Bern, fotografiert am 19. September 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
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Das oeffentliche Schwimmbad Langenthal, fotografiert am 16. September 2018. Das Schwimmbad wurde 1944 erbaut und spaeter fuer 10 Mio. Franken renoviert und erweitert. (KEYSTONE/Gaetan Bally) KEYSTONE / GAETAN BALLY
Aussenaufnahme des Stadttheaters Langenthal, am 17. September 2018 in Langenthal, Kanton Bern. Das in den Jahren 1914 bis 1916 erbaute Stadttheater Langenthal figuriert im Inventar schuetzenswerter Bauten. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
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Die Stadt Langenthal wird vom Schweizer Heimatschutz mit dem diesjährigen Wakkerpreis ausgezeichnet. Das Zentrum des bernischen Oberaargaus erhält die Auszeichnung für seinen Umgang mit dem baulichen Erbe der Industriegeschichte.
Ein Beispiel dafür ist für den Schweizer Heimatschutz das sogenannte «Porzi»-Areal, also das Industrieareal der ehemaligen Porzellanfabrik. Gut hundert Jahre lang wurde in den vom Architekt Hector Egger gebauten Fabrikgebäuden das Langenthaler Geschirr hergestellt. Ein Langenthaler Service fehlte kaum in einem Schweizer Haushalt oder Restaurant.
Mit zunehmender Konkurrenz aus Osteuropa und Asien setzte jedoch in den 1990-er Jahren der Niedergang der traditionsreichen «Porzi» ein. Der Zusammenbruch dieser für Langenthal wichtigen Firma hatte auf die Stadt eine regelrechte Schockwirkung. Weil auch andere bedeutende Industriefirmen schwächelten, waren zur Jahrtausendwende weit über 1000 Arbeitsstellen verloren gegangen.
Zum Vergleich: Langenthal zählte zu Beginn des neuen Jahrtausends rund 14'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Heute sind es über 15'700.
Rückbesinnung und Innovation
Die Stadt habe die Krise nicht zuletzt "dank einer Rückbesinnung auf die Qualitäten vor Ort und und mit Mut zur Innovation gemeistert, schreibt der Heimatschutz in seiner Mitteilung. Dies zeige sich ganz besonders im Umgang mit ihrem baulichen industriellen Erbe wie Fabrikarealen, Arbeitersiedlungen, Villenanlagen oder öffentlichen Gebäuden.
Diese wurden systematisch inventarisiert und als zentrale Ankerpunkte für künftige Entwicklungen festgeschrieben. So auch bei der «Porzi», auf der eine gemeinschaftliche Testplanung durchgeführt wurde. Von den Investoren verlangt die Stadt Verantwortung und eine Gesamtsicht bei der Entwicklung.
Im Gegenzug sei die Stadt auch bereit, Fachwissen und Geld in den Prozess einer langfristigen Qualitätssicherung einzubringen. Auf Weitsicht und Dialog setzt Langenthal aus Sicht des Heimatschutzes auch bei der inneren Verdichtung.
In einem Workshop-Verfahren kehrt die Stadt die üblichen Prozesse um: Fachleute des Städtebaus und der Denkmalpflege bewerten ein Projekt nicht erst bei der Vorlage des Baugesuchs. Vielmehr begleiten sie Architekten und Investoren von der Ideensuche bis zur Baueingabe.
Langenthal hat in den vergangenen Jahren in die Aufwertung der öffentlichen Räume im Zentrum investiert. Daneben wurden diverse Schulbauten und das Stadttheater renoviert. Die Stadt erkläre mit all diesen Massnahmen selbstbewusst, dass sie ein lebendiges, urbanes Zentrum einer grösseren ländlich geprägte Region sein wolle, schreibt der Heimatschutz.
Schummertal
In Langenthal sind diverse Industriebetriebe angesiedelt. So auch die Ammann Gruppe von alt Bundesrat Johann Schneider-Ammann.
Ein Denkmal der ganz besonderen Art hat der Mundartpoet Pedro Lenz seiner Heimatstadt gesetzt. In seinem Roman «Dr Goalie bin ig», kehrt sein Protagonist aus einer Strafanstalt nach Schummertal zurück, einer Kleinstadt im Schweizer Mittelland.
Der Ort ist, unschwer zu erraten, durch Langenthal und die ihm anhaftende Durchschnittlichkeit inspiriert: Deutschschweiz im Kompaktformat. (aeg/sda)
Warum die Schweiz ein Wanderparadies ist
Video: watson/Emily Engkent
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